kommentare zu diesem eintrag auf wirres.net

Da fehlt trotzdem noch so einiges. Schlampig recherchiert. Ein Beispiel: Röschen sollte nach dem CDU-Wahlsieg in der Bundestagswahl Gesundheitsminsterin werden und sie hat sich darauf lange Monate mit Beratern und Experten darauf vorbetreitet. Dann gabs die grosse Koalition und wieder einmal eine persönliche Niederlage für die Dame. Aber es entspricht dem Machtwillen, Niederlagen in Erfolge zu wandeln. Das hat sie ja schon einige Male gezeigt. Familienminsiterin ist eigentlich in der Kabinetts-Hackorrdnung ganz unten angesiedelt, zusammen mit der Entwicklungshilfe. Ihre Vorgängerinnen wurden mit ein paar Euro für irgendwelche Pilotprojekte und Strohfeuerprogramme abgespeist. Schröders Spruch von "Frauen und anderes Gedöns" entspricht den Vorstellungen in den Parteien. Bemerkenswert, was von der Leyen aus dem Amt gemacht hat. gar nicht auszudenken, wenn die einen wichtigeren Posten bekommt. Dann Gnade uns Gott.


Gravatar "sehr ambitioniert und extrovertiert" - sind wir das nicht alle ein bisschen. ;-) spricht da der neid, der nicht so erfolgreichen raus? machen wir heute mal in egonasenfass?


Gravatar ich dachte ich spar mir mal die anführungszeichen, liest ja eh jeder den artikel. offenbar falsch gedacht.

die überschrift ist ein zitat von professor wolfgang heidenreich »der die Studentin im Praktischen Jahr als Oberarzt betreut hatte […]. Er habe sie als „sehr ambitioniert und extrovertiert“ erlebt, so Heidenreich: „Wir dachten, sie würde sich mit Sicherheit habilitieren.“«

und ich hab jetzt echt keine ahnung ob der heidenreich nicht so erfolgreich und neidisch oder ne egonase ist.


Gravatar erfogreich sein ist ein redundantes BWLer-kürzel, worum soll man albrechts tochter denn beneiden? um das erbe?


Gravatar ... und bei der FAZ muss man mal überlegen, wem der Artikel dient bzw. wessen Interessen er dient. Es gibt in der CDU viele Mitglieder und Funktionäre, die von der Leyen abschiessen wollen oder wenigestens schädigen wollen, weil sie die "Frau am Herd mit Kind" Ideologie aufbrechen will. Der Artikel befriedigt alle, die von der Leyen als kalt berechnende Karrierefrau ohne Ahnung hinstellen wollen. Die FAZ ist das konservative Sprachrohr dieser einflussreichen Kreise.

Das geht bis hin zur Sippenhaft. Einige haben immer noch eine Rechnung mit Albrecht, dem Karierristen und Quereinsteiger offen.

Dann könnte man mal überlegen, warum Wulff Frauen als Quereinsteiger und mit Turboparteikarriere fördert. Denn vor van der Leyen war es beispielsweise die Ex-CDU/CSU-Fraktion-Internetbeaufrage Krogmann, verheiratet mit BILD-Sportchef Draxler, die kurz nach ihrem Parteieintritt in den Bundestag kam. Auch da hat die BILD kräftig mitgetrommelt.

Aber das wäre für dieses blog wahrscheinlich zu viel. Stattdessen wird gebasht auch wenn man sich in die rechtskonservative Ecke stellt. "vorbildliche recherche". Wow. Da ist der Anspruch ja nicht so hoch.

Herr ix. Schreiben sie lieber über sich, dass können sie besser.


Gravatar beeindruckend über welches umfassende wissen du verfügst, tim. wirklich. du kannst wirklich zu allem wahnsinnig unterhaltsame kommentare schreiben. aber — nicht dass ich es dir recht machen wollen würde, aber egal was ich tue, es scheint dich zu nerven. und das freut mich.

soweit ich das mit der politik verstehe muss man sich eigentlich immer fragen wem zu welchenm zeitpunkt was dient. und dass politiker und verleger und wasweissich an allerhand rädchen drehen können, insbesondere auch von der leyen, damals zum beispiel im stechschritt mit der „bild“-zeitung, ist nicht wirklich überraschend, mir aber in diesem falle neu. das gefühl ist dir unbekannt — ich weiss — aber mich befriedigt es auf gewisse weise, wenn ich meine etwas dazu zu lernen oder die dinge aufgedröselt zu bekommen um an meiner meinung zu feilen.

ich fasse also zusammen: im faz-artikel fehlen ein paar fakten über von der leyen und der artikel könnte politisch jemandem nützen. also ist der artikel scheisse und ich sollte meine autobiografie schreiben, weil ich bei einem zweizeiligen hinweis auf einen faz-artikel nicht irgendwelche niedersächsischen provinzpolitik-backgrounds mitliefere. wärst du nicht so unfassbar spackig, würde ich dir vielleicht sogar recht geben.


Gravatar Spackig?

spack [mniederd. spa(c)k, eigtl.= dürr, trocken, verw. mit: spaken= dürre Äste, mhd. spache = dürres (Brenn)holz, ahd. spahha= Reisig] (bes. nordd.): 1. mager, dünn u. schmal: sie ist schrecklich s. geworden; s. aussehen. 2. straff, eng: der Rock sitzt aber s.

