Egoistische Kommentare
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Lieber Michael,
hat Frau Dehmelt sich deutlicher geäussert, als der windelweiche Bericht aus NRW zu Jahrestagung?
http://www.anthroposophische-
ges...lien_zur_MV.pdf - Seite 21 (bzw. Seite 5 des pdf)
Bisher war man doch auch nie zimperlich mit Rausschmissen aus der AG: Ita Wegmann, E. Vreede, Rudolf Steiner - bis hin zu den Ausschlüssen bei den letzten oder vorletzten Jahresversammlungen in Dornach....
Barbara 1 |
09/08/09 - 11:03 pm | #
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Liebe Barbara, toller Klünker- Aufsatz in dem Heft. Die Worte von Frau Dehmelt sind offensichtlich andere, auch wenn der Sachverhalt der gleiche ist- die Zitate unterscheiden sich offensichtlich.
Michael |
Homepage |
09/08/09 - 11:29 pm | #
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http://www.anthroposophische-/
Nach Lesen des Beitrages verbirgt sich im Text eigentlich eine Hochschätzung, ja esoterische Überhöhung von Herrn Gronbach:
"weil er ein deutliches Bild hat von der Stellung der Anthroposophie in der Gegenwart, ebenso wie von anderen spirituellen Strömungen, und weil er all das anschaulich vermitteln kann."
Die Kritik von Frau Dehmelt richtet sich eigentlich gegen einige Anthroposophen des Arbeitskreises, welche Herrn Gronbach "hauptsächlich" nur aus schriftlichen Zeugnissen kennen.
Ernst Seler |
09/09/09 - 9:28 am | #
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Unter sogenannten Anthros gab es immer schon verschrobene, überdrehte, mehr oder weniger durchgeknallte Mitglieder der AAG. Nur meistens beschränkte sich deren Wirkungskreis auf das Einzugsgebiet eines anthroposophischen Zweiges und war damit kein wirkliches Problem.
Diese Klarstellung von A.-K. Dehmelt war ja nur aus einem Grunde notwendig, weil Gronbach seinen (sorry) verbalen Schwachsinn quasi flächendeckend durch Internet und Info3 über das Land auskübelt und somit weit über Zweiggrenzen hinaus reicht.
Würde man ihn rauswerfen, ganz sicher würde er dann neben seinem aufgeblasenen Pathos und seinem aberwitzigen Größenwahn auch noch eine hochdramatische Märtyrer-Attitüde zelebrieren.
hr |
09/09/09 - 2:26 pm | #
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Lieber Horst, ich denke, es ist Allen bewusst, dass Segro eine Menge grosser Begabungen als Öffentlichkeitsarbeiter mitbringt. Wir haben in diesen Kreisen wenige Begabungen in dieser Hinsicht. In Bezug auf Segro haben Viele gehofft, dass seine extremen Ansichten und sein etwas kindlicher missionarischer Drang sich mit der Zeit mildern, so dass eine innere und äußere Balance möglich wird. Das ist leider bisher nicht erkennbar. In seinen schriftlichen Ergüssen können sich Anthroposophen meist nicht wieder erkennen und lehnen daher einen solchen Repräsentanten für sich ab. Das ist bedauerlich und führt zu einer Trennung in repräsentativer Hinsicht. Damit ist es ja nun auch gut.
Michael |
Homepage |
09/09/09 - 3:37 pm | #
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Na ja, Michael, da magst du wohl im Großen und Ganzen richtig liegen. Sieht so aus, als ob Begabungen, die man nicht vollbewusst zu Fähigkeiten ausbaut, insgesamt eher schaden, als nützen.
hr |
09/09/09 - 5:30 pm | #
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Ich bewundere Herrn Gronbach, weil er so schön schreiben kann und wirklich ein Poet ist. Und weil er auch offensichtlich sehr gerne lebt, was in manchen Kreisen keine Selbstverständlichkeit ist.
Das geht mir nahe, ich habe Sinn dafür. Auch manche meditativen Artikel von ihm in der info 3 haben mich sehr berührt und motiviert.
Ja, darum halte ich mich ja bei philosophischen Diskussionen, oder bei Erörterungen über spezielle organische Werke und Lehrgebäude, wie etwa bei Sri Aurobindo usw. gerne etwas zurück, weil ich auch ein wenig Poet bin, und weniger Wissenschaftler und Philosoph.
Es ist sicher peinlich, wenn man seinen persönlich biographischen Verstehens-, Begreifens-, und Entwicklungsweg veröffentlich, mit Stilfiguren und Rede-, wie Gedankenwendungen, die man vielleicht nach dem dritten (großen) Bier am Thresen für sich behält, und sich ein viertes Maß bestellt.
Die Gedanken Herrn Gronbachs finde ich auch nicht verwerflich, aber sie dann, sich um die "Hierarchie der Bedeutung" nicht kümmernd, für verbindliche geisteswissenschaftliche Erkenntnis darzulegen, wird ihm später einmal sicher peinlich sein, hahaha Denn ich mag nicht glauben, daß dieser "Trip" bei ihm lebenslänglich anhält. Es wäre schade und tragisch. Ich muß fast still sein, möglicherweise ist der Mann viel begabter und tüchtiger als ich.
Ich verfolge die Diskussion schon lange mit zurückhaltender Spannung. Und muß gestehen: Es hat auch etwas langweiliges.
Freilich stellt sich um so intensiver die Frage, was Karma, Christus, Zugang zum Geistigen ganz intim für mich ist. Und für jeden Anderen auch. Der Intellekt ist schnell ein Apparat geworden, der Intellekt w e i ß dann, und wir selber schlafen längst. Man erlebt das an Universitäten, wo Unwissende, in denen alles hohl ist, in diesem Hohlon dann einen monströsen Apparat Prüfungswissen eingeben, um prima kumm laute zu bestehen.
So kann das ja auch mit anthrosophischer Kenntnis der Quellenlage gehen.
Und dann stellt einer wie Gronbach alles lesbare mal in Frage..
Oft wird ein Zweigen gelesen und dann müde geschwiegen, wer redet, hat was nicht verstanden.
Dabei wären persönliche Gespräche und ein Austausch in solchen Fragen, auch verbaler Natur doch so sehr wichtig, und würden soviel lebendig machen. Aber gestandene Anthros arbeiten lieber den ganzen Tag, außer an einem Sonntag im Monat, und haben Steiner mal gelesen, bevor sie zur Anthroposophie fanden. Und andere einst Anthroposophische Interessierte haben alles weggeworfen, weil man da soviel arbeiten mußte und die Leute komisch waren, na gut, kennen wir. So bleibt eine Erkenntnistheorie, die mit lebendiger Lebenserfahrung einhergeht und daher "stimmt" sicher selten. Und wenigen Studierten, akademischen Anthroposophen vorbehalten, die ausgewogene Arbeitszeiten haben, und etwas Freizeit auch, um mal richtig zu denken.
Die Hauptdiskussion habe ich wohl gar nicht mitgekriegt, was das Problem Segro und info 3 betraf.
Mischa |
09/09/09 - 7:37 pm | #
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Ich habe mich mal auf Herrn Gronbachs Seite begeben, und gelesen. Alles ist voller Poesie! Und voll praller "Diesseitigkeit", nicht im abgeklärt tieferen Sinn "spirituell".
Es ist eigentlich wenig "anthroposophisches" dabei.
Sondern ein großer Hunger nach Leben und ein lauter Schrei nach Liebe!
Eine gute Voraussetzung, einen Schulungsweg zu beginnen. Irgendwann einmal. Wie das bei ihm läuft, ist es wunderbar. Er verwirklicht sich und lebt sich aus.
Hahaha, ich glaube, ohne jetzt griesgrämig zu sein, daß der "Anthroposophische Channel" der Nachrichtenvermittlung w o h l der falsche Sender ist für diese an sich tollen Sachen.
Sagen wir mal so:
Die Toten Hosen, life im Goetheanum, guten Abend, Dornaach! Hey!
"Ja ich will nich ins Paradies, wenn der Weg dorthin so schwierich is, wenn ich nich rein darf wie ich bin, bleib ich meinetwegen hiier, bleib ich draußen vor der Tüür!
Wer kann schon sagen, was mit uns geschieht? Vielleicht stimmt es ja doch? Daß das Leben eine Prüfung ist, in der wir uns bewähren solln? Als Tourist auf Ibiza, als Verkehrspolizist, als blöder Clown in einer Zirkusshow, den kainer sehen will!" usw.
Hihi, naja, mmh Das mußte wohl mal passieren. Eine Ironie des Zeitgeistes. Ja, es ist nicht repräsentativ für Anthroposophie. Es ist eben einfach Gronbach.
Er müßte erst einmal die Anthroposophie ablegen, und als Poet selbstständig werden. Später könnte man dann weitersehen, wenn diese schöne Poesie fest auf eigenen Beinen steht, inwiefern er noch Lust hat, ein Öffentlichkeitsarbeiter der AAG zu sein, müßte, hätte, könnte..
Wahrlich eine seltsame Geschichte. Weil spirituell in einem weiten Sinn, finde ich, ist das ja durchaus...
Es ist hochemotional, bereinigend auch! Aber er bietet keine Metaebene an, von der aus diese Emotionalität sich nur als ein kleiner winziger Mosaikstein unzähliger anderer Bewußtsseins-Ebenen darstellt. Er geht ganz nach außen. Wissenschaft und gar Geisteswissenschaft ist das nicht. Auch Poesie selbst kann viel mehr sein. Es ist eben der Schrei nach Liebe.. nicht mehr, nicht weniger.
Mischa |
09/09/09 - 10:49 pm | #
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Der Blog "Mission Mensch", ich habe soeben viel darin gelesen, ist ja ein richtiger Rausch! Man hat den ersten Eindruck, der Mann brenne, wie eine Kerze an zwei Enden, allerdings, wohl auf dem geduldigen virtuellen "Papier" seines Blogs.
Ich kannte auch solche Menschen, die jedoch p r i v a t , und wenn etwas getrunken wurde, in dieser Tonart zu "singen" gegannen, und ihr Inneres nach außen kehrten.
Ich könnte diese Stimmung in solcher Permanenz nicht für eine Woche durchhalten.
Bleibt für mich die Frage, wozu man für eine solche Stimmung spirituelle Lehrer braucht. Lehren spirituelle Lehrer den Weltschmerz? In meiner naiven Seele wage ich fast kaum, dieser schonungslosen Emotionalität zu widersprechen. Sorry, es klingt, wie wenn einer nach drei Jahren Gefängnis sich in der wieder erlangten Freiheit sich zum erstenmal besäuft, und man kann nicht anders, als ihn in den Arm zu nehmen.
Es ist hier sehr still geworden.
Kann mir das jemand näher erklären..
Ich schaffe noch nicht, mir ein vollständigeres Urteil darüber zu bilden, muß wohl eine Nacht darüber schlafen..
Mischa |
09/09/09 - 11:48 pm | #
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Lieber Mischa,
Gronbachs Web ist auch mit Cohen verlinkt. Dazu gibt es hier bei den egoisten einige Artikel. Googel doch mal in der Leiste oben links in der internen Suchmaschine "Gurus" und "Cohen".
Viele Grüße
Barbara 1 |
09/10/09 - 12:06 am | #
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O'Kay, ua, seufz. Und wer ist Ken Wilber?
Mischa |
09/10/09 - 12:43 am | #
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nach den Redakteuern von info 3 der grösste lebende Philosoph, ist aber sonst nicht so bekannt. Michael hat auch einige Artikel über ihn geschrieben, findest Du auch über die interne Suchmaschine. Gab über Cohen und Wilber fetzige Kommentare hier auf dem Blog.
Barbara 1 |
09/10/09 - 1:08 am | #
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Hallo,
nun muss ich aber auch einmal den Sebastian in Schutz nehmen, ganz einfach, weil er der Jüngste ist in dem Arbeitszentrum. Er handelt aus demjenigen heraus, was einmal sein Impuls gewesen ist. Wenn man sich auf so eine Sache einlässt, wie er es getan hat, ist es immer ganz oder gar nicht.
Ausserdem kann er wirklich die Anthroposophie gut erklären, dafür sollte man ihm auch dankbar sein, so wie jedem. Wir wollen, dass er kein "Egomane" ist? Dann behandeln wir ihn eben auch so. Ich kann eh nicht verstehen, woher dieses Vorurteil kam.
Nur eines allerdings, bevor ich nach Dornach zog, kannte ich nur die Beschreibungen aus der Info3, und ich muss sagen, dass ich eine enorme Hemmschwelle hatte, dahinzugehen. Um Gottes Willen, dachte ich, wie wird das nur werden? -Das ist doch schon irgendwie merkwürdig. Nämlich konnte ich inzwischen feststellen, dass die Dornacher zunächst ganz normale Menschen mit einem ganz normalen, bürgerlichen Leben sind. Sie wohnen in Häusern, gehen einkaufen, treffen sich zum Essen und verbringen ihre Freizeit im Garten. Ausserdem sind sie doch eigentlich sehr nett.
Etwas anderes kann ich leider nicht sagen, denn zum Zweigabend gehe ich zur Zeit nie. Das hab ich früher im Camphill gemacht (Lesegruppe), aber die Lebensumstände lassen es einfach nicht zu. Und es ist aber eigentlich ein Missbrauch des Internet, wenn man die Gesamtheit eines Schulungswegs ausschliesslich durch es laufen lässt. Meiner Ansicht nach müsste es richtigerweise so gehen, dass es sich bei unseren Blogs nur um Ergänzungen zum First Life handelt. So braucht man sich halt nicht zu wundern, dass der Gehalt an Anthroposophie noch immer nicht "sitzt", gelernt ist, oder verkörpert wird, oder wie man es nennen will,und dass ausserdem sämtliche Defizite im First Life, die vor dem Internet da waren, halt heute immer noch da sind, und darauf warten, dass man irgendwann damit beginnt, sie vor Ort auszubilden. Hätte man auch ohne Internet gekonnt, und dann wäre es privater gewesen und weniger leidvoll.
Maurulam |
Homepage |
09/10/09 - 1:10 am | #
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Nein, ich brauche all das wirklich nun nicht. In allem Respekt.
Das ist mir auf Dauer zu trunken und rauschhaft. Es ist sicher nicht schlechtes dabei, wenn man ganz privat bei einem wissenden oder "erleuchteten" Mann eine Lehre und Ausbildung macht. Wie dies in Indien in verborgener Unscheinbarkeit ja noch vorkommen soll. Ein davon angetaner Freund erzählte mir neulich davon. Aber seltsam fände er "Massengurus", die auf fernen Bühnen säßen. Und als Stars aufträten..
Natürlich ist das - Buch zuweilen mühsam, es ist n i e m a n d d a .
Der unterweist, ermuntert, die verinnerlichte "Lehre" ganz speziell auf seinen Zögling oder Schüler überträgt unter der Berücksichtigung von dessen Launen und den Atmosphären des jeweiligen Wetters und Tages..
Schön wäre das: Etwa bei einem alten Schuster in die Lehre zu gehen, der aus den Füßen seiner Kunden anhand langer, langer Lebenserfahrung deren Eigenarten und auch deren Schicksal aus den Füßen liest, und der auch ein frommer Mann ist. Solche Dinge soll es einmal gegeben haben.
Aber, Kinder, ach, ich werde zu alt, ächz, bringt mir meinen Stock! Damit ich hinübergehe, um auf meinem Hausaltar ein Lichtlein anzuzünden.
Da will ich dann ein Lied singen, und etwas beten. Zu alt, um noch bei jemandem in die Lehre gehen zu können.
Was wir auf der Welt vermissen, es ist wohl unsere Aufgabe, diesen "Hohlraum" dessen zu erkunden. Um ihn auszufüllen, mit unserer bescheidenen Kraft. Und die hat nun einmal Grenzen.
Wer in die Masse wirken will, sprengt leicht einmal seine Grenzen, die nicht nur einschränken, sondern auch behüten. Die Umfriedung der eigenen Grenzen anzunehmen, schenkt ein erfülltes Leben, wenn auch nicht immer gleich ein glückliches Leben. Und ich denke, daß wir nicht in Zeiten leben, wo der Ausbilder uns eine uralte oder durch Erfahrung errungene Lehre übertragen tut, während wir ihm zu Füßen sitzen.
Sei es drum, ich krieche jetzt ins Bett unter meine Deck, und horche in die Weite meiner inneren Stille hinaus. Gute Nacht denn, an alle!
Herzlich
Mischa |
09/10/09 - 1:12 am | #
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Handelt es sich hier wirklich um den selben Mischa? Ich muss nachfragen, denn mein Browser zeigt für die Kommentare immer ein neues Fenster an, welches keinen Zähler hat, um die Personen zu identifizieren. Ich muss mich darauf verlassen, dass die Namensangaben stimmen, und die Anonymousse kann ich nicht unterscheiden.
Maurulam |
Homepage |
09/10/09 - 1:16 am | #
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@ Maurulam, Du bist so ernsthaft und eifrig, ein normaler Mensch zu sein! Dazu der Pluralis Majestatis! Was "wir" immer alles wollen möchten sollen! Was ist Heiterkeit? Was ist Ernst? 
Gruß und gu'Nacht!
Mischa |
09/10/09 - 1:21 am | #
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@ Maurulam
Wenn Du weiterhin so mißtrauisch biss, hexe ich Dir den Strom aus!
Jawohl. 
Mischa |
09/10/09 - 1:26 am | #
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Maurulam, hast Du eine andere Steiner-Ausgabe als ich oder gar kein Buch? Wo bitte erklärt Segro die Anthroposophie? Er erklärt SEINEN geistigen Weg, den mag er gehen, aber Anthroposophie ist das gewiss nicht.
Meinst Du andere Leute haben immer Zeit in den Zweig zu gehen? Dafür gibt es ja die GA und die doch deutlichen Anleitungen Steiners für den Schulungsweg.(z.B.Theosophie, die entsprechenden Kapitel der Geheimwissenschaft u.a.) Lesen und üben musst Du sowieso erst mal allein, wenn Du dann Menschen findest, mit denen du darüber reden kannst, ist das fein, wenn nicht: Do ist yourself. Lamentieren über Lebensumstände bringt nichts.
Und was, bittschön, hat das alles damit zu tun, dass Segro mit Ende 30 der Jüngste ist im Arbeitskollegium. In dem Alter ist man nicht mehr jung, man steht in der Mitte seines Lebens, auch des beruflichen (auf dem normalen Arbeitsmarkt beginnen die altersbedingten Probleme bei der Stellenvermittlung: zu alt).
Barbara 1 |
09/10/09 - 1:28 am | #
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Liebe Barbara,
ich hatte Segros Alter deswegen erwähnt, weil Anna Katharina Dehmelt es im Arbeitsbericht auch tut. Du, der Mischa ist glaube ich jetzt ein bisschen sauer, ich kann aber nicht nachvollziehen warum.
Selbst halte ich es für völlig normal, wenn man phasenweise im Leben öfters oder weniger oft zum Zweig geht, je nachdem. Es werden andere Lebensabschnitte kommen, wo man es sich wieder neu einrichten muss.
Mit dem Bücherlesen schön und gut, aber was darin steht, jedenfalls bei Steiner, hat es an sich, dass es als Abstraktum ab einem gewissen erreichten Lernniveau nicht mehr reicht. Es will dann im richtigen Leben weiterentwickelt werden. Oder es wird nicht mehr verstanden, oder kann verbal nicht angewandt werden. das hat nichts mit Lamentieren zu tun, sondern ist halt so. Nörgeln ist übrigens eine Handlungsweise die dann eintritt, wenn der Nörgler mehr oder weniger bewusst erkannt hat, dass seine Belange überhaupt nicht ernstgenommen werden und man auf ihn sowieso nicht hören wird.
Meditieren tut man immer alleine, ausser man macht es so wie z.B. Gronbach. Ich find Guerrilla OK, wenn man damit Menschen erreicht. Ausserdem kann unser heutiges Alltagsleben ruhig ein paar Ruhepunkte gebrauchen.
Was die Stellenvermittlung angeht kommt mir sinnvoll vor, an einen Anthrojob den nächsten anzuschliessen, wenn die Eindrücke noch frisch sind, das Innere Wollen da ist und auch die Begeisterung, anstatt Jahre später darüber zu lamentieren, der Vermittelte wäre zu alt.
Maurulam |
Homepage |
09/10/09 - 1:50 am | #
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Nichts mehr? Auch gut, dann geh ich jetzt ins Bett. Gute Nacht allerseits.
Maurulam |
Homepage |
09/10/09 - 1:53 am | #
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Liebe Marulam,
Ich denke, Meditation oder Gebet ernsthaft ins Leben eingebaut, bringt es immer auch mit sich, das Erübte ins "richtige Leben" einfliessen zu lassen. Geschieht das nicht, muss eigentlich die eigene "Arbeitsweise" überprüft werden. Wichtiger als jede "verbale Anwendung" ist die innere Haltung, die ein Mensch über die Jahre entwickelt und lebt.
Zu "Guerilla" Matthäus 6, Vers 5-8 (Luther-Bibel).
Barbara 1 |
09/10/09 - 2:09 am | #
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Du gruene Neune.
Mayflower-Michel, Ritter Rapp und Burgfrau Barbara sinken gemeinsam summend in die Unermesslichkeit.
Ich muss weg.
Felix Hau |
Homepage |
09/10/09 - 3:49 am | #
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Der Weise von Rinteln spricht!
Michael Eggert |
Homepage |
09/10/09 - 7:12 am | #
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@ Felix Hau
Woher wollen Sie denn überhaupt wissen, ob die "sinken"? Sollen sie?
Und "summen" sollens au noch?
Dazu "gemeinsam"?
Händchen in Händchen.
Herzlich und niedlich 
Mischa |
09/10/09 - 11:13 am | #
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@ Barbara: es ist gut, dass du die Bibelstelle nochmal erwähnst. Hier ein gutes Bibelprogramm zum Nachlesen für alle: http://www.combib.de/programme/
h...gfuerheute.html
Als wir die Diskussion über das korrekte Meditieren schon einmal hatten, hab ich erste Überlegungen dazu angestellt. Diese mussten erst reifen. Ausgangspunkt kann natürlich nur die Bergpredigt sein, und Überlegungen zum Vaterunser, welche beide ja Kernliteratur der Christenheit sind. Was mir daran so gefällt: jeder, der sich Christ nennt, gleich welcher Strömung, kann sie lesen und sich nach ihnen ausrichten. Und WIE man das tut, das ist ja das interessante, welche Haltung nimmt man dazu ein, welches Bewusstsein steigt auf usw.
Maurulam |
Homepage |
09/10/09 - 1:01 pm | #
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@ Barbara: was meinst du mit: Die Arbeitsweise soll überprüft werden? Und vor allem: WEN meinst du damit? Wieso muss man eine Erkenntnis, dass etwas falsch läuft, nochmal machen? Die Umstellung ist doch schon dagewesen, und inzwischen ist alles wieder kaputt was mal da war.
Maurulam |
Homepage |
09/10/09 - 1:05 pm | #
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Liebe Marulam,
man kann selbstverständlich immer nur sich selbst überprüfen, insofern war meine Antwort allgemein abgefasst, auf eigenen Erfahrungen basierend. Man muss im Leben in jeder Hinsicht immer mal wieder alles in Frage stellen und neu anfangen, nicht nur einmal.
Barbara 1 |
09/10/09 - 1:24 pm | #
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Ihr macht Euch Probleme...
wie schade, wenn man nicht aufpaßt, dann kann hier einem doch tatsaechlich die Freude an der eigentlichen Lebendigkeit der Steiner Philosophie abhanden kommen.
Wach und offener zu werden, das wuensche ich Euch hier. Herzlichst, C.
Caren |
09/10/09 - 1:31 pm | #
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Hallo Felix,
"echte Freunde stehen zusammen", schön mal wieder was von Dir zu hören.
Wie gehts Mas Vida in der Kleinstadt und Wirtschaftskrise? An wem willste Dich denn rächen? Der Sloterdijk-Spruch als alleinige Lebensweisheit wirkt doch arg destruktiv. Setz doch noch was von Wilber oder sonst wem drunter.
Viele Grüße von der Burgfrau, kennst das alte Lutherlied?
Barbara 1 |
09/10/09 - 1:31 pm | #
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Das Hamsterrad ist nicht das Gleiche wie der Biss der Schlange in ihren eigenen Schwanz. : )
Barbara3 |
09/10/09 - 1:32 pm | #
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@ Caren
wie schön, dass Du "wach und offen" bist. Aber "die Freude an der eigentlichen Lebendigkeit der Steiner Philosophie" kann Dir schon durch ein paar Kommentare auf diesem Blog abhanden kommen? Bist Du so leicht zu beeinflussen?
Herzlichst (=Erkennungsfloskel bei Segro & Co.)Barbara
Barbara 1 |
09/10/09 - 2:02 pm | #
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@ Maurulam
Und der Mischa ist nicht sauer, sondern salzig und süß! Woher kommt eigentlich etymologisch das Wort "nörgeln"?
"Hier wird gegessen, was auf den Tisch kommt!" oder so, mh? 
Mischa |
09/10/09 - 3:22 pm | #
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Ah, schau! Hier, ich hab es gefunden:
fnhd. (14. Jh) narren, nerren, mnd. narren 'knurren',
älteres nhd. närgeln, nergeln, nirgeln, nürgeln,
nhd. nörgeln 'murren, seine Unzufriedenheit äußern'
@ Maurulam
Magst Du denn keine Quertreiber, Querulanten, Nörgler, Verweigerer, Antis, Ausscherer, Dissidenten, Spielverderber, Negativler, Sonderlinge, Eigenbrötler, Extrawürste, Defaitisten, Jammerer, Alles In Frage Steller, Unentschiedene, raaaah! 
Mischa |
09/10/09 - 3:33 pm | #
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Eggert ist doch selber ...
... segro |
09/10/09 - 8:32 pm | #
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Hallo Mischa,
Woher wollen Sie denn überhaupt wissen, ob die "sinken"?
Ich schaue seit Jahren zu. Und es ist beständig weniger, was da noch am Tageslicht teilnimmt.
