kommentare zu diesem eintrag auf wirres.net

Gravatar Wow. Aufrichtigsten Dank.


Gravatar Ronnie Grob steht natürlich seine Meinung frei. Aber Sarkozy zum Vorreiter des "endlich ein Politiker der seine Meinung sagt und nicht den Medien nach dem Mund redet" zu machen, ist so ziemlich Umkehrung der tatsächlichen Situation in Frankreich.

Ich warte aber gespannt auf den nächsten Grob-Artikel der Putin zum Vorreiter von transparenter Politik macht.


Gravatar seine meinung teile ich auch nicht. aber bei seinem artikel habe ich das gefühl, mir selbst relativ einfach eine meinung bilden zu können.


Gravatar Wie das genau ist mit "der tatsächlichen Situation in Frankreich", das wissen wir, das unterstell ich jetzt mal, aus den Medien. Ich glaube, dass heute sowohl die Politiker, als auch die Medien um die Informationen kämpfen, die es bis zum "Volk" schaffen. Und so sind sie sowohl Partner als auch Konkurrenten. Ich denke, es ist zu einfach, den Medien alles zu glauben und den Politikern nichts. Zudem finde ich, dass auch ein Präsident Anrecht hat auf ein Privatleben. Und dass es nicht die (erste) Aufgabe von Journalisten ist, sich darum zu kümmern.


Gravatar Die französische Öffentlichkeit und die Medien haben bislang sehr wohl strikt zwischen Privatleben und öffentlichen Leben der Politiker differenziert. Das Privatleben war tabu. Sogar der Gesundheitszustand. Stichwort "Pompidou-Schock" als Anfang der 70er eine angeblich harmlose Grippe zum Ableben des Staatsoberhaupt führte. Bei Mitterand waren weder seine Seitensprünge noch sein Gesundheitszustand ein Thema. Die Ehekrise zwischen Hollande und Royal war bis zum öffentlichen Bekenntnis von Royal auf France Inter ein Tabu.

Sarkozy ist der erste Politiker der in Frankreich bewusst dieses Dogma durchbrochen hat, um sich im Wahlkampf als Jungdynamiker zu verkaufen. Sarkozy mit Cecilia, Sarkozy im Urlaub, Sarkozy beim Joggen, wo er bewusst nicht den abgeschirmten Hinterausgang des Elysees nimmt, sondern den öffentlichen Vorderausgang.

Die Vermischung von Privat und Öffentlich kennt unter Sarkozy keine Grenze, bis hin zum extrem heiklen diplomatischen Einsatz von Cecilia in Libyien, der völlig außerhalb jedwede Struktur der Exekutive stattfand, aber unterm Strich u.a. auch auch Waffenlieferungen hinauslief.

So öffentlich Sarkozy ist, so viel findet hinter den Kulissen statt. Sarkozy sucht geradezu die Nähe von Großindustriellen und Magnaten. Als Beispiel sei die Yacht erwähnt, die Sarkozy zu einem Kurzurlaub nach der Wahl benutzte. Die Feier des Wahlsiegs im streng abgeriegelten "Fouquet's" mit zahlreichen Wirtschaftspersönlichkeiten hat es inzwischen bis in ein Buch geschafft.

Es irritierend feststellen zu müssen, dass eine Printredaktion von einem neuen Chefredakteur durch eine dahingeplauderte Bemerkung von Sarkozy erfährt, bevor sie vom eigenen Verlag informiert wird.

Dieser Präsident ist sich wie kein zweiter über jede öffentliche Regung seiner selbst bewusst, plant sie und nutzt sie aus. Die ganze Bruni-Geschichte, inkl. Urlaub in Ägypten oder des Besuches von Disneyland sind nichts anderes als kühl geplante PR-Kampagnen.

Die einzigen Freak-Momente passieren, wenn er sein Temperament nicht unter Kontrolle hat und im Zustand geistiger Verwirrung auf eine EU-Pressekonferenz geht, wenn er bei einem Interview mit einer US-Journalistin zuerst diese vor laufender Kamera anflaumt und dann zu seinem Pressesprecher geht um ihn als Idioten herunterzumachen.

Unter Sarkozy gibt es keine Trennung zwischen Privaten und Öffentlichen. Die Behauptung "Medien und Präsident sind Partner und Konkurrenten" verkennt brutal die Besitzverhältnisse zahlreicher etablierter französischer Medien und die Mechanismen der Präsidentschaft von Sarkozy.

Re: "Wie das genau ist mit "der tatsächlichen Situation in Frankreich", das wissen wir, das unterstell ich jetzt mal, aus den Medien."

