kommentare zu diesem eintrag auf wirres.net

Gravatar Es ist genau anders herum. Weil so viele Hobel rumliegen, glaubt jeder, der einen findet, das mache ihn zum Schreiner.


Gravatar warum liegen hier überhaupt so viele hobelspäne rum?


Gravatar Sind wir nicht alle ein bisschen bluna?


Gravatar hast ja recht. Aber "dass die barrieren „der Inhalteproduktion und -rezeption“ immer niedriger werden", hört sich nun mal sowas von *schnarch* an, gegen: "In der Internet-Ära sind wir alle dazu verdammt, Journalisten zu sein.". Oder findste nicht?


Gravatar Meine Vermutung bezüglich des oben erwähnten Zitats ist immer: Pauschalisierungen sind nützlich, um das "eigentlich Gemeinte" in knapper Form rüberzubringen. Das ist höchstwahrscheinlich mit der Hoffnung verbunden, dass der Empfänger sich den eigentlich gemeinten Sachverhalt selbst zurecht-differenziert.

Ich finde den In-Sosse-schwimmen-Vergleich einfach schön (ich mag nicht schreiben "köstlich").


Gravatar Ich finde Pauschalhobeln besser als tiefgehendes Hobeln, letzteres führt zu unangenehmen Verletzungen.


Gravatar im grunde ist es zerbröselter ego-quatsch. glaser, ix, andere, jeder bringt sein universum ein, der beschränkende [beschränkte] verstand legt los, geht in konkurrenz, lacht das SELBST aus, das, was man bewußtsein nennt.
in jedem steckt ein künstler, ein journalist, ein gastronom, eine beleidigte leberwurst.


Gravatar als einer, der Dich mal so beschimpft hat: Netter Vergleich, aber hast Du nicht vielleicht ein zu, hmm, negatives/aggressives/pauschales Bild von Journalisten? Ich finde ja, Journalist ist der, der journalistisches tut, also irgendein Medium mit Fakten, Beobachtungen und seiner Meinung vollschreibt/vollquatscht. Und ich glaube, dass hat sich nicht nur dadurch geändert, dass es mal wieder ein neues Medium gibt.

Warum also den Begriff Journalist überhaupt als Beschimpfung empfinden? Weil er aufgrund ekliger Journalisten negativ besetzt ist und Blogger - sorry, Internetvollschreiber - so viel lieber und puschliger sind? Ich fürchte, es gibt auch eklige Architekten, Lehrer... In jeder Soße schwimmen Fettklumpen.

Zitat Wikipedia: Ein Journalist ist, „wer hauptberuflich an der Verbreitung von Informationen, Meinungen und Unterhaltung durch Massenmedien beteiligt ist“, so der Deutsche Journalisten-Verband.

Das hier ist ein Massenmedium und Du verbreitest, aber hallo. Über das "hauptberuflich" können wir natürlich gerne streiten.

Ich finde die Unterscheidung einfach doof. Von beiden Seiten. Von mir aus, kann man Journalisten gerne auch als Zeitungsvollschreiber oder Blogger bezeichnen. Ich sehe die Grenze nicht.

Es werden auch längst nicht alle Barrieren der Inhalteproduktion niedriger. Warte mal ein paar Jahre. Neue Medien haben es an sich, dass sie neue Leute anziehen/reinlassen. In einigen Jahren wird Blogger ein "Qualitätsbegriff" sein und wehe dem, der sich dann einfach so darin versucht. Dann aber wird es wieder neue Zugangsformen geben, um Informationen zu verbreiten.

Ich verstehe, dass Du Dich nicht kategorisieren lassen willst, auch nicht als Blogger etc. Aber ist das nicht schon zu viel der Trennung? Bisher hießen alle, die eine öffentliche Stimme hatten, Journalisten. Nun nennen sich einige, die eine Stimme haben, Blogger. ich find das komisch. Machen beide das selbe. Sollen sie doch gleich heißen. Wie, ist mir dabei wurscht. Vollschreiber?

lg


Gravatar lieber lobotom, ich kann nichts anders als dir voll zuzustimmen. erklären brauch ich auch nix mehr, weil du ja offenbar verstanden hast was ich meinte. glaser hat ja im prinzip vollkommen recht und mspro sowieso: zuspitzung muss manchmal sein, damit eine these verständlich, bzw. schlagzeilentauglich wird.

und um das offensichtliche und bereits gesagte doch nochmal zu wiederholen: das problem ist gar nicht jemanden der irgendwas vollschreibt „journalist“ zu nennen, oder jemanden der das internet vollschreibt „blogger“ zu nennen, sondern wie diese worte benutzt werden, oder genauer, wahrgenommen werden. sie sind viel zu schwammig und ungenau und gleichzeitig zu pointiert. ich muss beim wort journalist immer an hochwässrige cordhosen und studienrat-frisuren denken. oder andersrum, wenn ich anne will sehe denke ich nicht „journalistin“ sondern „fernseh-moderatorin“. wenn sich mir journalisten vorstellen sagen sie nicht „ich bin journalist“ sondern, ich schreibe für die faz oder taz oder waz auch immer. genauso wie sich ein käse eher mit „gouda“ oder „leerdammer“ vorstellen würde und nicht mit „lebensmittel“.

man erkennt in diesem wirres geschreibsel von mir vielleicht sogar worauf ich hinaus will. das wort journalist empfinde ich weniger beleidigend (das war eh zu 80% ein witz) als unbrauchbar. wenn man schon einen generischen begriff zur bezeichnung von tätigkeiten verwenden muss, dann würde ich einen neutraleren und nicht so bedeutungsschwangeren und sich in deutungshoheitskämpfen befindlichen begriff wie „journalist“ oder „blogger“ benutzen wollen, zum beispiel „autor“.

kurz die ewigen kämpfe um deutungshoheit haben diese begriffe abgenutzt und versifft.


Gravatar *reicht Dir die Hand*

Übrigens, falls Du Dich mal so richtig in der Journalistensoße suhlen magst, musst Du nur zur Verleihung des sogenannten Goldenen Prometheus gehen. Wahnsinn! Echt zu empfehlen für einen Satiresammler wie Dich...

lg


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