Felix Hau |
Homepage |
09/10/09 - 11:34 pm | #
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Hallo, mit euren Anonymoussen blick ich nicht durch. Ich nehme euch als die, als die ihr euch hinschreibt. Es gibt auch Leute, die ich im First Life getroffen habe, mit richtigem Namen, und die nehme ich für sicher.
Magst Du denn keine Quertreiber, Querulanten, Nörgler, Verweigerer, Antis, Ausscherer, Dissidenten, Spielverderber, Negativler, Sonderlinge, Eigenbrötler, Extrawürste, Defaitisten, Jammerer, Alles In Frage Steller, Unentschiedene,
Euch Antis mag ich sehr, solang mir dabei mein Leben in Ordnung gehalten bleibt.
Maurulam |
Homepage |
09/10/09 - 11:37 pm | #
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Hallo Felix,
ja, du hast recht, denn es wird ja die ganze Konversation für alle lesbar ins Netz verlegt langsam.
Maurulam |
Homepage |
09/10/09 - 11:38 pm | #
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Bemerkenswert, übrigens, die treffende Kurzanalyse von Ernst Seler - weniger, was die angebliche Überhöhung Sebastians betrifft, als das sehr gute Gespür für die eigentliche Richtung der Kritik von Anna-Katharina.
Dieses schikanöse "niemand hat sich zu bewegen oder ich stelle meine Beitragszahlung ein" ist das aktuelle Hauptproblem der Anthroposophischen Gesellschaft: eingefrorene Ätherleiber auf Erpressungstour (man kann ja sonst nichts mehr bewegen).
Längst schon sind es nicht mehr, wie das früher üblich war, Vorstand und Funktionäre - bis auf wenige letztere -, die jedem Lebenshauch den Garaus machen wollen.
Vielleicht sollte man dieses vor sich hinsterbende Völkchen egozentrischer "Mitglieder" wirklich ganz alleine mit sich selbst und in aller gebotenen Ruhe fertig haben lassen ...
Felix Hau |
Homepage |
09/11/09 - 12:03 am | #
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Tja, Felix, es gibt Tag-aktive und Nacht-aktive Menschen: Lerchen und Eulen. Deine Blog-Kommentarzeit ist auch immer weit entfernt vom Tageslicht und seinen Erkenntnismöglichkeiten. - Lags doch an der Waldorf-Schule? Der Steiner - Meister meinte nämlich:
"Würden gesündere Methoden im heutigen Schulwesen herrschen, dann würde mancher vom männlichen Geschlecht nicht so früh mit einem Glatzkopf herumgehen." GA 306, Seite 82
Barbara 1 |
09/11/09 - 12:14 am | #
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Hallo Mischa,
ich habe heute zufällig noch einen Steiner Text entdeckt, der zu Deinem Kommentar vom 09/09/09 - 11:48 passt:
"Je mehr der Mensch spricht von allgemeiner Bruderliebe und Menschlichkeit in dem Sinne, dass er sich daran berauscht, um so egoistischer werden die Menschen. Denn geradeso wie es eine sinnliche Wollust gibt, gibt es eine Wollust der Seele; und es ist sogar eine raffiniertere Wollust." GA 99, Seite 140
(Was man so alles finden kann: von Glatze bis Wollust einfach alles da... 
Barbara 1 |
09/11/09 - 12:26 am | #
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"E u c h Antis mag ich sehr!"
Spiel nicht mit den Schmuddelkindern, sing nicht ihre Lieder, halte immer zu den Besten! ? ?
Ich "bin" alle Kommentare mit Mischa.
Weißt Du, liebe Maurulam, ich bin weder verbittert, noch sauer.
Ich riskiere gerne mal einen Anschiss von Dir, wenn ich nun sage:
Ich glaube bei Dir so eine Suchen nach Konformität zu erspüren, ein Suchen nach Identifikation mit dem "Ganz Richtigen" und "Reinen". Um von dieser "Position" aus austeilen zu können, ein bißchen Polizist zu spielen. Aber es gelingt Dir irgendwie nicht recht, und das ist ein schöner Zug von Dir! Du bist nämlich in Wirklichkeit ganz schön unsicher und unentschieden.
Was wir in der Welt da draußen "aufspüren" wollen, um uns davon empört zu distanzieren, das ist in wirklichkeit in uns selber!
Und beunruhigt uns. Es schafft aber keine wirkliche Ruhe, die "Schmuddelkinder" da draußen dingfest zu machen, um sich von ihnen abzugrenzen! Wir sollten das "Schmuddelkind", was a u c h in uns ist, annehmen, gernhaben und uns seiner annehmen. Dann geht eine Tür ein die Welt auf!
Hab lang überlegt, ob ich das schreiben soll, ich sag mal jetzt mutig: Hier steht es jetzt, ich wollte Dir das sagen. Freilich ein wenig mit einem großen Fragezeichen. Ich will ja eine von mir hochgeschätzte Schreiberin nicht verulken. Du kommentierst öfter punkto mancher Beiträge mit einem Mißtrauen, was ich nicht so ganz nachvollziehen kann. Ich schreibe hier doch nicht, um die Leute draufzuschicken!
Lieber Felix Hau
Maurulam hat insofern recht, das bloggen ein kommunizieren in der Nacht des Anonymen ist, und das Tageslicht zehnmal besser ist, als bildschirmeln und tastenklimpern.
Was aber meinen S i e mit dem "Tageslicht"? Ich bin manchmal ein wenig beschränkt und naiv, wissen Sie? Sie meinen das doch gewiß metaphorisch. Also mir kommt der Blogg hier nun nicht gerade wie eine Legasn.. gast.. nick.. LegastenikerVeranstaltung vor, hier hab ich vieles gelernt. Und es ist ein "thoughtfull" blogg, keine PoesieSeite, und nicht immer, aber oft wird hier gemeinsam gedacht! Finden Sie diese Seite depressiv, deprimierend?? Also, ich nicht.. Außer wenn der andere da, das Hausgespenst allzeit seine fiesen Kapriolen machen tutet, aber auch Könige mußten schon ihre Hofnarren ertragen, nich?
Sagen Sie uns, was hier dunkel und deprimierend ist, der wir hier noch nicht solange dabei sind! Hrm, wir "hören" (wollen es lesen!) !!
Herzlichst
Mischa |
09/11/09 - 12:27 am | #
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Deine Blog-Kommentarzeit ist auch immer weit entfernt vom Tageslicht
Aua.
Felix Hau |
Homepage |
09/11/09 - 12:49 am | #
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@ Herrn Hau
Haha 
@ Barbara 1 ("Barbara Prima")
"Je mehr der Mensch spricht von allgemeiner Bruderliebe und Menschlichkeit in dem Sinne, dass er sich daran berauscht,.."
Genau daran habe ich auch gedacht! Bin zur Zeit nicht in Steinerlektüren, daher nicht zitierfit.
Es ist ja so, daß der Poet (und Künschler allgemein..) immer der Versuchung durch Luzifer ausgesetzt ist, in der Gefährdung, sich ins Licht aufzulösen, sich verströmend.. ich kenn das selber ganz gut..
Wo der Wissenschaftler und "Erbsenzähler" (Stastik etc.) immer Gefahr läuft, von Ariman in den Schwitzkasten genommen zu werden, runtergepresst und Steine in den Magen..
Ich mag einiges, von dem Vielen, was Herr Gronbach schon geschrieben hat. Bunt, bildhaft, ja sogar der Stil, den man auch aus gewissen Motivationsbüchern (Sport machen, Abnehmen, Nichtrauchen) her kennt.
Ist manchmal sinnvoll. Wie Michael Eggert schreibt: "Ein begabter Öffentlichkeitsarbeiter.." und so.
Wenn die Mitgliederzahl der AAG schwindet, dann soll es mir wurscht sein. Ich finde es nicht nötig, auf totalen Schmusekurs mit dem "New-Age" Krams zu gehen, und auch überflüssig, es zu sehr zu kritisieren. Man hat doch genug zu tun, und.. für die Amtskirchen, denen ja auch die Klientel wegläuft, gilt das verdammt nochmal auch: Die Leute müssen dereinst lechzen nach dem Spirituellen, wenn es halt immer mehr verschwindet und schrumpft durch die augenblickliche Ignoranz dieser übermäßig industrieorientierten Epoche.
Sollen sie doch die Kirchen zumachen, ja?!
Soll doch das Goetheanum schließen, wenn kein Pulver mehr da ist!
Die Anthroposophie ist aus der geistigen Welt geschöpft, und daher kann sie nicht ganz verschwinden. Wie war es denn in Rußland? Direkt nach dem sog. "Kommuniesmuß" waren die Kirchen sofort wieder da, weil die Menschen sie haben wollten.
Wenn es heute Schicksal ist, daß das Goetheanum schließen müßte, dann fort damit, es kommt wieder, nich wahr?
Wenn da Leute um ihre Identität fürchten, dann haben sie halt keine.
Ein Aa-Dabei der Anthroposophischen Xellschaft hat da halt Angst, daß seine Plakette einst nichts mehr gilt. Oder sowas halt, gell. Wer nicht alleine aus sich selber in der Welt stehen kann, geistig/seelisch eigenständig! nicht einmal unbedingt wirtschaftlich selbständig!
eigenständig sein ist wichtiger!
der braucht doch erst gar nicht Anthroposophie zu betreiben. Oder hab ich da etwa was nicht verstanden? Natürlich hab ich was verstanden.
Mischa |
09/11/09 - 1:20 am | #
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Lieber Mischa,
wieso meinst du, ich schimpfe, wenn du nach meinem Verhältnis zur Konformität frägst? Das ist doch jetzt eine ganz normale Frage.
Konformität spielt für mich überhaupt keine Rolle. Verständlich wird jedem sein, dass Sicherheit eine Rolle für mich spielt, weitere Erläuterungen dazu sind mir zu privat.
"Schmuddelkinder"? Mir ist nicht bewusst, dass ich mich von denen absetze. Wo genau tue ich das? Meinst du, weil ich "ihr Antis" gesagt habe? Ich dachte, du fändest das nett oder witzig. Vielleicht sogar integrierend. Übrigens muss ich nicht die Ansichten von irgendjemand übernehmen, das machen ja nicht einmal langjährige Ehepartner.
Nein nein, deprimierend ist hier gar nichts. Bedingungslos ist hier vor allem das Grundeinkommen, alles weitere ist tatsächlich wie im Märchen. Bestehst du den Test, sag ich dir einfach noch einen, und danach noch einen. Und dann erst kriegst du Liebe, nachdem ich das so oft gemacht habe wie ich will
Maurulam |
Homepage |
09/11/09 - 1:39 am | #
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Was hast du denn jetzt wieder mit dem Goetheanum? Woher kommt das jetzt?
Maurulam |
Homepage |
09/11/09 - 1:43 am | #
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Jetzt muss I ins Bett. Gut' Nacht.
Maurulam |
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09/11/09 - 1:44 am | #
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Hallo Mischa!
Sagen Sie uns, was hier dunkel und deprimierend ist, der wir hier noch nicht solange dabei sind! Hrm, wir "hören" (wollen es lesen!) !!
Nee - *abwink* - keine Lust mehr.
Allerdings - ein, zwei Worte noch:
Wenn da Leute um ihre Identität fürchten, dann haben sie halt keine.
Alpha: Das genau ist der lustige Kern des absurden christlichen Schmierentheaters - und, nein, christlich steht nicht in Anführungszeichen.
Omega: Wenn alles, was man selbst nicht kennt und/oder nicht teilt, "New Age" genannt wird, hat man eine objektive Formel für die eigene Beschränktheit gefunden, mit der's sich offenkundig zünftig leben lässt. Chapeau!
Felix Hau |
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09/11/09 - 1:47 am | #
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@ Maurulam
"Bestehst du den Test, sag ich dir einfach noch einen, und danach noch einen. Und dann erst kriegst du Liebe, nachdem ich das so oft gemacht habe wie ich will."
???mmmmmmmmmmmh???
Was für ..ein Test???
Wieso "bekomme" ich dann "Liebe"?
"So oft gemacht habe, wie ich w i l l ?" Also, nix für ungut, gell, hoho.
Was soll das, mh?
Wundersame Maurulam, Du..
Dein Ritter der Kokosnuß.. oder lieber nich..
Naja, sagen wir so
Alles Liebe
Mischa |
09/11/09 - 1:51 am | #
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@ Felix Hau
"Wenn alles, was man selbst nicht kennt und/oder nicht teilt, "New Age" genannt wird, hat man eine objektive Formel für die eigene Beschränktheit gefunden, mit der's sich offenkundig zünftig leben lässt."
UND WENN MAN'S KENNT ???
..ist man dann noch nicht soweit?
.. hat man dann noch nicht genug "losgelassen", um sich sein "Potenzial" zu erschließen, nenns Geld, nenns Gott, nenns Liebe, gell?
Nee, nee, ich kenne diese Gegend schon gut und lang.
Aber nix für ungut, seien Sie, oder darf ich: Sei nicht betrübt, ich hab gegen niemand was, der seine Neurose pflegen möchte. Egal wo. Es gibt auch Leute, die Modelleisenbahn spielen. Und was Cohen und Wilber betrifft: Da bin ich mit einer Flasche Wiskey zur Not besser dran. Ich bin aber jetzt noch nicht soweit. 
Es gibt n a t ü r l i c h überall Sachen, die "stimmen" und richtig sind, halt mitten among dabei. Ein Körnchen Wahrheit steckt überall in drin, das Salz in vielen Süppchen dieser Welt. Ist halt so. Aber meine Eigenständigkeit laß ich mir halt nicht gerne versauen.
Chapeau claque!
Mischa |
09/11/09 - 2:03 am | #
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Hallo Mischa,
du kennst doch Märchen, oder? Hat man dir als Kind keine vorgelesen? Wo die spröde Prinzessin, um ihrem Schicksal auszuweichen, mit dem jüngsten Prinzen vermählt zu werden, immer weitere Ausflüchte vorschiebt?
(Damals gab es dann aber noch einfache Auflösungen)
Maurulam |
Homepage |
09/11/09 - 2:25 am | #
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Stimme mit deiner Eso-Analyse gegenüber dem Felix absolut zu.
Jetzt muss ich aber ins Bett.
Maurulam |
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09/11/09 - 2:26 am | #
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@ Felix Hau
..und Gesundheit und Heiterkeit wünsch ich, versteht sich. Nicht schmollen jetzt, kein Grund zur Sorge.. allerdenn
Mischa |
09/11/09 - 2:27 am | #
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@ Das meinte ich doch, das mit den tausend Drachen besiegen, und dann noch die drei Haare von Teufels Großmutters Glatze bringen.
Aber, Maurulam, willst Du mich wirklich heiraten?! 
Ich habe nämlich schon drei Frauen auf meinem Schloß. Ächz..
Tja, so geht's. (Achselzuck, schmuntzel)
Ich muß auch ins Himmelbett jetzt. Die Königinnen schlafen schon lang.
Und der König, also ich, machte soeben seine letzte Zigarette aus. Morgen hört Majestät zu rauchen auf, auch wenn das wieder eine sehr private Information ist. Es ist alles vorbereitet, freu mich richtig drauf.
Also, Prinzessin, paß gut auf Dich auf, bleib xunt, bis drei Kirschen wiegen ein Funt. Schlüpf unter die Deck, und träum was süßes, und ein gutes Frühstück wünsch ich auch noch dazu. Bye.
Mischa |
09/11/09 - 2:38 am | #
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Hallo Mischa!
UND WENN MAN'S KENNT ???
Dann handelte es sich um ein zu respektierendes Urteil.
Leider kennt aber keiner der hier Anwesenden auch nur irgend etwas von dem Verdammten. Im Gegenteil verweist Burgfrau Barbara gar noch auf Mayflower-Michels phantastische Beiträge zu Cohen, die mindestens so haarsträubend, kenntnisbefreit und niveaulos sind wie Colin Goldners, Jutta Ditfurths oder Michael Grandts Auslassungen zur Anthroposophie.
Und was Cohen und Wilber betrifft: Da bin ich mit einer Flasche Wiskey zur Not besser dran.
Ich auch - und nicht einmal nur "zur Not". Das geht mir mit Steiner aber erstens auch so. Und zweitens ist das doch kein Grund, jeden Verstand zu verlieren - höchstens vielleicht, wenn man, wie unsere christelnden Anthroposophen hier, im Glashaus sitzt und hermetische Abriegelung für ein sinnvolles Wahrheits- und Überlebenskonzept hält.
Felix Hau |
Homepage |
09/11/09 - 2:54 am | #
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Es geht um die Essenz der Anthroposophie. Nicht um Abgrenzung. Und ein wesentliches Element der Anthroposophie ist nun einmal das "Ereignis von Golgatha".
Von da an baut Rudolf Steiner seine ganze Erkenntnislehre eben auf.
Ob man da zustimmt, oder nicht, das steht in der Satzung, ist nicht einmal notwendig, um Mitglied der AAG zu werden. Sondern nur die eigene Annahme, ob man diesen Verein für notwenig erachtet. Sie können auch als Atheist Anthro werden.
Dennoch ist das Mysterium von Golgatha der Kern der ganzen Anthroposophie, ob es der eine als Mythos nimmt, der andere als Ereignis, bleibt ihm/ihr unbenommen. Steiner nahm es als ein reales Ereignis, was er erlebt und geschaut haben will. Und bringt dies als zentrales Ereignis für die weitere Erden und Menschheits-Evolution.
Das ist halt so, ich kann es nicht ändern. Hältst Du, lieber Felix, diese Gesellschaft für notwendig?
Oder nicht?
Meiner Erfahrung nach sind viele Dinge, die man christlich nennt, aus der Prägung unserer Zivilisation und unserer ehemaligen Kultur, die durch zwei Weltkriege verschwunden ist und nur noch in Erinnerungen verwaltet wird, durch die Amtskirche geschmiedet worden, die jede Bereinigung gescheut hat, und dann lieber Dogmen ausbrachte, damit Ruhe ist. Das Christentum Steiners ist bis heute nicht richtig verstanden worden, es ist viel anarchisches Gedankenerlebnis darinnen, wenn man dazu vordringt.
Mischa |
09/11/09 - 3:19 am | #
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Hallo Mischa!
Es geht um die Essenz der Anthroposophie. Nicht um Abgrenzung. Und ein wesentliches Element der Anthroposophie ist nun einmal das "Ereignis von Golgatha".
Von da an baut Rudolf Steiner seine ganze Erkenntnislehre eben auf.
Das stimmt jedenfalls chronologisch nicht. Und darüber, ob es systematisch oder in irgendeiner anderen Hinsicht stimmt, gibt es bekanntlich ganz unterschiedliche Ansichten.
Es wäre viel geholfen, wenn alle zugeben könnten, dass sie jeweils für sich interpretieren, was Anthroposophie ist und was daran Bedeutsamkeit besitzt.
Das Christentum Steiners ist bis heute nicht richtig verstanden worden, es ist viel anarchisches Gedankenerlebnis darinnen, wenn man dazu vordringt.
Das sehe ich ganz genau so. Nicht Steiners Anthroposophie ist christlich, sondern Steiners Christentum ist anthroposophisch.
Übrigens muss man auch nicht den Verein für notwendig erachten, um darin Mitglied zu werden. Man muss lediglich in der Institution einer Freien Hochschule für Geisteswissenschaft etwas Berechtigtes sehen.
Felix Hau |
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09/11/09 - 9:56 am | #
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ein wesentliches Element der Anthroposophie ist nun einmal das "Ereignis von Golgatha"
kann man ihn noch nachträglich kreuzigen? Den ...
... S. |
09/11/09 - 11:42 am | #
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Lieber Felix
Da bist Du ja doch noch sehr gesprächig worden. Chronologisch sehe ich das "Mysterium von Golgatha" gewiß nicht als das Wesentliche der Anthroposophie.
Berechtigung und Notwendigkeit der Freien Hochschule.. das sind zwei ganz unterschiedliche Begriffe, das ist wahr.
Nunja, will ich etwas kaputthaben, will ich etwas dulden, sehe ich etwas als berechtigt an, begrüße ich etwas als gewinnbringend, halte ich etwas für nötig, oder gar für notwendig.
So spreitet sich der Fächer.
Ja, "als berechtigt" steht in der Satzung, wenn ich mich erinnere.
Für mich selbst gibt es zuerst (aber nicht im Sinne einer Verehrung zuerst) den Menschen Rudolf Steiner, dann steht da sein Lebenswerk, die Anthroposophie, und dann gibt es das Anthroposophische, und die Anthroposophen, die es pflegen und hegen.
Wenn aber dieses Lebenswerk in seiner Entwicke lung etwas zutage gebracht haben sollte, was "stimmt", und Steiner ließ keinen Zweifel daran, daß er die Ereignisse in Palästina für reale ansah, und daß er Inkarnationenfolgen als tatsächliche meinte, dann tritt zu der Differenzierung
Steiner Anthro..phie Anthros
noch ein viertes hinzu.
- Die Begründer der Astronomie
- Die Astronomie und Astrophysik mit den Werkzeugen Fernrohr, Radioteleskop, Bibliotheken und Laboren
- Die Astronomen und Astrophysiker
und das Firmament, der Sternenhimmel.
Romantisch? Na gut, auch.
Das vierte Element für die differenzierte Annäherung an die Anthroposophie wäre dann eine objektive Geistige Welt, in welcher die Dinge, die Steiner anregten, "den Apparat" Anthro..phie zu erschaffen, um sie an Anthros weiterzugeben, damit diese den Apparat pflegen.
Damit dieser Apparat (seufz, blödes Wort ) dann, wie ein gutes Fernrohr geeignet wird, die Sachen und Wesen zu erleben..
Das ist ja immer das Theater, was mir so müßig scheint, weil eben diese Anthroposophie kein Geheimbund ist, glaubt mancher kleine Junge, sich an dieser scheinbaren, öffentlich gut sichtbaren Wirrlehre seine Hörner abstoßen zu dürfen, um seine akademische Herzkranzgefäßverengung einzuleiten. Die dann lange später eine schulmedizinische wird .
Das Theater, daß viele Anthroposophen hellahnend, hellfühlend, sonstwas sind, aber keine professionellen Hellseher sind, und auch keine Eingeweihten sein möchten wollen. Und wenn es welche wären, wer wollte ihnen glauben. Sollen sie Löffel verbiegen? "Ich war im Goetheanum und meine Uhr geht wieder, Wahnsinn!"
Und auch das Löffelbiegen und Stigmen haben geht ja schon unter dem Druck dumpfer Sehnsüchte aus der Herde (nicht bloß der rein-anthro..phischen mächtig looos).
Mir hat es nie etwas ausgemacht, ein gewisses Vertrauen zu haben. Als Eurythmieschüler konnte ich erleben, daß meine Lehrerin während des Unterrichts sehr hellsichtig wurde, und Dinge sah, unsichtbare und atmosphärische, die sich abspielten, die einfach keiner weiteren Erklärung (ua, gähn) bedürfen. Die Dinge, die wir mit ihr zu sehen lernten, hatten allerdings den Wert von ärztlichen Diagnosen, und waren geeignet, einen individuellen Schulungsweg zu eröffnen.
Und ich ahne, und vertraue darauf, daß es den Christus "gibt" und daß es Reinkarnation "gibt". Und mache dahingehend auch subtile Erfahrungen, die ich nicht darlegen kann, ohne dazu ein Buch mitzuliefern, (um zu belegen, daß meine Erlebnis nicht suggestive Anthroleptik ist) welches zu schreiben ich zu faul bin, und dies Buch auch nicht für nötig halte.
Jedenfalls im Moment nicht.
Ich vermute, daß der "anthro..phische" Christus keine Schöpfung von Steiner ist.
Also nicht der Gott, den man erschafft, um dann zu vergessen, daß man ihn erschaffen hat, um an ihn glauben zu können.
Wie ist das bei Dir?
(Übrigens, bin ich nicht Mitglied der AAG, sondern nur ein geistiger Urgroßneffe meines geschätzten Onkels Rudi Steiner..)
Lieben Gruß!
Mischa |
09/11/09 - 12:00 pm | #
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Liebe Freunde der Anthroposophie,
ich habe heute erfahren, dass ich die Stelle von Herrn Gronbach im Info 3 übernehme. Herr Hau ich denke wir werden schon irgendwie zurecht kommen. Ja in der Tat ich habe mit Herrn Gronbach am Herrmannsdenkmal im Teuteburger Wald eine Public Meditation durchgeführt. Herr Gronbach und ich haben unter einer israelischen Flagge meditiert. Ich sage Ihnen und allen lesern. Was wir da erlebt haben sprengt alle Vorstellungskräfte. Alle waren da die Geister von Odin, Theodor Herzl, Steiner und Fritz Walter. Ja auch sogar Erzengel waren da. Wir durften einen weiten Blick in die Zukanfts Deutschlands werfen. Davon bald mehr in Info 3 unter der Rubrik. Finkelsteens World.
Herzlichst Euer Herrmann Finkelsteen
Herrmann Finkelsteen |
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09/11/09 - 12:40 pm | #
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"Anthroleptik"
Geile Wortschöpfung, Mischa!
Robert |
09/11/09 - 1:05 pm | #
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Hallo Mischa,
ich habe gerade wenig Zeit - vielleicht und hoffentlich heute Abend mehr.
Aber zwei Dinge können nicht warten :
Chronologisch sehe ich das "Mysterium von Golgatha" gewiß nicht als das Wesentliche der Anthroposophie.
Es ging beim Hinweis auf die Chronologie nicht um das Wesentliche, sondern darum, dass du schriebst, Steiner baue von dort seine ganze Erkenntnislehre auf. Das stimmt jedenfalls chronologisch eben nicht. Seine Erkenntnislehre baut Steiner auf der Auseinandersetzung mit Goethe, Eduard von Hartmann, J.G. Fichte, Stirner und Nietzsche (...) auf. Und zwar ist es ein radikal "atheistischer" und sogar antichristlicher Steiner, der sie aufbaut.
