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Für den Rest der schreibenden Zunft kann ich natürlich nicht sprechen, aber ich bin bekennender Nebenberufsparanoiker: Ich möchte ALLE INFOS über meine Mitmenschen, aber möglichst wenige eigene preisgeben.
Inzwischen schaffe ich es manchmal, meinen Namen und meine Nummer der Mailbox des Angerufenen mitzuteilen. So richtig locker bin ich dabei noch nicht immer, aber es wird... ;-)
mark793 |
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01.02.07 - 22:45 | #
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Ich tippe mal, drei Begründungen könnten einen gewissen Erklärungsbeitrag liefern:
1. Viele Journalisten stehen unter extremen Zeitdruck und haben Schwierigkeiten mit der Organisation ihrer Zeit. Sie wollen daher lieber selber wählen, wann sie jemanden anrufen, bzw. wann sie mit jemanden sprechen.
2. Sie wollen i.d.R. nicht mitten in der Schreibarbeit halbdutzendfach angerufen werden. Sowas stört ungemein.
3. Ein Journalist, dessen Telefonnummer die Runde gemacht hat, ist schlecht dran.
Er wird ungewollt Zielobjekt und Addressat von vielen Leuten, die ihn bzw. seine Berichterstattung zu beeinflussen trachten bzw. ihn gerne dabei "unterstützen" würden. Zum Bleistift PR-Drecksäue. Oder z.B. eifrige Droh-Anwälte von Firmen.
Das stimmt vorsichtig, besonders, in Bezug auf die Weitergabe der eigenen Telefonnummer als Journalist.
Nehme ich an.
Dr. Dean |
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01.02.07 - 23:00 | #
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Ich hätte auch noch einen Vorschlag: Manche Journalisten sitzen in einem Haus mit einer großen Telefonanlage und können ihre Rufnummerunterdrückung gar nicht unterdrücken. Die ist nämlich ununterdrückbar. (Vielleicht hat das den Vorteil, dass Journalisten geheime Informanten auf der Arbeit anrufen können, ohne dass jemand anders merkt, dass der geheime Informant mit Journalisten spricht. Vielleicht ist aber auch nur die Telefonanlage falsch eingestellt.)
Alexander |
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01.02.07 - 23:16 | #
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Also, a) hat Alexander Recht mit der Zustandsbeschreibung, wenn auch nicht unbedingt mit den Gründen. Und b) herrscht wohl in Redaktionen noch die Furcht vor, der Angerufene könne eben nicht antworten, weil er die Nummer erkennt. Wahrscheinlich ist es verkehrt, egal wie man's macht. (Gut, ein bisschen der dunklen Seite ist auch dabei.)
Thomas Wiegold |
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01.02.07 - 23:20 | #
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Telefonanlage mit Unterdrückung=Standard wäre auch mein Tipp.
Meine Nachbarn sind Lehrer, die unterdrücken auch - die Nummer ;). Rate warum ;) (Mich rief mal ne Mutter Sonntag abends um 22:30 an, um mir zu sagen, dass ihr Sohn am Montag nicht kommen kann. Incl. Schilderung der symptome. Nein, es war keine Klassenarbeit ;)
Anders: Du würdest auch nicht jeden deiner Artikel per Fon diskutieren wollen, oder?
En passant: Meine Fetznetzdings erkennt die Anrufer auch (ISDN-Progrämmchen) und ich begrüße sie immer mit ihrem Namen, so kommen wir schneller zur Sache und ich kann wider vor mich hin arbeiten ;)
oliverg |
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01.02.07 - 23:24 | #
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natürlich will ich nicht jeden artikel per fon diskutieren. trotzdem rufe ich stets mit rufnummer an und inseriere meine telefonnummer auch überall. die folge: alle fragen mich wie ich denn erreichbar wäre.
noch krasser: ständig fragen mich leute ob *ich* die handynummer von lobo hätte (unter anderem unter dem vorwand, dass „dr. burda“ ihn sprechen wolle). dabei steht die nummer z.b. hier.
verrückte welt.
ix |
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01.02.07 - 23:34 | #
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re Dr.Dean's drei Gruende.
Irgendwie kann ich da keinen Unterschied zu den meisten anderen Leuten erkennen.
