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Wie erwähnt, war mir durchaus klar, dass sich ein gewisser Teil der Blogosphäre bei dem Text freuen wird.
Don Alphonso |
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02.03.07 - 20:52 | #
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da bin ich ja mal gespannt wer sich über den text freuen wird. bis das einer tut bepiss ich mich weiter über das bild und das wort „cool“.
ix |
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02.03.07 - 21:13 | #
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Wer? Das besagte Personal, das dann in der Kalkscheune unter sich bleibt.
hihi.
Don Alphonso |
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02.03.07 - 21:27 | #
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Warum rollen sich dir deine Fussnägel nach oben?
holgi |
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02.03.07 - 22:04 | #
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das passiert immer wenn jemand von reinheit spricht. oder von sauberkeit, ordnung, sicherheit. oder dass das boot voll sei. oder dass das grosse ganze wichtiger sei als einzelne. so zeug halt.
was passiert mit dir wenn du von „reinheit“ hörst? oberschwitzten?
ix |
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02.03.07 - 22:57 | #
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Das hängt ganz vom Zusammenhang ab, in dem der Begriff benutzt wird. Liest du Worte immer nur einzeln?
holgi |
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03.03.07 - 0:12 | #
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mal für mich:
ich lasse mir von diesem vogel namens "don alfonso" nicht vorschreiben was blog ist.
Das ist mir ne Nummer zu goebbels...
Sebastian |
03.03.07 - 0:27 | #
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nein holgi, ich les die worte durchaus im zusammenhang. dehalb auch die reaktion der fussnägel. aber da du nach jeder beantworteten frage ne neue anhängst, frag ich nochmal: was euphorisiert dich so sehr an schwulstigen gefasel von fonsi? magst du reinheit? ordnung? schwarze listen? davon träumen mit dingen die einem nicht in den kram passen ein für alle mal aufzuräumen? um der reinheit willen?
ix |
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03.03.07 - 0:47 | #
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Ich habe noch gar nicht bemerkt, dass mich irgendwas daran euphorisiert. Woran merkst du das?
Ich bin viel mehr irritiert, dass du keine substanzielle Kritik anbringst, was sicherlich durchaus möglich wäre, sondern dich an einem Wort festbeisst, dass du auch noch aus dem Zusamennhang nimmst.
holgi |
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03.03.07 - 2:08 | #
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Euch kann man echt keine 2 Tage alleine lassen. Echt jetzt.
PS: Ich habe meine Panelteilnahme übrigens wg. Fonsi abgesagt. Aber schon vorher. Und den Rest bitte per Mail.
jo |
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03.03.07 - 3:11 | #
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hm. du bist es gewohnt, dass ich substanziellle kritik anbringe? vielleicht verwechselst du mich mit jemandem?
um was geht es denn in dieser reglemässig weiderkehrenden glaubwürdigkeitsdiskussion überhaupt? darum dass es nicht ok ist wenn in einem artikel der mit „hier steht gequirlte scheisse drin“ übertitel ist, gequirlte scheisse drin steht? darum, dass gequirlte scheisse in der welt von reinheitsfanatiikern und saubermännern nichts zu suchen hat? oder dass gequirlte scheisse nichts in privaten blogs zu suchen hat, sondern nur in speziellen gequirlte-scheisse-blogs?
diese krude logik, dass ins eigene blog scheissen die glaubwürdigkeit zerstört, in andere, eh schon vollgeschissene blogs zu scheissen aber selbstverständlich nicht, ist so von logik leergesogen dass ich noch nicht mal wenn ich wollte die kraft aufbringen würde sie „substanziell“ zu kritisieren.
[nur um das nochmal klar zu stellen, falls es vor lauter scheiss-analogien untergegangen ist, scheisse, werbung oder pr muss klar und deutlich gekennzeichnet werden, ohne transparenz gehts nicht — aber genau darum geht die diskussion ja nicht. es geht ums prinzip. um reinheit.]
ix |
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03.03.07 - 10:55 | #
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Das Problem ist, dass gekaufte Inhalte immer auch die Frage aufwerfen werden, wieviel man zahlen muss, damit sie mal nicht als solche gekennzeichnet werden.