Steiner ließ keinen Zweifel daran, daß er die Ereignisse in Palästina für reale ansah
Doch! "Das Christentum als Mystische Tatsache" ist (schon im Titel wird es deutlich!) auf der Grundlage verfasst, dass es Steiner überhaupt nicht um angeblich historische Ereignisse in Palästina ging. Er sieht und beschreibt das Christentum als einen Bewusstseinsprozess in der Menschheitsgeschichte, wobei er die Schilderungen des NT als Bilder in dem Sinn deutet, dass sie historisch gar nichts, geistig hingegen Bedeutsames aussagen.
In dem Buch finden sich mehrere Stellen, die zeigen, dass Steiner entweder überhaupt nicht an die Existenz eines historischen Jesus von Nazareth glaubte oder dass ihm diese Existenzfrage zumindest vollkommen gleichgültig war.
Für erstere Variante spricht außerdem sein Brief an Wolfgang Kirchbach (Brief vom 2.Oktober 1902, in: Steiner, Rudolf; Briefe I, GA 38 S.422f).
Hasta luego!
Felix Hau |
Homepage |
09/11/09 - 2:19 pm | #
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Mich erinnert diese Frage, inwieweit Christologie ein must von anthroposophischer Welthaltung ist - meine Großmutter Eleonore Dill war übrigens eine der Begründerinnen der Christengemeinde in Nürnberg - an die ebenfalls diskutierte Frage, ob Steiner "Rassist" geschimpft werden muß.
Beide Fragen sind letztlich Textinterpretations-Fragen, Deutungsfragen von Literatur.
Was ich mir mehr wünschen würde: Gespräche und Diskussionen über Erziehung, Liebe zwischen Mann und Frau, Garten- und Kochprobleme, Zipperlein und Krankheiten, was man wählen soll und wie man wohnt.
Ich bin einfach nicht mehr davon überzeugt, daß man sein Leben auf Schriften stützen muß, um Orientierung zu finden.
Aber im Leben findet sich vieles wieder, was auch in den Schriften auftaucht.
Ich habe mir deshalb vorgenommen, in meinem Blog ohne ein einziges Steiner-Zitat auszukommen.
Ich denke, nichts Anderes versucht Sebastian Gronbach mit seinen Schweigens-Sessions: einen schrift- und damit interpretationsfreien Raum zu gewinnen.
Alexander Dill |
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09/11/09 - 2:52 pm | #
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“Doch! "Das Christentum als Mystische Tatsache" ist (schon im Titel wird es deutlich!) auf der Grundlage verfasst, dass es Steiner überhaupt nicht um angeblich historische Ereignisse in Palästina ging. “
Felix Hau scheint etwas abwesend zu sein, denn die beiden Vokabeln „mystisch“ und „Tatsache“ beinhalten so ziemlich das genaue Gegenteil von dem, was er oben behauptet. Na ja, er hatte es eilig, da kann einem das schon mal passieren. Wahrscheinlich verwechselte er „mystisch“ mit „mythisch“(so ist das oft, wenn man sich etwas ganz, ganz stark wünscht . „mystisch“ mit „mythisch“.
“Mystisch“ bedeutet lediglich geheimnisvoll, rätselhaft, unergründlich usw. und was “Tatsache“ bedeutet muss ich ja wohl nicht auch noch erklären.
Wenn Steiner später, in der Zeit nach 1902, oftmals betonte, dass der Christus bisher nur zu einem winzig kleinem Bruchteil überhaupt erst erkannt und begriffen sei, dann passt das ausgezeichnet zu dem Buchtitel und belegt wie gesagt das Gegenteil von dem, was ein Felix Hau sich so sehr zu wünschen scheint (warum nur?) .
Und was den „radikal "atheistischer" und sogar antichristlicher Steiner“ angeht, das war er in Bezug auf das kirchliche Christentum und in Bezug auf das daraus resultierende völlig verkorkste Christusbild.
@A. Dill
“Ich denke, nichts Anderes versucht Sebastian Gronbach mit seinen Schweigens-Sessions: einen schrift- und damit interpretationsfreien Raum zu gewinnen.“
Wenn dem tatsächlich so wäre (was ich stark bezweifle), dann müsste er aber mindestens unter einer schizoiden Störung leiden, im Hinblick auf sein ansonsten sehr ausgewachsenes Mitteilungsbedürfnis.
hr |
09/11/09 - 4:19 pm | #
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Lieber Felix Hau
Die Methoden der Erkenntnis sind nicht das Erkannte selber.
Nicht die angewandten Methoden und Wissenschaften sind daher bedeutend, sondern das mit ihnen Erkannte.
Ich habe jetzt nicht die Zeit, in Ruhe erstmal die "Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goehteschen Weltanschaung" , das Buch "Das Christentum als mystische Tatsache" und schlicht die "Theosophie" sowie die "Philosophie der Freiheit" sowieso unter dem Aspekt genau durchzuarbeiten:
"...dass es Steiner überhaupt nicht um angeblich historische Ereignisse in Palästina ging. Er sieht und beschreibt das Christentum als einen Bewusstseinsprozess in der Menschheitsgeschichte, wobei er die Schilderungen des NT als Bilder in dem Sinn deutet, dass sie historisch gar nichts, geistig hingegen Bedeutsames aussagen."
Das ist auf jeden Fall ein wichtiger Gedanke, die wahre anthroposophische Gretchenfrage ! !
In der Taschenbuchausgabe "Das Christentum als mystische Tatsache steht von Steiner auf Seite 107 geschrieben:
"Buddha zerfließt im Augenblicke seiner Verklärung in das selige Leben des Allgeistes. Christus Jesus erweckt diesen Allgeist noch einmal in menschlicher Gestalt in das gegenwärtige Dasein.
Solches ward dem Initiierten bei den höheren Weihen in einem Sinne vollzogen, der b i l d h a f t ist.
Die im Sinne des Osiris-Mythos Initiierten waren zu solcher Auferstehung in ihrem Bewußtsein als in einem Bild-Erlebnis gelangt.
Diese 'große' Initiation, aber nicht als Bild-Erlebnis, sondern als W i r k l i c h k e i t , wurde also im Jesus-Leben zu der Buddha-Initiation hinzugefügt.
Buddha hat mit seinem Leben das erwiesen, daß der Mensch der Logos ist, und das er in diesen Logos, in das Licht zurückkehrt, wenn sein Irdisches stirbt.
In Jesus ist der Logos selbst persönlich geworden. In ihm ist das Wort Fleisch geworden."
Und jetzt:
"Was sich also für die alten Mysterienkulte im Innern der Mysterientempel abgespielt hat, das ist durch das Christentum als eine weltgeschichtliche Tatsache aufgefaßt worden.(...)"
Und dann auf Seite 108, über Augustinus' Glaubensverständnis:
"Nicht in sich also haben die Evangelien ein Erkennungszeichen für ihre Wahrheit; sondern man soll sie glauben, weil sie sich auf Jesu Persönlichkit gründen; und weil die Kirche von dieser Persönlichkeit her auf geheimnisvolle Weise die Macht ableitet, sie als Wahrheit erscheinen zu lassen."
Somit haben Sie recht, keine einziger eindeutiger Hinweis, auch nicht an Schlüsselstellen, auf ein reales Geschehen des in den Evangeliendargestellten. hm hm 
Weiter heißt es auf Seite 148, eine mir wichtige Stelle, im Kapitel "Jesus und sein geschichtlicher Hintergrund":
"Innerhalb der Essäer-oder Therapeutengemeinde suchte sich die Seele durch einen entsprechenden Lebenswandel für die Erweckung des 'höheren Menschen' reif zu machen. Ein weiterer Schritt ist dann der, daß man sich zu einer Ahnung davon durchringt: eine Menschen-Individualität könne in wiederholten Erdenleben sich zu immer höheren und höheren Stufen der Vollkommenheit entwickelt haben. Wer solches ahnen konnte, vermochte auch eine Empfindung dafür haben, daß in Jesus eine Individualität von hoher Geistigkeit erschienen sei. Je höher die Geistigkeit, desto größer die Möglichkeit, Bedeutsames zu vollbringen. Und so konnte die Jesus-Individualität fähig werden, jene Tat zu vollbringen, welche die Evangelien in dem Vorgang der Johannes-Taufe so geheimnisvoll andeuten, und durch die Art, wie sie darauf hinweisen, doch so klar als etwas Wichtigstes bezeichnen. (...)"
Nun, verzeih meine Naivität, aber ich habe diesen Schilderungen in der Tat immer höheren Wert beigemessen, als etwa den Mythen von Schneewittchen. Man sucht ja nicht die Grundmauern vom Rapunzelturm. Ich kann aber verstehen, wenn es Menschen gibt, die nach irgendwelchen Überbleibseln der Zeit Jesu forschen.
Und die Art, es geht hier nicht um eine juristische Diskussion, (denn universtäre Geisteswissenschaft ist pure Juristik, das weiß jedes Kind, es geht da um Denkberechtigung, Marktzugang, Urheberrecht, Interpretationshoheit, kurz: Um mentale Reviere und Revierhaltung.), wie Steiner in vielen schriftlichen Texten und Vorträgen spricht, ist diejenige der Berichterstattung.
War er selber nicht eindeutig?
Weil er Zweifel hatte, und daher auch die Zuhörer und Leser im Dunkel lassen wollte, ob die Evangelien nur Mythen sind, oder Tatsachenberichte, die auf hell-(!)-sehende Weise zustandekamen?
Aber wäre das Steiners Art gewesen?
Oder war es Steiner so selbstverständlich, daß seine Geistesforschung als ein Versuch, über zurückliegende Tatsachen zu berichten, eindeutig als solcher aufgenommen wurde, daß es da nichts weiter zu erläutern g a b ??
Diese Fragen sind Gretchenfragen, auch weil bei ihnen der Satz gilt: "Si tacuisses.. anthroposofus mansisses" statt sich als Gretchen zu outen.
Denn zwischen Anthro-Agnostzismus und Stigmata oszilliert das Ringen, was es nun sei, das Mysterium Anthroposophie..
Steiner hätte doch auch von Helldichtung reden können, aber er sprach zuweilen von "schwer zu schauenden Dingen in der Akasha-Chronik" und nicht von einer Schaffenskrise, was das Geschichten-Erfinden betraf.. das "Hell-Erfinden".
"Hell" wegen des orientierenden metaphorischen Bauchpinselns solcher Bildgeschichten für die.. Psyche.
(Seele??)
Nunja, vielleicht muß an diesem Ort jeder für sich seine Erfahrungen weiter- und weitermachen, die eigenen Erfahrungen. Ich finde es durchaus nicht verwerflich, wenn es jemand nicht schafft, Steiners Berichterstattungen aus der Akasha Chronik mehr als symbolischen Gehalt zuzubilligen. Und diejenigen für naiv hält, denen es nicht so geht.
Soweit mal.
Mischa |
09/11/09 - 6:52 pm | #
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Wenn es um die Bildlichkeit, die mythische Abbildung einer / der Bewußtseins-Evolution geht, dann ist damit zumindest schon einiges gewonnen.
Denn damit ist eine Orientierung über viele gegenwärtige und historische Vorgänge da. Auf jeden Fall.
Mischa |
09/11/09 - 6:56 pm | #
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Hallo Mischa,
vorerst wieder nur ein Schnipsel:
"Diese 'große' Initiation, aber nicht als Bild-Erlebnis, sondern als W i r k l i c h k e i t , wurde also im Jesus-Leben zu der Buddha-Initiation hinzugefügt." ... "Was sich also für die alten Mysterienkulte im Innern der Mysterientempel abgespielt hat, das ist durch das Christentum als eine weltgeschichtliche Tatsache aufgefaßt worden.(...)"
Sind das nicht herrliche Formulierungen? "Wurde hinzugefügt", "ist aufgefasst worden" ... 
Auch schön ist dieser Satz, kurz nach dem zweiten oben zitierten folgende:
"Die Mysterienweisheit wurde für die christliche Gemeinde unlösbar verknüpft mit der Persönlichkeit des Christus Jesus. Dass er gelebt hat, und dass seine Bekenner zu ihm gehören: dieser Glaube trat an die Stelle dessen, was man vorher mit den Mysterien hatte erreichen wollen (Hervorh. von mir)."
Bis später. Ich muss jetzt erstmal noch schnell für einen vollen Kühlschrank sorgen.
Felix Hau |
Homepage |
09/11/09 - 7:36 pm | #
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Liebe Mischa und Felix, anbei noch ein paar Worte, die Steiner im Oktober 1918 über die Trinität sagte:
"...In jedem solchen Falle, wo der Mensch ableugnet den Vatergott, also das Göttliche überhaupt in der Welt, ein wirklicher echter physischer Defekt, eine physische Erkrankung, ein physischer Mangel im Menschenleib stattfindet. Atheist sein heisst für den Geisteswissenschaftler, in irgendeiner Beziehung krank sein...Es ist eine Krankheit, die die Geisteswissenschaft im Menschen findet, wenn der Mensch dasjenige ableugnet, was er nicht durch seine Seelen-, sondern durch seine Leibeskonstitution fühlen muss. Leugnet er das ab, was ihm ein gesundes Gefühl seines Leibes eingibt, dass ein Göttliches die Welt durchzieht, so ist er nach geisteswissenschaftlichen Begriffen krank, leiblich krank.
Es gibt dann sehr viele Leute, welche den Christus ableugnen. Die Ableugnung des Christus muss die Geisteswissenschaft betrachten als etwas, was eigentlich eine Schicksalsfrage ist und das menschliche Seelenleben betrifft. Den Christus ableugnen muss die Geisteswissenschaft ein Unglück nennen; Gott ableugnen eine Krankheit, Christus ableugnen ein Unglück. Den Christus finden können, ist gewissermaßen eine Schicksalssache, ist gewissermaßen etwas, was in das Karma des Menschen hereinspielen muss. Es ist ein Unglück, zu dem Christus keine Beziehung zu haben.
Den Geist oder den heiligen Geist ableugnen, bedeutet eine Stumpfheit des eigenen Geistes. Der Mensch besteht aus Leib, Seele und Geist. In bezug auf alle drei kann er einen Defekt haben. Einen physischen wirklichen Krankheitsdefekt gibt es beim Atheismus gegenüber dem Göttlichen. Im Leben nicht zu finden jene Anknüpfung an die Welt, welche uns den Christus erkennen lässt, das ist ein Unglück. Den Geist in seinem eigenen Innern nicht finden können, ist Stumpfheit, in gewissen Sinne ein Idiotismus."
Zitat aus: Rudolf Steiner:"Der Tod als Lebenswandlung", GA 182, Vortrag vom 16.10.1918 in Zürich
Lieber Felix, was meinst Du den zu den Vorträgen, die Steiner ab 1921 zur Begründung der Christengemeinschaft vor deren Priestern gehalten hat?
Barbara 1 |
09/11/09 - 8:38 pm | #
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Zu
"Zitat aus: Rudolf Steiner:"Der Tod als Lebenswandlung", GA 182, Vortrag vom 16.10.1918 in Zürich"
Endlich kommt es an den Tag:
würde sich Steiner im Nachhinein lieber die Zunge abgebissen haben, wenn er gewußt hätte, wie seine Vorträge gegen seinen Willen so mitgeschrieben werden und Jahrzehnte später letztlich Verwirrung stiften müssen.
Es gibt ja auch den Hinweis, der Ätherische Christus werde gegen Endes des Jahrhunderts (dem vergangenen) erscheinen und auf die Christen wirken wie ein "Teufel", Originalton Rudolf Steiner.
Wer wird nun die Fähigkeit haben, die alten Christusvorstellungen mit dem "Teufel" zu vergleichen und den Ätherischen Christus erkennen. Kommt mir beim Schreiben, im Aurobindo-thread schrieb ich, wie ein Anthroposoph mich als Diener des Sorats betitelte, der die Kultur vernichten möchte, so wie die CSU hetzte, alle Kirchen im Lande sollen geschleift werden... ..im Jahre 1995 war das.
Natürlich ist es wie bei der Rassismus-Debatte, Steiner hat Recht, da die Abwesenheit des Christusses im Menschen im Knochenbau, im Gesicht erkannt werden und sonst als Krankheitssymptom erspürt werden kann.
Damit das nicht so blass dasteht: das innere Miterleben der Gehirnblutung eines nahen Verwandten erbrachte nun den Sinn des Geschehens - Ziel ist die Erweckung der Herzenskräfte, weil das Bewußtsein zu sehr sich damit verband, Christus sei nur Phantasie, Illussion, eine Erfindung.
Wir sind tatsächlich mit dem nun so öffentlich gestellten Zitat von Barbara 1 an einer wesentlichen Schnittstelle für die weitere Schicksalsentwicklung der AAG angekommen.
Ernst Seler |
09/11/09 - 9:10 pm | #
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Herr Seler, ich muss doch sehr bitten, Umsicht und Contenance zu wahren.
Michael |
Homepage |
09/11/09 - 9:45 pm | #
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Hallo Barbara!
was meinst Du den zu den Vorträgen, die Steiner ab 1921 zur Begründung der Christengemeinschaft vor deren Priestern gehalten hat?
Dazu meine ich, dass er den Priestern, die mit dem Wunsch nach einer Erneuerung des kirchlichen Christentums an ihn herantraten, genau das geliefert hat, was bestellt worden ist: ein anthroposophisch erweitertes Christentum mit Hirten und Schafen (von dessen Ambitionen, sich als eine Art Krönungsdisziplin der Anthroposophie zu verstehen, er sich ja recht bald ausgesprochen genervt gezeigt hat).
Das war aber nicht Steiners Steckenpferd, sondern das der Priesterschaft.
Ich äußere mich außerdem nicht weiter zu Vorträgen Steiners - schon gar nicht, wenn es darum geht Steiner zu begreifen. Höchstens mit dem Hinweis von ihm selbst (Lebensgang):
Wer mein eigenes inneres Ringen und Arbeiten für das Hinstellen der Anthroposophie vor das Bewußtsein der gegenwärtigen Zeit verfolgen will, der muß das an Hand der allgemein veröffentlichten Schriften tun. ... Neben diese Forderung, die 'Anthroposophie' aufzubauen und dabei nur dem zu dienen, was sich ergab, wenn man Mitteilungen aus der Geist-Welt der allgemeinen Bildungswelt von heute zu übergeben hat, trat nun aber die andere, auch dem voll entgegenzukommen, was aus der Mitgliedschaft heraus als Seelenbedürfnis, als Geistessehnsucht sich offenbarte.
Da war vor allem eine starke Neigung vorhanden, die Evangelien und den Schrift-Inhalt der Bibel überhaupt in dem Lichte dargestellt zu hören, das sich als das anthroposophische ergeben hatte. Man wollte in Kursen über diese der Menschheit gegebenen Offenbarungen hören.
Felix Hau |
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09/11/09 - 9:48 pm | #
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Ich frag mich schon lange, aus welchen Quellen Felix Haus Besessenheit gespeist wird, zu beweisen, dass Steiner im Grunde und auf gut deutsch gesagt ein verlogener, abgefeimter Scharlatan gewesen sein muss, der seine Zuhörer dadurch manipulierte, dass er ihnen quasi nach dem Maul redete.
Nun ja, ein paar Ideen hätte ich da schon .
hr |
09/11/09 - 10:28 pm | #
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Hallo Mischa!
Weil er Zweifel hatte, und daher auch die Zuhörer und Leser im Dunkel lassen wollte, ob die Evangelien nur Mythen sind, oder Tatsachenberichte, die auf hell-(!)-sehende Weise zustandekamen?
Interessant, dass du die Variante, die ich für die wahrscheinlichste halte, gar nicht aufführst.
Das Christentum ist in zweierlei Hinsicht durchaus eine Tatsache: nämlich zunächst eine bewusstseinsgeschichtliche. Und die Evangelien sind für Steiner weder nur Mythen, noch künden sie von hellsehend erlangten historischen Wahrheiten. Es handelt sich um sehr dichte Bilder, die einerseits nachträglich den Anlass für einen drastischen Wandel im menschheitlichen Bewusstsein illustrieren und andererseits ein wirkliches Erleben versinnbildlichen. Sie konstruieren dasjenige, was allmählich neuer Inhalt des Seelenlebens der Menschheit wird, in einer menschlichen Biographie, die allerdings dann in der Folge bei den Anhängern sehrwohl die Rolle eines "Schöpfungsmythos" einnimmt.
Wenn du das Christentum als mystische Tatsache unter diesem Blickwinkel liest - und es wundert mich immer wieder, dass viele ihn offenbar eigens einnehmen müssen, um etwas zu bemerken, das für jeden unvoreingenommenen (und das heißt: nicht-christlichen) Leser vollkommen offensichtlich ist -, dann wirst du bemerken, dass Steiner das Christentum zum einen als bewusstseinsgeschichtlichen, an die Mysterien des Altertums anschließenden Prozess und zum anderen als eine Erfahrungstatsache beschreibt - völlig unabhängig von aller Historizität der Evangelien-Protagonisten. Und genau das meint auch der etwas ungewöhnliche Titel.
Steiners Christus ist weder der Jesus der Geschichtsforschung noch der Christus des theologischen Glaubens; Steiners "Christus" ist kulturell-spezifischer Ausdruck für ein bestimmtes tatsächliches Erleben - und als solches (und nicht als figürlicher Herold einer Konfession, wie er auch von Anthroposophen verstanden wird) kann "er" für jedes Individuum Wahrheit sein und Wirklichkeit werden.
Für Steiners Christentum gilt m.E. Nietzsches paradoxer Satz über das Deutschtum analog: "Ein guter Deutscher - man verzeihe mir's, wenn ich es zehnmal wiederhole - ist kein Deutscher mehr."
Und diesbezüglich hapert's nun ausgerechnet bei christlichen Anthroposophen leider ganz erheblich mit dem Begreifen; sie sind oft weit konfessioneller als sämtlich Kirchenchristen (inclusive Pfarrer!), die ich kenne.
Felix Hau |
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09/11/09 - 10:49 pm | #
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Man darf manchmal einfach nicht zu genau zuhören, nur damit der Thread weitergeht. Das ist wie mit dem Heiratsantrag an mich oben: man bekommt einen Flash, surft ganz oben auf der Welle und fällt umso tiefer, wenn dann nichts draus wird. Oder wie bei einem Bewerbungsgespräch. Oder...
Ich fands übrigens nett, wie so vom Osiriskult die Rede ist, ich hör da immer gern zu, bin da selbst ein Barbar, der irgendwo eingefangen wurde. Kann nichts dazu sagen, hör aber gern zu. So war's früher und ist heute noch immer so. Hauptsache, ich steh auf der Seite der Guten.
Ichichichichichichichichichichich
Maurulam |
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09/11/09 - 11:19 pm | #
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Huhu, Felix! Nun warst du schneller.
Maurulam |
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09/11/09 - 11:19 pm | #
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So, jetzt sagt keiner was, obwohl 3 visitors online sind...
Maurulam |
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09/11/09 - 11:29 pm | #
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Hallo Mischa,
ein bisschen fraktal heute, aber wenn der ganze Tag schon fraktal war, lässt man ihn am besten auch so weiterlaufen .
Die Methoden der Erkenntnis sind nicht das Erkannte selber.
Nicht die angewandten Methoden und Wissenschaften sind daher bedeutend, sondern das mit ihnen Erkannte.
Dem ersten Satz stimme ich natürlich zu. Dem zweiten aber nicht. Und zwar vor allem dehalb nicht, weil Steiners Erkenntnisbegriff ein schöpferischer ist. Für Steiner wird der Mensch durch seine Erkenntnisfähigkeit zum Mitschöpfer der Welt. Man kann selbstverständlich darüber streiten, zu welchem Anteil das Steiners Ansicht nach oder überhaupt der Fall ist. Der Punkt ist aber: dieser Erkenntnisbegriff legt mindestens einen nicht unerheblichen Teil der Bedeutsamkeit eben sehrwohl auf die "Methode". Und vor allem setzt er das übliche, wenn auch empirisch nicht verifizierbare Verständnis von Erkennen als dem reinen Abbilden von einem zu Erkennenden außer Kraft, das auch unabhängig von seinem Erkanntwerden wirklich und vorhanden ist.
Über sein Buch Theosophie, beispielsweise, schreibt Steiner im Lebensgang:
"Bei jedem Schritte, der in diesem Buche gemacht wird, steht das geistige Schauen im Hintergrunde. Es wird nichts gesagt, das nicht aus diesem geistigen Schauen stammt. Aber indem die Schritte getan werden, sind es zunächst im Anfange des Buches naturwissenschaftliche Ideen, in die das Schauen sich hüllt, bis es sich in dem Aufsteigen in die höheren Welten immer mehr im freien Erbilden der geistigen Welt betätigen muß. Aber dieses Erbilden wächst aus dem Naturwissenschaftlichen wie die Blüte einer Pflanze aus dem Stengel und den Blättern. - Wie die Pflanze nicht in ihrer Vollständigkeit angeschaut wird, wenn man sie nur bis zur Blüte ins Auge faßt, so wird die Natur nicht in ihrer Vollständigkeit erlebt, wenn man von dem Sinnenfälligen nicht zum Geiste aufsteigt." (Hervorh. von mir)
Felix Hau |
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09/11/09 - 11:29 pm | #
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Anschauung... Dazu fällt mir noch etwas ein, die Art, wie früher die Menschen ihre Mitwesen und die Natur selbst angesehen haben. Es geht um das Ich-Element...
Früheste Darstellungen zeigen doch häufig Wolf, Bär usw für sich, dieses Wesen IST das Geistwesen, der Gott. Später dann erscheinen menschliche Götter, mit diesen Tieren als Attributen usw.
Ernst Seler sagt, diese Stadien waren notwendig zur Vorbereitung auf das Erscheinen des Christus. Ich glaube, da liegt etwas verborgen, was ich doch gerne entdeckt hätte.
Und Felix, du schreibst von naturwissenschaftlichem Schauen, das ist bestimmt noch einmal etwas ganz anderes, welches die Wiederkunft des Christus im ätherischen braucht.
Ich formuliere ungern so, will nicht so gern im Voraus wissen, aber es sind mir ja auch einige voraus.