1. Viele Menschen stehen unter extremen Zeitdruck und haben Schwierigkeiten mit der Organisation ihrer Zeit. Sie wollen daher lieber selber wählen, wann sie jemanden anrufen, bzw. wann sie mit jemanden sprechen.
2. Sie wollen i.d.R. nicht mitten in der Arbeit halbdutzendfach angerufen werden. Sowas stört ungemein.
3. Ein Mensch, dessen Telefonnummer die Runde gemacht hat, ist schlecht dran.
Er wird ungewollt Zielobjekt und Addressat von vielen Leuten, die ihn bzw. seine Kaufentscheidungen zu beeinflussen trachten bzw. ihn gerne dabei "unterstützen" würden. Zum Bleistift Umfrageheinis. Oder z.B. eifrige Telesales-Angestellte von Firmen.
Na denn...
Armin |
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01.02.07 - 23:40 | #
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Ich weiß nicht, ich erwarte gar nicht dass jedes Mal die Nummer angezeigt wird. Das war doch früher auch nie so und zumindest mein Festnetztelefon kann weder eine eingehende Nummer anzeigen noch meine Nummer nach außen übertragen.
Daher: Wenn ich wen mit meinem Festnetztelefon erreichen will und mir das nicht durch einen Anruf gelingt, dann versuche ich es entweder später nochmal - oder ich schreib eben ne SMS und teile kurz mit was ich will.
Jan |
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02.02.07 - 1:21 | #
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Journalisten unterdrücken ihre Nummer, weil andere Journalisten sie auch unterdrücken. Das dürfte so in etwa der wesentlichste Grund sein.
Es gehört nun mal zum guten Ruf eines Journalisten "anonym" zu recherchieren und ein wenig schwierig zu erreichen zu sein.
Und ein wenig Paranoia gehört auch dazu - denn Journalisten sind doch die, die sich jede Nummer, die sie im Display sehen, gleich aufschreiben und glauben, das machen die anderen auch.
Ich glaube, das ist nicht bös gemeint. Ich ärgere mich aber, wenn mich jemand x mal anruft und mir NICHT auf die Mailbox quatscht und dann behauptet, ich wäre nicht zu erreichen. Das ist Schwachsinn...
eric |
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02.02.07 - 9:20 | #
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hinterfotzig?
jovelstefan |
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02.02.07 - 10:11 | #
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"denn Journalisten sind doch die, die sich jede Nummer, die sie im Display sehen, gleich aufschreiben und glauben, das machen die anderen auch."
Hihihi. Stimmt.
Alexander |
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02.02.07 - 11:32 | #
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Die können da nichts für.
Analoganschluss.
mcwinkel |
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02.02.07 - 12:15 | #
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Naja.. Ich arbeite eigentlich nicht mit unterdrückter Rufnummer, aber bei bestimmten Leuten drück ich dann doch mal die Taste. Wer weiß, wie häufig irgendwelche PR-Leute anrufen, wenn sie die Durchwahl haben, denen man aber auch nicht alle paar Stunden "Geh wech, kratzt mich nicht!" entgegenrufen mag? Die man aber manchmal anrufen muss, wenn man was von ihnen will?
Ansonsten gilt bei den meisten Telefonlegasthenikern sicherlich das "Wie ich das umstellen kann weiß ich nicht"-Prinzip. Denn die meisten TAs lassen das durchaus am Telefon einstellen..
Falk |
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02.02.07 - 13:51 | #
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Als Journalist gehe ich genau andersrum vor, wenn ich Interviewwünsche habe. Ich maile wenn möglich die Leute an und frage sie, ob a.) Interview und b.) wann es ihnen passt. Alles andere ist in meinen Augen schlechter Stil, weil der Interviewte sich u.U. auch vorbereiten muss.
Und weder meine Telefonanlage noch mein Mobilteil unterdrücken die Nummern. Aber: es gibt Redaktionen wie z.B. Heise, da ist die Nummernunterdrückung eingeschaltet.
Detlef Borchers |
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02.02.07 - 13:53 | #
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naja, manche journalisten sind aber einfach auch nur hinterfotzig.
Lobotom |
02.02.07 - 14:48 | #
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Zumindest die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, mit denen ich zuletzt zu tun hatte, haben ihre Telefonanlagen einfach nur nicht im Griff, so dass beim RBB beispielsweise keine Nummern angezeigt werden (aber auch nicht immer) und beim HR gerne mal eine Leipziger Nummer (aber auch nicht immer).