Wenn jemand sowieso schon bereit ist, keine saubere Trennung mehr zwischen Werbung und Inhalt vorzunehmen, ist es immerhin schonmal leichter vorstellbar, dass ein hinreichendes Angebot ihn weichkochen wird. Haffenloher-Ökonomie eben.
Das ganze wird wahrgenommen auf einer ähnlichen Ebene wie ein Gerücht. „Der XY? Ist das nicht der, wo man Beiträge kaufen kann?“. Und dagegen kannst du anschreiben, wie du willst. Irgendwas bleibt immer kleben und wird dein weiteres Handeln bestimmen.
holgi |
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03.03.07 - 12:51 | #
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Sauber. Weiter so. Wenn Blogger beim obligatorischen sich-gegenseitig-die-Eier-kraulen auch mal etwas fester zupacken, vielleicht auch aus Versehen in einer Schrecksekunde, bricht das ganze Rudel sogleich auseinander.
Ich finde euch alle nach wie vor putzig: eine Art virtueller Staat, sich selbst versorgend. Aber es wird Zeit für die Endlösung. Das Brechen mit alten Klischees. Auf dass die alte Marke "Blog" zerbirst' und die Freiheit des Einzelnen gewahrt wird.
Was wollt' ich eigentlich sagen?!
QWERTZwerker |
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03.03.07 - 13:05 | #
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Kommt das Gerangel nicht vielleicht sogar daher, dass 'Blog' noch gar keine Marke ist?
holgi |
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03.03.07 - 13:15 | #
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dann sag ich dir was mich an der diskussion stört:
sie geht mir viel zu sehr ums prinzip und um potentiell mögliches. so wie die aktuellen angstmacher-beiträge zum thema killerspiele, die ständig wiederholte these von der terror-keimzelle internet oder dass das internet nur für den vertrieb von prornografie und raubkopien benutzt würde. natürlich ist es möglich eine bombenbauanleitung im internet zu finden, können auch terroristen das internet benutzen und porno verbreitet sich in der tat im internet einfacher als auf CD-ROM. aber muss man deshalb verbote fordern? regulierung? ich mag dieses pauschalisieren, dieses betonen des schlimmst-vorstelllbaren nicht, weil es komplett am thema vorbeigeht.
lass uns über konkrete fälle reden wo werbung nicht sauber vom inhalt getrennt oder gekennzeichnet ist, da beteilige ich mich dann auch gerne mit „substanzieller“ kritik (siehe RE), gerne diskutiere ich den aspekt den stefan bei nerdcore aufgebracht hat, nämlich die frage ob man sich auf marketing-sprech einlässt oder wie man formuliert.
mich würde zum beispiel auch interessieren was deiner meinung nach an mir hängen geblieben nach der opel-geschichte, warum du bei spreeblick ein auge zudrückst wenn artiikel über die zippo-aktion oder die tote-hosen-aktion im blog stehen, bei rene aber, obwohl er noch kein wort über die psp3 geschrieben hat, die glaubwürdigkeit flöten gehen siehst. ich mache rene gerne nieder wenn er in schmierigen marketing-singsang verfällt wie es malte im wii-blog hin und wieder rausgerutscht ist, aber dieses pauschale und willkürliche reinheitsgebot, dieses vorverurteilen möchte ich nicht mitmachen. und schon gar nicht diskutieren ob man, wie du forderst, nur sauber trennen kann, wenn man einen klick entfernt in ein anderes blog schreibt.
mich erinnert das an die fünfziger jahre, da war ein film „schmutz“, „dreck“, „strassennuttig“ wenn man dadrin einen entblössten weiblichen busen sah, da schrien auch die saubermänner auf, ohne sich mit dem film selbst auseinanderzusetzen. das heisst nicht, dass man tittenfilme oder pornos bitteschön gar nicht kritisieren sollte, sondern das heisst meiner mmeinung nach nur, dass man dinge nicht aus prinzip verurteilen sollte sondern sich mit konkretem auseinandersetzen sollte.
