kommentare zu diesem eintrag auf wirres.net

Gravatar Was ist denn hier los? Philosophische Qualitätsblogoffensive? Hat die Wurstkopfarmada, in welcher Form auch immer, doch eine Wirkung gehabt? Oder war da eine komische Mail im Eingang? Dabei ist der Feld-, Wald- und Wiesenhass in der Blogosphäre doch ganz entspannt zu geniessen, weil er so berechenbar ist.

Nicht, dass ich Dein Weblog auswendig kennte, aber dieses Posting ist anders die anderen. Es ist nicht von hier.


Gravatar ich habe einfach das posting eines philosophen genommen und umformuliert. ich wollte auch mal bovantvillisch wirken.


Gravatar m.E. ist jeder Hass auch eine enttäuschte Liebe. Was auch einiges erklären würde ...


Gravatar Also bei Möglichkeit 3 brauchst Du aber auch eine von drei speziellen Voraussetzungen. Du musst entweder:

a) gute Rückendeckung haben oder
b) schnell laufen können oder
c) die Eiferer bewusstlos reden können.

Was ziehst Du vor? ;)


Gravatar Bin gespannt, ob sich das noch steigern lässt. Diese bovantvillischen Texte.


Gravatar "Art is fanaticism that demands diplomacy."

Och menno, ich sagte hier ja gerne mal etwas, das euch nach vorne brächte. Aber ihr windet euch dauernd um euch selbst. Wie Schmeißfliegen an den Fleischständen eines Marktplatzes.


Gravatar deine metaphern waren bestimmt auch schon mal besser, querzwerk :)


Gravatar @Felix
Hmm. Mir sieht der Text so aus, als ob das im Augenblick Deine Art ist, mit Kritik umzugehen, gleichermaßen fairer Kritik wie auch unfairer Kritik; gerechtfertigte und ungerechtfertigte. Und hier willst Du auf die Kritik zu antworten.

Täusch ich mich?

Okay, wenn Kritik besonders nervt, welche da gerade besonders intensiv auf Dich eintrommelt, wenn man sich selbst plötzlich als "Zielobjekt" erlebt: Das ist unschön. Supernervig.

So, und nun gebe ich zu bedenken:

1. Interessanter Weise war ja die beleidigende Kritik von poodle für Dich, Felix kein gar kein Problem...

Du hast Deine Leser verarscht, und zwecks höherer Aufmerksamkeit einen Konflikt vorgegaukelt, der keiner war. Lustisch!

So schlimm ist das auch wieder nicht: Es genügt, wenn Du dich einfach und sauber dafür entschuldigst, dass Du und poodle die wirres-poodle-Show gespielt haben, während ihr euch bereits auf einen lustigen Schluck Kaffee verabredet habt. Diese Nummer war einfach nur Verarsche.

Felix, Du hast Deine Leser verarscht, und sie hinterher auch noch beleidigt. Und jetzt heulst Du wegen "Moralaposteln".

Wie bist Du denn drauf?!

(etwas gestresst und darum leicht vernagelt, nehme ich an)

2. Es ist leider immer so, dass "Skandale" und Skandälchen, überhaupt emotionalisierte Diskussionen dazu führen, gerade im Internet, dass unter der Vielzahl von Diskutanten auch ein paar Sonderlinge sind.

A) Moralisierer, die man nicht mag
B) Choleriker, die sich nur abreagieren - und zwar in diesem Fall auf Kosten von Felix
C) Sadisten, die sich daran freuen, wenn sie jemand anderen verletzen
D) Freunde
E) Kritiker
F) - Z) Zuschauer und andere Typen

Echt blöd, wirklich blöd, wenn die alle über einen herfallen, bzw., das es jedenfalls diesen Eindruck macht.

Wie wird man diesen Leuten gerecht? Den Mischtypen. Denen, die anfänglich überreagiert haben (wobei hier die wirres-poodle-show eine gewisse Mitschuld trägt), und denen, die dauerhaft unfair sind. Denen, die vielleicht fair sind, aber, wo man das selber nicht sieht.

Und dann noch der Typ, der einem inmmer so selbstgewiss aus dem Spiegel anlächelt, bei dem man nicht mehr weiß, ob der wiklich noch cool ist. Oder nett.

Alle in einen Topf werfen und ein Wort für sie: Das Wort Hass?

Nein.

3. Wie überwindet man Hass, soweit solcher vorhanden sein sollte?

A) Durch Dialog
B) Durch Abwarten
C) Durch Gegenwehr
D) Durch Ignorieren
E) Durch Einschaltung der obersten Schlichtungsbeauftragten
F) - H) Krieg usw.