Maurulam |
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09/11/09 - 11:42 pm | #
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Hallo Felix,
Du hast ja inzwischen munter weiter geschrieben! Wenn ich Dich richtig verstanden habe, hälst Du nichts von den in der GA herausgegebenen anthro.-Vorträgen Steiners, da die Autentizität nicht sicher gewährleistet ist. Weiter behauptest Du, Steiner habe lediglich "Bestellungen" wie ein Krämer seine Anthros bedient und dabei lediglich Altbekanntes und Vertrautes mit anthroposophischen Begriffen versetzt.
Weiterhin negierst Du Schriften Steiners, z.B. den Schlußteil der "Geheimwissenschaft" über die Initation (individuelles Weiterleben nach dem Tode) oder z.B. die Anthroposophischen Leitsätze z.B. 24.12.1924 über das Thema: Golgatha, Logos, Christus. Dort wird Christus als auch heute handelnde Person dargestellt und nicht als neues Bewusstseinsprinzip ( das er allerdings beim Menschen inaugurieren kann). Da hat Steiner dann wieder, diesmal schriftlich, die Anthros bedient?
Ne, Felix, Du hast wohl nur einen kleinen Ausschnitt der Sache verstanden - und bei Deiner Sicht auf die Anthroposophie könnte ich locker auf sie verzichten, so wäre sie mir zu verlogen.
Barbara 1 |
09/11/09 - 11:49 pm | #
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Hallo Burgfrau Barbara!
... Die Frucht seiner Übungen wird sein, dass seinem geistigen Wahrnehmen gewisse Einsichten in die übersinnliche Welt sich eröffnen. Er lernt, wie die Wahrheiten über diese Welt gemeint sind; und er wird von ihnen durch eigene Erfahrung die Bestätigung erhalten. Ist diese Stufe erstiegen, dann tritt an ihn etwas heran, was nur durch diesen Weg Erlebnis werden kann. Auf eine Art, deren Bedeutung ihm erst jetzt klar werden kann, wird ihm durch die 'großen geistigen Führermächte des Menschengeschlechtes' die so genannte Einweihung (Initiation) zuteil. Er wird zum 'Schüler der Weisheit'. Je weniger man in einer solchen Einweihung etwas sieht, das in einem äußerlichen menschlichen Verhältnisse besteht, desto richtiger wird die darüber gebildete Vorstellung sein.
Nur angedeutet kann hier werden, was mit dem Erkennenden nun vorgeht. Er erhält eine neue Heimat. Er wird dadurch bewusster Einheimischer in der übersinnlichen Welt. Der Quell geistiger Einsicht strömt ihm nunmehr aus einem höheren Orte zu. Das Licht der Erkenntnis leuchtet ihm nunmehr nicht von außen entgegen, sondern er wird selbst in den Quellpunkt dieses Lichtes versetzt. In ihm erhalten die Rätsel, welche die Welt aufgibt, ein neues Licht. Er redet fortan nicht mehr mit den Dingen, die durch den Geist gestaltet sind, sondern mit dem gestaltenden Geiste selbst. Das Eigenleben der Persönlichkeit ist dann in den Augenblicken der Geisterkenntnis nur noch da, um bewusstes Gleichnis zu sein des Ewigen. Zweifel an dem Geist, die vorher in ihm noch aufkommen konnten, verschwinden; denn zweifeln kann nur, wen die Dinge über den in ihnen waltenden Geist täuschen. Und da der 'Schüler der Weisheit' vermag, mit dem Geiste selbst Zwiesprache zu halten, so schwindet ihm auch jede falsche Gestalt, unter der er sich vorher den Geist vorgestellt hat. Die falsche Gestalt, in der man sich den Geist vorstellt, ist Aberglaube. Der Eingeweihte ist über den Aberglauben hinaus, denn er weiß, welche des Geistes wahre Gestalt ist.
(Aus: Rudolf Steiner, Theosophie, Kapitel: Der Pfad der Erkenntnis)
Könnte von mir sein. Oder von Sebastian. Sicher nicht von dir .
Gute Nacht!
Felix Hau |
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09/12/09 - 12:11 am | #
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Lieber Felix Hau
Ich "kannte" diese von Dir vorgestellte Vaiante des Christus-Geschehens, aber artikulieren konnte ich sie nicht. Diese Vaiante hat einfach etwas für sich, und logischerweise wird von solchem Standpunkt sowohl der Inkarnationsgedanke überflüssig, ebenso jede Art von individueller Weiter-Existenz nach dem Tode zumindest fragwürdig. Dann wären wir aber wieder bei den Erkenntnisgrenzen, oder?
Und Schiller hätte recht, wenn er sagt, daß Goethes Urpflanze keine imaginative Erfahrung sei, sondern eine Idee. Welche sich eben scheinbar als Erfahrung dem Bewußtsein mitteile.
Es könnte ja ein Leben über den Tod hinaus geben, aber das menschliche Erkennen kann die Gegenstände gar nicht umfassen und begreifen. Es kann seine Grenzen nicht überschreiten und muß in sich bleiben.
Also entweder ist es Mythos und eine Art Idee dann auch, die einen meditativ erfahrbaren Archetypos in Konzentration und Meditation nach sich ziehen kann, "Erleuchtung", nich? (Dichte Bilder, in menschliche Biographie gegossen, meinetwegen ein konfessionsloser, nichtpharisäischer figürlicher Herold.. etc.)
Oder es ist eine Tatsache. Deine Erklärung für den paradoxen Titel "Mystische Tatsache" leuchtet auf jeden Fall ein.
Dann gibt es für Dich zumindest z w e i Wahrheiten: Eine spirituelle und eine naturwissenschaftliche.
Und die Geschichte des Menschen selber, so wie es etwa Döblin sah, ist keine so sehr von der Naturgeschichte abgeschiedene, ein kleiner Zweig, ein Blatt an einen riesigen Baum der Zeit..
Kannst Du den Deinigen Standort zwischen der realen Geschichte und dem Anspruch der Konfessionen auf Deutungshoheit, die uns nach Deiner Ansicht "abergläubisch" gemacht haben, noch etwas plastischer hervorbringen?
Was ist diese Bewußtseins-Geschichte?
Geht es um den spirituellen Bewußtseins-Zustand als Optimum für die Gattung, um ein Überleben als Sozialer Schwarm zu gewährleisten, weil das kriegerische zu destruktiv ist?
Mischa |
09/12/09 - 12:13 am | #
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"Dem ersten Satz stimme ich natürlich zu.
Dem zweiten aber nicht. Und zwar vor allem dehalb nicht, weil Steiners Erkenntnisbegriff ein schöpferischer ist.
Für Steiner wird der Mensch durch seine Erkenntnisfähigkeit zum Mitschöpfer der Welt.
Man kann selbstverständlich darüber streiten, zu welchem Anteil das Steiners Ansicht nach oder überhaupt der Fall ist. Der Punkt ist aber: dieser Erkenntnisbegriff legt mindestens einen nicht unerheblichen Teil der Bedeutsamkeit eben sehrwohl auf die "Methode".
Lieber Felix, das ist wohl war, Das, worauf wir unser Erkennenwollen richten, wird dadurch schon verändert.
Aber erklärt der Mythos, was sich von den Archetypen, den Göttern immer wieder verzeitlicht, oder wird er zur selbsterfüllenden Prophezeiung, in die es mit schöpferischer Erkenntnis einzugreifen gilt?
Was wäre dann die Grenze solchen schöpferischen Erkennens?
Trägt uns das Leben, im Sinne eines unbegradigten Flusses, eines Himmels.
Oder begradigen wir dieses Leben durch den Willen, es effizienter zu gestalten, in dem wir es verkürzen und verkürzen, in Wille und Vorstellung?
Mischa |
09/12/09 - 12:24 am | #
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Lieber Felix, "Könnte von mir sein. Oder von Sebastian. Sicher nicht von dir ." Tja, der spirituelle Hochmut verstellt eben auch die Sicht. Mindestens genau so wie "das Christentum".
Michael |
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09/12/09 - 12:31 am | #
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Lieber Felix, das highlight Deiner Kommentare finde ich persönlich hierin:
"Bei jedem Schritte, der in diesem Buche gemacht wird, steht das geistige Schauen im Hintergrunde. Es wird nichts gesagt, das nicht aus diesem geistigen Schauen stammt. Aber indem die Schritte getan werden, sind es zunächst im Anfange des Buches naturwissenschaftliche Ideen, in die das Schauen sich hüllt, bis es sich in dem Aufsteigen in die höheren Welten immer mehr im freien Erbilden der geistigen Welt betätigen muß. Aber dieses Erbilden wächst aus dem Naturwissenschaftlichen wie die Blüte einer Pflanze aus dem Stengel und den Blättern. - Wie die Pflanze nicht in ihrer Vollständigkeit angeschaut wird, wenn man sie nur bis zur Blüte ins Auge faßt, so wird die Natur nicht in ihrer Vollständigkeit erlebt, wenn man von dem Sinnenfälligen nicht zum Geiste aufsteigt." (Hervorh. von mir)"
Diesen Vorgang zu meditieren und zu denken, finde ich durchaus spannend.
Der Mensch erarbeitet sich tätig ein Organ! Und nutzt es gleichzeitig zum "Schauen"! Ein äußerst subtiler Prozeß, der große Möglichkeiten ahnen läßt!
Mischa |
09/12/09 - 12:32 am | #
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Hi, Felix, die Stelle geht weiter:
"Man soll nicht verwechseln dieses Einswerden der Persönlichkeit mit dem umfassenden Geisesleben mit einem die Persönlichkeit vernichtenden Aufgehen derselben in dem "Allgeist". Ein solches "Verschwinden" findet bei wahrer Entwicklung der Persönlichkeit nicht statt. Diese bleibt in dem Verhältnis, das sie mit der Geistwelt eingeht, als Persönlichkeit gewahrt. Nicht Überwindung, sondern höhere Ausgestaltung der Persönlichkeit findet statt."
Also könnte der o.a. Text weder von Dir noch von Gronbach sein. Kannst Du dem o.g. "Allgeist" auch einen Namen geben? Er hat einen, auch wenn Du es nicht glaubst.
Barbara 1 |
09/12/09 - 12:33 am | #
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Herr Seler, einige Fragen zu Ihrem:
"Wer wird nun die Fähigkeit haben, die alten Christusvorstellungen mit dem "Teufel" zu vergleichen und den Ätherischen Christus erkennen...."
und -
"Natürlich ist es wie bei der Rassismus-Debatte, Steiner hat Recht, da die Abwesenheit des Christusses im Menschen im Knochenbau, im Gesicht erkannt werden und sonst als Krankheitssymptom erspürt werden kann."
...habe ich jeweils eine Frage.
1.) Wie stehen Sie zu Steiners Aussagen dass Christus ja nicht nur im Äther geschaut werden kann/sollte/würde etc. - seit dem 20. Jahrhundert (durch natürliche Anlagen und ohne vorherige Übungen, oh Wunder), sondern das dieser Christus auch durch reale Manifestation z.B. bei Versammlungen oder aussichtslosen Situationen den Menschen erscheinen werde und zu Wort käme usw.
Hat man da mal was gehört bzw. gesehen inzwischen? Außer dass sich ein Robert Powell dazu als Finder erwiesen hat - nämlich dass sich solche Dinge in Schweden (in den 1970er Jahren) ereignet haben sollen z.B. in Krankenhäusern, in Kirchen, oder bei einem Ikonenmaler im einsamen Malerstübchen usw. (kam dort groß raus in den Regionalblättern). Und natürlich wurde das auch sehr heiss diskutiert, ob da nicht wohl doch andere Erscheinungen bzw. Geist-Imitate am Werke waren, aber egal. Wir wollen/sollen ja solche Prophezeiungen Steiners ernst nehmen und prüfen...Mir 'gelingt' bzw. genügt z.Zt. die Christuserfahrung auf rein mystische und zwischenmenschliche Weise, was man wohl auch Glauben nennt (und manchmal gute Erziehung).
Mich würd einfach interessieren wie Sie persönlich Christus real erleben zur Zeit und wie Sie zu den recht spektakulären Steineräußerungen stehen.
Dann, deswegen zum Zitat 2 von Ihnen: "Natürlich ist es wie bei der Rassismus-Debatte, Steiner hat Recht, da die Abwesenheit des Christusses im Menschen im Knochenbau, im Gesicht erkannt werden und sonst als Krankheitssymptom erspürt werden kann."
Geht es ihnen denn nicht auch um eine liebende, objektive, freilassende Betrachtung Ihrer Mitmenschen oder schätzen Sie persönlich den Mitmenschen ausschließlich nach gewissen z.B. äußeren Christus-Merkmalen ein? Und wenn ja: könnten Sie mir solche Merkmale schildern, die sie hier in Deutschland erleben? Hat derjenige Christusmensch eine auffallend, hohe Stirn z.B.? oder blaue Augen? Und das mit den Rassen. Ich habe ja nun persönlich einen afrikanischen Freund, Sammy, mit dem ich in Ghana eine Hilforganisation mitaufgebaut habe und immernoch aufbaue, für obdachlose Kinder.
Was meinen Sie, wie ich Ihrer Meinung nach mit diesem lieben Freund verfahren soll? Er ist ja schwarz mit braunen, aber immerhin sehr reinen, leuchtenden Augen, ein echter Kumpeltyp obendrein. Sollte ich ihm irgendwann Steinerzitate mitteilen z.B. die über Neger und Mulatten und sonstigem, damit er evtl. geheilt werde von seinen Makeln? Oder soll ich ihm gar die leiblichen deutsch-afrikanischen Kinder wegnehmen und nach Afrika verschicken, weil sie ja 'Mulatten' sind?
Oder - Haben Sie schon mal einem Indianer direkt in die Augen geschaut und ihm unangenehme Steinerwahrheiten mitgeteilt? Oder wars nur so dahergeredet im fernen Deutschland, weit weit weg in einem EGOISTEN-blogg. Ich kann Ihnen ungefähr mitteilen was mir ein Sammy geantwortet hätte. Er würde mich wahrscheinlich fragend-traurig anschauen, wie eine geknickte Nacktschnecke vor der Hinrichtung - gebeugt und leise sagen: "Was meint Ihr eigentlich wer Ihr seid? ...doch Gottes Geschöpfe, oder?"
Hat Buddha (hat Christus, hat Krishna, wer auch immer) sich jemals über Rassen, Indianer und Neger geäußert? Nein, er hat von Liebe und Mitgefühl gesprochen. Alles andere sind doch Erfindungen von überdrehten Theosophen und Sophisten, aber nicht von Christen im eigentlichen Sinne. Und über sowas machen sich nun Menschen wirklich seit 100 Jahren einen Kopf, hin und her und her und hin...Wahnsinn.
Ein Christus hat den KÖRPER eines Menschen sicher ebenso als Gottes- ausdruck empfunden und anerkannt wie das Geistige und das Seelische darin, eine Einheit eben. Es steckt in so einem Körper die Seele die nichts anderes kennt als diesen wunderbaren farbigen oder weissen oder gelben Körper - als sich eben gerade dort wohl zu fühlen und anerkannt und gewürdigt und nicht verspottet zu werden - NICHT in Selbsthass und Selbstzweifel gestoßen zu werden ob der Hautfarbe - denn wo Selbsthass ist, da kann auch keine Liebe sein bzw. gedeihen.
Hat Steiner nicht selbst, oh Wunder, man kann es ja in der Genesis nachlesen, hochachtungsvoll berichtet von den Engeln, die diesen wunderbaren und komplizierten Körper einst geschaffen haben? Ihm dann Geist und Seele einhauchten, alles nach und nach usw.? Oder waren damit nur weisse Körper gemeint...das verstehe dann einer...Gott wäre dann wohl weiss!
LG
Jo |
09/12/09 - 12:38 am | #
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Jetzt wollte ich gerade was schreiben, und da sind nun vier weitere Kommentare inzwischen da...
Maurulam |
Homepage |
09/12/09 - 12:39 am | #
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@ Maurulam
Rattazong- ab is der Ball-Kong 
Ging mir genauso, na, is ma was loos.
Mischa |
09/12/09 - 12:42 am | #
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... ick hör dir trapsen ...

Luzifer ... |
09/12/09 - 12:45 am | #
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@ Jo
"Was meinen Sie, wie ich Ihrer Meinung nach mit diesem lieben Freund verfahren soll? Er ist ja schwarz mit braunen, aber immerhin sehr reinen, leuchtenden Augen, ein echter Kumpeltyp obendrein. Sollte ich ihm irgendwann Steinerzitate mitteilen z.B. die über Neger und Mulatten und sonstigem,..."
Harrharr, oha, sch..sse, die Welt ist voller Mausefallen, liieber Scholli, paß bloß auf, was Du da draußen in der Welt sagst, meistens ist Frau Welt eh nur am Pennen, aber zuweiln.. pfff
Gruß
Mischa |
09/12/09 - 12:47 am | #
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Hallo Mischa,
danke fürs prompte Erscheinen. Ich dachte schon, ich müsste hier im christlichen Feindesland verdorren .
logischerweise wird von solchem Standpunkt sowohl der Inkarnationsgedanke überflüssig, ebenso jede Art von individueller Weiter-Existenz nach dem Tode zumindest fragwürdig.
Hmm - also: "Überflüssig" ist der individualisierte Reinkarnationsgedanke ohnehin, wenn man die Egozentrik mal aufgegeben hat, mit der man sich so durch die Weltgeschichte bewegt. Und fragwürdig sollte m.E. eigentlich alles sein, nicht nur die Weiterexistenz bzw. das Nichts nach dem Tode.
Aber mit meinem bislang artikulierten Standpunkt hat das relativ wenig zu tun. Ich halte Reinkarnation nicht nur für eine sehr plausible Angelegenheit, sondern bin auch erfahrungsgesättigt der entsprechenden Überzeugung - allerdings ein wenig anders, als das üblicherweise in Anthrohausen ventiliert wird. Es geht mehr so in die Richtung, in der auch der Anthroposoph Karl Ballmer diesbezüglich unterwegs war. Wenn's dich interessiert - hier gibt's einen Dialog zum Thema, den ich vor langen Jahren mit meinem Freund Christian Grauer geführt habe und der uns die lustigsten Etiketten aus der Riege der geistig verrostetsten Anthros (unter ihnen auch der hier krähende Ritter Rapp) eingebracht hat:
http://www.info3.de/ycms/
printar...tikel_251.shtml
Geht es um den spirituellen Bewußtseins-Zustand als Optimum für die Gattung, um ein Überleben als Sozialer Schwarm zu gewährleisten, weil das kriegerische zu destruktiv ist?
Ich bin ziemlich sicher, dass es um gar nichts geht.
Weder die Welt noch der Mensch haben eine Bestimmung - wenigstens keine, die außerhalb menschlicher Setzung läge.
Das Höchste, was sich m.E. sagen lässt, ist, dass der Kosmos ein Selbstentäußerungsimpuls ist, in dem sich Hunger nach Erleben ausdrückt. Von diesem Standpunkt aus findet Welt aber hier und jetzt statt. Zeit und Raum gelten nur für unsere eingeschränkte Perspektive als Personen in einer Umwelt - und was wir als Bewusstseinsentwicklung und -geschichte begreifen und leben, ist nichts weiter als eine in Zeit und Raum ausgedehnte Selbstvergewisserung, die - so oder so - immer aufs selbe hinausläuft.
Man kann das übrigens tatsächlich erleben: Man kann erleben, wie es sich an"fühlt", in SICH SELBST (der Welt) herumzulaufen, mit SICH SELBST (dem Gegenüber) zu sprechen und zu streiten. Das ist die mit Abstand lustigste und erkenntnisreichste aller möglichen Erfahrungen. Es ist aber auch die einsamste. Und wenn man dann wieder "da" ist, weiß man die Diaspora, ihre Offenheit und ihre Unvollkommenheit zu schätzen .
Nightynight!
Felix Hau |
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09/12/09 - 12:48 am | #
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Lieber Jo,
über Christusbegegnungen wird in der Nahtod-Literatur Moody etc. berichtet, muss man allerdings kritisch lesen. Ebenso sind solche Begegnungen in Biografien aus der Zeit des 2. Weltkrieges beschrieben. Ich kann nur im Moment keine nennen. Auch muss man manchmal durch die "herkömmliche Sprache" hindurchlesen können, was der Betreffende meint.
Barbara 1 |
09/12/09 - 12:48 am | #
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Tja, der spirituelle Hochmut verstellt eben auch die Sicht. Mindestens genau so wie "das Christentum".
Erstaunlich, lieber Michael, dass du das nur bei mir wahrnimmst - und dann auch noch in einer unmittelbaren Reaktion auf eben genau das: sich prostituierende Dummheit. 
Felix Hau |
Homepage |
09/12/09 - 12:50 am | #
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Hi Felix,
nimm den Mund nicht so voll. Mit dem Text aus dem Jahr 2000, den Du oben verlinkt hast, kannst Du auch keinen Blumentopf gewinnen. Du verstehst auch nicht mehr von Anthroposophie als der Waldorfwerklehrer, tönst aber genauso laut. Warum bleibst Du nicht ausschließlich bei den Integralen, wäre Ehrlicher.
Barbara 1 |
09/12/09 - 12:58 am | #
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Hi, Felix, die Stelle geht weiter
Ich weiß, bittere Barbara, ich weiß. Da ich da aber nicht mehr zustimme, könnte die Fortsetzung, wie du ganz richtig erkennst, auch nicht von mir sein.
Es ging allerdings nicht einmal um diesen Teil des Zitates. Du bist so eifrig im Aufspüren meiner zahlreichen Freveltaten gegen die christliche Heiligkeit der gottgewollten Anthroposophie, dass dir vollständig entgeht, was ich dir eigentlich mitteilen möchte.
Felix Hau |
Homepage |
09/12/09 - 1:01 am | #
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Ich glaube das verkennst Du ganz gründlich, mein Lieber. Ich nehme Steiner auch nicht alles ab und habe auch nichts gegen Deine eigene Weltsicht - da halte ich es mit dem alten Fritz - aber das Du sie als "einzig wahre und richtige Anthroposophie" verkaufst und nicht als integraler Felix Hau, finde ich beschämend - für Dich.
Barbara 1 |
09/12/09 - 1:07 am | #
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nimm den Mund nicht so voll. Mit dem Text aus dem Jahr 2000, den Du oben verlinkt hast, kannst Du auch keinen Blumentopf gewinnen. Du verstehst auch nicht mehr von Anthroposophie als der Waldorfwerklehrer, tönst aber genauso laut. Warum bleibst Du nicht ausschließlich bei den Integralen, wäre Ehrlicher.
Hmm, bitterböse Barbara, um bei "den Integralen" bleiben zu können, müsste ich dort ja erst mal sein. Bin ich aber nicht.
Was erzürnt dich eigentlich so an dem Umstand, dass Sebastian und ich (und viele andere) Anthroposophie anders auffassen als du? Da hat sich irgendwo in dir so eine kleine Despotin versteckt, etwa drei Jahre alt, die mit dem Füßchen stampft und das Püppchen zu Boden schleudert, wenn die anderen Kinder nicht nach ihrer Pfeife tanzen. Ein sehr unangenehmer Charakterzug, wenn er jenseits der 20 auftritt, was bei dir ja seit zwei, drei Jahren der Fall sein dürfte ...
Felix Hau |
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09/12/09 - 1:08 am | #
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Wenn die Kuchen sprechen, hat der Krümel zu schweigen. 
(Tortenschlacht)
Herzlich
Mischa |
09/12/09 - 1:09 am | #
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So, also ich nehme von diesem Abend erstmal die Erkenntnis mit, dass Tiere Gattungswesen sind, der Mensch allerdings auch zunächst. Der Mensch allerdings als Einziger kann das wissen. Dass es auch noch gewisse Untergattungen gibt, schwarz, weiss, rot, Männer, Frauen usw. ist mir dabei wurst. Bestenfalls interessiert es mich halt, weil ich mich daran erfreuen will. Das soll man ja nicht vergessen, dass wir so erschaffen sind, um sich daran zu erfreuen. Und wenn ich dem schwarzen Freund davon erzähle, dann eben auch in diesem Sinne, weil ich will, dass der sich daran erfreuen kann. Sonst sage ich lieber nix.
Naja, und einiges weitere hatten wir doch auch schon, die PdF, dass es auf das Individuum ankommt.
Und weiter geh ich noch nicht, will lieber die Jahreszeiten beobachten, wir liegen nämlich genau richtig in der Zeit, jetzt gerade. Michaeli steht wieder an, die Herbstzeit, Mr Herbst, mit dem Advent am Schluss. Morgen wird wieder gegartelt, und im Job suchen wir uns schon die Rezepte aus für die Plätzchen, die wir anfertigen werden... So ist genug zu tun!
Ich les euch mit, alles Liebe und gut' Nacht.
Maurulam |
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09/12/09 - 1:13 am | #
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aber das Du sie als "einzig wahre und richtige Anthroposophie" verkaufst
Das tue ich nicht, bollernde Barbara. Du projizierst. Wenn du jetzt nicht aufpasst, wächst sich das zu einer echten Übertragungsneurose aus ... 
Felix Hau |
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09/12/09 - 1:13 am | #
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huhuhu.
Übrigens, die Antwort auf die Frage ist, dass die Verwechslung eben daher kommt, weil der Engel und der Teufel eben beide auf dem Bild zu sehen sind. Es liegt an uns, sich für eine Sichtweise zu entscheiden.
Maurulam |
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09/12/09 - 1:18 am | #
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Felix,
komm nicht noch mit abgelatschten Analyse-Weisheiten! Text-Interpretationen haben Grenzen und wenn eigene geistige Erfahrungen konträr zur Anthroposophie sind, sind sie eben nicht "aus dem Geist der Anthroposophie". Insofern treibst Du Etiketten-Schwindel wie Gronbach mit seinem alten Blog-Namen. Warum nur bist Du da nicht ehrlich? Verkaufen sich Deine Weisheiten nicht ohne das Label "Anthroposophie"?
Barbara 1 |
09/12/09 - 1:19 am | #
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Konträr? Findest du diese Sichtweise zu dualistisch?
Maurulam |
Homepage |
09/12/09 - 1:24 am | #
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Lieber Felix
Auf jeden Fall danke für den link, ich werde das mir mal zu Gemüte führen, hab's schon überflogen.