seit don seine bewunderung für den kampf um „reinheit“ erwähnte, ahne ich es nicht nur, sondern weiss, dass er sich eine „saubere“, übersichtlichze monokultur wünscht, er wünscht sich schwarze listen um abtrünnige elemente identifizieren zu können, alles schmutzige, werbende muss seiner meinung nach entfernt werden. er hasst den mischwald, er hasst den müll und kann es nicht ertragen dass es schmutz gibt. das ist auch der grund warum er berlin hasst und sein kleinbürgerliiches, bayrisches idyl liebt. ich mag berlin. ich kann mit müll leben, ich glaube (meistens) an selbstregulierung und an das urteilsvermögen der menschen. don glaubt, er oder eine übergeordnete autorität müsse regulieren. er ist ein saubermann, ein linkskonservativer grössenwahnsinniger.
ix |
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03.03.07 - 15:29 | #
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Ich fordere überhaupt nichts, ix. Ich vorverurteile auch niemanden. Ich spreche nur eine Warnung aus, denn ich habe schon oft genug vielversprechende Karrieren scheitern sehen, weil jemand meinte, es sei doch alles nicht so schlimm und dabei ignoriert hat, wie unkontrollierbar Gerüchte sind. Scher mich bitte nicht über denselben Kamm, wie Don Alphonso, nur weil ich nicht automatisch gegen ihn bin.
An dir ist hängengeblieben, dass du bereit bist, auf Bestellung desjenigen Inhalte zu produzieren, der den richtigen Preis zahlt (und der scheint mir, mit Blick auf die Opel-Nummer, mit Verlaub, auch noch unangemessen niedrig).
Der Stil, in dem die Opel-Inhalte kamen, wirkte wie der Versuch, genau den Stil zu kopieren, der dich sonst glaubwürdig und lesenswert macht, und ihn dann mit einem Aufkleber zu versehen. Das ist eine gefährliche Mischung, denn irgendwann wird jemand fragen, ob du nicht vielleicht hier und da den Aufkleber schonmal vergessen hast (in Renés Fall ist genau das schon passiert) oder wieviel man dir zahlen muss, damit das passiert.
Das kann gedacht werden, also ist es real. Es ist auch egal, was du wie meinst, wie du es sagst oder wie oft du im Zweifelsfall auch beteuern magst, dass alles mit rechten Dingen zugeht - es geht ausschliesslich um die Botschaft, die beim Publikum ankommt. Und die ist in der Regel sowieso schon verschieden genug von der gesendeten und selten aus einem Zusammenhang zu nehmen.
Der Unterschied zwischen Spreeblick und Nerdcore ist, dass Spreeblick nie behauptet hat, kein Geld verdienen zu wollen und dass Spreeblick sich hat sponsorn lassen und nicht die Produktion von Inhalten verkauft hat. Eine Aktion, wie die Zippo-Nummer (die ich aus anderen Gründen für unverantwortlich halte), ist eine, bei der ich bestimme, ob Spreeblick davon was hat. Wenn ich nichts kaufe, gibt es auch nichts. Nerdcore hat aber zuerst durch Unabhängigkeit Aufmerksamkeit erzeugt und diese dann verkauft. Das kratzt an der Redlichkeit, denn es fühlt sich an, als hätte René verschwiegen, dass er die ganze Vorarbeit nur zu diesem Zweck geleistet hat. Ähnlich wie bei dir und Opel.
Ich habe René dasselbe gesagt: solche Aktionen schüren Misstrauen unabhängig davon, was passiert ist oder was mal passieren könnte. Misstrauen ist nicht unter Kontrolle zu bringen und zumindest ich möchte bei bestimmten Leuten/Publikationen nicht misstrauisch sein müssen. Bei René nicht und bei dir auch nicht.
Und ausserdem solltet ihr euch wenigstens höher bezahlen lassen. So ist es das jedenfalls nicht wert.
holgi |
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04.03.07 - 1:19 | #
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Ich sehe das Schreckgespenst vom ach-so-unabhängigen Blogger, der gar nichts als Werbung auszeichnet, sondern sie nur verdeckt macht.