Sie sind nicht spackig. Das gebe ich gerne zu.


Gravatar Ich find das FAZ Portrait nicht besonders überzeugend. Was wirft ihr der Autor denn tatsächlich vor? Dass sie Politik macht, sprich auch versucht sich in der Öffentlichkeit möglichst gut darzustellen. Boooah, wie gemein! Der Stoiber hätte das nienienie gemacht! Und der Schröder auch nicht! Das sind halt Männer!

Der zweite Vorwurf den ich da meinte rauszuhören, war, dass sie vor ihrem Einstieg in die Politik beruflich versagt hat. Zwar doppelt promoviert, aber sonst nix draus gemacht. Dann macht der Autor aber sofort klar, dass das kein Vorwurf ist, denn "Empfindet sie als Makel, was ihr niemand ernstlich vorwerfen kann? Dass sie sich für Kinder und nicht für eine Karriere entschieden hat?". Das scheidet also aus als Grund für das desaströse Gesamturteil des Autors.

Dann gabs noch die Sache mit von der Heiden: Sie hat sich gegen ihn beim Kampf um den Landtagsplatz durchgesetzt, und das ist anscheinend auch nicht ok. Wenn man das mit Hilfe der Bildzeitung macht und mit den Stimmberechtigten vor der Wahlwiederholung spricht.

Wir kommen also zu dem Schluss: Sie hat einen PR-Berater und wenn sie einen Posten gekriegt hat, hat das bedeutet, dass ein guter Mann und Politiker den gleichen Posten verloren oder zumindest auch nicht gekriegt hat. Sauerei! Blöde Frau! Lügnerin!
Word, FAZ!

Was nicht heißen soll, dass ich von der Leyen suppertoll finde, aber ihr aus dem Inhalt des Portraits einen Strick drehen zu wollen, find ich absurd.


Gravatar für die sorgfalt mit der du an den text gelesen hast spricht, dass du antje schmelcher „der autor“ nennst. abgesehen davon finde ich dass der artikel von der leyen nichts vorwirft oder sie verurteilt, sondern aufzeigt wie sie arbeitet. ich frag mich auch wo du stricke siehst? und wer dreht die?


Gravatar Ups *g*
Da mir der Name des Autors oder der Autorin meißtens sowieso nichts sagt, hab ich den auch nicht so aufmerksam mitgelesen^^
Den restlichen Artikel hab ich mir aber durchgelesen, mit der durchschnittlichen Aufmerksamkeit die ich Artikeln in der Regel gönne. Ich glaub dass die ganz in Ordnung ist, mag sein dass ich mich da täusche und ich mich mehr auf die Argumentation des Autors (oder der Autorin) einlassen müsste.

Wie auch immer. Ich würds schon vorwerfen und verurteilen nennen was Frau Schmelcher macht, aber der Punkt ist, dass der Artikel von der Leyen negativ darstellt. Was ja nix Böses oder Illegitimes ist. Als Begründung werden imo aber fast nur Sachen angeführt, die ich von einem Politiker, naja, fast schon erwarte, der halbwegs professionell agiert. Ok, die Frau ist nicht 100% authentisch. Aber welcher Politiker ist das schon? Mit Bashing nach der Methode kann man imo jeden Politiker durchnehmen.


Gravatar In der Tat. Sie hat getan, was man eben tun muss, um in der deutschen Politik Karriere zu machen. Erwähnenswert wird es in ihrem Fall einzig durch das Geschlecht. Das Manöver gegen Heinen hätte man bei einem Mann wahrscheinlich zum Geniestreich erklärt. Und das Schönen von Lebensläufen beginnt ja schon in der Blogosphäre. Hihi.

Ich mag die Frau trotzdem. Weil Sie in ihrem politischen Lager gerade kräftig mit überkommenen Weltbildern aufräumt. Das ist nicht unmutig. Und sie ist dabei alles andere als ungeschickt.


Gravatar "Rücksichtslose Karrieristin"? Hmm, von der Text-Ankündigung hatte ich mir irgendwie mehr versprochen. So richtig schöne Dreckwäsche... :-(

Gut, von der Leyen hat irgendwann mal 10 bis 20% mehr plakatiert als üblich. Das ist ja auch voll fies und karrieregeil und so. Aber zwei Absätze zu dieser einen Anekdote kommen mir schon etwas viel vor. Ansonsten gibt es wohl nicht viel, was sie und ihre Gier nach Macht von anderen Politikern maßgeblich unterscheiden würde.

Das heißt, wenn BILD und Welt jemanden mögen, muss man natürlich hellhörig werden, das ist klar. Sowas kommt immer sehr negativ rüber. Aber da weiß ich jetzt nicht, inwieweit von der Leyen daran persönlich schuld ist und ob man ihr das anlasten kann.

Ich habe ehrlich gesagt nicht begriffen, was die Autorin wollte - abgesehen vom Informieren. Wahrscheinlich lässt sich die Hauptaussage des Artikels auf eine Formel bringen: Röschen war niemals Punk. Und das hat mich jetzt nicht soo überrascht.


Gravatar Ich bin schon sehr gespannt, wie Lyssa ihre Bloggerphase später in Ihrem Lebenslauf nennen wird.


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