Verstehen tu ich wohl alles, ich frag mich halt nur, ob es "stimmt".
Denn, das alles eigentlich keinen Sinn hat, außer dem gesetzten, empfinde ich so nicht. Aber, hohoho haha, ich habe, seufz, viele Freunde, die das ähnlich sehen, oder fast genauso, wie Du zumindest angedeutet hast.
Wenn ich mit denen nicht mehr reden wollte, weil..
Ich sehe es aber anders, bin dennoch nicht konfessionell, und um beweisen und gewinnen geht es mir nicht, auch wenn ich grad so gern gut esse und den Luxus nicht verachte.. 
Das sind Dinge, mit denen ich eben nicht ganz fertig bin, ob angenehm oder unangenehm, es gibt noch viel zu denken, zu schreiben, zu "meditieren"..
Ich muß in die Haija..
Danke an Alle, möchten die Engel Euren Schlummer behüten 
Mischa |
09/12/09 - 1:25 am | #
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Tust Du wohl, Felix (1:13), und Du weisst das auch. Ansonsten lies halt mal Deine alten Kommentare hier auf dem Blog - sofern Michael sie nicht inzwischen gelöscht hat.
Gute Nacht!
Barbara 1 |
09/12/09 - 1:25 am | #
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Hallo Mischa,
noch ein Fraktal:
Und die Art, (...) wie Steiner in vielen schriftlichen Texten und Vorträgen spricht, ist diejenige der Berichterstattung.
Ich hatte nie diese Empfindung. Steiners Stil oszilliert für mich zwischen der Haltung des von Rosa von Mayreder so schön betitelten "Kaiser von China"-Gestus, zeit- und kontextbedingtem, schwelgend-ornamentalem Schwulst und dem Bemühen (!) um Verständlichkeit. Bisweilen trug er auch einfach polemisch, populistisch, gemein und sogar von jeglicher wirklicher Kenntnis befreit vor (so zum Beispiel in Bezug auf die sich parallel entwickelnde Psychoanalyse oder im Hinblick auf Bücher, deren Inhalt er besprach, und die bis zu seinem Tod unausgepackt und ungelesen im Regal standen).
Und wenn man sich vergegenwärtigt, wie Steiner nach Aussage von Zeitgenossen Vorträge gehalten hat - in genialer dramatischer Inszenierung, mit geschlossenen Augen und gegen Ende mit anschwellender Stimme -, muss sich der Eindruck des sachlichen, Bericht erstattenden Stils, den man möglicherweise hatte, sowieso korrigieren lassen.
Das Grauenhafteste, was Steiner publizistisch verbrochen hat, ist für mich übrigens der "Lebensgang". Schon die erste Seite ist kaum zum Aushalten. Wie sehr kann man da den 30 Jahre jüngeren und von den Klauen einer Anhängerschaft noch unbelasteten Steiner vermissen, der sich einst - anhand einer Nietzsche-Kritik, meine ich - über die armselige Selbstverleugung erregte, die meint sich in der Haltung "Ich bin nichts, mein Werk ist alles" feiern zu müssen.
Felix Hau |
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09/12/09 - 2:40 am | #
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Tust Du wohl, Felix
Tu ich nicht, brummelnde Barbara. Du tust es und kannst es in keinem Post lassen, Ritter Rapp besteht aus nichts anderem und Michael tut es leider seit geraumer Zeit auch.
Ich reagiere nun schon seit über 10 Jahren auf diese entsprechend launigen und albernen Inquisitionsbemühungen, wenn ich mich mit ihnen konfrontiert sehe. Ich habe bereits nach drei Monaten "in unseren Zusammenhängen" die geistige Weite des ethnologischen Seminars vermisst, wo es völlig selbstverständlich war, dass eine marxistische Wirtschaftsethnologin in totaler innerer Opposition gegen jede Form der Religionsethnologie friedlich mit ihren Kollegen von der Hexerei- und Orakelfront zusammenarbeitete. Heiße Debatten gab's und jede Menge lustige und flapsige Bemerkungen - aber niemand wäre auf die Idee gekommen, ein vorsintflutliches Affentheater zu veranstalten, nur weil man unterschiedliche Auffassungen vom gemeinsamen Fach hat.
Bei christelnden Anthroposophen ist so etwas, systembedingt, völlig ausgeschlossen, was - jenseits aller Interpretationsfragen - nicht gerade für sie spricht.
Felix Hau |
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09/12/09 - 3:12 am | #
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Hallo Mischa!
Denn, das alles eigentlich keinen Sinn hat, außer dem gesetzten, empfinde ich so nicht.
Aber wie kommst du zu einem anderen als einem gesetzten Sinn?
Und aus welchem Grund befriedigt ein gesetzter Sinn dich nicht?
Felix Hau |
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09/12/09 - 3:22 am | #
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Hallo Michael!
In seinen schriftlichen Ergüssen können sich Anthroposophen meist nicht wieder erkennen und lehnen daher einen solchen Repräsentanten für sich ab.
Das seh' ich ja jetzt erst.
Wo hast du das "meist" her?
Wir haben doch ein ganz anderes Problem: Immer weniger Anthroposophie-Interessierte wollen eine Beziehung zu dieser überalterten und unbeweglichen Gesellschaft eingehen, die in der Peripherie kaum auf andere Einfälle kommt, als sich jeden Mittwoch Abend seit 100 Jahren Steinerbücher vorzulesen und den Christus zu beschwören. Und immer mehr Anthroposophie-Interessierte schauen über den Rand der Suppenschüssel, suchen und finden traditionsübergreifende Netzwerkstrukturen, weil sie in der Enge anthroposophischer Parallelwelten vor Ort kaum Gleichgesinnte entdecken und weil andernorts schlicht mehr zu finden ist, das für ihr Leben irgendeine Relevanz besitzt.
Felix Hau |
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09/12/09 - 3:41 am | #
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Also, um Gronbach geht es hier aber schon lange nicht mehr. Gut so. Das Thema hat sich verlagert in das, worum es tatsächlich geht: um Euch. 
Barbara3 |
09/12/09 - 8:49 am | #
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Ä
tat-sächlich. XD
Barbara3 |
09/12/09 - 8:51 am | #
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"Du verstehst auch nicht mehr von Anthroposophie als der Waldorfwerklehrer"
- "der Waldorfwerklehrer" - ist das eine neue anthroposophische Gattungsbezeichnung? finde ich gut, kennt ihr:
"Das Steiner-Kit - ich bastele mir den Menschen"?
Barbara 4 |
09/12/09 - 9:41 am | #
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Welche Schublade darf´s denn sein?
Barbara5 |
09/12/09 - 10:57 am | #
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Danke, lieber Felix Hau, für die tollen "Fraktale"! Ich habe gerne hohe Wellen, um Rudern zu üben! Ohne Gegenansichten verblödet man nämlich. 
Mischa |
09/12/09 - 11:00 am | #
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@Jo
"Geht es ihnen denn nicht auch um eine liebende, objektive, freilassende Betrachtung Ihrer Mitmenschen oder schätzen Sie persönlich den Mitmenschen ausschließlich nach gewissen z.B. äußeren Christus-Merkmalen ein? Und wenn ja: könnten Sie mir solche Merkmale schildern, die sie hier in Deutschland erleben? Hat derjenige Christusmensch eine auffallend, hohe Stirn z.B.? oder blaue Augen? Und das mit den Rassen. Ich habe ja nun persönlich einen afrikanischen Freund, Sammy, mit dem ich in Ghana eine Hilforganisation mitaufgebaut habe und immernoch aufbaue, für obdachlose Kinder."
Nun wird mir klar, warum der Site-owner von Umsicht usw. schrieb.
Die "Merkmale" haben nichts mit dem sog. Begriff Rasse zu tun. Auch der "Körperbau" nicht.
Es handelt sich hier um die innere Aufrichtekraft, die sich im Körper(bau) dann bemerkbar macht.
So konnte ich vor Jahren wiederholt feststellen, wie der Körperbau von Kindern anders schwingt,
die nach Schulende die Waldorfschulen verlassen zu denen, welche aus den normalen Schulen kommen.
Die Wirkensweise der Waldorfpädagogik funktioniert auch heute noch, auch wenn der Geist nach Auffassung Dritter schon längst die Waldorfschulen verlassen hat (Aussage von Herrn Kurt Willmann ca.1975).
Wir können bei der Rassismusdebatte ja nicht weglassen, wie die Geisteswissenschaft nach Steiner "rassebildend" ist, eben eine geistige Rasse, die nichts mir dem "farbigen" zu tun hat. Also die Wirkung der inneren Beschäftigung mit dem Werk Rudolf Steiners wirkt letztlich gestaltend bis in den Körperbau hinein... .
Vielleicht hilft bei der Diskussion der Hinweis Steiners, er habe gezielt widersprüchliche Aussagen gemacht, um seine Zurhörer dazu zu bewegen, keine Aussage für sich festzuhalten.
Gelten wird natürlich Steiners Hinweis, der Geistesforscher stellt fest, als die Ereignisse in Palästina geschahen, kann eine Verfinsterung des Himmels wahrgenommen werden und ein Erdbeben.Weiter weist Steiner darauf hin, wie der Leib des Christi in einer Erdspalte verschwindet, von der Erde aufgenommen wird.
Es handelt sich hier um eine Schilderung Steiners zu den irdischen Geschehnissen.
Es wäre wohl notwendig, das Schicksal von Rudolf Steiner ganz neu zu beleuchten, so wie Thomas v. Aquin Aristoteles fortführte und Steiner den Thomas v. Aquin weiter entwickelte, bedarf es nun einer Weiterentwickelung von Rudolf Steiners Impuls. Insofern sind die Impulse von Felix Hau und Gronbach an sich richtig, wel sie vor der Versteinerung bewahren.
Was "Liebe" ist, bleibt ja auch zweifelhaft?! Vielfach kommt doch der christliche Kirchenliebesimpuls nur daher, neue Arbeitssklaven für Dritte "heranzuerziehen", also brave Untertanen hervorzubringen. Vielleicht ist auch deshalb der Hinweis von Steiner auf den Ätherischen Christus, wie er von der Amtskirche als Teufel verschrien werden wird, so "anarchisch". Wer das berühmte "Celler Loch" kennt, als ein Bombenanschlag der RAF in die Schuhe geschoben werden sollte, wer die Geheimorganisationen kennt, die gezielt bestimmte Morde den Linken in die Schuhe schoben, der erkennt, es geht doch um viel mehr, als um "Umsicht" oder "Contenance", es geht schlichtweg um die Befreiuung des menschlichen Bewußtseins aus dem Gefängnis Geburt und Tod. Meines Erachtens war dies ein Anliegen von Rudolf Steiner, hier den Menschen Hilfestellung zu geben.
Rudolf Steiners Impuls der Weihnachtstagung ist gescheitert, wie er selbst erkannte.
Wir lebten als AAG eine Illussion hinsichtlich der Weihnachtstagung und haben uns vom Vorstand in Dornach verführen lassen. Das ist die Tragik der Geisteswissenscchaft Rudolf Steiners.
Ein schweres Karma für die Individualität Steiner, der von sich sagte, hätten die Meister ihn nicht überzeugt, hätte er nur philosophische Schriften geschrieben. Steiner hat also den Impuls zur Geisteswissenschaft nach Außen eigentlich gar nicht selbst gehabt, sondern sich überzeugen lassen. Das Karma ist also umfassender....... .
Hatte eigentlich noch eingehender Ihre Frage wegen des bedeutsamen Hinweises von Steiner auf die Erscheinungen des Christusses gegeben, aber will den Site-Owner nicht zu weiteren Ordnungsrufen Anlass bieten -
Vielleicht finden Sie hier einige Antworten
http://tiny-mundo.de/old/kruzifi...x-
beschluss.pdf
Daneben wunderte es mich, wie viele unsere Zeitgenossen sich nicht für das Schicksal der im Vorwort erwähnten katholischen Priester interessieren, welche in Psychiatrien verschwanden..... .
Nun muß ich mich in Geduld üben,
da am 11. Oktober möglicherweise die Forschung Dritter
zu meiner letzten Inkarnation bekanntgegeben werden
und dann Alles wieder ganz anders aussieht.
Eingehenderer Gedankenausstausch?!
dann mailen Sie bitte
DienstSeler@aol.com
Ernst Seler |
09/12/09 - 11:17 am | #
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easy to assemble from prefabricated pieces ...
Steiner-Kit© |
09/12/09 - 11:27 am | #
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@maurulam - dein :
Übrigens, die Antwort auf die Frage ist, dass die Verwechslung eben daher kommt, weil der Engel und der Teufel eben beide auf dem Bild zu sehen sind. Es liegt an uns, sich für eine Sichtweise zu entscheiden.
Wiederum - Einseitige Sichtweisen und Belebung bzw. Missachtung gewisser Gesetze der Gegensätze, können schnell zu einer Verschnupfung führen. Beides im Blick haben, wie auf einer Waage haltend, erkennen und loslassen was einseitig geworden ist (und auch weh tut)- weg vom ewigen Kinder-Sandkasten-Spiel sogenannter Erwachsener. Ich nenne es mal: 'Gut-Sein im Verborgenen' und - noch klüger sein als die Schlangen, auch f ü h l e n können, noch ...
Ja und wenn sogenannte Gute (und Schlaue) dem Bösen mal wieder hinterherrennen (es austilgen und bekämpfen wollen) und umgegkehrt ebenso, pure Reaktion, das ist schon Irr-Sinn und eigentlich lächerlich-einfach zu durchschauen...
Ruhe finden in der Birne, wahre Sanftmut auch, Sanftmütigsein vor allem mal zu sich selbst - ein Stück gute, alte, gnostische Schule ist auch dabei.
So gesehen sind die meisten Menschen einfach nicht gut genug zu SICH; sie verbrennen geradezu, denn sie jagen, sie streiten, sie verzweifel, oft gepaart mit materiellem Oppertunismus, einer unseligen Geldhascherei sowie ausgestattet mit einer Wahn-sinns-intelligenz, die an Kälte nicht zu überbieten ist und die meist nichts anderes hervorbringt als postmoderne oder aber althergebrachte Spitzfindigkeiten oder Personenkult/wichtigkeit oder, oder, oder - was dann zu nichts, zu gar nichts führt, außer zu Leid und Chaos.
Es fehlt das Entscheidende oder das Uralte? - Vielleicht die Liebe... vorsichtig, zart, mit Schönheit ausgestattet bis ins physische hinein, bis ins Antlitz. Ich sehe oft nur noch abgehetzte/abgewetzte Leut und Gesichter, keine schönen Menschen mehr. Häss-lich - SEIN, zerfurcht wie eine Kraterlandschaft bei Nacht, na dann bis zum nächsten Vulkanausbruch...Mutter Erde freut sich schon und das neue Jerusalem kann warten...
Jo |
09/12/09 - 11:37 am | #
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So, nun bin ich etwas fertig mit dem durchlesen, hai ai jai, ihr habt ja gestern nacht noch richtig "Party" gemacht. Ja, es ist wahr, auf einer Uni kann man üben, Dinge und Menschen auszuhalten, die einem zuerst voll gegen den Strich gehen. Aber nicht nur das, man muß obendrein lernen, deren Ansichten und allerlei andere, bis ins letzte Eck "zu verteidigen" (das wäre das Ideal, hähähä ) und perfekt nachdenken zu können.
Aber ich denke schon auch:
Man muß da aufpassen! Weil das auch an die Gesundheit gehen kann, wenn man es da übertreibt.
Weil das eine Belastung für das eigene Immunsystem werden kann, sich mit "Meinungen" und Gedankenhaltungen und Theorien herumzuschlagen, die einem voll gegen den inneren, ja doch, Seelenstrich gehen.
Aber ja! Das ist Arbeit, die ihre entsprechende Regeneration, schon physisch, verlangt und verdient!
Lieber Felix! Es gibt robuste Naturen, die das lang, hart und gut können, und dazu in einer Öffentlichkeit stehen (nochmal eine hohe Forderung an das Immunsystem!).
Und es gibt eben auch Sensibelchen, die das auch lernen und üben müssen, die jedoch erstmal formulieren lernen müssen, was ihr eigener Standort im wesentlichen bedeuten könnte, ist.
Es ist wirklich wahr:
Das Leben kann, für den, der's will, einen großer interaktiver SchulungsWeg sein, es gibt unzählige Vektoren, die wir aussenden, denen wir ausgesetzt sind, und daher ständig im "Kampf" um Gleichgewicht sind.
Ein Sprachgestaltungslehrer, als ich frustriert was gegen "Sozialdarwinismus in der Wirtschaft" in meine Hand grollte, in den 80ern gar, wo es ja nicht schlimm war damit , rief mir zu (er schrie nich..)
DAS LEBEN IST EIN GEISTIGER KAMPF UMS DASEIN ein spiritueller, welcher allerlei Bewußtseins-Zustände, Denkhaltungen, Vorstellungen und Konzepte, Pläne, und kultürliche Stile scheitern, "siegen", untergehen läßt, ohne daß -zuerst einmal- dabei ein Mensch zu Schaden kommt.
Auf der Ebene der Konzepte und Glaubenssysteme, die uns aber nicht immer bewußt ist, und daher sich selbst überliefernd suggestiv wirksam sein können, hoffen ja viele, durch Wechsel der Denk-Konzepte sich selbst und die Gesellschaften optimieren zu können.
Ein atheistischer Arabisch-Stämmiger ärgert sich, wenn Frauen laut lachen! Ich frage: Bist Du Muslim. Er: Nie gewesen. Ich: Lies mal den Koran, da steht das nämlich drin, daß man, Frauen schon gar nicht, zu laut lache! Er: Ach tatsächlich? Aber es ist doch m e i n e Empfindung?
Es ist nicht so einfach, den Angelpunkt in der Welt zu finden, Morgenstern schreibt in einen Gedicht vom "fieberndem Geflecht der Zeit", ein kompliziertes Gewebe des Lebens gilt es zu erforschen, in etwa zu erkennen, wenn man, im Steiner-Sinn "Geistesforscher" und "Geistes-Schüler" wird, man kommt da nicht, meine ich, an einen Punkt, wo man etwas endgültig weiß.
(Das mit dem Heisenberg und der Unschärfe. Die Überprüfung verändert die zu überprüfende Sache, das Überprüfte aber verändert auch die ursprünglich beabsichtigte Methode d. Ü.,..)
Es gibt diesen Witz vom Zenmönch, der sich über Sich Klarheit fand, der steht auf einem hohen Berg und sahahagt: "Jetzt könnt ich jedem den Weg zeigen!" aber da oben ist niemand mehr! Dafür aber hat man /"der Zenmönch" (s)einen Überblick.
Lieber Felix, Du hast gefragt zu meiner Sinn-Vermutung:
-Denn, das alles eigentlich keinen Sinn hat, außer dem gesetzten, empfinde ich so nicht.-
"Aber wie kommst du zu einem anderen als einem gesetzten Sinn?
Und aus welchem Grund befriedigt ein gesetzter Sinn dich nicht?"
Weil meine Biografie durch seltsame Zufälle, die eigentlich so unglaublich sind, wie zwei hintereinandige Lottogewinne, auf einmal angenehme und auch auf unangenehmene Weise von einem -Schicksal- mitbestimmt worden ist. Außerdem habe ich in der Jugend -drogenlose- "out of body" Erlebnisse gehabt, die so innerhalb ihrer Situation "selbstverständlich" waren, daß ich eben sage:
Wenn es keine tatsächliche geistige Welt gibt, oder eine Art Existenz nach dem Sterben des Gehirns, dann ist es auch möglich, daß ich seit Jahren in einer Gummizelle sitze und all das nur träume, was ich heute erlebe, weil mir jemand vor 15 Jahren LSD in den Kaffee getan hatte..
Oder das Bild als Wort: Dann ist vieles "Geistige Erleben" Sol-Ipsistischer Art. Und kollektiviert ähnlich durch die Gattung, durch "unser" Nervensystem.
Der Nachtod, der "bardo"-Zustand wäre dann ein letztes Feuerwerk unserer Nerven, die immer mehr erlöschen und uns eine Zeitspanne von subjektiven drei Millionen Jahren Seligkeit suggerieren, als letzte "Belohnungs-Ausschüttung" des Gehirns.
Karma und Reinkarnation allerdings, müßten dann schon mit Gedanken aus der Chaostheorie erklärt werden.
Wir stehen im Fokus eines Geschehens, einer Form, die sich erinnert!
Wenn wir einen Stein in den Teich werfen, kehren die Wellen wieder zurück, auf einer idealischen Wasserkugel weiß ich nicht, was daa geschieht darum den Teich als "Welt als Scheibe". Dann macht es zweimal "plopp", und die Wellen erinnern sich an den Stein.
Wie kann man das anders sagen?
Es hat auch etwas mit dem "Schuldproblem" und der "Strafe" zu tun. Was ist wichtiger: Strafe, als Apell, den Bestraften im Wollen zu bessern, geht das so leicht..
Oder mit ihm zusamen die Vektoren zu ergründen, die Wellen, in deren Fokus er / sie "schuldig" werden m u ß t e..
"Ich" könnte also "in" eine Situation, einen Fokus von Kraftwirkungen "inkarnieren", ins Leben erwachen, ohne jemals vorher dieses "Karma" gewesen zu sein.
So meintest Du doch in etwa den Reinkarnationsgedanken im alten info 3 Interview?
Ich glaube, und wenn ich tief in mich hineinlausche, ahne ich, daß es nicht darauf ankommt, welchen Sinn ich mir setze, sondern ob ich den Sinn in meinem Leben "erlauschen" kann.
Was unterscheidet mich aber nun von einem schlichten Romantiker und "New-Age"-Hausmann, oder einem Gläubigen Amtskirchler. Wenn ich mir kein differenziertes Sensorium aneigne, um diesen "Sinn" und die Bedeutung meines Lebens zu empfangen, umso mehr werde ich nur mehr und mehr Apparat, und dahingehend ist es durchaus so, daß der Mensch meiner Ansicht nach den "Sinn" setzend vorbereiten muß, damit er vom Leben aufgenommen werden kann.
Mischa |
09/12/09 - 12:10 pm | #
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http://www.stoehlker.ch/weblog/2...#comment-
185202
Wer braucht Anthroposophen? |
09/12/09 - 12:11 pm | #
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Allerdings, wenn es blöd kommt:
"Von diesem Standpunkt aus findet Welt aber hier und jetzt statt. Zeit und Raum gelten nur für unsere eingeschränkte Perspektive als Personen in einer Umwelt - und was wir als Bewusstseinsentwicklung und -geschichte begreifen und leben, ist nichts weiter als eine in Zeit und Raum ausgedehnte Selbstvergewisserung, die - so oder so - immer aufs selbe hinausläuft."
Selbstvergewisserung, der "Schaltkreis" der Egospiele. Die durch die Paradigmen der Soziologie kartografierte Spiel-Ebene.
Mischa |
09/12/09 - 12:30 pm | #
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@Jo "Ich sehe oft nur noch abgehetzte/abgewetzte Leut und Gesichter, keine schönen Menschen mehr."
Das ist allerdings wahr! Und gerade bei schönen Körpern mit einem hässigen Wesen drin, da denkt man oft: Schad drum. Aber auch so ist es schad um die Zeit. Jeder hat dauernd Momente zum übersehen oder überhören, und macht weiter, wie bisher.. Darum "darf" man durchaus auch so manchem mal böse sein.
Man muß ja niemanden verprügeln.
Mischa |
09/12/09 - 12:39 pm | #
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@ Jo
Etwa, wenn eine homöopathiebetreibende Apotheke, in Regensburg war es glaub ich, seit sage und schreibe 500 Jahren geöffnet hatte.
Und jetzt per EU-Verordnung geschlossen weren mußte, weil ein halber, der dann zu einem ganzen Quadratmeter "Verkaufsfläche" aufgerundet wurde, fehlt, fehle.
Das ist Vollzugs-Gehässigkeit, und in diesen Zusammenhängen, da finden wir Menschen, die auch eine gewisse Ausstrahlung haben, daß es mir große Lust bereiten würde, denen den Hintern zu versohlen.
Wenn nämlich Solche hier immer mehr etwas zu sagen haben, dann brauch ich nicht darum zu fürchten, Ansichten zu haben, die nicht "ernstzunehmen" sind. Mit wem soll ich denn reden, wer soll "mich ernstnehmen"?
Eine Kultur wäre mir da schon lieber. Wo man das Denken übt, usw.
Aber Alhambra würde heute nicht mehr stattfinden können. Und wenn wir hier wie in Indien etwa noch echte "Yogies" gehabt hätten, die hätten den Hitlerismus ja nie und nimmer überlebt. Spiritualität ist eine bedrohte Geistes- und Gedankenhaltung zur Zeit. Vor allem, wenn sie wirklich an Götter und höhere Wesen "glaubt", darauf vertraut.
Analog war auch die vitale Natur, deren Urbild (Wahrbild) 'Der Fluß' ist nie zuvor so unter der Knute des Planes, der Industrie. Gerade in Deutschland hier können wir ja nicht mal als Fußgänger mehr "ernstgenommen" und ernsthaft bestehen, sogar kleinste Nebengassen wurden für das Auto konzeptual längst ausgelegt, usw. Spaziergänge, so mal raus, hinter ins Feld, sind auch in weniger besiedelten Gegenden soo nicht mehr drin. Ein Logistikzentrum schließt ans nächste, dann kommt der Zubringer, dann der Transportweg und dann eine Baustelle und ein Flughafen, etc..
Wer will da noch glauben, daß die Lebensweise und Philosophie des Bürgertums - nicht "die Menschheit" selber ist?
Wer wagt denn noch zu sagen, daß der Sinn des Flußlaufes nicht seine zweckmäßige Eindämmung, Schiffbarmachung und Begradigung ist.
Der Fluß aber ist das Wahrbild menschlicher Biografie.
Mischa |
09/12/09 - 1:26 pm | #
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Und "zünftig" leben läßt es sich mit einer gewissen Spiritualität heute längst nicht! Zunft würde eine ganzheitliche Integration bedeuten.
Das geht nicht.