Moment, da ist ja jeder verdächtig, der mal ein Produkt irgendeiner Art anders als vernichtend erwähnt hat! Ihr alle, da draußen! Ich selbst! Sie sind überall, die Stinkeblogger!
Verdammte Paranoia...
Carsten |
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04.03.07 - 4:59 | #
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könnte, hätte, würde. du hast ja mit dem meisten was du schreibst recht, aber mir ist vieles davon einfach zu spekulativ. da wo du konkret wirst, ich hab dich ja drum gebeten, bin ich hier und da anderer meinung und wundere mich darüber wie ich offenbar hin und wieder wahrgenommen werde. schon mal daran gedacht, dass ich gar nicht versucht habe meinen stil zu kopieren, sondern einfach nicht anders kann? egal.
nur eins noch, zum thema „ich möchte bei bestimmten Leuten/Publikationen nicht misstrauisch sein müssen“. mich wundert das die bezahlte und gekennzeichnete produktion von inhalten immer der kasus knaxus sein soll. was ist mit parteimitgliedschaften oder religionszugehörigkeit? was ist mit dem einfluss von arbeitgebern, vereins- oder lobbygrupppenmitglliedschaften?
wie kommst du darauf, ich sei vor der opel-geschichte unabhängiger gewesen als danach? in den ersten jahren von wirres war ich wie fonsi finanziell abhängig von meinen eltern, später als ich freiberuflich tätig war hab ich projekte an denen ich arbeitete vorgestellt um deren google juice zu erhöhen und mich besser verkaufen zu können, ich habe werbung für veranstaltungen gemacht mit denen ich, manchmal um ein paar ecken, geschäftlich zu tun hatte. ich habe das zwar immer gekennzeichnet, aber unabhängig und rein war ich nie. ich hatte auch nie probleme geldwerte vorteile in anspruch zu nehmen, umsonst zu saufen und zu fressen auf dem deutschen fernsehpreis zum beispiel, kulis, taschen und kaviar auf parteitagen mitzunehmen, fahrtkosten und eintritt zur iaa, war mir recht, solange ich schreiben konnte was ich wollte und redaktionelle unabhängigkeit genoss. sobald dieser geldwerte vorteil ein opel, inklusive geld für diesel und knöllchen ist (wegen der berliner parksituation und etwas optimistische fahrweise hab ich am ende draufgezahlt), ist meine glaubwürdigkeit plötzlich erschüttert? wo wird die linie gezogen? soll ich auf den bambi, wie fonsi, mit selbstgeschmierten schnittchen und thermoskanne gehen, damit ich glaubwürdig und unabhängig bleibe? soll ich auf der next07 400 euro eintritt zahlen statt umsonst reinzukommen und von dort zu bloggen um glaubwürdig schreiben zu können? soll ich sagen, vater, den laptop möchte ich lieber alleine zahlen, sonst laufen mir die leser weg?
kurz, zu behaupten es gäbe absolute unabhängigkeit ist ansatzweise verlogen, bzw. romantisierende kinderkacke. wofür man sich wirklich einsetzen sollte und was man von jedem den man liest verlangen muss ist transparenz, kennzeichnung und ehrlichkeit, keine frage.
ix |
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04.03.07 - 10:00 | #
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Parteizugehörigkeit etc. kommt eher aus Überzeugung und ändert sich nicht so schnell weil jemand anders mehr zahlt oder die Zahlung aufhört. Der Vergleich hinkt ein wenig, denn in so einem Fall müsstest du beispielsweise Opel jederzeit allen anderen Autos bevorzugen. Selbst wenn sie dir einen Porsche hinstellen, den du behalten darfst. Und so bescheuert ist ja keiner.