Variante A) bringt oft mehr, als man meint - jedenfalls, wenn man das sprachliche Geschick und die Intelligenz von Felix hat.

4. Wie reagiert man auf Kritik?

A) Indem man sie als "Hass" umdeutet
B) Indem man die Kritik ignoriert
C) Indem man Kritiker verlacht
D) Mit offenem Dialog

5. Dons A.´s Tirade von heute fand ich unfair, deshalb, weil es ein Angriff auf Deine Würde war. So habe ich es empfunden.

Interssanter Weise geht es Don A. aber auch persönlich (!) nahe. Mein ich. Frag doch mal direkt, via Email, warum das so ist, warum er so übervoll an negativen Gefühlen ist in diese Sache.

Vielleicht ist das so, weil er den garnicht dummen Traum von einer demokratischen Gegenkultur via Blogs in Gefahr sieht. Weil er nicht mag, dass der ganze PR- und Werbemüll inklusive aller Verlogenheiten, die früher oder später dran hängen, jetzt über die Blogs rollen.

Vielleicht ist es das.

Ich weiß nicht, ob Du schon versucht hast, Dich mit Don A. kurzzuschließen, ich weiß nicht einmal, worauf dein "Hass"-Vorwurf zielt.

Ich hab nur einen dummen kleinen Vorschlag:

Dialog.


Gravatar Dr. Dean, wir sind durchaus erwachsene Leute und in der Lage, unsere Differenzen auch ohne äussere Anstiftung persönlich auszutragen, zumal das in diesem Fall nicht das Thema ist. Und es ist dabei nicht üblich, dem Erdkreis mitzuteilen, wann, wo und wie wir das tun. Sollte der Erdkreis solche Begehrlichkeiten haben, so ist mir das auch egal.


Gravatar Eben: egal.

Und wenn es einmal üblich werden sollte, dem Erdkreis mitzuteilen, wie es dazu kommt, dass sich durchaus erwachsene Leute gegenseitig zur Abladefläche umfunktionieren, für Häme, für beißenden und ungerechten Spott, für das Austoben einer durchaus sadistischen Neigung, auf Kosten ander sich groß zu tun: Don, Du wirst es uns sagen.


Gravatar (an die ggf. erstaunten Leser/innen: Kaufen Sie kein Popcorn, fahren Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen. Abfahrt nach Verbissenenhausen in 500 Meter, die Temperatur beträgt 21,0 Grad, es kommt immer wieder die Sonne durch, vereinzelte einzelne Schauer, kommen Sie gut durch!)


Gravatar ach herr dean. gleich am anfang pauschalisieren sie ein bisschen arg. ich antorte „hier“ nicht auf „die kritik“, sondern auf eine ganz spezielle und das dann ganz allgemeingültig, wenn sie so wollen auch mit einem allgemeinplatz. das ich den oder die adressaten nicht nenne, sondern nur andeute, reicht mir aus, der oder diejenigen die gemeint sind wissen es, oder eben auch nicht.

es ist im übrigen keine publikumsverarsche wenn ich nicht alles erkläre, sondern konzept. seit jahren. wer eher service-orientiertes lesen möchte, dem lege ich die „brigitte“, „das haus“ oder „pm“ ans herz (von mir aus auch „geo“, die erklären sehr schön), aber nicht meine seiten hier.

und das zwischen mir und herrn poodle ist weder eine leserverarsche noch ein vorgaukeln von einem konflikt. meine güte, muss man denn alles erklären? natürlich hatten wir einen konflikt und verschiedene meinungen, nur heisst das für mich weder dass ich deshalb jemanden verprügele noch ihn hasse noch ihm das gespräch verweigere. wenn ich dann mit jemandem spreche der in der sache eine andere meinung hat, nennen sie das leserverarsche? wer von mir denkt ich verprügele oder hasse leute mit denen ich mich streite, mag sich dann auch von mir verarscht fühlen, das dann aber auch zurecht.

ich heule übrigens nicht, ich wundere mich nur — wie ich es auf diesen seiten schon seit jahren tue — über leute die meinen aus irgendwelchen gründen moralisch höher zu stehen als andere. da unterscheiden wir uns offensichtlich auch gar nicht, nur dass ich ihr geschreibsel nicht „geheule“ nenne.

und nochmal, ich verstehe nicht wie sie darauf kommen ich würde alle in einen topf werfen, alle beteiligten mit dem wort „hass“ brandmarken. wo steht das? muss man das zwangsläufig so lesen? wenn es ihnen lieber ist komplett eindeutiges, unmissverständliches, auch für die in der letzten reihe durcherklärtes, zu lesen, kaufen sie sich ein qualitätsjournalistisches erzeugnis.

abgesehen davon haben sie natürlich recht, in allen punkten.


