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Was mich bei der Grass-Angelegenheit wundert ist, daß - angeblich - x Rezensenten auch anderer Feuilletons schon Tage vor dem Grass-Interview dessen Buch vorliegen hatten und ebenfalls die Gelegenheit hatten, dort auf das Geständnis zu stoßen. Entweder hat niemand das Buch richtig gelesen - was nun flugs behauptet wird, oder auch da wurde gezielt gewartet.
Andererseits frage ich mich nun wieder bzgl. des Artikels der Berliner Zeitung: wer hat hier Interesse, der FAZ zu schaden? Bei solchen Enthüllungen gewinne ich immer öfter den Eindruck, daß das rein Investigative hinter den Erwägungen politischer Wirksamkeit zurücktritt. Umgekehrt formuliert: Findet man Dreck in der eigenen Mediengruppe, wird er unter den Teppich gekehrt, Dreck beim Mitbewerber dagegen wird kräftig aufgewirbelt. Unabhängig davon, daß das Verhalten der FAZ bedenklich erscheint.
Tilman Haerdle |
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23.08.06 - 0:24 | #
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Ich traue Schirrmacher da einiges an Kalkül zu und die ganze Sache hat schon einen merkwürdigen Beigeschmack.
Die Autoren des Berliner-Artikels wirken allerdings auch ein wenig scheinheilig: sie schreiben ja selbst, daß sie das Buch auch schon eine Weile hatten.
Daß sie die Sache mit der Waffen-SS nicht gelesen oder für nicht relevant befunden haben, ist ihr gutes Recht, aber nicht unbedingt Schuld der FAZ.
Und ohne die FAZ in Schutz nehmen zu wollen, sie sind nicht die ersten, die sowas machen, auch die Berliner Zeitung selbst hat Erfahrung mit Kampagnenjournalismus: http://stralau.in-berlin.de/blog...enjournalismus/
stralau |
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23.08.06 - 0:29 | #
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Da diesem Beispiel zeigt sich halt, dass Zeitungen, Verlage und die anderen Medien in einer eingespielten Beziehung zueinander stehen. Eine "Enthüllung" ist schon lange nicht mehr ihr Anliegen.
Claudia |
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23.08.06 - 6:31 | #
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Das mit der gates Stiftung wäre hier in Deutschland glaube ich garnicht so möglich... die müssen ja ne ganzschöne lari-fari Stazung oder soetwas ähnliches haben um das geld so zweckentfremden zu können. mfg Xe54
xenon |
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23.08.06 - 9:33 | #
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Fraglich ist doch ob die Journalisten es wirklich absichtlich erst kurz vor dem Ersterscheinungstermin des Buches geschrieben haben, oder das Buch eben so lange auf dem Schreibtisch lag bis es relevant wurde.
Wenn keiner eine Sensation in dem Buch erwartet, dann dürfte es auch keinen Grund gegeben haben dieses bereits im März zu besprechen, wenn es erst im September erscheint.
Ob die F.A.Z. wirklich wegen einer kleinen Marketinganschubhilfe die journalistische Korrektheit über Bord wirft möchte ich doch stark bezweifeln.
Die Kollegen von der BZ versuchen wohl auf diese Art und Weise eher von ihrer eigenen schlechten Recherche abzulenken.
Mainbube |
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23.08.06 - 11:30 | #
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ich wollt grad sagen, die „kollegen“ von der bz haben sich der sache noch gar nicht angenommen, haben sie aber doch (siehe auch hier). trotzdem ich sprach ja von der berliner zeitung. und ob die ablenken wollen oder ein motiv haben so zu berichten tut ja nichts zur sache: nämlich die fgrage wieweit die faz und schirrmacher gehen um büchern aus dem eigenen haus oder von kumpels „kleine“ marketinganschubhilfen zu geben.
abgesehen davon, dass das ganze ein unglaublich ödes und unwitziges thema ist. keine ahnung warum ich das überhaupot aufgebracht habe. wahrscheinlich wegen dem symbolbild.
ix |
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23.08.06 - 11:52 | #
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Sorry, da habe ich die BZ und die Berliner Zeitung in einen Topf geworfen. Kommt nicht wieder vor!
Mainbube |
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23.08.06 - 12:28 | #
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Eben, stimme Mainbube zu. Wieso sollten die ein Buch so frueh besprechen, wenns erst Monate spaeter erscheint. Wobei es oft sogar noch Sperrfristen gibt, die einzuhalten sind. Zusätzlich muß es natürlich nicht jedem Rezensenten auffallen, dass das eine bemerkenswerte Neuigkeit ist, denn selbst Grass hatte wohl nicht angenommen, dass er damit so einen Wirbel ausloest.
Wieder mal viel Wirbel um nichts.
Renate |
23.08.06 - 21:40 | #
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sollte es wirklich so sein, dass keiner der journalisten bei der faz (oder anderen käseblättern) die brisanz von grass geständniss erkannt hat, ist das noch ein viel grösseres zeugnis von inkompetenz und könnte mir, wäre ich nicht so müde, durchaus als gegenstand von übermässiger aufregung dienen. aber, so dumm ist der schirrmacher dann doch nicht wie ihr es hier erscheinen lassen wollt.
pr bleibt pr. ich mach da auch hin und wieder mit, aber ich trage auch nicht so dick auf wie manche journalisten udn sage vorher bescheid.
ix |
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24.08.06 - 0:15 | #
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