Möglicherweise fühlt es sich desto unabhängiger an, je weniger unmittelbar es ist. Muss ich mal drüber nachdenken.
holgi |
homepage |
04.03.07 - 11:31 | #
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hier gehts um religion (die zusammenfassung der päpstlichen vorgaben da oben finde ich ziemlich gelungen). da ist differenzierung nicht möglich, es gibt nur eine reine lehre und wenn sich don a als kreuzritter fotografiert, dann weiß er das ja auch schon.
@holgi: daß du so zugänglich für diese heutzutage so ärgerlich in mode gekommenen vorausseilenden generalverdächtigungen bist überrascht mich wirklich.
Jens |
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04.03.07 - 11:47 | #
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ich will nochmal nachdifferenzieren.
drüben beim kreuzritterchen wird ja postuliert, dass bezahlung, egal in welcher form, glaubwürdigkeit zerstört. ausnahmslos, wenn ich das unglückliche gleichnis mit „ein bisschen schwanger geht nicht“ recht verstehe.
ich postulier einfach mal so, dass es unabhängigkeit eh nicht gibt und dass es darum um so wichtiger ist grösstmögliche transparenz und offenheit zu zeigen. und erst wenn diese transparenz flöten geht fang ich an misstrauisch zu werden, die glaubwürdigkeit zu hinterfragen oder verdacht öffentlich zu äussern.
jens hat es schön zusammengefasst, an diesen verdächtigungen stören mich nur zwei dinge, das vorauseilende (mitunter auch das findichauchige) und das generelle (prinzipielle). verdacht, misstrauen oder zweifel sollte man auch (oder gerade?) denen entgegenbringen die ihre riesiggrosse unabhängigkeit und eigene reinheit betonen. ich nehme mich da nicht aus und betrachte mich oft selbst mit grossem zweifel und misstrauen, abgesehen davon dass ich seit vielen jahren sage, dass ich käuflich bin (ein rest aus meinem freiberuflichen lebensabschnitt).
über die frage ob zum beispiel auch die eigene schmutzige, traurige, frustrierende oder enttäuschende vergangenheit einem mitunter die unabhängigkeit oder die freiheit oder die vernunft trüben können will ich jetzt gar nicht erst anfangen nachzudenken. auch wenn es leicht ist dafür beispiele zu finden.
ix |
homepage |
04.03.07 - 12:42 | #
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ein sehr netter blogtalk hier..:-)
reinheit als ideal des gutmenschseins zwingt immer meinen lachmuskel zu starken zitterbewegungen.
noch sind blogs die ersten gehversuche innerhalb einer sich verändernden gesellschaftsstruktur. aus dem dilemma, dass sich die klassische presse längst verirrt hat, sind ja eben auch blogs entstanden, als quasi gegenöffentlichkeit. natürlich nicht nur, das internet war da, die software dann nur ein weiterer logischer schritt (wer will schon html-spache lernen, nur weil er was zu sagen hat?). blogs sind das gelebte vereinfachte "insinternetschreiben".
der pressekodex, mal für die alten strukturen erdacht, ist eben nicht die hürde die man nehmen muss, sondern der bereich der neu definiert werden will. die vergleiche heute, dass blogger sich verkaufen oder was auch immer, weil sie geld, kilometer und sprit oder sonstiges nehmen, ist das vermischen der klassisch definierten gutheit innerhalb der presse mit den neuen möglichkeiten im internet. natürlich ist es gut, wenn werbung in einem medium (z.b. zeitung) als solche gekennzeichnet ist, indem man nicht mal eben schnell nachfragen kann, ob es denn nun werbung oder was auch immer ist. in blogs kann man aber nachfragen. das ist ein unterschied den man schlicht zur kenntnis nehmen muss. allein schon deswegen sind die "gut -und weisheiten" die vielleicht für die presse sinn machen in blogs nicht wirklich anwendbar.
transparenz: ja.
"reinheit": gähn!
allerdings sollten sich manche blogger durchaus fragen, ob geld nicht doch stinkt? zumindest das geld mancher rootkit-sonie-debakel-firmen.
wann macht der erste blogger werbung für landmienenhersteller? die zahlen bestimmt auch gut..
weltherrscher |
04.03.07 - 14:21 | #
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Ich habe heute mit Sascha über adical gesprochen und denke tatsächlich, wie vorher vermutet, dass das Problem die Unmittelbarkeit der Bezahlung und nicht, jedenfalls nicht unbedingt, die Bezahlung selbst ist.