Und dann hast du oft auch den Umstand, dass frie Mitarbeiter (das sind die, die das Programm machen) keine festen Arbeitsplätze in den Redaktionen haben und mal hier, mal da sitzen, so dass ein Rückruf auf eine angezeigte Nummer tendenziell eine Menge Unruhe hervorrufen würde.
holgi |
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02.02.07 - 19:14 | #
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Der RBB ist nicht der einzige Sender/Verlag, der die Rufnummern unterdrückt. Mein lieber Arbeitgeber Springer tut das ebenso. Und das lässt sich auch nicht ausstellen...
Peter Schink |
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03.02.07 - 16:50 | #
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Unbekannte Nummer? Geh ich grundsätzlich nicht ran...
Bloo |
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03.02.07 - 21:11 | #
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Und andersherum gibt es auch den Fall, wenn's beim Angerufen stressig ist: "Bekannte Pressenummer? Gehe ich jetzt auf jeden Fall nicht dran. Unbekannte Nummer? Könnte vielleicht doch ein wichtiger Chef sein, gehe ich mal lieber dran."
Ich find's privat eine irgendwie unschöne Verwandlung der Telefonkultur, dass man jetzt als Angerufener nach erkannter Nummer im Display das Gespräch eröffnen kann mit "Hallo, XY" statt sich erst selbst zu melden. Aber das ist wahrscheinlich eine Überreaktion, weil nix schlimmer ist als ein bloß "Ja?" oder "Hallo!" des Angerufenen, worauf man als Anrufer "Entschuldigen Sie, mein ist ... spreche ich mit?" stottern darf ...
fs |
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05.02.07 - 14:02 | #
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Wer anruft, stört immer. Denn wenn der Angerufene gerade wirklich Lust aufs Telefonieren hätte, wäre bei ihm "besetzt". Deshalb gilt: Die höflichste Form der Kontaktaufnahme ist stets SMS oder Mail, bei der der Angeschriebene sowohl den Zeitpunkt als auch die Form der Antwort selbst wählen kann. Bei Anrufen gelten einfach die ganz normalen Grundregeln der Kommunikation: Höflichkeit und gute Vorbereitung des Gesprächs. Dazu gehört auch die Entscheidung zu einer Rufnummernübertragung. Wer anonym anruft, hält auch beim Klingeln an der Tür das Guckloch zu. Dann darf er sich nicht wundern, dass die Tür nicht aufgeht.
alter hase |
05.02.07 - 18:22 | #
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fs, ich finde eher die deutsche telefonkultur eigenartig, sich mit namen am telefon zu melden wennn man angerufen wird. ich glaube überall auf der welt ist es genau umgekehrt: der anrufer identifiziert sich zuerst im gespräch, er ist derjenige der etwas will, der potenziell stört und stellt sich höflicherweise nach dem „hallo?“ vor.
ich habe bei mir einen wandel der telefongewohnheiten festgestellt seitdem ich keinen festnetzanschluss und ein handy habe, das mit einer festnetznummer errichbar ist. ich komme dem anrufer entgegen indem ich — quasi — immer errichbar bin, erwarte aber im gegenzug, dass er sich identifiziert (er könnte mich ja potenziell bei allem was ein mensch so tut stören). tut er das nicht hat er pech und ich meine ruhe. eigentlich ein einfacher deal.
ix |
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05.02.07 - 19:41 | #
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Telefonieren ist doch eh so was von 1995. Ich maile. Dabei ergibt sich automatisch ein Archiv des Kontaktes. (Was bei meinem Gedächtnis auch bitter nötig ist.)
Matt |
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08.02.07 - 1:26 | #
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ich glaube überall auf der welt ist es genau umgekehrt: der anrufer identifiziert sich zuerst im gespräch, er ist derjenige der etwas will, der potenziell stört und stellt sich höflicherweise nach dem „hallo?“ vor
Fuer's UK moechte ich das mit einem klaren Jein beantworten ;-)
Privat ja, da meldet sich die grosse Mehrheit mit "Hello?", "Yes?" oder aehnlichem und der Anrufer muss sich identifizieren.
In der Firma ist es schon angebrachter sich mit "Firma ABC, XYZ speaking" oder etwas in der Art zu melden.
Armin |
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08.02.07 - 22:02 | #
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