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Mein Daddy und ich sind Auserwählte. Wir wurden beide an unterschiedlichen Orten (Oberhausen und D´dorf) von einem der zahlreichen Google-Astras geknipst. Unsere (latürnich rein platonische) Vater-Sohn-Beziehung bekam nen unerwarteten boost. Ich bin Google dankbar dafür. Btw: Du schriebst neulich "Spiegle Online". Chapeau dafür.
Dein post scheint mir exemplarisch zu sein für das Dilemma, in dem du steckst. Die britische Theaterlegende Peter Brook sagte mal: "Nicht der Schauspieler soll das Wort färben. Das Wort soll den Schauspieler färben." Ich möchte folgende Analogie herstellen: "Nicht ix soll bloggen. Sein Blog soll ixen." Gemeint ist Folgendes: deine postings werden in der Regel getriggert durch Fundstücke woanders. Das sind artifizielle Anlässe. Vorwände, die dich in die Lage versetzen, zu REagieren. Nach dem Motto: The following post is being auto-generated by an ixbot that scans crappy content at turi9 odgl. Ich lese lieber Sachen, deren Ursprung BEWUSST im Verborgenen bleibt. Ja, ich bin für radikale Content-Autarkie. Bonmots zitieren, okay. Zitate verhackstücken, d´accord. Hackstücke verwursten, na klar. Aber bitte keine persönlichen Alltagsgeschichten mehr! Die erinnern doch arg an Harald Schmidt, der mal in einem genialen Moment das Verhalten mancher Mitmenschen persiflierte, die ihre Verrichtungen in realtime als Selbstgespräche vor sich hin brabbeln. ("So, jetzt geh ich hier hin--ach, vorher könnt ich noch die Vase..."). Nun bloggst du selbstredend in Zeitverzögerung. Will sagen: du erlebst erst ein Abenteuer im Frosta-Café und schreibst dann darüber. Dennoch ist diese streng lineare, quasi infantile Tagebuchschreibe auf Dauer schwer erträglich. Wenn du das abstellen könntest (mehr Rückblenden?), wär ich dir sehr verbunden.
Till |
20.10.08 - 20:01 | #
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@Till: Häh?
Dentaku |
homepage |
21.10.08 - 13:16 | #
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Ich präferiere nicht-chronologische Erzähltechniken, ist das so schwer? In einem Punkt ruder ich zurück: Rückblenden sind Asbach. Die Zukunft liegt in flash-forwards.
Till |
21.10.08 - 21:41 | #
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Naja, dann würd ich vorschlagen, dass du einen eigenen Blog anlegst, wo du das machst. Du kannst natürlich auch andere Blogs lesen, wo diese nicht-chronologische Erzähltechniken verwendet werden. Was ich aber nicht verstehe ist, warum du hier mitliest (obwohl dir das was du liest nicht passt) und dich dann auch noch darüber beschwerst (was das ganze sowieso sinnfrei werden lässt). Ich würd's ja verstehen, wenn das hier nicht das Blog einer Privatperson wäre, aber nachdem es das ist, wäre es toll, wenn du es auch als solches anerkennst (inkl. Meinungsfreiheit und so...).
Danke schon mal im Vorraus und lg
rp
roboterpirat |
22.10.08 - 10:01 | #
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rp, mit dem Kürzel wirste bei Niggemeier 100-pro gekickt. Tnx a lot für die freundlichen, erfrischend unaufgeregten Zeilen.
> dann würd ich vorschlagen, dass du
> deinen eigenen blog anlegst
Ein entschiedenes Nein! Ich bin ein bekennender Haloscanner seit meiner Zeit bei Alex Jones. Die Kommentare bei ix können im besten Falle funktionieren wie eine russische Babuschka-Puppe. Wie Zwiebelhäute legen sich Sub-Blogs um den Host-Blog. Im Idealfall mutiert die Zwiebel zum Blumenkohl, wo Röschen neben Röschen friedlich koexistieren. Nimm z.B. den QWERTZwerker. Sein grandioser Input hier ist größer als das, was er auf seiner (fabelhaften) Homepage postet. Ist das schlimm? Ich meine nein. Selbst die Beiträge des unglücklich agierenden Weltherrschers sind hier um Längen besser, weil er sich zusammenreißen muss. Insofern hat kommentieren etwas Diziplinierendes. Eine Sekundärtugend, mit der man -- ganz "lafontainesk" (Aleksandar Lobo) -- ein KZ... doch lassen wir das. Sicher, vorhandene Infrastrukturen nutzen hat etwas Parasitäres. Gleichwohl gebe ich zu bedenken, dass es dem objektiven Beobachter zunehmend schwer fällt, zwischen Wirt und Parasit zu differenzieren. Warum wohl hat mich ix begnadigt? Ich bin das Kommentatoren-Äquivalent zu Hollywoods Scriptdoktoren und bin es gerne.
Till |
22.10.08 - 22:05 | #
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