So, wie einst die Weisen am Ganges saßen, jeder mehr oder weniger ein Einzelgänger und Eigenständiger Gottsucher, so ist das heute, eher sinnbildlich zu verstehen.
Der Weise und der Gottsucher lebte früher fern und außerhalb der Ansiedlungen.
Heute eben fern und außerhalb kollektiver Meinungsblöcke, außerhalb mentaler Reviere.
Er bedarf äußerer Bestätigung nicht.
Das scheint mir selber eine wesentliche Grundlage, bevor ich mich an manchen Tagen in ein "zünftiges" Getümmel begebe(n) (muß).
Mischa |
09/12/09 - 1:39 pm | #
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So. Hab grad den Psychiatriebericht gelesen und muss den erstmal verdauen. Ich geh jetzt garteln.
Maurulam |
Homepage |
09/12/09 - 2:52 pm | #
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(Krieg heute evtl meinen Rasenmäher nicht.)
Ich bin immer noch zutiefst geschockt. Vor meinem inneren Auge steigt das Bild von meiner Mutter auf, sie sagt, wie ist so eine Geschichte denn heutzutage möglich. Wo doch die heutige Medizin so fortgeschritten ist, und das zuständige Personal so gute Ausbildungen bekommt. Wo wir doch alle ein so tiefverwurzeltes
demokratisches Verständnis haben. Sie hat nämlich vollkommenes Vertrauen in die Zurechnungsfähigkeit von verantwortlichen Menschen.
Lieber Ernst Seler, kennen Sie evtl das Bistum Eichstätt. Sehr angenehme, schöne Gegend, wenn auch nicht so
weltläufig wie Regensburg.
Maurulam |
Homepage |
09/12/09 - 3:49 pm | #
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lieber Herr Seler,
danke fuer ihre Antwort und entschuldigung, wenns meinerseits etwas zu aufbrausend und vielleicht auch zu simpel daherkam (Rassen, Christus, Physis etc).
Klar, das mit dem Geistigen bei Steiner in seinen Rassenerklaerungen darf man nicht üebersehen. Ich uebersehe es jetzt trotzdem mal, feur einen Augenblick. Mir kommt da oft zu viel einseitig Geistigkeit hervor, da wird stur dran festgehalten mit der Folge des Absolutheitsanspruches sowie Schubladendenkens, vor allem bei heutiger 'gewoehnlicher Anthroposophie' (ich erspare uns jetzt selbsterlebte Beispiele und Kommentare)...sie werden wissen worauf ich hinaus will, Sie habens ja auch schon aus eigenen wirklich nachvollziehbaren Erlebnissen heraus, hier im blogg mitgeteilt. Ich verzichte also zunaechst gern mal auf Geistigkeit und Reinkarnationsregeln und plaediere fuer mehr (und ganz profane) Toleranz, Interesse am Mitmenschen und Mitgefuehl - es geht mir um die Wiederentdeckung des Fuehlens, ums seelische, letztlich ums ganz normale Miteinander.
Im uebrigen habe ich eine differenzierte Meinung zu Steiners Rasse und Ausländerbemerkungen, wenns interessiert. Ich stehe Herrn Dr. Weihrauch da sehr nahe, (aber auch Arfst W.)dem Verleger und Autor der Flensburger Hefte, der bereits 1993 über diese ganze Rassen-Geschichte, aber auch über die Entgleisungen, ein Buch in Interviewform veröffentlicht hat.
LG
Jo |
09/12/09 - 3:57 pm | #
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Habe auch den "Psychiatrie-Bericht" überflogen. Die Meute verständigt sich über ein unterirdisches Mycel, ..
Mischa |
09/12/09 - 5:05 pm | #
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Wichtig ist, Dinge ansprechen zu können ohne Furcht.
Ich glaube aber, dass sich die Zeiten schon verändert haben seit Steiner, im Umgang von Geistigem mit den Menschen. Man kann nicht mehr ein schweres Schicksal durch Karma erklären - das hat eine gewisse Trostfunktion, aber darf nicht in einer Weise zum Fatalismus führen, wie es glaube ich in früheren Zeiten doch der Fall gewesen ist. Das muss man erkennen. Jedenfalls gilt noch viel mehr wenn man ein schweres Schicksal sieht, dass man helfend eingreift, da wo es in der Macht steht. Das ist doch auch Christentum, wenn ich Christus im anderen erkennen kann.
Maurulam |
Homepage |
09/12/09 - 6:09 pm | #
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“(unter ihnen auch der hier krähende Ritter Rapp)“
Wadenbeißer Hau braucht wohl mal wieder Auslauf .
Eines erstaunt mich aber nun doch, wie unverhohlen er hier seine wahre Meinung über Steiner zur Schau stellt. Nicht, dass mir das etwas Neues wäre, das war mir bereits einigermaßen klar, als ich dieses „Gespräch“ mit CG, das er hier verlinkt hat, vor Jahren mal in die Finger bekam.
Wesentlich subtiler als heute war er noch in seinen Anfängen als Info3-Schreiberling, aber da wurde er dann ja auch immer vorwitziger, bis er so sehr gezündelt hat, dass er sich dabei den Pelz verbrannte, woraufhin er in die „Besenkammer“ gesperrt wurde, damit er nicht das ganze Gebäude in Asche legt. Von Stund an bekam er dann keine Gelegenheit mehr zum Zündeln. Das muss der gute Steiner nun büßen :-( .
hr |
09/12/09 - 6:56 pm | #
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Liebe Maurulam,
"Lieber Ernst Seler, kennen Sie evtl das Bistum Eichstätt. Sehr angenehme, schöne Gegend, wenn auch nicht so
weltläufig wie Regensburg."
mein Bruder wohnt in der Nähe, hat in Eichstätt seinen Lehrer gemacht. Sehr lichtvolle Stadt, mit geschichtlich-schwer-schwingenden Kirchengebäuden.
Hatte übrigens in Regensburg ca. 1985 während eines katholischen Gottesdienstes mit hunderten von Besuchern die tiefste religiöse Erfahrung im Tagesbewußtsein. Traf auch einige wirklich gute Priester, doch die haben es schwer, müssen "gehorchen". Übrigens haben uns mehrere katholische Priester 1995 geschrieben, uns gratuliert und sich für unseren Impuls ausdrücklich ausgesprochen. Im Jahre 2002 gab es eine Schlagzeile in der tz auf der 1. Seite, als ein kath. Priester formulierte: "Kruzifixe sind zu brutal für kleine Kinder" und sie im Kindergarten abhängen ließ. Das war also sieben Jahre nach dem BVerfG-Beschluß. Interessant ist, 1993 gab es einen Spielfilm, in welchem ein kath. Priester (gespielt von Günther Strack) das Kruzifix im Kindergarten abhängte. Auch im Film wurde die Brutalität des Kruzifixes für kleine Kinder beklagt.
Wir hatten 1989 hunderte Adressen angeschrieben, als wir auf der Flucht vor der Staatsgewalt uns versteckten. Kinder sollten per Gewalt der Schule zugeführt werden. Durch bestimmte Umstände und Hellfühligkeit konnte dann die bereits im Landratsamt bereitliegende richterliche Wegnahme (per Einstweiliger Verfügung) verhindert werden. Ergo, ich verdanke der Katholischen Kirche sehr viel und diese umgekehrt auch .
Als ein Sohn bei Siemens sich zur Berufsausbildung vorstellte, entpuppte sich der Personalleiter, bzw. "Psychologe" als kath. Priester (interessante Methode oder?)und er fragte wegen des Namens, ob der Vater.... . "Ihr Vater hat "uns" 1995 ganz schön zugesetzt."
Das so schöne Bayernland bietet tatsächlich eine herr-liche Kulisse für manches Theater.
Gruß in die Schweiz (wenn ich mich nicht in der Erinnerung vertue, hatte Ihre website gegoogelt und gefunden, wenn Sie es sind)
Ernst Seler |
09/12/09 - 7:33 pm | #
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So - mal kurz wieder was zum ursprünglichen Thema. Die Jahresmitgliederversammlung der AAG NRW: das war sie.
Sebastian Gronbach ist mit 9 (von 50) Gegenstimmen wiedergewählt worden.
Immerhin: ein Hoffnungsschimmer.
Anthroposophen haben auch in NRW meist vom nörgelnden Sitztanz im Kleingarten erfreulicherweise die Schnauze voll.
Felix Hau |
Homepage |
09/12/09 - 8:23 pm | #
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@ hr
Mag sein, daß Felix Hau wadenbeißerisch daherkommt. Aber ich bin froh, wenn jemand seinen Skeptisismus offen ausspricht, und sagt, wo er /sie steht. Ich -privat- konnte mit Anthroposophen fast nie über längere Zeit Umgang haben, ohne daß es Griesgram über mich gegeben hätte. Mit Nicht-Anthroposophen waren auch private Freundschaften möglich. Da war Steiner nur indirekt ein Thema, ich mußte übersetzen, schweigen, verdolmetschen, verhüllen.
Was hat das mit dem Thema? Welchem? ..und nichts.. Wenn jemand ehrlicher Atheist, Agnostiker oder auf die Art "Anthroposoph", wie Felix Hau, nämlich bekennend, dann habe ich persönlich weniger Probleme, als mit irgendwelchen verknoteten und insgeheimen Befindlichkeiten, wo man eine Seismograph und ein Morse-Alphabet erstellen muß für all das mit indirekten Hinweisen regelrecht verminte Gelände, sozial mit Fettnäpchen zugepflasterte Mausefallenland in Camphills etwa, usw. Ich finde, erst sollte einer "Mensch" Anthro werden, dann Sophilist, oder so..
Es ist halt nicht! : Dass alle daselbe erleben, meinen, können, wollen, hoffen, glauben, mich nervt das ja auch, seit ich auf der Welt bin, exakt so lange, und vor meiner Geburt hat es mich bestimmt auch schon genervt, trotz alledem meine zwei Eltern sich in dieser Nacht mochten.. Liebe Grüße, an alle
Mischa |
09/12/09 - 8:44 pm | #
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ja Mischa mach es einfach "denen den Hintern versohlen."
Das ist bitter und diese Bürokraten (Europaweit), Michael Endes grauen Männer, sind eine echte ahrimanische Macht und Herausforderung. Ich sage ja auch nicht dass man die Hände in den Schoß legen sollte; starte einfach eine Protestbewegung mit Unterschriften und Berichten in deinem eventuellen blogg - ich unterstütze dich sehr gern, kann aber selber aus augenblicklichem Zeitmangel nicht damit anfangen.
Da ist ja eben das Bösartige der Bürokratie übergeschwappt und die Mitte bzw. Balance fehlt völlig. Und aus der Mitte, eben aus der Menschlichkeit, aus dem Herzen kann man sehen was gut ist, dort entsteht auch praktischen Denken.
Und wie kam es überhaupt zu diesem kalten Bürokratismus? Weil die Verkopfung an den Unis einerseits zunahm, gepaart mit Profit -und übertriebenem Spardenken gegen die Arbeitnehmer, weil das Fühlen, die Brüderlichkeit einfach verlernt war. Die Masse der Wähler resignieren auch, weil kaum noch Identitätskraft vorhanden ist, auch keine Mitbestimmung und sich obendrein Bequemlichkeit und Kosumsucht einschlich (so bekommt diese Herausforderung auch Sinn für ALLE, da dürfen wir uns gar nicht beschweren). Vielleicht kann man ja jetzt etwas mehr von den Linken erwarten, die Grünen haben ja seinerzeit auch richtig was bewegt. Klar, es wird nie perfekt werden, weil zu viele Ansprüche vorhanden sind; und da bin ich dann wieder bei der privaten Initiative, die viel bringen kann und wird, vor allem im spirituell-praktisch-menschlichem Sinne, das darf nicht unterschätzt werden.
nice weekend
LG
Jo |
09/12/09 - 8:44 pm | #
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Lieber Felix, mit einem Herauswurf hat - außer Segro selbst- ja niemand gerechnet. Ich wünsche das übrigens auch nicht. Aber er ist ein bisschen angezählt, das ist okay.
Michael |
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09/12/09 - 8:45 pm | #
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Heißa,
Segro bleibt im Arbeitszentrumskollegium!
Er wurde wiedergewählt und damit hat Michael richtig vorausgesagt.
Somit bleibt die Vielfalt der unterschiedlichen Persönlichkeiten erhalten. Tom Tritschel hat es so formuliert.
Ich war heute dabei!
klangkörper |
09/12/09 - 8:57 pm | #
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"Dankbar für die Steiner-Surfer-Schule. Dankbar für die Wilber-Welle."
Finde dieses Zitat von Herrn Gronbach.
Sollen damit Menschen angelockt werden, die den Spaß am Surfen nur leben, just fun. Ist die Berufung auf Steiner als Surf-Lehrer aufgesetzt, alles nur Marketing, so wie die Schwester von Herrn Gronbach ihre Unterwäsche gekonnt mit Texten versieht, um sie zu verkaufen, für das Deutsche Vaterland?!
Da wo Herr Gronbach vom dritten Gehirnschlag des Vaters berichtet, da wird er erstmals Mensch.
Es gab einen Slogan, der ungefähr so lautete, von Gronbach: folgt den Gronbachweg, dann seit ihr sicher, braucht keine Angst zu haben.
Was ist der Gronbachweg und flugs ist man/frau in den Gedankengebäuden von Ken Wilber involviert. Ken Wilber am Video hatte nicht das, was seine Anhänger verströmen. Da und dort Seminare mit gepfefferten Preisen. Gab es nicht eine Osho-Welle und letzten Endes nur Konsum, zum Thema Mann und Frau, Leib, Seele, Geist passend.
Nun das Seminar wo Steiner und Wilber von Gronbach vermählt werden und am 11. Oktober endet und zufällig könnte da die Nachricht über die letzte Inkarnation hineinplatzen; soll ichs verhindern, denn "ich" schaue nur zu, da ich weder in die Forschung einwilligte, von ihr wußte, noch eine Veröffentlichung bejahen oder verneinen werde.
Let´s surf Rudi, so wird der 11. Oktober sein?!
Gronbach, Halle, Tradowsky, der so vor den Dämonen warnt, vielleicht haben wir beim surfen zuviel Wasser geschluckt 
Ernst Seler |
09/12/09 - 9:02 pm | #
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Lieber Michael!
mit einem Herauswurf hat - außer Segro selbst- ja niemand gerechnet. Ich wünsche das übrigens auch nicht. Aber er ist ein bisschen angezählt, das ist okay.
Du hast eine merkwürdige Perspektive.
Sebastian braucht die Anthroposophische Gesellschaft nicht; er stellt sich freundlicherweise in ihren Dienst. Die Frage ist nicht, wie "angezählt" er immer sein mag, sondern wie groß das reaktionäre Grüppchen eigentlich noch ist, das jeden Schritt in die Weite verhindert.
Es wird dankenswerterweise kleiner.
Felix Hau |
Homepage |
09/12/09 - 9:15 pm | #
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Herr Rapp,
ich hatte eigentlich nicht vor, mit Ihnen jemals wieder zu kommunizieren, aber wenn Sie Unsinn über mich verbreiten, werde ich den klarstellen müssen.
bis er so sehr gezündelt hat, dass er sich dabei den Pelz verbrannte, woraufhin er in die „Besenkammer“ gesperrt wurde, damit er nicht das ganze Gebäude in Asche legt. Von Stund an bekam er dann keine Gelegenheit mehr zum Zündeln.
1. Im Gegensatz zu meinen Kollegen, wusste ich ganz genau, was für einen absurden Irrsinn mein "Rudolf Steiner integral"-Artikel heraufbeschwören wird. Er ging - trotz Warnung meinerseits - in Druck; und es ist im Nachhinein betrachtet auch gut so, weil es ein Befreiungsakt für info3 gewesen ist, der uns einige Abonnenten gekostet hat, die aber früher oder später ohnehin gegangen (oder gestorben) wären.
2. Ich bin nirgends hingesperrt worden. Ich, Herr Rapp, hatte nach diesem absurden Theater nur schlagartig keine Lust mehr, weiterhin "fürs Sanatorium zu schreiben" (wie das ein bekanntes AAG-Mitglied in Vorstandfunktion sehr treffend und mit viel Sympathie ausdrückte). Gelegenheiten habe ich zuhauf; ich will aber nicht. Noch nicht. 
Felix Hau |
Homepage |
09/12/09 - 9:37 pm | #
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Lieber Ernst Seler,
mein Onkel war Muslim, später säkular (dann heiratete er meine Tante), er war auch tief beeindruckt von der bildhaftigkeit europäischer Heiligtümer. Bekanntermassen sind die katholischen Heiligtümer am bildhaftesten. Er war schockiert von der Gruseligkeit mancher Darstellungen, u.A. den Kruzifixen, aber auch einiger Bilder.
Wir haben ihm dann immer erklärt, dass das Leben ja auch diese Seite hat, und dass auch Unschuldige und kleine Kinder betroffen sein können, da kann man ja auch nicht sagen, das wäre weniger Grausam als ein Bild.
Ich würde diese Bildhaftigkeit lieber als Gelegenheit nehmen, auch einem Kind altersgemäss, aber auch wahrheitsgemäss - denn sonst würde ich es nicht ernstnehmen - das Leben zu erklären. Altersgemäss sollten die Bilder denn auch sein.
Ausserdem noch etwas: zum heutigen Zeitgeist passt in der Tat weitaus besser, positivere Bilder zu zeigen. Das Noli me Tangere oder andere Auferstehungsbilder zeigen, dass der Tod nicht das Letzte Wort hat. Die Geschichte geht weiter. Und für die Kinder sind doch Bilder von anderen Kindern, oder von der Mutter mit dem Kind, oder auch den Männern um die FAmilie, viel entsprechender.
Nun habe ich wieder viel von Bildern gesprochen. Unten bei Sri Aurobindo schreiben Sie von imaginativer, inspirativer, intuitiver Wahrnehmungsfähigkeit. Was das nun wieder an Beispielen zu erleben ist?
Ich glaube allerdings, anfangs und für die Kinder sind Bilder schon sehr angemessen.
Maurulam |
Homepage |
09/12/09 - 9:37 pm | #
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Lieber Felix, "Sebastian braucht die Anthroposophische Gesellschaft nicht; er stellt sich freundlicherweise in ihren Dienst." Das ist die Hybris, die ich meine.
Michael |
Homepage |
09/12/09 - 9:38 pm | #
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Lieber Mischa,
du magst Gronbach? Nur für eine Nacht ?
Wieso ist dir das äussere Gerede so wichtig?
Maurulam |
Homepage |
09/12/09 - 9:38 pm | #
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Oh, schon wieder einer, der schneller ist als ich!
Maurulam |
Homepage |
09/12/09 - 9:39 pm | #
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Lieber Michael!
Das ist die Hybris, die ich meine.
Das ist einfach eine Realität.
Felix Hau |
Homepage |
09/12/09 - 9:42 pm | #
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@ Maurulam, laß Dein Haar herunter!
"Ich mag niemanden, denn niemand mag mich!" sprach Baumbart, der alte Ent..
Mischa |
09/12/09 - 9:52 pm | #
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Lieber Felix, "Das ist einfach eine Realität." In meinen Augen ist das eine Haltung, die eine arrogante Distanz zur Anthroposophischen Gesellschaft einnimmt. Ohne jeden Grund, übrigens.
Michael |
Homepage |
09/12/09 - 9:59 pm | #
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Ohne jeden Grund, übrigens.
Witzbold.
Felix Hau |
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09/12/09 - 10:04 pm | #
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"ich hatte eigentlich nicht vor, mit Ihnen jemals wieder zu kommunizieren,..."
Das trifft mich hart, Herr Hau.
Und schön, dass Sie das mit der "Besenkammer" klargestellt haben, sonst hätte möglicherweise mancher noch geglaubt, dass Steiner bei Info3 wenigstens noch einen kleinen Stellenwert inne hat.
hr |
09/12/09 - 10:05 pm | #
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Lieber Felix, "Witzbold". Keineswegs. Wenn man natürlich wie Segro davon ausgeht, dass man Gott ist, ergibt sich gewissermaßen natürlich eine gewisse Distanz zum Rest der Unerleuchteten. 
Michael |
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09/12/09 - 10:18 pm | #
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Das grosse Tao ist kein Tao
darum hat es Tao
Alexander Dill |
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09/12/09 - 10:24 pm | #
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Mischa - Sebastian, ein Baumtroll? Nur für alle, die sich fragen, wer Baumbart ist. Dafür ist der aber zu witzig. Und Rudolf Steiner nimmt er sehr ernst, jedenfalls lese ich das auf seiner Webseite.
Maurulam |
Homepage |
09/12/09 - 10:25 pm | #
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@ I c h bin ein alter Ent, Maurulam.
Was andere sind, vermag ich nicht zu beurteilen.
Ich kann mich da nicht einmischen, es geht mich nichts an, aber ich merke Comment für Comment, worum es geht.
Mischa |
09/12/09 - 10:32 pm | #
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Lieber Michael!
Wenn man natürlich wie Segro davon ausgeht, dass man Gott ist, ergibt sich gewissermaßen natürlich eine gewisse Distanz zum Rest der Unerleuchteten.
Äh ... was ist das denn jetzt für eine Plattitüde? Liegt in diesem Aufbegehren der typisch postmodernen, narzisstischen "niemand darf sich über mich stellen"-Hysterie (Wilber nennt das "Boomeritis") womöglich der ganze Kern deiner unermüdlichen Anti-Propaganda?
Selbstverständlich gibt es eine Distanz zwischen jemandem, der Erleuchtung erfahren hat und anderen, die sie nicht erfahren haben - es ist prinzipiell ganz dieselbe Distanz, die Fachleute von Laien unterscheidet. Darauf beruht das Phänomen, dass letztere von ersteren Anregung, Rat und Hilfe erwarten und erhalten. Und darauf beruht auch die gesamte Anthroposophie Rudolf Steiners.
Felix Hau |
Homepage |
09/12/09 - 10:47 pm | #
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Lieber Felix, "Selbstverständlich gibt es eine Distanz zwischen jemandem, der Erleuchtung erfahren hat und anderen, die sie nicht erfahren haben - es ist prinzipiell ganz dieselbe Distanz, die Fachleute von Laien unterscheidet." Das ist ein esoterisch- technokratischer Gesichtspunkt, gedacht aus einer hierarchischen Perspektive. Die christliche Esoterik deutet das nicht nur anders, sondern lebt es auch anders.
Michael |
Homepage |
09/12/09 - 10:53 pm | #
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Lieber Michael!
Das ist ein esoterisch- technokratischer Gesichtspunkt

Auf diese blöde Idee muss man erstmal kommen.
Die christliche Esoterik deutet das nicht nur anders, sondern lebt es auch anders.
Also Steiner hat es nicht anders gelebt. - Nevertheless: Ganz genau das ist eines der Hauptprobleme, die ich mit dem Christentum habe: es entmenschlicht, weil es sich auf Selbstverleugnung kapriziert hat. Und die real existierende christliche Anthroposophie bildet da leider keine Ausnahme, obwohl Steiner alles ihm Mögliche getan hat, um genau diesem Widersinn den Garaus zu machen, in dem er übrigens u.a. den Grund für die Entwicklung des Materialismus gesehen hat. Er hat sich sogar nicht gescheut das Problem an der Wurzel zu packen und zu diesem Behufe den ganzen Gründungsmythos umgedichtet.
Ich muss die entsprechende Kritik am Christentum hier nicht detailliert wiederholen; Steiner hat ihr einen seiner schönsten Essays gewidmet: "Der Egoismus in der Philosophie".
Felix Hau |
Homepage |
09/12/09 - 11:20 pm | #
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Lieber Felix, "Ganz genau das ist eines der Hauptprobleme, die ich mit dem Christentum habe: es entmenschlicht, weil es sich auf Selbstverleugnung kapriziert hat." Jaja, ich weiss. Das habe ich hundertmal von Dir gelesen. Vielleicht hast du ja recht. Vielleicht bist Du aber auch einfach auf diesem Auge blind.
Michael |
Homepage |
09/12/09 - 11:36 pm | #
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Ich zitiere mal ein Stückchen, weil's so schön treffend ist:
"Nach der naturgemäßen Entwicklung hätte innerhalb der abendländischen Geistesentwicklung auf den Neuplatonismus die Entdeckung des Egoismus folgen müssen. Das heißt, der Mensch hätte das als fremd angesehene Wesen als sein Eigenes erkennen müssen. Er hätte sich sagen müssen: das höchste, was es in der dem Menschen gegebenen Welt gibt, ist das individuelle Ich, dessen Wesen in dem Inneren der Persönlichkeit zur Erscheinung kommt.
Dieser natürliche Gang der abendländischen Geistesentwicklung wurde aufgehalten durch die Ausbreitung der christlichen Lehre. Das Christentum bietet dasjenige, was die griechische Philosophie in der Sprache des Weltweisen zum Ausdruck bringt, in volkstümlichen, sozusagen, mit Händen zu greifenden Vorstellungen dar. Wenn man sich vergegenwärtigt, wie tief eingewurzelt in der Menschennatur der Drang ist, sich der eigenen Wesenheit zu entäußern, so erscheint es begreiflich, daß diese Lehre eine so unvergleichliche Macht über die Gemüter gewonnen hat. Um diesen Drang auf philosophischem Wege zu befriedigen: dazu gehört eine hohe Entwicklungsstufe des Geistes. Ihn in der Form des christlichen Glaubens zu befriedigen, reicht das naivste Gemüt aus. Nicht einen feingeistigen Inhalt wie Platos Ideenwelt, nicht ein dem erst zu entfachenden inneren Lichte entströmendes Erleben stellt das Christentum als höchste Weltwesenheit dar, sondern Vorgänge mit den Attributen sinnlich-greifbarer Wirklichkeit. Ja es geht so weit, das höchste Wesen in einem einzelnen historischen Menschen zu verehren. Mit solchen greifbaren Vorstellungen konnte der philosophische Geist Griechenlands nicht dienen. Solche Vorstellungen lagen hinter ihm in der Mythologie des Volkes. (...)
Und diese kindliche Form der menschlichen Selbstentfremdung ist für Jahrhunderte von dem denkbar größten Einflusse gewesen für die philosophische Gedankenentwicklung. Wie ein Nebel lagert sich die christliche Lehre vor das Licht, von dem die Erkenntnis des eigenen Wesens hätte ausgehen sollen."
