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Gravatar Ich finde auch, dass Downloads eine immense Promo-Wirkung haben können. Allerdings gibt es ja doch gerade jüngere Hörer, die fast mehr Musikstücke herunterladen als sie je hören werden können. Denen müsste man dann schon den Wert von Musik nahebringen, um ihr Handeln zu verändern. Und den Wert von Musik vermittelt man nicht, indem man CDs im billigen Pappschuber und ohne Booklet verhökert.

Andererseits: Wie will man jemandem den Wert von so etwas abstraktem wie Musik beibringen, der sich frei bei den konkreten Mobiltelefonen seiner Mitschüler bedient?

Was mir allerdings immer noch schleierhaft ist, ist wieso 200 Kreative auf die Idee kommen, dass ausgerechnet Frau Merkel, die in zweieinhalb Jahren Amtszeit ja wirklich noch nichts brauchbares hinbekommen hat, etwas ausrichten könnte.


Gravatar Frau Merkels Podcast würde ich mir unter überhaupt gar keinen Umständen jemals ansehen, eher würde ich noch eins von Springers Schmierenblättern in die Hand nehmen. Wobei der Vorteil gegenüber den Schmierenblättern wäre, daß man den Ton ausschalten kann.


Gravatar Na ja... es ist vielleicht unter Anti-Urheberrechtsnerds seit vielen Jahren beliebt, zu betonen, dass Filesharing per se ja nicht illegal ist und dass man sich damit auch die neuesten Linux-Distributionen runtersaugen kann, aber für den Großteil der Bevölkerung ist es nunmal synonym mit illegalen Downloads und wird in Wahrheit auch zu 99,99% genau dafür genutzt. Der Vergleich mit dem Telefon hinkt. Es ist eher so, als würde man ein Einbruchswerkzeug mit dem Argument besitzen, dass man das ja auch für die Heimwerkarbeit benutzen kann.


Gravatar @Lukas: Soweit, wie ich das sehe, sind gerade junge Menschen diejenigen, die die Konzerte besuchen.
Ich weiß Musik z.B. sehr gut zu schätzen. Da zahle ich aber lieber Eintritt, um die Band live zu sehen (und evtl. noch ein T-Shirt am Merch-Stand zu kaufen), als mir die überteuerte CD zu kaufen. Denk mal da drüber nach.

@r3lite: Schonmal was von Creative Commons und entsprechend diversen Internetportalen gehört? Ich lad mir dauernd CC-Lizensierte Musik herunter, z.B. via jamendo.com oder orangemusic.at - und zwar via P2P. Auch "Filesharing" oder "Tauschbörsen" genannt. Und zwar schon allein aus Prinzip (Nehmen-Geben-Ausgleich).
Vielleicht muss man den Leuten einfach nur klar machen, dass es mehr gibt als die Musikindustrie ("gut") und Piraten ("böse").


Gravatar @r3lite erklär doch mal bitte was du unter illegal verstehst? was ist mit den graubereichen, wo der rechteinhaber die verbreitung toleriert? mir fallen massenhaft sachen bei youtube ein, wo die rechteinhaber ein auge zudrücken. sollte man deshalb die finger von youtube lassen? ist youtube zu 99,9% illegal?

wieso ist eine fernsehsenung, die frei im fernsehen zu empfangen ist legal, aber in einer tauschbörse illegal? war das jahrelang getauschte schnischnaschnappi-lied illegal, bzw. wie doof muss man sein um die virale verbreitung und den wegbereiter zu einem riesigen kommerziellen erfolg als illegal zu bezeichnen? stimmt es, dass das „illegale“ tauschen von battlestar galactica folgen dazu geführt hat, eine riesige fanbasis zu mobilisieren, die die einstellung der serie verhindert hat und sie zu einem riesigen erfolg gemacht hat?

früher war es übrigens auch für frauen illegal zu wählen. illegal ist ziemlich relativ. und einbrechen kann man auch mit einer kreditkarte, einem draht oder einem glasschneider. finger weg vom draht? zangen und bolzenschneider verbieten? ich bitte dich.


Gravatar Der Bezug zu Monrose ist sehr gut. Man sollte nämlich mal drüber nachdenken, warum in den 80er Jahren mehr MUSIK zu Geld gemacht wurde als heute. Nix digital und so: Die Qualität zählt.


Gravatar @malo: Du meinst die jungen Leute, die beim Konzert die ganze Zeit ihre Handykamera hochhalten, damit sie sich das ganze Konzert hinterher bei YouTube angucken können?

Ich fürchte, das Konzerte-Argument gilt auch erst ab einer bestimmten Größe des Acts.


Gravatar @tf@stgt: ein edles argument. vielleicht war die qualität aber nicht ganz so ausschlaggebend, sondern eher der umstand, dass kostenloses "besorgen" von musik heute einfacher ist denn je. ich für meinen teil ziehe maximo park jedenfalls modern talking vor.

@lukas: den wert von musik kann man also über den preis vermitteln? mit verlaub, finde ich ein bisschen abwegig.


Gravatar @Lukas: Und was bitte schön ist schlimm daran? Abgesehen natürlich von der Tatsache, dass die Band da kein Geld von kriegt. Aber ganz ehrlich, ich würde auch gerne für so viele Dinge Geld bekommen...
Davon abgesehen sind das immer nur sehr wenige. Und die Qualität der Videos ist auch dürftig... Das ganze ist allerdings auch Marketing.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass auch "Underground-Konzerte", also die von wenig bekannteb Bands relativ gut besucht werden. Es gibt neben den "großen Stars" auch noch viele andere Musiker, die gute Musik machen und damit irgendwie zurechtkommen.
Als Abschluss noch: Ich persönlich gebe mein Geld nur für Dinge aus, die mir das Geld auch wert sind. Und aus diesem Grund werde ich niemals irgendeine CD im Laden kaufen, die ich vorher nicht gehört habe und ich werde auch kein Konzert einer Band besuchen, die ich nicht kenne (sofern dies nicht kostenfrei ist).


Bei Musik geht es auch nicht darum, wer die meisten CDs verkauft. Darum geht es bei den kommerziellen Interessen des Labels, nicht bei Musik.
Ich werde jedenfalls fleißig die klassische Musikindustrie verarmen lassen und dafür freie Kultur fördern.


Gravatar Grandios. Ich bin schwer beeindruckt und muss dir einfach Recht geben. Mit Gesetzen kann man viel tun, aber das atmen lasse ich mir dadurch doch auch nicht verbieten!

Mach' weiter so. Ich mag deine Podcasts. :-)


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