kommentare zu diesem eintrag auf wirres.net

Gravatar Erster guter wirres-Beitrag seit dem Bau der Mauer


Gravatar Ich befürchte, ich muss den Herrn Lobo doch nochmal in die Padermetropole einladen. Ich befürchte, er will nur nicht.

Dabei ist es hier - ehrlich wahr! - nicht einmal so schlimm wie in Hannover.

Herr Lobo, melden Sie sich! Herr ix sagt Ihnen wo.


Gravatar ich frag mich, warum das immer 10, 15, 50, 100 Thesen sein müssen. warum schreibt nicht mal jemand. 6, 8, 57, oder 143 Thesen auf?


Gravatar Sebastian: Ich sage nur Luther. 97 bzw. 95 Thesen! Viel zuviel! Von den Folgen gar nicht erst zu reden.


Gravatar Über Plattheiten muss man nicht streiten. Also bleiben nur die Verständnisfragen:
1. Welche Medien sollen denn nun gemäß These 1 überleben? Print, TV, Schallplatte, Buch, buchähnliche Zeitschrift und Netz?
2. Was ist KMS? Kasabach-Merritt-Syndrom oder Klöckner-Maxhütte-Stahlherstellungsverfahren? Knowledge Management System kann es ja wohl nicht sein, weil sich Knowledge ja nicht managen lässt.


Gravatar eins hat mich nachträglich auch verwirrt. im vortrag schien es schlüssig. dooferweise kann ix mich nicht genau genug erinnern um hier für sascha zu argumenteren. das gleiche gilt für KMS. da tippe ich auf krankenhaus münchen schwabing.


Gravatar Dass das Netz den Arzt ersetzen bzw. ergänzen kann, ist klar. Bis zum Krankenhaus-Ersatz ist der Weg aber noch ziemlich weit - und steiler als die zehn Thesen.
Gehe ich recht in der Annahme, dass die 10 Thesen selbst O-Ton Lobo sind und auch die jeweils angeführten Beispiele von ihm stammen, die erläuternden Zeilen zu den Thesen aber eine ix-Zusammenfassung des Lobo-Vortrags darstellen? Dann könnten die Widersprüche zwischen Überschriften und Erläuterungen also daher rühren, dass
a) ix Sascha Lobo nicht verstanden hat, oder dass
b) Sascha Lobo Sascha Lobo nicht verstanden hat, oder dass
c) es sich nicht um einen Vortrag, sondern um eine Dadaismus-Performance handelte.
Ich schwanke zwischen b) und c).


Gravatar Schwanken Sie weiter. Es handelt sich um einen Vortrag, der ohne mein gesprochenes Wort nur sehr eingeschränkt funktioniert, mit dann aber schon. Ich hatte ix auch gebeten, das nicht so zu veröffentlichen, aber das scheint untergegangen zu sein.

Dieser Aufbau hat den Grund, dass man eben nicht das Gleiche nochmal sagen sollte, was schon hinter einem an der Leinwand steht. Wenn man aber das Geschriebene leicht wortspielig ankryptet, so dass die Leute lesen und nicht alles, sondern nur einen Teil verstehen, kann sich mit der dazugehörigen verbalen Erklärung ein plötzlicher Verständniseffekt ergeben.


Gravatar Heißt also: Ich könnte es euch auch ganz einfach erklären. Aber ich mache es lieber extra unverständlich, damit ihr hinterher, wenn ihr dann doch etwas begriffen habt, das schöne Gefühl haben könnt, eine eigenständige Denkarbeit geleistet zu haben. Eine prima Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Wir-nennen-es-Arbeit-Bohème!


Gravatar er hat es einfach erklärt. so einfach, das es sogar entscheider verstanden haben. da du nur journalist und kein entscheider in hannover bist, hat er es dir eben nicht erklärt.

es hier zu erklären war nicht saschas wille (das kann man zwischen den zeilen oben rauslesen, wenn man sich ein wenig anstrengt). deshalb sollte man jetzt nicht ihn prügeln sondern mich, weil ich das gesagte nicht exakt oder breit genug wiedergegeben habe. oder hast du meine anderen texte von der veranstaltung gar nicht gelesen?