Grundsätzliche Unabhängigkeit ist sicher unmöglich, aus den Gründen der jeweiligen Vergangenheit. Allerdings würde ich das eher Befangenheit nennen. Du bist aber immerhin unabhängig von der Wirtschaft[tm], wenn du keine Werbung schreibst. Und ebendiese Wirtschaft hat dich im Sack, solange sie dich unmittelbar finanziert.
Machst du bei adical mit?
holgi |
homepage |
04.03.07 - 18:47 | #
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klar mach ich bei adical mit. wenn die mich nicht rauskicken weil ich das hier gesagt hab. und dein freispruch-argument für spreeblick, dass johnny immer gesagt habe er wolle spreeblick auch kommerziell verwerten nehme ich auch für mich in anspruch. ich habe seit ein paar jahren auf meiner homepage stehen, dass ich „käuflich“ bin.
ich verstehe es gut, wenn leute wie rainersacht sagen, dass man im sack ist, sobald man werbung auf seiner site macht. andere sagen man sei im sack sobald man für geld schreibt, andere sagen sobald man für geld im eigenen blog schreibt, andere sobald man für geld arbeitet. die antroposophen, zum beispiel, sagen seit jahrzehnten, dass man sich prostituiere sobald man für geld und nicht eine sache, etwas gutes arbeitet. sie bestehen darauf leuten geld zum leben zu geben und nicht ihre arbeit zu bezahlen.
das sind alles gedanken, die viele körnchen wahrheit in sich haben, aber wie gesagt, es werfe der reinste und edelste den ersten stein. ich bin nicht rein, ich bin nicht unbefangen, bin es nie gewesen und habe es nie behauptet. was ich behaupte, ist dass ich versuche ehrlich zu sein und mich nicht in allzugrosse abhängigkeiten zu begeben. ich habe ausserdem das privileg, nicht von meiner schreibe leben zu müssen. hätte opel die aktion bendet hätte ich mit der schulter gezuckt, würde qype die anzeige nicht mehr schalten würde ich nicht weinen, würde adical mich rauswerfen würde ich weiterhin mit sascha lobo bier trinken.
in diesem zusammenhang sehe ich im übrigen keinen unterschied zwischen „glaubwürdigkeit“ und „befangenheit“.
ix |
homepage |
04.03.07 - 19:47 | #
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sach mal, holgi, ist die frage warum sich mir die fussnägel noch oben biegen eigentlich mittlerweile beantwortet?
ix |
homepage |
04.03.07 - 19:49 | #
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Nicht wirklich. Aber war auch nicht wirklich eine Frage :-D
holgi |
homepage |
04.03.07 - 20:18 | #
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meine bloggeschichte
http://spione.blogger.de/stories/716470/
sunny |
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04.03.07 - 20:35 | #
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Hmm. Irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass hier um den heissen Brei geredet wird. Cui bono, adical ?
Und warum überhaupt ?
Wo sind die persönlichen "kreativen"(wie ich dieses Wort inzwischen verabscheue) Einfälle um mit Blogs Geld zu verdienen ?
(mal abgesehen von Zippos & T-Shirts...)
Der Akquise-Text für Kunden auf der adical-Seite sagt doch alles:
"Denn die Blogs, die durch adical vertreten werden, sind Blogs, die nicht in erster Linie als Geschäft, sondern aus Leidenschaft betrieben werden - das wissen die Blogleser zu schätzen. Diese Gewissheit macht aus jeder Anzeige geradezu eine persönliche Empfehlung – im Gegenzug bedeutet es, dass adical nicht jeden Kunden annehmen kann und will."
