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Also gestern Abend habe ich mich ja sehr über die Wertschätzung durch Deine emotionale Ausführung darüber, wie schlecht DWDL ist, gefreut. Wer sich so darüber aufregt, muss DWDL ja öfter lesen und da hier schon früher mal in anderen (nicht negativen Zusammenhängen) auf DWDL verlinkt wurde, scheint das ja öfters der Fall zu sein.
Jedenfalls dacht ich gestern, dass ich nicht nochmal etwas vom Prinzip der Interview-Autorisierung erzähle, was all die Spekulationen zum Haeusler-Interview überflüssig gemacht hätte. Ich bin mal davon ausgegangen, dass es eigentlich bekannt sein sollte, dass wir die Interviews nur nach Autorisierung veröffentlichen. Und zu den vielen Fotos: Stimmt, das war mindestens eins zu viel. Kritik angekommen; wird künftig beherzigt.
Heute geht's also um Richtigstellungen bzw. Widerruf und Gegendarstellung. Nun, es ist nun mal so, dass einem dort manchmal der Text vorgegeben wird. Auch das ist eigentlich nicht unbekannt. Und dementsprechend - ob ich mich selbst mit Sprache oder Inhalt besonders anfreunden kann oder nicht - wurde die Richtigstellung heute so veröffentlicht, wie sie veröffentlicht wurde. Richtg ist, dass wir schon einmal einen Widerruf und Gegendarstellung veröffentlicht haben. Das verlangte damals Stefan Aust. Die heutige Richtigstellung ist von Herrn Ulrich Wickert verlangt worden.
Das Thema bzw. die juristischen Auseinandersetzungen ärgern mich selbst auch sehr, wie Du Dir vielleicht denken kannst. Dass ich darauf nicht noch weiter eingehen kann und werde, verstehst Du hoffentlich auch trotz Deiner plötzlichen Abneigung gegenüber DWDL. Natürlich kannst Du nach wie vor darauf rumreiten. Ich fänd es nur sehr schade.
Ansonsten wollt ich nur noch eins gesagt haben: Ich hab DWDL.de zusammen mit einem Freund vor über sechs Jahren gestartet, weil wir Spaß an Medien haben und daran geglaubt haben, dass so etwas wie ein Online-Medienmagazin fehlte. Also haben wir losgelegt und experimentiert. Vieles klappte gut, manches war wirklich richtig schlecht und im Nachhinein peinlich. Aber uns hat gefreut, dass wir insgesamt offenbar mehr richtig als falsch gemacht haben und immer mehr Leser erreicht haben. Inzwischen ist daraus das meistgelesen Online-Nachrichtenangebot zur deutschen Medienbranche geworden. Das versuchen wir ganz sicher nicht zu verhindern, weil es uns freut. Auch, weil wir inzwischen von unserem früheren Hobby leben können und weiter experimentieren. Und dabei macht man sicher auch weiterhin immer mal wieder Fehler. Gut zu wissen, dass es kritische Leser gibt, die einen darauf hinweisen werden.
Liebe Grüße aus Köln,
Thomas
Thomas Lückerath |
homepage |
14.02.08 - 0:20 | #
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hm. ich wusste nicht dass ihr interview autorisieren lasst. woher könnte ix das wissen? habt ihr das mal irgendwo aufgeschrieben?
über autorisierung von interviews kann man ja auch geteilter meinung sein. ich mag o-töne. dass die nicht immer hinzubekommen sind mag sein, aber ich bleibe dabei. johnny würde meiner meinung nicht „der blog“ sagen. insofern ist mir deine antwort etwas zu puddinghaft: nach der autorisierung hab ich nicht gefragt, ich fragte, habt ihr den text geglättet, bzw. geändert oder nicht?
johnny hat übrigens auch mal diesen text autorisiert: „Bei STRATO bekomme ich jetzt die Leistung und Zuverlässigkeit, die ich brauche, wenn auf Spreeblick richtig viel los ist.“ aber auch hier interessierte mich nicht ob er autorisiert war sondern ob er ihn so gesagt hat (hat er nicht).