Gravatar Ich werde mich hüten, ix zu prügeln, wenn ich Sascha Lobo meine. Wer behauptet, seine Gedanken seien nur so richtig verständlich, wenn man ihm dabei zuhört (wie man seinen Kommentar hier wohl verstehen muss), ist entweder Performance-Künstler oder unfähig, sich schriftlich auszudrücken. Lobo ist offensichtlich beides, das heißt: Ob seine Performance Kunst ist, kann ich erst beurteilen, wenn ich eine gesehen habe, was der Herrgott bisher verhütet hat.
Wer Thesen aufstellt, muss bereit sein, darüber zu streiten, je steiler sie sind, desto mehr. Wer sich der Debatte verweigert (oder sie nur mit den zufällig persönlich anwesenden Entscheidern aus Hannover führen will), würde wegen Feigheit vor dem Freund zum Duell gefordert, wenn er denn satisfaktionsfähig wäre.


Gravatar hm. ih gebe zu, es ist schwer zu verstehen dass ein text der ursprünglich nur an wänden mit sascha lobo davor stehen sollte, im interent steht obwohl er da gar nicht stehen sollte. das ist so ähnlich wie das geräusch das man beim scheissen macht, das macht man auf dem klo gerne, zur not auch vor publikum — man ist ja auf dem klo. wenn dann aber jemand das geräusch aufnimmt und ins internet stellt, kann man zumindest davon ausgehen, dass es ein wenig aus dem kontext gerissen ist.

nochmal anders formuliert: hätte ich die thesen aus dem gedächnis und meinen notizen aufgeschrieben wären sie sicher verständlicher und schlüssiger gewesen, da dann auch das was sascha sagte mit eingeflossen wäre. da ich aber unter einem aufmerksamkeits- und folgenabschätzungsdefizit leide und furchtbar faul bin, stehen sie jetzt so da wie sie eigentlich nie gedacht waren da zu stehen.


Gravatar was ich wiederum nicht ganz verstehe: warum behauptest du sascha verweigere sich der debatte? verweigert man sich einer debatte, wenn man auf leichtes anranzen nicht sofort mit umfangreicher rechtfertigung reagiert oder sich in voller erklärbärmontur in die diskussion stürzt? abgesehen davon; von einer debatte würde ich nach zwei inhaltlichen fragen und 20 formfragen nicht wirklich reden wollen.

frage 1 dachte ix im übrigen bereits in meinen artikeln geklärt oder zumindest diskutiert zu haben. beim weiteren grübeln ist mir aber aufgefallen dass in these 1 nicht unbedingt ein widerspruch stecken muss. neue medien haben in den seltensten fällen zur ablösung von alten medien geführt. die CD hat das radio nicht gekillt, vhs nicht das kino, p2p nicht die vinylplatte. was sich immer verschob waren die aufmerksamkeitströme oder die relevanz von medien. und das kann man wenn man ein bisschen steil aufgelegt ist auch durchaus von „ablösung“ reden. zwischen ablösung und zerstörung liegt ja noch ein bisschen was. die vinylplatte wurde beispielsweise durchaus von der CD als vertriebsmedium abgelöst. nicht zerstört, aber in die nische getrieben und an der spitze abgelöst.

und wieso sich „wissen“ nicht „handhaben“ lassen sollte (frage 2), versteh ich nicht. erklär mal, detlef. das ist mal echt ne steile these.


Gravatar Erstmal bin ich dir sehr dankbar, dass du diese Thesen aufgeschrieben hast. Wenn es sich um Thesen handelt, müssen sie aufschreibbar sein, denn sonst wären sie nicht debattierbar und also keine Thesen.
Dass ich so, nun ja, leicht gereizt reagiere, liegt an der Nonchalance, mit der sich Lobo weigert, sich festlegen zu lassen. Um überhaupt debattieren zu können, muss ich wissen worüber. Ich würde gerne über die Zukunft des Internets diskutieren, will auch nicht mal ausschließen, dass Lobo da und dort ein Zipfelchen Erkenntnis erwischt hat, aber dazu muss er sich erst mal festlegen. Solange das nicht passiert, muss ich leider weiter "Der hat ja gar nichts an", wenn Sascha Lobo des Kaisers neue Thesen präsentiert.
Zur Frage mit der Nicht-Managebarkeit des Wissens habe ich nicht nur vor sieben Jahren ein Buch geschrieben ("Die humane Revolution. Warum Sie in Zukunft an Ihrem Arbeitsplatz tun können, was Sie wollen"), sondern mich auch an diversesten Stellen journalistisch und sonstwie publizistisch geäußert. Hier nur die drei einschlägigen Thesen aus meinem "Optimistischen Manifest" von 2001:

26. Wer Wissen managen möchte, wird scheitern.

27. Wer glaubt, über das Wissen seiner Beschäftigten verfügen zu können, nur weil er ihnen ein Gehalt zahlt, irrt sich.

28. Wer das Wissen seiner Beschäftigten nutzbar machen möchte, wird unternehmensinterne Märkte für Wissen einrichten müssen.