Ich kann Ihnen das nicht sagen, da ich "Ihre" Medien nicht kenne. Sie zitieren im Blogeintrag zwei französische Nachrichtenmagazine (Express und Nouvel Obs) und drei deutsche. Wenn das Ihre Wissensbasis für die Lage in Frankreich ist, halte ich sie für wackelig. Kein Wunder das Sie ihnen nicht trauen.


Gravatar Zu Zeiten Mitterands und Pompidous wurde aber auch noch über Politik berichtet und nicht über die Frauen, die Ferien, die privaten SMS und die Sonnenbrillen der Politiker, oder?

Warum soll denn Sarkozy den Hinterausgang nehmen, wenn er joggen geht? Es sollte auch einem Staatspräsidenten möglich sein, seinen Gewohnheiten nachzugehen, ohne von den ihn dauerüberwachenden Medien verfolgt zu werden.

Ich glaube, Sarkozy spielt einfach mal ein anderes Spiel mit den Medien als seine Vorgänger, ein offensiveres. Dass er, wenn er nicht mitmacht, dann auch mit den Konsequenzen rechnen muss, weiss er wohl selbst. Dass er da auch mal aufbrausend reagiert, ich glaube, das kann man niemandem verdenken, ich halte das für menschlich.

Die Empörung der französischen Medien kann ich aber nur teilweise nachvollziehen. Wenn die Führungsstrukturen so verfilzt oder intransparent sind, dass Sarkozy vor der Redaktion erfährt, wer neuer Chefredakteur ist, dann ist das ein Problem der Medien. Dass Sarkozy selbst Chefredakteure einsetzt, glaube ich schlichtweg nicht. Und wie ist es denn mit den Besitzstrukturen? Gehören die alle Sarkozy und seinen Freunden? Offenbar nicht, sonst gäbe es ja jetzt keinen kollektiven Aufschrei...

Mit wem Sarkozy seine Ferien verbringt und von wem er sie bezahlen lässt, das ist, auch wenn das nicht ganz unproblematisch ist, das gebe ich zu, seine Privatsache.

Dass alles, was Politiker machen, grundsätzlich eine PR-Strategie ist, das ist der Common Sense unter vielen Medienschaffenden, aber man darf auch nicht vergessen, dass es die Medien selbst waren, die durch das Rapportieren jeden Hustens eine Situation geschaffen haben, die keine Aussetzer erlaubt oder erlauben will. So bauen halt die Politiker, um immer besser zu wirken, immer mehr "Kommunikation" auf.

Die Dummen dabei sind die Medienkonsumenten und die Steuerzahler. Die einen lesen täglich alle möglichen Belanglosigkeiten, die anderen zahlen für die PR-Maschinerie.


Gravatar something completely different...

Lustigerweise ist bei der netzeitung mit dem neuen Layout auch der redaktionelle Kodex verschwunden. Ein echter Neuanfang also... Und die Liste der Mitarbeiter gibt es auch nicht mehr - wahrscheinlich, weil sie inzwischen so kurz ist, dass es albern wäre, sie Liste zu nennen. Dass im Impressum nur noch die Chefredakteurin steht, ist daher wohl nicht eine Beschränkung auf das Nötigste, sondern auf das Mögliche.


Gravatar felix, was bist du eigentlich? webdesigner, autor, existenzialist/MiB? ich würde sagen, ein fetter willi wichtig, der offenbar allen ernstes glaubt, journalistisch arbeitenden mitmenschen sagen zu können, wie sie ihren job machen sollen. welche hybris. du hast absolut nix, zero, rien, nada, null mitzuteilen, außer, es macht irjenswo ein media-markt auf. lets face it: du bist eine inselbegabung in puncto web-technik. aus. die anwendung überlass bitte anderen. sei ein guter autist und halt den rand. tu einmal was schlaues und verlink endlich loose change final cut.


Gravatar ok. bin überzeugt. dann hör ich halt auf.


Gravatar Nein!


Gravatar Doch.


Gravatar sascha lobo hatte einfach die besseren argumente. ich mach dann mal weiter.


Gravatar warte mal - lobo? ich werd verrückt, der irokäse! weisst du noch damals beim panzer? ich fand dich scheisse, du fandst mich scheisse - so gleicht sich alles im leben aus, gelle? was machst du nochmal beruflich? egal, schönen feierabend.