zur richtigstellung: warum schreibt ihr denn nicht dazu, dass der text auf wunsch von wickert veröffentlicht wurde? woher sollen ix oder andere leser denn wissen dass der text vorgegeben war? ihr erklärt doch sonst jeden scheiss — wie fast alle journalisten — bis ins kleinste detail? hier sollen sich die leser ausnahmsweise mal selbst denken, dass es juristischer und journalistischer usus ist texte von anwälten unkommentiert und unverändert zu veröffentlichen? macht ihr wirklich alles was euch anwälte schreiben?
einerseits sollte man nicht glauben, dass allein das mitlesen und sich zu etwas äussern wertschätzung bedeutet. ich lese irre viel scheiss und rege mich auch hin und wieder über irgendwelchen scheiss öffentlich auf. das bedeutet erstmal keine wertschätzung, sondern dass ich demjenigen mit dem ich mich auseinandersetze eine gewisse relevanz zugestehe.
andererseits hast du recht. ich mag dwdl auch. zumindest finde ich immer wieder dinge die mich interessieren und wegen denen ich im feedleser auf einzelne artikel klicke. umsomehr ärgere ich mich dann manchmal über linkgeiles verteilen von längeren artikel auf mehrere seiten, markschreierische ankündigungen („lesen sie morgen auf dwdl …“) oder das manchmal fünf ticks zu bemühte, gestelzte und pseudo-objektive journalisten-deutsch. insofern ist viel raum zum experimentieren und verbessern da. und allein wie du mit meiner super-agressiven kritik umgehst nötigt mir respekt ab, bzw. zeigt dass es noch zu früh ist dwdl aus dem feed-leser zu schmeissen.
ix |
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14.02.08 - 1:02 | #
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Das letzte Zitat zeigt, dass die deutsche Sprache im Grunde die beste Sprache der Welt ist:
"Die Behauptung, Stefan Aust sei einer der Partner von Ulrich Wickerts Firma UWP, ist, was wir hiermit richtig stellen, unwahr."
Nur im Deutschen ist es möglich eine derartige Satzstruktur hinzubekommen, dass man einen Fehler eingestehen und gleichzeitig verschleiern kann. Kommt man beim Lesen an beim "unwahr", weiß man letztlich nicht mehr, auf welchen Satzteil es sich überhaupt bezieht.
Wolf Schneider wird im Grabe rotieren (der lebt doch noch, oder?)
Alex |
15.02.08 - 6:07 | #
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Bei 'verlinkt' habe ich aufgehört zu lesen.
drequesac |
15.02.08 - 13:42 | #
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"könnte das mal einer von dwdl klarstellen?" ... richtigstellen?
Die Richtigstellung ist der Widerruf ist das Eingeständnis eines Fehlers ist das Mehr zum Unterlassen und zur Gegendarstellung.
http://de.wikipedia.org/wiki/
Geg...egendarstellung
http://de.wikipedia.org/wiki/Ber...ki/
Berichtigung
Ernst |
15.02.08 - 22:46 | #
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"macht ihr wirklich alles was euch anwälte schreiben?"
Hast Du mehr Geld als dwdl.de und kannst Dich Anwälten widersetzen?
Für sowas gibt es strenge Formvorschriften. Man kann wohl noch drunterschreiben, daß der Text nicht freiwillig erscheint, aber dies empfindet dann mancher auch wieder als Blöße. Viel mehr darf man nicht tun.
Es gibt auch Fälle, in denen eine Gegendarstellung den Artikel bestätigt oder sogar 'schlimmer' (für den Kläger) ist als der Artikel. Ärger bedeutet es trotzdem.
DL2MCD |
16.02.08 - 12:05 | #
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natürlich widersetze ich mich anwälten wenn ich das gefühl habe ihre forderung ist unberechtigt oder scheisse formuliert. das ist doch nicht ausschliesslich eine frage des geldes.
rechtlicher ärger ist ziemlich unangenehm, keine frage. aber auf einer seite in der über jeden furz von fernsehfuzzis berichtet wird, kann man doch erwarten dass den lesern erklärt wird was sie da eigentlich lesen. wenn thomas es hier erklären kann, könnte man es doch auch bei dwdl erklären, formvorschriften hin oder her.
ix |
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18.02.08 - 8:39 | #
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