Für mich ist das entscheidende bei der Organisation bzw. dem "Managen" von Wissen nicht eine Technik wie das Netz, sondern der Begriff "Markt". Wir kommen in ein Zeitalter hinein, in dem alle planwirtschaftlichen Ansätze, unter ihnen auch das Management, den Bach runtergehen werden. Das Humankapital (ja, sogar Sascha Lobo) wird sich nach seinen eigenen Regeln und Wünschen in den Produktionsprozess integrieren. Dafür braucht und entwickelt es Technik (gähn), aber vor allem Märkte.
Märkte lassen sich nicht managen. Wissensmärkte schon gar nicht. Wer dafür die Vokabel KMS benutzt, tut aber nicht nur so, als hätte Knowledge etwas mit Management zu tun, sondern auch noch so, als müsste der Rest der Welt das ebenfalls wissen und inhalieren, weil unerklärte Abkürzungen nur für Dinge verwendet werden, die selbstverständliches Allgemeingut sind.


Gravatar ich habe nicht das gefühl, dass ihr mit euren thesen weit auseinanderliegt, bzw. ich habe weder grosse probleme mit deinen noch mit saschas thesen. ach doch, die these 26 ist quatsch weil sie nix aussagt. wir gehen doch täglich mit wissen um, handhaben es, wandeln informationen in wissen um — und umgekehrt. das speichern von wissen — oder genauer informationen — und das leichte finden und abrufen ist durch technische entwicklungen doch enorm einfach geworden. wikipedia, immer freierer inforationsfluss im netz, rre verfeinerte suchalgoritmen und mächtige statistische werkzeuge, menschliche trüffelschweine die infobroken finden, aufarbeiten, verschlagworten, einordnen — ist das nicht auch alles „managment“ (handhabung, bewältigung, lenkung, umgang) mit wissen?

ich schreibe mein wissen ins internet, nicht alles, aber alles was ich ausformulieren kann und von dem ich ausgehe, dass es andere interessiert. scheitere ich jetzt, weil ich mit wissen umgehe? scheitert die wikipedia, weil sie wissen verwaltet?

und der markt ist doch auch schon da. naja, zumindest der marktplatz. und ob wir den markt nun handhaben und beeinflussen können, oder nur daneben stehen können und staunen — darüber kann man vielleicht streiten, aber dann ohne behauptungen wie „Wer Wissen managen möchte, wird scheitern“ die man nach lust und laune verstehen kann. oder gar nicht. wie ix.


Gravatar Nö, das, was du über den Umgang mit Wissen aufzählst, ist alles nicht Management, sondern Markt. Vielleicht bin ich als Wirtchaftsjournalist da etwas einseitig, weil für mich Management grundsätzlich etwas ist, was in Unternehmen stattfindet - wenn du deinen Zeitaufwand für diese Seite "managst", handelt es sich nicht um Management im eigentlichen Sinne, sondern um einen lockeren Umgang mit englischen Vokabeln.
Im Kontext des Jahres 2001 war der Begriff Wissensmanagement eindeutig auf die Versuche von Unternehmen bezogen, das Wissen ihrer Mitarbeiter zu "managen", also sich am besten kostenlos, auf jeden Fall aber kostengünstig in den Besitz des Wissens seiner Beschäftigten zu bringen. Zu behaupten, dass das zum Scheitern verurteilt ist, war damals etwas mutiger als heute.
Wenn man Wikipedia etc. als Versuche definiert, Wissen zu managen, ist das natürlich etwas anderes. Ich sehe hier allerdings nicht so sehr eine Management-Funktion am Werk, sondern die lange Zeit unvorstellbare, heute immer noch sehr seltene Form einer marktmäßigen Organisation ohne finanzielle Anreize.
In der Ökonomie ist so etwas nicht vorgesehen. In der Egonomie, also dem neuen Wissenschaftszweig der Individualökonomie, schon eher. Danach (vgl. Die Humane Revolution, S. 154ff) spielen bei den Menschen bei ihren Entscheidungen, wofür sie ihre Zeit investieren sollen, vier Variablen eine Rolle:
- Geld verdienen (kurzfristige Profitmaximierung)
- Wissen erwerben (langfristige Profitmaximierung)
- Spaß haben (kurzfristige Glücksmaximierung)
- Sinn stiften (langfristige Glücksmaximierung)
Jeder Mensch hat in jeder Lebenssituation andere Prioritäten, dementsprechend unterschiedlich fallen seine Entscheidungen aus.
Mit einer solchen 4-Variablen-Matrix lassen sich die in der digitalen Welt beobachteten Phänomene von Wikipedia über Youtube bis ix jedenfalls wesentlich besser beschreiben als mit klassischer Betriebswirtschaft oder Lobo'schem Trend-Geblubber.
Bin ich jetzt vom Thema abgekommen? Eigentlich nicht, oder?