Gravatar kann carsten harry nur zustimmen. zwar folge auch ich der regel, im netz und übrehaupt nur das anzuschauen, was mich interessiert – "musst ja nicht hierher kommen-brüller daher bitte die fresse halten. an wirres.net aber interessiert mich nur, wie sich die leute so dermaßen für einen verzweifelten typen begeistern können. ist es mitleid? ist es faszination? all dieser ganze scheiß, wie felix "die beifahrerin" kennen gelernt hat, wie er dieses beschissene "ix" statt "felix" für immer noch irgendwie lustig oder auch nur ok oder sonstwas hält, wie er selber keine einzigen geraden satz schreiben kann, aber gleichzeitig glaubt, im schatten von niggemeier und gehrs seine eigene kleine medienkritik abfeiern zu können, wie er ständig dieses kack- und scheißeanalogien bringt, wohl um sich letzten endes darauf zurück ziehen zu können, alles sei nur ironie... dann aber wieder einen ganz ernst gemeinten produkttest zu irgendeinem handy, völlig irre, komplett unfassbar bescheuert, tief beeindruckend. ein faszinosum für jeden, dem es nicht vergönnt ist schwenzel ab und an in berlin zu begegnen und somit nicht schon zu wissen, dass er real genau das ist, was er im netz verkörpert: langeweile. von der hybris, mit der er auf denen rumtrampelt, die im netz wenigstens ab und an was ernsthaftes, dauerhaftes versuchen, merkt man live allerdings nix.


Gravatar lumutu4, willst du mich heiraten? gerne auch in dänemark. felix, es ist doch so: die ganze promiblogger-mischpoke macht den vorturner für den rest der schreibenden/labernden zunft. martenstein konnte wahrscheinlich unfallfrei skypen, da hat er sich gedacht, is ja wie vloggen. und darüber hinaus irgendwie auch n stück weit trendy und so. medienkompetenz im umbruch als folge des wandels durch veränderung. alle wollen mitmachen - und scheitern z.t. kläglich. siehe wickerts hochnotpeinliche zoomer-binsen oder jessen - alles opfer des vlog-hypes. niggemeier hat sich im heim sicher einen gewichst, als er unlängst von börne-preisträger und "chinesengünstling henlyk m. blodel" (klaus bittermann) zum frühstück verspeist wurde. darauf kann er sich was einbilden. und auf die wurst, die sein körper jeden tag produziert.


Gravatar manchmal sitz ich auf dem klo und drücke und drücke und nichts kommt. dann, wenn ich schon wieder an was ganz anderes denke und kurz davor bin aufzustehen zischt ein kleiner furz hervor, riecht kurz komisch und verschwindet dann. fünf minuten später hat man ihn vergessen. kleine stinker, von denen man nicht weiss was sie wollen, ob sie einen tieferen sinn haben oder woher sie kommen oder wohin sie gehen. man weiss nur. sie kommen immer wieder und dass sie ganz schnell wieder verfliegen.

keine ahnung wie ich da jetzt gerade drauf gekommen bin.


Gravatar ich schon. du hast doch eben den mastdarm von wickert verlassen. schnallst du gar nicht, wie dich diese fuzzis missbrauchen als billigen mutiplikator stumpfsinniger geschäftsideen? ach nein, is ja crosspromo, stimmt. du meister ironiefreier sprühkacke solltest umsatteln auf gas-wasser-scheisse.


Gravatar sagt ein verzweifelter, der regelmässig mails an die halbe deutsche blogoshäre und journaille verschickt, in der hoffnung jemand würde seine verschwörungstheorien und blöden links promoten um die welt zu retten.


Gravatar soso, 1 mal im quartal nennst du regelmäßig. interessant. mit der verzweiflung hast du allerdings recht. solange fachidioten wie du lieber wissen wollen, ob es den nokia gerätehalter cr-82 auch in matt gibt, statt sich zu fragen, warum bbc world den einsturz von wtc 7 am nachmittag des 11.9.01 sage und schreibe 23 minuten VOR dem ereignis vermelden konnte, solange rotier ich, weil mich die unwiderstehliche kombi aus dummheit und hybris ankotzt. da ich die hoffnung aber nicht aufgebe, animier ich dich hiermit erneut: geh zu 911podcasts.com, klick full length movies, wähle 9/11 press for truth und wach auf. glaub mir, deine o2-flatrate-konditionen werden dir hinterher sowas von egal sein. sei ein guter stiefvater und tu es einfach. für das kindelein und seine zukunft in einer besseren, aufgeklärteren welt. siehst du, die ironie besteht darin, dass ausgerechnet heinis wie du, also die avantgarde unter den mediennutzern, dem rest vom schützenfest den blick verstellt aufs wesentliche, weil ihr wie besoffen die neusten gadgets verhackstueckt. technik killt content. à la obama (ihr seit die, auf die ihr gewartet habt): ihr seit der spam, den ihr filtern wollt. anyway, nett mit dir zu plaudern.


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