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sachliche artikel zu diesem thema sind ja eher die ausnahme. wenn man sich vor augen führt, wie sachlich und nicht etwa provokant/polemisch bspw. der vergleich mit einem BKA ist, das auf jedes veröffentlichte medium zugreifen wollte oder sollte, geht gleich wieder der puls hoch. erfreulich, dass die dimension dieser widerlichen gesetzesvorlage, die unbeantworteten, weil nicht gestellten fragen, auch beim Spiegel endlich realisiert werden. offensichtlich sind genau diese vergleiche mit deckungsgleichen eingriffen in jedem vertraute lebensbereiche zwingend notwendig, damit auch der letzte endlich begreift, was hier eigentlich vorgeht.
aber. werden wir, bevor es zu spät ist, es noch erleben, dass die diskutierenden oder/und petetierenden nicht in irgendeine schublade gesteckt werden? geht es mal ohne eine wertung, ohne zuordnung? ohne irgendetwas herbeifabuliert übergeordnetes, das sie entweder vorgeblich verbindet oder sie vorgeblich abseits des unmittelbaren bezuges motiviert?
die menschen, die da politische themen diskutieren und ggf. eine petition mitzeichnen, sind weder »aktivisten« irgendeiner art, sie gehören keiner »gemeinde« irgendeiner art an, noch lassen sie sich in irgendeine »generation« pressen. es ist alles viel einfacher: das sind bürger. bürger der Bundesrepublik Deutschland. da ist nichts virtuell, das ist alles ganz real. das ist keine randgruppe irgendeiner form, kein phänomen, kein trend. das ist nichts, das einfach wieder weggeht, wenn man es lang genug ignoriert oder mit den zitierten und anderen zuordnungsversuchen, die sich durch die medienlandschaft ziehen, heruntergespielt hat. das ist die informationsgesellschaft. real existierend.
hinter den kommentaren sitzen menschen mit einer meinung. ganz viele, ganz unterschiedliche menschen. und die menschen, die eine online-petition mitzeichnen, sind die gleichen, die auch eine online-steuererklärung abgeben oder andere online-dienste von bund, ländern und gemeinden nutzen. weder eine online geführte diskussion noch eine online-petition ist virtueller, immer wieder suggeriert minderwertiger spielkram. das ist hier und jetzt, alles echt. Elster ist reale steuererklärung, epetitionen.bundestag.de ist reales Grundgesetz Artikel 17, 17a und 45c. das ist die gegenwart, die ohne papier. und die diskussionen sind die ohne bier. nochmal: informationsgesellschaft. wenn die gesellschaft, die bürger, die möglichkeit der aktiven gestaltung und teilhabe am grundbedürfnis der information haben und nutzen. das ist jetzt. weil und mittels "internet". alle. nix randgruppe, nix minderheit, nix aktivisten. bürger.
wäre nicht schlecht, wenn auch das in deutschen redaktionen realisiert und unmissverständlich so vermittelt würde. auch auf papier, vor allem wegen Berlin.
markus |
03.06.09 - 3:58 | #
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