Gravatar Nachdem ich die halbe Nacht wach gelegen habe und mir das Hirn zermarterte, warum man sich zehn steile Thesen ausdenkt, um dann erst verhindern zu wollen, dass diese veröffentlicht werden und dann nach der Veröffentlichung möglichst so zu tun, als gäbe es da gar nichts zum Diskutieren, habe ich jetzt die Lösung gefunden:
Sascha Lobo hat sich einen Standard-Vortrag für Veranstaltungen von Kreissparkassen und Handwerkskammern zusammengezimmert. Damit die Besucher aber nicht hinterher das dumme Gefühl haben, dass sie alle Lobo-Weisheit durch zehn Sekunden Googeln auch hätten bekommen können, darf die Zentraleinheit des Standard-Vortrags um keinen Preis veröffentlicht werden.
Bislang war da keine Gefahr, da kein Journalist jemals auf die Idee gekommen wäre, von Web-2.0.-Veranstaltungen von Kreissparkassen oder Handwerkskammern zu berichten. Jetzt hat die Sparkasse Hannover ihm aber einen Strich durch die Rechnung gemacht, indem sie Felix Schwenzel zum Livebloggen engagiert hatte. Prompt sind die zehn steilen Thesen in der Welt, und Sascha Lobo muss sich einen neuen Standard-Vortrag ausdenken. Tja, dumm gelaufen.
Eine solche Standardisierungs-Strategie ist übrigens unter dem Gesichtspunkt der kurzfristigen Profitmaximierung kaum zu überbieten. Unter den anderen drei oben erwähnten Maximierungsstrategien ist es aber so ziemlich das Dümmste, was man machen kann. Aber so sind die Menschen eben verschieden.


Gravatar Huhu, Herr Guertler!

Nochmal so zum Anfang, ihre Texte sind mir inzwischen nämlich zu lang. Also: Powerpointpräsentationen werden (genauso wie Folienpräsentationen) nicht besser, wenn man das, was man sagen möchte, 1:1 auf die Folien schreibt. Das ist zwar total genau, aber ürgendwie vielleicht auch langweilig. Viele Vorträge kranken daran, aber hey, nur weil es viele sind, muss das ja nicht so sein.


Gravatar Das mit Powerpoint ist geschenkt. Aber wer "10 steile Thesen" rausplauzt, sollte sich bitteschön nicht darauf rausreden, dass die nur im direkten Vortrag erläutert werden können. Und wenn doch, dann bitte den Link angeben, wo man sich den Vortrag anhören/-sehen kann. Sonst ist "10 steile Thesen" genau wie "6 nackte Frisösen" allenfalls als Ballermann-Hit geeignet.


Gravatar Ich glaub, wir verstehen uns wohl einfach nicht. Aber hey, auch das: geschenkt.


Gravatar Herr im Himmel, ist das so schwer zu begreifen: Da kommt jemand daher und präsentiert Sätze wie "Man wird nicht nicht kommunizieren" als "steile These". Das hat meine Tochter im Deutschunterricht in der 6. Klasse gelernt, und Sascha Lobo wird hier dafür in den Himmel gehoben für den "Ersten guten wirres-Beitrag seit dem Bau der Mauer"! Ich hätte mich sehr gefreut, meinen Anfangsverdacht der Dampfbläserei durch eine wie auch immer geartete substanzielle Unterfütterung widerlegt zu sehen. Oder wenigstens streiten zu können. Leider nein. Stattdessen kommt man mir mit Vortragstechnik! Zum Mäusemelken.


