|
|
|
Der Trugschluß ist, von Politikern Fachkompetenz zu erwarten. Die ist selten da.
Zudem sieht es in den anderen Parteien ähnlich aus. Grüne und Linke sind vielleicht weniger opportunistisch, aber der Stimmenverlust der Linken in Berlin - verursacht durch ihre Regierungsbeteiligung - zeigt aber, daß Beteiligung an der Macht und Authentizität umgekehrt proportional sind.
Aktuell sind SPD und CDU an der Macht und wer glaubt, daß die sich keine Gesetze von den Lobbyisten schreiben lassen, ist naiv.
Mir ist aktuell kein Politiker bekannt, der ausschließlich nach seinem Gewissen und seiner Überzeugung handelt.
Mit Partei und Politikern verhält es sich wie mit Religion und Kirche - das Prinzip (aka Partei(programm)) mag gut und richtig sein, aber es wird von Menschen (=Politikern) verkörpert und gelebt und daher ist die Realität es weit vom Ideal entfernt.
Tilman |
homepage |
21.09.06 - 0:19 | #
|
|
Grundproblem ist doch, dass das Thema vollkommen uninteressant ist. Es gibt keine Parteilinie und kaum Beschlüsse darüber. Auf Parteitagen will sich auch keiner mit dem drögen Thema befassen - was die Wähler sowieso nicht interessiert. Um den Job als Fachpolitiker oder "Fachpolitik-Sprecher" für diesen Bereich dränglen sich auch nichtb gerade ide Bewerber. Weil es technisch und thematisch anspruchsvoll ist (von Technik über Ethik bis Datenschutz) und man damit keine Aufmerksamkeit erregt - ergo sich nicht - auch innerparteilich oder in der Fraktion - profilieren kann.
Also sind diese "Internetpolitiker" nicht gerde die besten ihrer Zunft und können relativ autoinom über den Stuss entscheiden, den sie absondern.
Ich würde es daher nicht zu hoch hängen: "Die FDP". Sondern es ist "der Otto". Genau wie "die Krogmann" oder "der Tauss".
Tim |
21.09.06 - 9:49 | #
|
|
|