Leidenschaft=Authentizität=Viele Punkte in der Aufmerksamkeitsökonomie=valide Werbewirkung=Zielgruppenrelevanz-maximierung=
Bauchschmerzen bei mir. Nur bei mir ?
marc |
homepage |
05.03.07 - 13:02 | #
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die einzige frage die ich in dem buchstaben-gewusel von marc da oben verstehe ist „warum überhaupt?“
die antwort ist einfach: weil die scheisse hier auch geld kostet und mit schreiben geldzuverdienen motivierender ist als mit schreiben geld zu verlieren. es gibt ja romantiker, klugscheisser und vorgebliche kulturfreunde, die glauben schreiben koste nichts. ich hingegen sehe ständig abgänge von meinem konto die mit meinem schreiben zu tun haben, seien es reisekosten, hotelkosten, handykosten oder rechtsanwaltskosten. letztere in letzter zeit nicht unerheblich. und ja, man könnte sagen es sei mein privatvergnügen mich beim bambi oder dld vollzustopfen und mit dem handy megabyteweise zu flickern und überhaupt, ich könne ja auch weniger von dem zeug machen, dann kostet es auch nicht so viel.
aber nicht nur die unkosten decke ich gerne mit einnahmen, etwas mit meinem schreiben zu verdienen bereitet mir auch vergnügen. ich will nicht jammern, mir gehts gut, aber durch spenden oder shirt- oder affiliate verkäufe kommt in der regel ausser ein paar netten gesten nicht viel rum. wie gesagt, ich will nicht jammern und bin dankbar für jede geste, aber genauso dankbar bin ich für ein einkommen aus dem was ich tue. und das gönne ich auch jedem anderen, ohne gleich zu vermuten er verarsche mich, weil er geld verdient.
das kann man anders sehen, muss man aber nicht.
ix |
homepage |
06.03.07 - 1:58 | #
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Noch mal ein 'Daumen hoch' für die 'jeder ist abhängfig'-Story.
Irgendwoher kommt immer Geld. Egal ob fürs Bloggen oder fürs Sohnsein oder für nene anderen Job.
Ich bin mal wegen der Coke-Story angemacht worden, weil ch nirgends (wo denn? dazugeschrieben hab, dass bei eiem Blogg, wo ich bloggte und jemand anders für werbung zuständig war, eine Coke Banner klebte. (also ob das Coke oder Knallgrau interssiert hätte.)
Seitdem hab ich ein Link einer Page publiziert, die auch vorher schon online war:
Dort stehen alle meine Kunden, soweit sie nicht 'Privatkunden' sind (ich muss ja nicht die Namen der 12jährigen publizieren, die bei mir nen Kurs machen.) Dort stehen soweit ich weiß alle Firmen, bei denen ich Partnerprogramme hab, alle Vereine in denen ich Mitglied bin etc.pp. Die Liste ist nicht komplett (unabsichtlich) und nicht immer minutenaktuell, aber ziemlich.
Seit kürzlich ist die Liste auch im Blog an relativ prominenter Stelle verlinkt.
Ich hab dann den damaligen Kritiker und Transparenzfan auf die Liste hingewiesen und gefragt, wo denn seine ist. Ich harre noch.
oliverg |
homepage |
06.03.07 - 23:09 | #
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fonsis einkommensverhältnisse sind ein rotes tuch. darüber zu spekulieren oder witze zu machen verursacht rote augen. bei ihm. man muss fonsi das einfach glauben, dass er wahnsinnig unabhängig ist. er ist so profiliert, dass er sich mit solchen details gar nicht befassen muss.
ix |
homepage |
07.03.07 - 8:02 | #
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Schade, dass ich diesen Thread erst heute lese...viele wahre Worte.
Sebastian |
homepage |
09.03.07 - 11:15 | #
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Ich glaube, dass (wahres) Geldverdienen mit Blogs einfach erst dann funktioniert, wenn die Blogbetreiber mit besseren Ideen kommen, als sich durch Werbung für Markenartikler sponsoren zu lassen. Und die Zu-Geldwert-Machung jeder menschlichen Regung (blogschreiben u.a.) ist mir zutiefst suspekt.
Klar, das ?
marc |
homepage |
10.03.07 - 20:39 | #
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