(Aus R. St.: Der Egoismus in der Philosophie, 1899)
Diesen Essay darf man nie zitieren ohne folgende, ihn betreffende Bemerkung aus dem Lebensgang anzufügen:
"Man sieht, ich habe das voranthroposophische Seelenleben vor meiner Hingabe an die öffentliche anthroposophische Darstellung der Geistwelt von den verschiedensten Gesichtspunkten aus geschildert. Darinnen kann kein Widerspruch mit dem Auftreten für die Anthroposophie gefunden werden. Denn das Weltbild, das entsteht, wird durch die Anthroposophie nicht widerlegt, sondern erweitert und fortgeführt."
Felix Hau |
Homepage |
09/12/09 - 11:45 pm | #
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Oben war die Frage nach den Quellen Felix Haus Besessenheit gestellt. Lieber Herr Eggert, wir kennen die Quellen, und müssen einfach ertragen, was Hau und Segro draus machen: die real existierende Hybris. Als gelegentlicher Besucher dieses Forums bin ich dankbar für Ihre gelegenlichen kleinen Zurechtrückungen. Glück-Wunsch.
Martin Cuno |
09/13/09 - 12:12 am | #
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Lieber Felix, zu so einer old-fashioned, typisch anthroposophischen Zitateschlacht habe ich gerade keine Lust ..
Michael |
Homepage |
09/13/09 - 12:25 am | #
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Lieber Martin Cuno!
wir kennen die Quellen, und müssen einfach ertragen, was Hau und Segro draus machen: die real existierende Hybris
Nun lassen Sie mich kurz aus dem Spiel und passen Sie mal auf (Michael darf auch zuhören):
Wir haben folgende Ausgangssituation in Bezug auf Sebastian Gronbach: ein zunehmend als Vortragsredner gefragter, initiativer und eigenständiger Geist, Redakteur bei info3, dem die Anthroposophie eine Herzensangelegenheit ist, wird vom Arbeitszentrum der AAG NRW händeringend um Mitarbeit im Kollegium gebeten.
Er zögert, bittet sich Bedenkzeit aus, stellt klar, dass er sich nur darauf einlassen kann, wenn seine Eigenständigkeit gewahrt bleibt und sagt, als ihm das zugesichert wird, schließlich zu.
Alleine, im Verbund mit info3 und den paar wenigen exponierten anderen fortschrittlichen Geistern - z.B. Rüdiger Iwan in der Waldorfbewegung - bringt er in den folgenden Jahren reichlich Schwung in die Bude: Er hält gut besuchte Vorträge, er bringt der zeitgenössischen spirituellen Szene Anthroposophie so nahe, dass an ihr dort inzwischen kein Vorbeikommen mehr ist, er bringt Anthroposophie in Talkshow und auf Bühnen und facht allüberall Begeisterung für und Interesse an Rudolf Steiner und seinem Lebenswerk an. Er initiiert eine Meditationsbewegung, engagiert sich in traditionsübergreifenden Netzwerken, hilft Menschen, die sich an ihn wenden und macht täglich für andere Anthroposophie direkt erlebbar.
Die kompletten vergangenen zwölf Monate verbringt er zwischen allen Terminen regelmäßig mit Rechtfertigungen seines Tuns im heimischen AAG-Arbeitszentrum --- weil schlussendlich 9 (neun!) alberne Nörgel-Hansel ein Problem mit ihm haben.
"Hybris" trifft in diesem Szenario nicht wirklich etwas - und wenn, dann ganz etwas anderes als Sebastian. Wir haben es bei der AGiD anscheinend mit einer offenen gerontopsychiatrischen Einrichtung zu tun, in der eine verknöcherte Minderheit das gesamte Leben lähmt und sich dabei auch noch als Retter des Wesentlichen wähnt.
Ein Freund nannte den diesem Forum zugrundeliegenden Beitrag von Michael nach Lektüre vorgestern "echte Funktionärsscheiße". Das trifft es sehr gut - und zwar vor allem deshalb, weil der Autor eben gar kein Funktionär ist.
Felix Hau |
Homepage |
09/13/09 - 12:44 am | #
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Lieber Felix,
darf ich dazu sagen: Ich bin manchmal dankbar über eine fachliche, sachliche, neutrale, unbeteiligte Aufklärung, auch an anthroposophischem reinen Wissensgehalt. Wenn sie allerdings nicht mit unbedingter Nächstenliebe einhergeht, ist mir das auf Dauer schlicht zu kalt. Um im eigenen Lebensgang fortzuschreiten, soll ich mich in Seminare einkaufen, und an selbstlosen Aktionen teilnehmen?
Ich glaube dir, dass beides mit Gutem zu tun hat, aber natürlich. Allerdings kommt für mich der Mensch zuerst. Vielleicht meinen wir beide ja auch irgendwie dasselbe. Du erlebst nur das eine als entmenschlichend, ich das andere.
Erleuchtung als Fachwissenschaft und nicht mehr - nun ja. Aber wo wir schon dabei sind, ich würde es eh anders definieren, den Grad des Wissens meine ich. Es gibt sehr einfache Menschen, die hohe Eingeweihte sind - das weisst du sicher auch. Aber den Erweis ihrer wahren Erleuchtung würde ich an etwas anderes ermessen als Fachkompetenz alleine. Wo bleibt die Menschlichkeit? Natürlich gibt es auch Grade der Einweihung - die sind aber lediglich so, wie der Unterschied zwischen einem Kind und einem Erwachsenen. An nichts äusserem kann man sie erkennen.
Ja, ich finde auch, dass Christentum und Anthroposophie, ich nenne sie nun gerne bewusst als zwei verschiedene, wenn auch zueinander passende, manchmal ein wenig über das Ziel hinausschiessen, da, wo Dornenkrönungen als notwendige Hingabe eingefordert werden. Man kann auch vollkommen bürgerlich leben, und dennoch sein ich von Herzen an andere Menschen weitergeben - als Tat!
Nun ja, das ist jetzt meine Einstellung dazu. Vielleicht kannst du etwas damit anfangen.
Maurulam |
Homepage |
09/13/09 - 12:50 am | #
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Lieber Felix, "Das trifft es sehr gut - und zwar vor allem deshalb, weil der Autor eben gar kein Funktionär ist." Ja, eben. Ich bin so was von Nicht-Funktionär. Die "Funktionäre", die ich kenne, übrigens auch! Aber, meine Güte, irgend jemand wird gemeint sein.
Michael |
Homepage |
09/13/09 - 1:01 am | #
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Danke, Herr Hau, für die Aufklärung über Gronbachs Öffentlichkeits-Leistungen. Die standen hier ja auch nie in Frage. Hat der gute LGR also vielen vielen Menschen schön geholfen, auf gut christliche Art. Indessen: Mir kommts regelmäßig hoch bei seinen Beiträgen. In steh mitten in der verknöcherten Szene und wünsche mir "Schwung". Aber wenn Steiners schöne Anthroposophie in diesen siffigen Eso-Sumpf zu ziehen versucht wird, ist das das Gegenteil von Schwung. Ich bleibe dabei, dass ich nach Geschmackssinn und zwischen den Zeilen lesend schaue, was "gut" ist. Gronbach kann ja wohl zufrieden sein, er hälts ja mit Hegel, wie kürzlich zu lesen war, also kann er fein davon ausgehen, dass die Wahrheit sich dialektisch zeigen wird. Aber mir ist das alles zu seicht und ich bin froh, dass Eggert ab und zu Stellung bezieht. Schönen Sonntag!
Martin Cuno |
09/13/09 - 1:13 am | #
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Lieber Martin Cuno!
Mir kommts regelmäßig hoch bei seinen Beiträgen.
Nun - mir nicht. Bei mir sind's Michaels Beiträge zum Thema, die sich als unverdaulich erweisen.
Aber wenn Steiners schöne Anthroposophie in diesen siffigen Eso-Sumpf zu ziehen versucht wird, ist das das Gegenteil von Schwung.
Ja, klar - alles Kacke außer Mama. Und Sie sprechen von Hybris? 
Sie kennen doch noch nicht einmal, was Sie ablehnen - ich vermute: inclusive Sebastian Gronbach. Eine Eigenschaft, übrigens, die Sie mit Michael teilen.
Felix Hau |
Homepage |
09/13/09 - 1:32 am | #
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Lieber Martin Cuno,
was mich ehrlich gesagt an Gronbach am wenigsten stört, sind seine Verbindungen zu anderen Menschen, die auch nach dem Wesentlichen im Leben suchen. Warum soll man das nicht? Im Gegenteil ist das doch immer interessant, zuzuhören.
Ich meine allerdings, dass man auch ruhig die Formen anerkennen könnte, auf die Menschen seit Jahrtausenden lernen. Die Gruppe, die im Privathaushalt zusammenkommt, um Steiner zu lesen, mehr menschliche Nähe gibt es doch nicht. Vielleicht ist Sebastian das zuviel, wer weiss. Oder MeisterIn und SchülerIn, ein innigeres Verhältnis kann es doch nicht geben. Hat der Angst davor, dass er angehimmelt werden könnte? Mir ist das unbegreiflich.
CG Menschenweihehandlung schon wieder zu langweilig? -Ja, dann macht doch nix langweiliges draus.
Unpersönliches habe ich ja schon im Berufsleben und Alltag genug. Wenn ich mich mit Anthroposophie befassen, will ich aus dem Kreislauf ausbrechen, da will ich was anderes.
Das heisst aber nicht, dass ich nen Kurs nicht auch für notwendig halte. Kurse haben ihre unbedingte Daseinsberechtigung. Es muss eben beides geben.
Maurulam |
Homepage |
09/13/09 - 1:36 am | #
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P.S.: Ich habe Michael auch noch nie persönlich getroffen. Er hat nur manchmal mit Michaela Glöckler Meetings in der Jugendsektion, während die Schüler draussen im iCafé sitzen und ihn sehen.
Maurulam |
Homepage |
09/13/09 - 1:40 am | #
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Lieber Felix, "Nun - mir nicht. Bei mir sind's Michaels Beiträge zum Thema, die sich als unverdaulich erweisen." Das hängt vielleicht vom jeweiligen Magen ab.
Michael |
Homepage |
09/13/09 - 1:41 am | #
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Liebe Maurulam, "Er hat nur manchmal mit Michaela Glöckler Meetings in der Jugendsektion, während die Schüler draussen im iCafé sitzen und ihn sehen." Jetzt hast Du aber letzte Nacht schlecht geträumt
Michael |
Homepage |
09/13/09 - 1:46 am | #
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Ne, das war irgendwann letztes Jahr, bin ich ziemlich sicher.
Maurulam |
Homepage |
09/13/09 - 1:54 am | #
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Ich hab ja auch schon seit letztem Herbst einen Heimanschluss.
Maurulam |
Homepage |
09/13/09 - 1:55 am | #
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Liebe Freunde der Anthroposophie,
Gronbach hat schlicht und einfach die anthroposophische Infrastruktur genutzt um seinem Karma einen Boost zu geben und nun verkauft er nochmal in einer anthroposophisch anghauchten New Age Retro Show Gurus und Spirituelle aus den achtziger Jahren. Herr Hau verteidigt ihn, ich finde was Hau schreibt richtig anregend. Nun ja jetzt muss er es bald für mich machen. Ob das klappt?
Ich denke Gronbach sollte in "Fit for Fun" ein bekanntes Wellnessmagazin unter der Rubrik "Klimmzüge der Meditation" Anthroposophie aus dem Jugendstilzeitalter befreien, so dass Anthroposophie nicht nur ins Herz und Hirn geht, sondern auch in die Muskeln. Das kann er der LGR. Und natürlich für Deutschland meditieren.
Ich werde ihn auf alle Fälle würdig vertreten in Info 3 unter Finkelsteens World.
Herzlichts Euer Herrmann
Herrmann Finkelsteen |
Homepage |
09/13/09 - 8:38 am | #
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... der gestutzten Merkure im iCafé verleiht Flügel(!?):
http://myrtha-maria.blogspot.com/
Wers glaubt ...

Treffen ... |
09/13/09 - 8:44 am | #
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zu
http://myrtha-maria.blogspot.com/
gibt es eine "anthroposophische Erbsünde", möche man/frau da fragen.
Die Texte passen doch zu dem Hinweis von Herrn Hau, wo er aus dem Frühwerk Steiners Zitate einstellt. Der "christliche Nebel" ist gar fürchterlich, er wallt auch in der Gegenwart. Aber "wir" haben ja das Phänomen der Stigmatas sogar mit einer "Wahrheitsfindungskommission" belegt. Wenn die "Dame" sagt, Ihr, die Zuhörer könnt glauben, Christus spricht durch mich, da passt dies zur Marketingstrategie der Familie Gronbach. Bei den Bahai´s hatte es gestört, daß sie meinten (Gründer, Nachfolger) nur die politischen Führer eines Landes müssten bekehrt werden, denn das Volk wird dann automatisch den Bahai-Glauben annehmen und nun die Medienwelle mit Herrn Gronbach, der zwischen Buchreihen sitzt, sich anglotzen lässt, kleine Kinder, Jugendliche um sich schart. Gerade so etwas wollte Steiner doch nicht, oder?! 
Danke für den link,
der Inhalt zeigt, welche Leistung Steiner, bei aller Kritik, da er selbst wußte, manche Fehler gibt es in seinem Werk, Steiner vollbrachte. Ich danke Steiner ausdrücklich, auch wenn sein Werk, seine MitgliederInnen, um im katholischen Terminus zu verbleiben, mein persönliches Kreuz wurde.
Spiele endlich das Spiel "Dark Messiah". Es lag monatelang herum, da erst ab 18, sehr blutrünstig.
Es kostete Überwindung, die Figur zu spielen, besonders die Schwertstreiche gegen die Dämonen. Das Gute ist, wenn einer gekillt ist, tönt es im Hintergrund leise, heller Klang, Geklirre und das "Böse" löst sich in Licht auf. Die Mögllichkeit als Spieler die Dämonengestalt anzunehmen, schmeckte mir nicht, auch wenn der Gegner schneller getötet werden kann. Wie habe ich in den letzten Tagen das Schwert im Spiel geschwungen, habe mit dem Fuß getreten (weshalb ich das Spiel vor Monaten nicht spielte). Und da höre ich nun, wie in München Zwei einen Mann zu Tote stiefelten.
Es wird mir fast schlecht, wie oft sich Inneres mit dem Äußeren verbindet, Realität wird. Hätte ich nur nicht so oft "gestiefelt", so darf ich mich fragen und dann lese ich noch von den zwei Zügen, die aufeinander zurasten.
Schwingung passt zu der Auseinandersetzung hier, im Geiste zu der blauen Surfer-Dämonengestalt, die selbstverliebt sich selbst anstarrt, bannend das Wasser, welch Bild-Geschenk der N-acht.
Wollte Christus je, daß Andere "SEINE" Stigmatas leben?!
Ist Christus selbst der Dämon, gebiert der Dämon Christus..... 
Ernst Seler |
09/13/09 - 9:35 am | #
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finde gerade dieses, passt zu der Auseinandersetzung,
hier, gerade auch zu dem Hinweis von Herrn Hau zum Frühwerk Steiners:
vielleicht fehlt in Dornach diese Art des Humors.
Gronbach sollte doch ein Kabarett aufmachen,
dann wäre all sein Tun und Handeln glaubwürdig und passend,
wie der Spruch "Glück auf"
auf dem Designerslip seiner Schwester (kann im Internet bestellt werden)
"Rheinischer Rundumschlag lässt Mythen zerbröseln"
http://www.az-web.de/lokales/aac...hen-
zerbroeseln
Ernst Seler |
09/13/09 - 9:48 am | #
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Liebe Maurulam, das mit Michaela Glöckler kann ich mir auch nicht vorstellen, aber es macht die Sache bezüglich Gronbach um so spannender. Denn ich frage mich - was denkt wohl die liebe Glöckler über Gronbach? - was sind ihre Beweggründe ihn einzuladen usw.
Wenn es denn stimmt, kann ich mir vorstellen, dass sie ganz entspannt entweder der Jugend eine eigene Meinung zubilligt oder dass sie ganz persönlich, ebenfalls entspannt, neugierig war auf Gronbach...Es gäbe auch noch andere, vielleicht tiefergehende Varianten, das wäre dann ganz schön ausgebufft in vielerlei Hinsicht...Naja, müsste man sie selber fragen, es kann ja auch einfach nur eine schlichte Begeisterung für Gronbachs Arbeit dahinterstecken...nunja alles Spekulatius, und die sollte man sich wohl besser für die Adventszeit aufbewahren
LG
Jo |
09/13/09 - 9:57 am | #
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Herr Seler, Sie machen mir ja richtig Angst. Testen Sie die Spiele aus wissenschaftlichen bzw. sozialen Gründen oder einfach nur so aus Spass? Nicht schlecht der Specht...
LG
Jo |
09/13/09 - 10:04 am | #
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Lieber Martin Cuno,
eine Frage noch:
Aber mir ist das alles zu seicht
Was ist Ihnen denn an Steiners schöner Anthroposophie nicht "zu seicht"? Wo sehen Sie und wie definieren Sie da Tiefe?
Felix Hau |
Homepage |
09/13/09 - 12:03 pm | #
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@Jo
"Herr Seler, Sie machen mir ja richtig Angst. Testen Sie die Spiele aus wissenschaftlichen bzw. sozialen Gründen oder einfach nur so aus Spass? Nicht schlecht der Specht..."
Sie werden nun die Angst der Bayerischen Staatsregierung verstehen, weil der Richter, der mich 1994 für immer in einer geschlossenen Anstalt wegsperren wollte, just an dem Tag gegen einen Baum fuhr und sich das Genick brach, als meine Ehefrau wegen der leidigen Betreuungsgeschichte, eine erneute Verfassungsbeschwerde einreichte.. ..natürlich vergebens. Der Richter war nach einem Bericht der Mittelbayerischen Zeitung 1994 über meine Person versetzt worden und starb eben am 8.Jan. 1998.
Mehrere tausendmal wurde an allen Institutionen, Universitäten, auch Gewerkschaften, allen kath. Bistümern, der Evangelischen Kirche usw. die Tatsache übermittelt, wie belegbar der Zusammenbruch von Strauß in Einzelheiten vorher per Einschreiben dem Kultusministerium bekanntgegeben wurde. Will hier nicht die Bilder der Schau hineinstellen.
Warum Angst?! Die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners hat mitgeholfen standhaft zu bleiben, auch gegen die Versuchung einer Michaela Glöckler, die 1994 - nachdem ich mich an den Vorstand in Dornach wegen der drohenden totalen Entmündigung wandte - uns schrieb, wenn wir unsere Verfassungsbeschwerde wegen der Schulkreuze zurückziehen würden, werden unsere Kinder an uns Christus erleben.
Welch herrliche Einsicht, Versuchung?!
Die Damen und Herren in Dornach waren also informiert, lange vor 1995. Übrigens hat ein Schweizer Lehrer ca 1991 vor dem Höchste Gericht in der Schweiz erstritten, er muß nicht unter einem Kruzifix unterrichten. Unser Anwalt hat diese Entscheidung unserer Eingabe begeifügt. Seherisch hatte ich kurz nach der persönlichen Übergabe der Verfassungsbeschwerde durch unseren Anwalt wahrgenommen, wie das BVerfG Angst hat "so oder so" zu entscheiden. Schrieb das den "Oberen" per Einschreiben.
Geplant war dann, die Angelegenheit auszusitzen. Doch die Bayern machten einen Fehler, sie verfolgten meine Person weiter und hatten tatsächlich vor mich ständig unter Psychopharmaka zu setzen, jeglichen Kontakt nach Außen zu kontrollieren, mir das Recht nehmen wollen, selber Post zu empfangen oder zu versenden.
Die Damen und Herren Anthroposophen wußten das alles und haben versagt, so wie sie Steiner letztlich verraten haben und mit der Weihnachtstagung eine Lüge in der Welt fortlebten, weil Steiner selbst seinen Impuls als "zerschellt" und "mißlungen" erkannte.
Wer Christus einmal erlebt hat, um auf eine frühere Frage von Ihnen einzugehen, der hat keine "Angst" mehr. Neben inneren Erlebnissen hatte sich am Ostermontag 1985 eine Lichtgestalt uns Eltern während eines Retreats bei Regensburg gezeigt: mit lautem Knall war ein hölzener Fensterladen aufgestoßen, erblickte den Sternenhimmel und sah dann die Lichtgestalt am Fuße unseres Bettes. Nur wir als Familie schliefen in dem Holzgebäude. Damals hatte ich während dem Retreat Inhalte Steiners vorgetragen, es kam zu Spannungen, ein Blitz zerschlug das Lichtdach, beschädigte die Stromversorgung, ein Sturm. Im Herbst dann der Beginn des Schulkreuzdramas... ...wir Eltern waren also vorbereitet.
Seherische Bilder zu haben ist nicht leicht. Es muß erlernt werden, die Stimmungen zu deuten, Zeiten abzuschätzen, die verschiedenen Qualitäten einer Schau zu erkennen.
Es gibt Zukunftsbilder, die sind unabhänderlich. Wenn Steiner in einem der Vorträge sagt, er könne nicht schildern, wie sich das Böse nach dem Jahre 2000 ausnehmen wird, dann können wir erahnen, in welcher Spannkraft wir als Menschen hineingestellt sind.
Übrigens hatte 1994 die MZ etwas verwechselt. Sie dachte, ich würde eigene Schauungen erzählen, hatte aber bewußt Steiners Hinweise zum Sinn des Bösen erzählt, der Sinn der erst in einigen Jahrhunderten offenbart werden wird.
Zu Ihrer Frage: will wissen, was die Spiele der Jugend an Bildern bringen. Steiner warnte ja, wie gegen dem Ende des letzten Jahrhunderts und weiter die Jugend einer Illussionswelt durch Luzifer verfallen könnte. Die "Spiele" bringen eine Fülle von Bildern, welche für sich ein "echteres" Leben darstellen. Das Gefühl für die Räume der Spiele, die Realitäten der Figuren, die Fähigkeit des Computers sofort das eigene Tun darzustellen, "life", das fasziniert das menschliche Ich.
Hatte schon vor Jahren Stoiber vergeblich auf die Computer-Spiele aufmerksam gemacht und Handeln der Regierungen gefordert.
Wies damals darauf hin, wie verschiedene Spiele in der ganz normalen Welt Realitäten schaffen. Schauen Sie nur die japanischen Kampfspiele an. So etwas habe ich nicht versucht zu spielen, weil da nur böse Kräfte in Reinkultur leben. Das ist das "Böse" vor dem Steiner warnte, denke ich. Wenn so auf den anderen Menschen virtuell eingedroschen wird, dann wird as eben am Schulhof Realität.
Die Frage ist, wer trägt Verantwortung. Sind es nicht auch die Regierenden, welche über Jahre dies alles zu ließen.
Als vor mehreren Monaten durch die Christus-Welten der Auftrag kam, mich mit der Pornographie im Internet zu beschäftigen, habe ich dies vorgenommen. Wer zwischen den normalen Pornos die Bilder sieht, von mißbrauchten Mädchen, vergewaltigten Frauen, geschickt zwischen Softpornos versteckt, der ahnt, wie gezielt über Sexualität auch eine Entmenschlichung vorgenommen werden soll. Auf der anderen Seite die angefachte und ungestillte Sehnsucht des Männlichen, Sexualpraktiken die so ungeheurlich erscheinen, so abgründig, daß die Seele erst erschauert und ahnt, welche Macht das Böse in sich hat. Welch eine Gefahr, sich dem hinzugeben und dann breitet RTL das anheischig in den Mittagsnachrichten aus.
Schrieb früher einmal, warum so viele Krimis von den Deutschen, die weltweit exportiert werden, ins Chinesische übersetzt, warum so viele Leichen. Warum am Sonntagabend der "Alte" wie ein Gebet, ein Ritual. Kommt das vielleicht durch die jahrhundertelange Verehrung des Leichnams am Kreuz. Warnte Goethe nicht vor dem Kruzifix an öffentlichen Plätzen, Steiner warnte davor, Kindern vor der Geschlechtsreife das Kruzifix zu zeigen.
All diese Hinweise von Goethe und Steiner waren mir nicht bekannt, als die TaT begann. Sie wurde individuell geboren.
Hier können sie aktuell zwei aktuelle Beiträg lesen, Folgen "unserer" elterlichen... .:
24/08/2009 13.20.22
Brasilien: „Kruzifix-Verbot ist ein Gewaltakt“
http://www.oecumene.radiovatican...lo.asp?
c=311488
Streit um Kircheneinfluss in Kroatien
Keine Kruxifixe im Klassenzimmer
Präsident Stipe Mesic kritisiert die wachsende Macht der katholischen Kirche. Diese müsste klar vom Staat getrennt sein. Dafür wurde er von der Kirchenpresse als Kommunist beschimpft.
http://www.taz.de/1/politik/euro...-klassenzimmer/
Die Damen und Herren Anthroposophen in Dornach haben einfach einen geistigen Impuls verschlafen, als in der Schweiz beginnend sich der Mensch gegen die Dominanz des Kruzifix-Bildes als Erziehungsmittel wandte.
Ein Vater in Rumänien hat zwischenzeitlich auch vor Gericht Recht bekommen.... .
Übrigens sprang ein Psychiater in den Tod, hier in Regensburg. Wußte intuitiv, das hängt mit dem kurz zuvor an Stoiber übersandten Ausschnitt unseres Manuskriptes zusammen. Zwei Journalisten, die ich von 1995 kannte recherchierten für mich und bestätigten, der Psychiater stammte aus dem Bezirkskrankenhaus, welches im Manuskript geschildert wird.
Herr Felix Hau machte sich einen Spaß daraus, im Info3-Forum einst zu schreiben, er wolle mich einmal treffen, verspreche aber, sich danach nicht umzubringen.....