Gravatar War schon immer so, dass nach Schreiern selbsternannte Intelektuelle folgten, die den Kopf bedächtig wiegen und die Moral betreffende Dinge von sich geben. Danach folgen dann die Bedächtigen, die bisher nichts gesagt haben, aber jetzt, wo XY auch was geschrieben hat und der erste Sturm sich gelegt hat, da kann man ja auch mal...

Dr.Dean - das ist jetzt auch nicht böse gemeint, aber irgendwie erinnern sie mich in der Schreibe an einen 25jährigen Studenten, der seinen Luhmann und seinen Postman gelesen hat und Derrida immerhin schon mal im Schrank stehen hat und nun ein wenig stolz und abgehoben anderen die Welt und deren Handlungsweisen erklärt. Dekonstruktion ist ja nicht schlecht, nur verrennen sich deren Nutzer oft so dramatisch, dass man schon Mitleid bekommt.


Gravatar Bitte, lieber donD. Lassen Sie die genanten Autoren da bitte raus. Die sind mir nämlich wichtig.
Und nein, keiner von denen schreibt, als würde er seine Texte in PowerPoint vorformulieren. Wie kommen Sie nur darauf?


Gravatar dr. dean: ich schätze ja eigentlich durchaus deine kommentare, wo sie hier und da auftauchen, aber das da oben ist so ungefähr das allerdoofste, das ich bisher in der sache lesen durfte.

ich jedenfalls finde genau das das nervigste an dem ganzen opelschmu: wie hier tatsächlich schon prominentenlike (obwohl ich gar kein freund der a-lister-these bin) über die leute anhand irgendwelcher oberflächenphänomenen gemutmaßt wird, und mir jedenfalls das ungefähr meilenweit an irgendwelchen realitäten vorbeigeredet vorkommt.


Gravatar Hallo Felix,

ich habe keine Ahnung von irgendwelchen Debatten über die Käuflichkeit von Blogs und ich möchte deinen Beitrag einfach kontextlos so ernstnehmen wie er da steht. Anspielungen auf aktuelle Situationen sind also nicht gegeben.

Hass entsteht aus vielen Gründen, mspro nennt einen. Ich glaube aber, dass - als notwendige, nicht aber als hinreichende Bedingung - als Teil des Hasses und seiner Ursachen ein spezifisches, auf Durchsetzung drängendes Wahrheitsprogramm ausgemacht werden kann:

Die Wahrnehmungen des Hassers sind nicht relativ, sie sind an dem Punkt des Hasses nicht in Frage zu stellen, sondern unumstößlich.

Deine drei Möglichkeiten schützen davor, - so wie du schreibst - sich selbst nicht dem Hass hinzugeben. Der erste und der dritte unterlaufen massiv den Anspruch eines eigenen aggressiven Wahrheitsprogramms: Sie beinhalten die Chance, sich selbst in Frage zu stellen. Die drei Möglichkeiten taugen aber nur begrenzt in Konfrontation zu dem, der schon hasst. Zum Beispiel habe ich und ein paar andere Menschen vor fast zwei Jahren einer religiösen Gruppe und ihrem Umfeld kräftig auf die Füße getreten - das Warum und die genauen Umstände sind hier egal. Wir hatten das Gefühl das tun zu müssen, weil wir wir den Eindruck hatten, dass die gemeinsame Grundstimmung dieser Gruppe sie dazu trieb, in Konflikten und Meinungsverschiedenheiten in einer Weise zu agieren, die über das soziale Normalmaß hinaus emotional aufgeladen war.

Diejenigen von uns, die sich über die Eiferer lustig machten, realisierten schnell, dass dies den bis dahin nur bruchstückhaft vorhandenen Hass nur weiter stimulierte. Diejenigen, die einen persönlichen und direkten Kontakt zu den Einzelnen suchten, brauchten starke Nerven, denn Hass führt dazu, dass soziale Bande zerschnitten werden. Es war nur sehr begrenzt erfolgreich.