Gravatar Uff, Guertler, jetzt kommen Sie mal von dem Ritt auf der eigenen Aufgeregtheit wieder herunter. Ich erkläre jetzt noch mal, was ich schon mal erklärt habe, nämlich dass diese Thesen nicht so zur Veröffentlichung bestimmt waren. Sondern als Vortrag, mit meinen Worten, den zu jedem Punkt vorhandenen Bildern und eben auch dem Text.

Jetzt zu plärren, dass man es nicht versteht oder es doof sei, ist, als würde man nur die Tonspur eines Films anhören und dann sagen, "bääh, das ist ja ganz unverständlich".

Der Satz, den ihre Tochter gelernt hat, heisst übrigens "Man KANN nicht nicht kommunizieren" und wenn Sie entweder so genau wären, wie Sie tun oder dabei gewesen wären, hätten Sie bemerkt, dass der Unterschied relevant ist. Jetzt können Sie gerne Ihre Mäuse weitermelken.


Gravatar he, ich bin vielleicht etwas spät, aber liebster detlef: *dein* optimistisches manifest? war das nicht eher das von so ca. 10 kollegen incl. dir?


Gravatar Na, ihr Internetbeschwörungstheoretiker!
Ob ich mich an eurer Wettervorhersage für den Cyberspace beteiligen dürfte?

[ ix ] findet am 22ten abends um halb elf den richtigen Ton, der dem Naturell des Wissensumsatzes im Internet am ehesten gerecht wird ... einem wilden Entfaltungsprozess öffentlichen Bewusstseins, der uns mit der Unerschöpfbarkeit, der Horizontlosigkeit des eigenen Geistes die persönliche Freiheit, denke ich, immer stärker spüren lässt. Der Raum weitet sich ...
Stellt euch heute vor, es würde das Netz nicht geben!
Die elektronische Informationsrevolution ist eine spirituelle. Spirituell im Sinne von Sich-Öffnen gegenüber seinen Möglichkeiten.
„Wissensmarkt“ ist der weitaus bessere Denkansatz im Vergleich zu Wissensverwaltung – dem stimme ich mit Nachdruck zu, Herr G. Zum besseren Verständnis würde ich diesen Ansatz grundsätzlich noch stärker ausbauen, damit alles folgende unmissverständlich von ihm durchdrungen bleibt!
Dieser Markt ist das Heiligtum, was, wie ich glaube, unbedingt eine lebendigere Vorzeigevokabel benötigt. Mein Favorit heißt zur Zeit „Mush Room“ – der Online-Markt des Geistes ... aber ausgereift kommt mir das nicht vor.
Den „95 optimistischen Thesen“ bringe ich 95 % Optimismus entgegen und werde mir die Gelegenheit wahrscheinlich nicht entgehenlassen, nach der Lektüre von „Die humane Revolution“ dieses „Manifesto“ ausführlich zu kommentieren und ihm vielleicht einen angemesseneren Rahmen zu geben! Der „Bonus“ entfällt dabei natürlich >> ordinäres „I Ging“, plump übernommen, kommt uncool und ist genauso bescheuert, wie „Wortistik“ klingt.
Dein Zeit-Profit-Glück-Prisma zeigt übrigens prägnant und augenblicklich die große Schwäche jeglicher sogenannter wissenschaftlicher Unternehmung! Solchen Schematas gebe ich keine nennenswerte Zukunft. Du hast ja gemerkt, der Unterstellung einer bewussten Auslassung „der Zentraleinheit“ – sehr geschickt übrigens & ausgesprochen witzig – unter Zuhilfenahme dieser Maximierungsparameter fehlte die Kraft, um Mr. Lobo am Schlawittchen zu packen und die gewünschten Klarstellungen aus ihm herauszuschütteln.
Qualität ist das Entscheidende!
Von ihr werden alle 10 „steilen“ Bereiche letztendlich dominiert.
Sie steht einer Kapitulation vor allzugroßer Unübersichtlichkeit ebenso entgegen wie einer Befürchtung „atomisierter Kulturzustände“.
Ich denke, von der wahren Dimension des Cyberspace haben wir noch keine Ahnung.

Danke für die Inspiration!
Achso, zu These Nr. 9 … wäre „Kristallisation“ nicht ein gleichermaßen zutreffendes, aber deutlich hübscheres Wort? I mean instead of self-organizing communities …


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