Letztendlich war die Erkenntnis bei den meisten von uns, das nur der von dir genannte Punkt 1 hilft: Einen langen Atem haben. Also sogenannte "Dogmatiker, Hetzer und bigotte Moralapostel ignorieren" - selbst wenn sie z.B. über das Internet, mit vermeintlichen Erpressungen (oder gar Drohungen) oder durch Mundpropaganda weiter agieren. Wer hasst, der klebt mit seiner Aufmerksamkeit an dem anderen. Er kann nicht loslassen. Hass kann man nicht stoppen, man kann ihn nur in seiner ermüdenden Aktivitäten auslaufen lassen - indem man selbst sich nicht weiter in den Konflikt begibt, sondern mit positiven Aktivitäten sich und die Welt erfreut. Denn diejenigen, die hassen, isolieren sich in einer differenzierten, bürgerlichen Öffentlichkeit durch ihre aggressives Auftreten von selbst.

Und hier scheint mir eine Haltung ganz wichtig zu sein: Man darf nicht zum Fremd-Schämen neigen, das die Hassattitüde durch ihre Peinlichkeit bei normalen Menschen provoziert. Man muss denjenigen, der mit Hass agiert, für sich selbst sprechen lassen. Man muss die soziale Isolierung abwarten können. Und die Ruhe, die dann dadurch einkehrt. Was starke Nerven verlangt.

Ein Rezept, was übrigens auch dann funktioniert, wenn beide Seiten wechselseitig behaupten, die jeweils anderen hassen: Dann hält sich eben jeder dran.

All das gilt nur für jenen Hass, der seinen Ausdruck über Ehrverletzungen, Beleidigungen, Rufmord etc. versucht. Bei jenem Hass, der darüberhinaus auch Ausdruck in gewaltätigen Ausschreitungen oder in Aufrufen zu Gewalttaten sucht, kommt sicher noch einiges hinzu.

Eine Einschränkung gibt es noch: Wie bei allen lebensweltlichen Themen sind auch solche Faustregeln nur eingeschränkt gültig, weil das konkrete Leben immer komplexer ist als Tips und Rezepte.

Grüsse


Gravatar Mein Gott, Dean und Co., lest was über die Geschichte der Condottiere des 15. und 16. Jahrhunderts in Italien, da kommen wir im Digitalen grad wieder an, wenn wir denn je weg waren, man kann es hassen oder lieben, aber das ist es, ironischerweise sehen die Kombattanten sogar aus wie von den Wänden des Palazzo Pitti runtergestiegen, Falstaff und Doria, und alles Anheben auf Metaebenen wird daran nichts ändern. Wer weiss, wo und mit wem wir morgen fechten.


Gravatar auf welchem server spiel ihr?

chat mit team rot:
es gibt immer drei dinge in einer aufzählung,
auch wenn einem nur eine nennung in den sinn kommt...

angefasst gezogen.


Gravatar Blütezeit

Die Truppen der Condottieri waren für ihre Launen berüchtigt. Sie wechselten oft die Seiten für bessere Bezahlung, und dies nicht nur vor, sondern auch in der Schlacht. Die Condottieri spürten bald, dass sie ein Monopol auf die militärische Macht in Italien hatten, und begannen damit, ihren Arbeitgebern die Bedingungen zu diktieren. Viele Condottieri wie Braccio da Montone oder Muzio Attendolo Sforza wurden im 14. Jahrhundert mächtige Figuren auf der politischen Bühne. Währenddessen stellten sich die Condottieri nicht schnell genug auf moderne Methoden der Kriegsführung ein. Sie hielten an geharnischten Rittern und mittelalterlicher Bewaffnung und Taktik sogar noch fest, als in weiten Teilen Europas bereits moderne Armeen aus Pikenieren und Arkebusieren aufgestellt worden waren. Zu allem Überfluss begannen sie auch noch damit, sich gegenseitig aus Prestigegründen in sinnlose "Schlachten" zu verwickeln, die immerhin fast unblutig blieben.


Gravatar meine güte, herr dean, sie haben ja eine mission! wie ich sehe, kommentieren sie hier und da rum, ich würde meine leser „irgendwie abartig“ finden, sie verarschen und als wären sie dabei gewesen behaupten sie, poodle und ich hätten uns beim kaffeetrinken über unsere leser „kaputtgelacht“. sagen sie mal, haben sie eigentlich noch alle tassen im schrank? tun sie mir einen gefallen, gehen sie woanders hin und interpretieren sie anderer leute geschreibsel nach gutdünken.

auch ihr nutzloses, enzyklopädisches cut&paste wissen können sie woanders hinkippen.


Gravatar 300g Kalbshack
200g Rinderleber
200ml Vollmilch (oder Sojamilch)
150g Vollkornmehl
2 Eier
1 Schalotte
Olivenöl (nativ, kaltgepresst)

Rinderleber in kleine Scheiben schneiden, mit dem Kalbshack vermengen, die Eier unterrühren. Milch und Mehl miteinander vermählen, bis sie eins sind, die Schalotte in Würfelchen mit der Kantenlänge eines Zigarettendurchmessers schneiden. Olivenöl in die Pfanne (keinesfalls Teflon!) geben, grösstmögliche Hitze einstellen, die Schalottenwürfelchen glasig braten. Nun das Fleischgemisch in der Pfanne flächig ausbreiten und kurz anbraten, bis es seine graue Färbung kaum noch verbergen kann. Die Blutsaft schwitzende Masse wieder herausnehmen (Vorsicht vor dem heissen Öl!) und mit dem Milchmehlgemisch vermengen. Masseklumpen in Form klobiger Ufos zusammenmanschen und vier bis sieben Minuten im Olivenöl zu Ende braten. Man erhält die weltbesten Leberbuletten.


Gravatar da musste ich jetzt gerade mal lachen, herr lobo.


Gravatar @ix: Antwort dort.


Gravatar nur für die blöden, die erwarten hier alles erklärt zu bekommen, heute mache ich das mal gerne: derjenige der der anlass war für diesen blogeintrag, hat um ein paar ecken erklärt wie er es gemeint hat. ich habe durch einen relativ grossen anusmuskel hindurch eine persönliche anfeindung gerochen, die aber keine war. ein klassisches missverständnis, bzw. klassisches egoblogger problem immer alles auf sich selbst zu beziehen (oder die unfähigkeit polemik zu dechiffrieren).

damit gilt der eintrag jetzt zu 100% als gemeinplatz, statt wie vorher nur zu 80%. für sie, herr dean, eine klasse gelegenheit noch einen absatz aus der wikipedia hier abzusetzen. vielleicht provozieren sie herrn lobo ja noch zu einem weiteren leckeren rezept.


Gravatar Wäre ich selbst keine, hätte ich jetzt offenkundig festgestellt, dass ihr alle hier ganz arme kleine Würste seid.


Gravatar Ja, aber Leber geht nun gar nicht. Meinethalben als kleine/große Wurst, aber doch nicht in der Frikadelle (wie das auf rheinisch heißt).

Der gegenwärtige Dauerregen allein ist schon zuviel.


Gravatar noch ein rezept fände ich dufte.


Gravatar Nun, als (fast) Nur-Leser ist das mal wieder etwas zum Schmunzeln. Eine Diskussion, die (den lesbaren Zeichen nach) nur entsteht, weil sich jemand berufen fühlt zu interpretieren. Vielleicht auf eine nicht kilometer weit entfertne Weise aber eben doch zu interpretieren und Dinge aus dem Hut zu zaubern, die eigentlich (oder habe ich was überlesen?) gar nicht im Text standen. (Bei der Gelegenheit: Hat nicht noch jemand Lust die Biographien, wer weiß, vielleicht gar mit versteckt aufgenommen Bildern aus dem Altag, auszupacken und ein bisschen Blog-Boulevard zu spielen?)

Nun, ich erlaube mir die Dreistheit, mal wieder zu dem Post zu posten ...

Hass. Zeichnet er sich nicht gerade dadurch aus, dass er nicht hinterfragbar ist, - eben weil er dogmatisch ist? Und ist Hass nicht einfach nur das Gefühl, das Zerstörung will. In letzter Konsequenz auch die Selbstzerstörung?

Und wo wurzelt der Hass? Keine Ahnung, aber vielleicht ja hier: "Es wäre uns lieber, wir hätten unseren Nachbarn, den Würstchenbudenbesitzer im Ruhestand, nie gekannt, als zu erfahren, dass er gerade die größte Dichtung seiner Zeit hervorgebracht hat." - Also Neid? - Ich weiß nicht. Auch das überzeugt (mich) nicht.

Ja, Hass erstickt das Gespräch, nicht nur von Gleich zu Gleich. Hass erstickt das Gespräch, weil er zerstören will, auch das Gespräch. Nur, totalitär? Ist Hass wirklich totalitär - oder (gemeiner Weise) nicht gerade das Gegenteil?

Jedenfalls sitzt hier ein kleiner Junge, wird sich der Hass denken, der sich Mühe gibt zu schreiben, zu überlegen, ob Hass wirklich so ist, wie Du (ix) denkst. Der Hass wird schmunzeln, wie immer, weil er weiß, dass es ein leichtes ist, den armseligen Jungen, der ich bin, hinwegzufegen. Er wird schmunzeln ... und ich werde denken: Nun, guter Hass, soll ich dich ignorieren oder doch besser hassen?


Gravatar Hass ist einfach. Alle Anderen sind doof, die Anderen machen die Fehler, ich bin unfehlbar.


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