Damit nicht zu sehr die menschliche Sphäre bleibt: 1994 nachdem einige Hunderttausend Menschen den Artikel mit Hinweisen Steiners zum Bösen lasen (die mir in die Schuhe geschoben wurden vom Redakteur) hat ein "Blizzard" die Kreuze der Kreuzbergkirche in Schwandorf von den Türmen gerissen. Unterhalb residierte der Richter in seinem Amtsgericht. Er, der mich für immer entmündigen wollten, konnte dann die kreuzlosen Türme bewundern. All dies kennt Herr Köhler, Frau Merkel, das Bundesverfassungsgericht.
Hätte ich vor Jahren den anthroposophischen Standart gelebt, hätte ich mich nie mit dem Internet verbunden, geschweige einen Computer gekauft. Es kam aus Christus-Welten der Impuls, micht mit dem Internet zu verbinden, als gezielte Inspiration.
Nehmen wir alles als gelebtes Märchen, dann darf auch Angst erst einmal als berechtigt gelten.... 
Ernst Seler |
09/13/09 - 12:08 pm | #
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... Weihnachtstagung - Geburt seines Sohnes August am 25.12.1789, also vor bald 220 Jahren - toppt noch heute kein einziger willfähriger Schüler Rudolf Steiners!

Goethes ... |
09/13/09 - 12:29 pm | #
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Herr Hau, Sie schrieben:
"Was ist Ihnen denn an Steiners schöner Anthroposophie nicht "zu seicht"? Wo sehen Sie und wie definieren Sie da Tiefe?"
Haben Sie das wirklich geschrieben oder missbraucht jemand Ihren Namen? Wenn das von Ihnen ist, ist es eine flache rhetorische Frage, um irgendeine Vorlage für Auslassungen zu bekommen. Ich verzichte auf solche Spielchen, wie auch auf einen abschließenden Kommentar zu obiger Frage. Gruß! Martin Cuno
Martin Cuno |
09/13/09 - 12:59 pm | #
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@Herrn Seler
Ja Mensch, das sind Geschichten Herr Seler. Ich muss das erstmal verdauen und würdige natürlich Ihre Arbeit sehr. Was natürlich auffällt, immermalwieder bei Ihren Mitteilungen, dass der Tod bzw. Selbstmorde, Unfälle und Naturkatastrophen sehr häufig vorkommen, machmal unmittelbar in Ihrem Zusammenhang. Dies nun wiederum den höheren Welten bzw. Christus selbst, mit-zuzuschreiben, da gehört auch schon richtig 'Überzeugung' bzw. Mut dazu.
Ich empfinde zunächst, ganz kindlich, eine ziemliche Unruhe und Erschütterung bei diesen Berichten.
Ich erlaube mir dann auch mal zu fragen: Meinen Sie wirklich, dass wir es hier wirklich wirklich mit, wie soll ich's formulieren, objektiven, übersinnlichen Ereignissen bzw. Erlebnissen zu tun haben?
Könnte es nicht auch sein, dass hier eventuell doch spannungsreiche bzw. selbsthervorgerufene, u.a. durch Forcierung hervorgerufene, magische Dinge passiert sind? Ich kenne Sie leider zu wenig, um das einordnen zu können und 'will das auf keinen Fall einseitig bewerten, nur weil mir bange wird. Ich bin jedoch ein ziemlich vorsichtiger und auch skeptischer Mensch zuweilen.
Zudem erinnere ich mich in diesem Zusammenhang, an Mathias Wais Buch, der genau solche Dinge in seinem Buch "Ich bin was ich werden könnte" aus seiner Beratungspraxis heraus beschrieb und es bei seinen Fällen, unterdrückten (Vermeidungen, Ungelebtes etc) oder forcierten Dingen aus dem Halb oder Unterbewußten zuschrieb, was sich schließlich im Äußeren extrem zeigen bzw. entladen musste. Zudem erinnert es mich ansatzweise an Schriften Gustav Meyrinks, dass stark magisch-veranlagte Menschen solcher Art Dinge erschaffen können; in seinem Buch 'Golem' wird das u.a. gezeigt. Ich weiss das könnte harter tobak sein für Sie, aber ich schätze Sie eigentlich nicht so ein, denn Ihre Mitteilungen hier im blogg klangen doch recht entspannt bzw. ausgewogen. Aber wie gesagt, ich bin ein skeptischer Mensch und vielleicht müsste ich sie doch mal persönlich kennenlernen, wogegen ich nichts hätte.
Ich wünsche Ihnen nun alles Gute und wenn es übersinnliche Zusammenhänge sind/waren und gar Hilfen von Christus selbst, dann wäre das etwas sehr, sehr Besonderes. Dennoch möchte ich sagen bzw. erlaube mir zu sagen: Passen Sie trotzdem auf sich auf !!
Jo |
09/13/09 - 1:17 pm | #
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Wenn das von Ihnen ist, ist es eine flache rhetorische Frage, um irgendeine Vorlage für Auslassungen zu bekommen.
Nö, Herr Cuno. Das ist eine ganz ernst gemeinte Frage, die ihren Anlass in Ihrer Auslassung hat. Ich versuche zu ergründen, ob der elitären Abgrenzung von Anthroposophen gegenüber dem Rest der spirituell interessierten Menschheit im Einzelfall etwas Besonderes zugrundeliegt oder ob es sich, wie überall sonst, nur um den banalen Umstand handelt, dass man sich eben mit dieser einen speziellen Weltanschauung besonders intensiv beschäftigt hat.
Felix Hau |
Homepage |
09/13/09 - 1:42 pm | #
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... Ausgrenzung war Steiner immerhin den Übergang von Theosophie hin zur Anthroposophie wert: Wer hat ausser Info3-Sektierern dieser Gang Rückwärts nötig!?
Luzifers ... |
09/13/09 - 2:26 pm | #
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Herr Seler - Zum Thma Internet noch schnell (erneut) eine Verlinkung zu SAMPO bzw. Herrn de Jongs Beitrag. Hier wird u.a. eine durchaus positive, esoterische Ansicht zu Internet und co geäußert, z.B. Erlösungsaspekte bezüglich des Ahrimanischen, Beachtung der unausweichlichen Gegenhierachien. Allerdings nun nicht bezügl. der schrecklichen Tötungsspiele für Kinder und Erwachsene, wo ich Ihnen durchaus zustimme, dass sich solche Dinge verwirklichen bzw. verselbstständigen können. In diesem Falle liegt es auch an der schrecklichen Gleichgültigkeit der Eltern, die geradzu mit dem Feuer spielen und, man muss es so sagen, einer Verblödung und Gleichgültigkeit in Erziehungs und Lebensfragen unterlegen sind.
Nicht nur dass diese Spiele Vorlagen bieten für schwach-konditionierte Kinder, sondern man vergisst allzu leicht, dass wir Menschen immernoch magische bzw. schöpferische Wesen sind, und bei Belebung der Dinge bzw. dieses Gedankenguts und der Bilder (inkl. unbewußter Bilder bzw. Verdrängungen), eine Manifestation fast unsausweichlich wird, die Menschheit dann aus dem Astralen überschwemmt bzw. zur Tat gedrängt wird.
Hier der Link:
http://www.fjodor.org/Fjodor%
20m...ternetwesen.htm
LG
Jo |
09/13/09 - 2:34 pm | #
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Lieber Luzifers und Bald Kollege Hau!
Wer hat ausser Info3-Sektierern dieser Gang Rückwärts nötig!?
ob der elitären Abgrenzung von Anthroposophen gegenüber dem Rest der spirituell interessierten Menschheit im Einzelfall etwas Besonderes zugrundeliegt oder ob es sich, wie überall sonst, nur um den banalen Umstand handelt, dass man sich eben mit dieser einen speziellen Weltanschauung besonders intensiv beschäftigt hat.
Darum geht es doch nicht. Es geht um das national anthroposophisch integrale und rheinisch frohnatürliche Geschreibsel von Herrn Gronbach.
Frage ist das die evolutionäre Fortentwicklung der Anthroposophie im 21. Jahrhundert?
Ist das nötig?
Ich denke Anthroposophie muss sich verwässern oder verdunsten und Wüstenkakteen zum Blühen bringen.
Herzlichst Euer Herrmann
Herrmann Finkelsteen |
Homepage |
09/13/09 - 2:37 pm | #
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Das ist ein sehr schönes und wahres Bild, Herr Finkelsteen. Wir wollen alle darauf vertrauen und daraus Mut schöpfen.
Abgrenzung ist andererseits auch nötig, hauptsächlich auf individueller Ebene. Die Integralen haben das immernochnicht verstanden. Meine Haut ist eine Grenze, schließt mich ab. Und sie macht mich sensibel, wahrnehmungsfähig für "Anderes" und "Andere" – mag sich dann auch im Fortgang des Lebens herausstellen, dass ich dies Andere oder der Andere irgendwie selbst bin.
Die Haut grenzt mich also ab und öffnet mich gleichzeitig. Das liegt daran, dass das drinliegende nicht ein beliebiges Sammelsurium, sondern irgendwie ein System ist. Man kann diesen Sachverhalt ausgiebig studieren ("Systemtheorie", "Offenheit durch Geschlossenheit"), man kanns aber auch lassen, weil es ja heute die Spatzen von den Dächern pfeifen.
Auch die Anthroposophie (sagen wir mal: das Werk Steiners) ist für mich nicht ein beliebiges Sammelsurium, sondern systematisch angelegt. Also seh ich auch da zu, dass ich möglichst viel Grenze erhasche. Die Erfahrung zeigt mir, dass man nach 20 Jahren Bemühung um dieses Etwas in seiner Grenze nicht weniger, sondern immer mehr Querbezüge entdeckt, dass man das System immer mehr ahnt oder sogar "versteht".
Auf emotionaler Ebene kann man das auch "Tiefe" nennen, nämlich die Wahrnehmung, dass man sich aus diesem abgegrenzten oder gegen anderes abgrenzbaren Etwas "Anthroposophie" selbst entgegenkommt, existentiell. (Herr Hau tut nur so, als hätte er solches nie erfahren.)
Angst, man verschließe sich durch diese "Konzentration" irgendwie seiner Umwelt, braucht man nicht zu haben, im Gegenteil (siehe oben, Haut).
Nun kommen die Integralen und optieren gegen die Abgrenzung. Warum? Ich weiß das nicht, hab nur eine Vermutung. Ihr Hofheiliger ist – wie auch bei den Herrscharen des Andreas Lichte – z.B. der Herr Habermas von der offenen Gesellschaft, der eben für Offenheit, Diskurs und zu findenden Konsens gesprochen hat. Deswegen kann man mit diesen Herren Lichtes wie mit den Integralen so lang in Blogs diskutieren.
Ich dagegen geh davon aus, dass ich mich selbst, Gott, die Welt, Herrn Hau usw. langsam immer besser "verstehen" werde, je genauer ich hinschaue und sagen kann: "Nein, ich meine das anders als Du.", also je mehr ich mich abgrenze. Der Rest ist dann Zusammenleben und Sich-Erzählen. Oder mit einem andern Element des Systems: Brüderlichkeit; während die Säulenheiligen der Bundesrepublik eben nicht den Unterschied zwischen Freiheit im Geistesleben und Brüderlichkeit im "wirtschaftlichen" Zusammenleben kennen.
Und hinter dieser Sympathie mit den Heiligen der Diskussion und Verständigung (statt des Verstehens) muss ja auch eine Sucht stecken; welche? Die Sucht nach dem Weltgeist natürlich, siehe LGRs "Inmedia"-Wort-zum-Sonntag von letzter Woche: "dieser eine GEIST (von dem ich und Sie ungetrennt sind)", der "sich nach immer angemesseneren Ausdrucksformen sehnt? Auch in einer Möhre, in moderner Pädagogik oder einer heilsamen Medizin..." ... Ähm... Räusper ... Also davon nehmen wir ganz sachlich Abstand und grenzen uns ab. Weder hat Steiner soviel Gehirnschmalz auf weltanschauliche Fragen verwendet noch tun wir das heute, um dann doch wieder hier zu landen.
Soweit diese Klarstellung (Abgrenzung) zur Abgrenzungsthematik.
Wenn Eggert seinen Beitrag "Absetzbewegungen gegenüber Gronbach" hierher stellte, war das für mich einfach die interessante Nachricht, dass offenbar einige andere ähnlich empfinden wie ich; die Freude darüber ist menschlich und nicht verboten.
Als Angebot, über die Grenze hinweg mit Integralen zu diskutieren, empfinde ich diesen Blog nicht, jedenfalls nicht in der Hauptsache, denn dafür gibts doch wohl geeignetere Schienen.
Wenn Hau hier auftauchte, um LGR zu "verteidigen", und er dabei krasse Beispiele für die von Eggert gemeinte Hybris lieferte, ist das sein Pech, mag aber auch erhellen.
Das alles nur der Vollständigkeit halber. Vielen Dank jedenfalls für den Bericht.
M.C.
Martin Cuno |
09/13/09 - 5:15 pm | #
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Hier mal ein "Sonntags-Lied", so nebenbei (angeregt durch Herrn Seler), zum Thema Naturphänomen-Blitz, Spirit, Sterben, Liebe - von Shaun Phillips (1971). Ich habe es früher rauf und runtergespielt, heut würd ichs nur noch mit einer schönen Frauenzweitstimme und Begleitcello singen/spielen. Etwas traurig das ganze, aber schön...schönen Sonntag dann.
The Ballad of Casey Deiss (Musik - you tube hier: http://www.youtube.com/watch?v=K...h?
v=KfBmeOZixM8
‘Twas a man of youthful features
‘Twas a boy of sorrowful eyes
Watching out but looking inward
Tall and stately and full of life
In his life he spoke but rarely
In his mind he cried for light
Painting perceptions, trying to capture
That which he saw in his questioning strife
Once in Lisbon, twice in London
Travelling around for all of his time
Looking for and finding a goddess
He took Diana to be his wife
Of the children they’d begotten
Two had died without knowing life
And the third I know not whereof
But if she lives, she will yet be kind
Casey had a mark of simple value
He had a star between his eyes
In his hands he held an axe blade
The Greek symbol of thunder and fire
On a night when the heavens were crying
He went out and took his blade
Chopping wood to warm his hearthside
The lightning came and my brother died
Bring him no wine from faraway vineyards
Tell him no tales of the canyon’s might
But wish him peace and eternal wisdom
For he has died and he died by light
*******
Jo |
09/13/09 - 5:19 pm | #
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Ich habe nun doch noch ein passendes Zitat von Rudolf Steiner gefunden: "Der Grund des Schimpfens ist zumeist das Schimpfbedürfnis."
aus: Die soziale Grundeforderung unserer Zeit, Taschenbuchausgabe 746, S. 256
Ob es zur Aufklärung beiträgt? Zumindest hindert es mich am Schimpfen über das Schimpfen.
Alexander Dill |
Homepage |
09/13/09 - 5:22 pm | #
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Nun habe ich zwei Stunden verbracht, um die Kommentare nachzulesen, und auf einen bin ich besonders eingegangen. Ein Klick, um ihn abzuschicken, und alles war weg. Gefrustet habe ich mir etwas zu Essen
genommen, und jetzt versuche ich, es nochmal zustandezubringen. 
Lieber Ernst Seler, Ihr Schicksal bewegt mich sehr, und ich muss auch sagen, dass Ihr Bild vom Kreuz mir sehr auf dem Herzen liegt, und dass Sie sagen, Anthroposophen wären das Ihrige. Ich glaube es ist wichtig darauf zu achten, wo wir Schwierigkeiten lokalisieren wollen. Nun bin ich zutiefst überzeugt, dass vor allem Kinder von Bildern und Geschichten leben. Sie machen sie stark. Gerade erst den geistigen Welten entstiegen, finden Kinder dort ihnen verwandte Realitäten wieder, die ihnen helfen, sich im hiesigen Leben immer weiter zu verwurzeln. Auch die Geschichte von Christus und den Engeln, von seinem Tod und der Auferstehung ist so eine Geschichte, aber auch das Universum von Mythen und Märchen. Den Kindern helfen die Bilder, weil sie auf höheres Verständnis vorbereiten. Kinder, die diese Vorbereitung nicht gehabt haben, müssen sie später unter Schwierigkeiten nachholen. Was soll sich in dieser Welt verwurzeln, wenn nichts zum Einpflanzen da ist? Denn ich bin nicht überzeugt, dass alle Kinder soviel mitbringen, wie etwa ein Mozart, dass sie gleich im frühen Alter beginnen sich zu inkarnieren.
Deshalb halte ich es für bedenklich, wenn man Kindern Symbolik in ihrer Umgebung vorenthält. Dagegen ist überdenkenswert Form und Inhalt dieser Bilder, genau wie beim Spielen.
Maurulam |
Homepage |
09/13/09 - 5:38 pm | #
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Jo, schnüff, schnüff, jetzt hab ich's gelesen. Das ist ein wunderschönes Gedicht.
Maurulam |
Homepage |
09/13/09 - 5:47 pm | #
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Lieber Alexander, ich möchte Sie nicht desillusionieren, aber...das ist hier öftermal Thema gewesen...
Ein anderes Zitat könnte man dann auch noch bringen, das von Mackay: "Die Anthroposophen streiten gern" http://www.goetheanum.org/
filead...InterviewBz.pdf.
Aber Ok - zwischen Streiten und Schimpfen mag noch ein Unterschied sein...
Nichts für ungut, ich gelobe jedenfalls Besserung 
Jo |
09/13/09 - 5:49 pm | #
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Liebe Mauru, nicht weinen, das Leben geht ja weiter, im wahrsten Sinne... - hast auch mal reingehört über den youtube-link?
bis danne
Jo |
09/13/09 - 5:56 pm | #
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Liebe Maurulam,
niemand will den Kindern "Bilder" vorenthalten. Als wir auf der Waldorfschule in Wernstein die Kinder unterbringen konnten, da waren Bilder verschiedener Kulturen in den Fluren usw. angebracht.
Das was in unserem Falle von Bedeutung ist, letztlich hatten Goethe und Steiner die Beeinflußung mit dem Kruzifix für negativ empfunden. In der ganzen Debatte, die teilweise von Politikern und Kirchenvertretern künstlich angefacht wurde, von wegen Untergang des Abendlandes, am Verfassungsgericht herrsche der Antichrist, wurde nie hinterfragt, wie wirkt das Kruzifix auf die Schulkinder. Ihre Hinweise auf die anderen Bilder lenken von der eigentlichen Problematik ab.
Kinder brauchen und wollen Bilder, bekommen, wie kürzlich in der SZ stand, ein Waldorflehrer berichtete, bis zu 3 Märchen vorgelesen, am Tag, was wohl zu viel Bilder sein dürfte.
Aber es gibt immerhin einen Beitrag im Internet, wo unter Verweis auf das Schulkruzifix das Ergebnis von Muskeltests vorgestellt wurde. Nicht einmal das mißbrauchte Hakenkreuz hat die lähmende Wirkung, wie ein Kruzifix. Gleichschenkelige Kreuze lähmen nicht, jedoch die Kreuze, wo der Mittelteil so heruntergezogen ist, da gibt es ganz schlimm aussehende Dinger, die schwermütig machen.
Wir sind uns einig, Kinder brauchen Bilder. Brauchen sie Kruzifixe?!
«In den Klassenzimmern wieder Kruzifixe und keine Kopftücher»
In seiner Ansprache wählte Söder eine Doppelstrategie: Er beschwor den drohenden Untergang des Vaterlandes - «Jede Stimme zählt. Die SPD ist zu Rot-Rot entschlossen» Und formulierte Wege zu seiner Rettung: «Wir kämpfen dafür, dass wir in unseren Klassenzimmern wieder Kruzifixe und keine Kopftücher haben.» Die CSU habe seit 60 Jahren in allen grundlegenden Fragen den richtigen Weg gewählt. Söder fasste zusammen: «Es kommt auf den Kompass an.»
http://www.nn-online.de/artikel....67&kat=10&
man=3
Sie sehen, wie das Kruzifix für politische Ziele mißbraucht wird, wie es aber auch im Lichte der Muskeltests "Gelähmte" heranerzieht. Vielleicht war deshalb der Aufschrei aus Rom so gewaltig.
Übrigens hatte ich es als Kind negativ empfunden, daß ein Bild des Bundespräsidenten irgendwo hing, glaube Flur. Erlebte als Schulkind dies als "Führer-Bevormundung" durch den Blick des Präsidenten 
Gruß, danke für Ihre Zeilen...
Ernst Seler |
09/13/09 - 7:24 pm | #
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@Jo: Ich habe nichts gegen das Streiten. Wenn zum Beispiel von einer "schwierigen Beziehung" die Rede ist, weise ich auf den Umstand hin, dass Beziehung von "ziehen" kommt. Das ist nicht so bekannt. Ich versuche ja auch nur, nicht über das Schimpfen zu schimpfen, was ja bekanntermassen die Hauptversion des Schimpfens darstellt.
Alexander Dill |
Homepage |
09/13/09 - 8:01 pm | #
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Danke Jo, für
den sehr erhellenden link.
Es tat gut ihn zu lesen:
http://www.fjodor.org/Fjodor% 20m...ternetwesen.htm
Ihre sonstigen Ausführungen machen nachdenklich, sind mir als Gedanke bewußt, manche werden dies so sehen, wie Sie es als Frage formulierten.
Wenn Sie Steiners Hinweise zu den Hintergründen der Weltpolitik kennen, seine Hinweise, wer eigentlich unser Dasein formt, dann erahnen Sie, wem "ich" als kleines ich erst einmal, da auf die Füße sprichwörtlich getreten bin und welche weitreichenden Folgen unser Tun hatte und hat.
Vielleicht ein positives Beispiel. Etwa 2000 wurde hier im Spindlhof ein neues Kruzifix eingeweiht. Es trägt den Titel "Der Gekreuzigt-Auferstandene".
Die Plastik, als zentrale Gestalt in der spirituellen Städte des hiesigen Bischofs, die eingeweiht wurde, ist ganz ungewöhnlich gestaltet. Erstmals fehlen einige Balkenteile und Christus erhebt die Hände, wie bei der Auferstehung.
Also ganz objektiv: die Katholische Kirche versuchte hier einen neuen künstlerischen Impuls zu setzen.
Sie hat also verstanden, die Katholische Kirche, ihre Führer.
Ob der Vorstand in Dornach verstanden hat, bin ich mir nicht sicher 
War ein langer thread hier.
"Der Wind ist Dein Vater" so vor vielen Jahren ein Erlebnis. Seit jener Zeit passiert das mit Wind, Wetter, Donner und Blitz. Als der Brief ankam, in welchem meine letzte Inkarnation stand, wollte ich ihn nicht öffnen, sondern nur geistig prüfen. Aufgrund sozialer Umstände (Spannungen) mußte ich mich entscheiden, ihn zu öffnen, oder aus der Welt zu scheiden.
Ich öffnete den Brief und am Abend kam der stärkste Sturm, der schlimmste Hagel und ein Naturdenkmal in der Nähe unseres Hauses, eine sehr große Birke, an deren Fuß oftmals medietiert wurde, sie wurde in ein Weizenfeld umgeweht.
Verdanke viel dem Geistesgut der Indianer, hatte auch Kontakt mit einem Huichol-Indianer hier in Regensburg gehabt. Wir tanzten den Hirschtanz zusammen in der Gruppe.
Zusammen mit den besonderen Bildern, die der Indianer mitgebracht hatte, hatten wir alle sehr tiefe Erfahrungen. Was auffiel, kurz vor der Veranstaltung kam ein katholischer Priester, der erst kurz vor der Zeremonie den Saal verließ, zuvor die Hand des Indianers schüttelte. Die machen schon ihre Arbeit die Katholischen Priester, das wußte auch Steiner und warnte deshalb gezielt, die Katholische Kirche werde alles daran setzen eine etwaige auftretende Hellsichtigkeit mit allen Mitteln zu unterbinden..... .
Ernst Seler |
09/13/09 - 9:13 pm | #
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Lieber Herr Seler, danke für die Antwort und auch für Ihre vertrauensvolle Offenheit.
"Der Wind ist Dein Vater" - war das nun ein wirklicher Brief oder eine geistige Mitteilung? Wenn sie es nicht als Belastung empfinden, ok, ansonsten kann ich Ihnen das Buch rolling thunder empfehlen. Und Steiner sagte einmal, dass wir Menschen wieder lernen könnten, die Naturgewalten/Geister zu lenken, das Wetter u.a. beeinflussen könnten usw. (Maria Tun berichtete darüber im Aussaatkalender 08 )
Auch schön, dass Sie mal Erfolge mitgeteilt haben...aber, was für ein 'Auftrag' für Sie, ich könnt das nicht.
Das mit dem Indianer ist natürlich interessant, ich liebe die indianische Poesie (z.B. aus diesem Buch - http://www.amazon.de/Weisst-B%C3...r/dp/
3210247412 :
Meine realen Kontakte zu Indianern waren weitaus magerer bzw. unpersönlicher, konnte nur einmal Sunbear erleben in Kiel, sehr scheuer Typ...
Alles andere würde ich vielleicht mal über email austauschen, wenns geht...
Einen schönen abend 
St.Jo
Jo |
09/13/09 - 9:54 pm | #
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Lieber Ernst Seler,
vielen Dank auch von mir für die offenen Antworten. Wegen des Schulkruzifixes kommen die großen Bedenken von Seiten der Bevölkerung wohl von der Befürchtung, dass wenn man das Kreuz wegnimmt, nichts an Stelle dessen folgen wird. Dazu auch ein Blogbeitrag, den ich mal geschrieben habe: http://meinearche.blogspot.com/2.../
schlussel.html
Meinen Sie wirklich, dass die in der Lage sind, jedem Klassenraum, den Kindern entsprechend, ein passendes Bild zuzuordnen? Falls ja, warum wurde es nicht jetzt schon getan? Ich perönlich habe da den starken Verdacht, dass da eben ein Verwaltungsakt notwendig ist, um sicherzustellen, dass religiöser Gehalt vermittelt wird.
Die Waldorfschule ist in dieser Hinsicht ein besonderer Ort, das darf man nicht vergessen, auch wenn man sich noch so wünschen würde, dass das die Normalität wäre. Die Kreativität, auch weitere Kulturen dieses Planeten mit ihrer Symbolik einzubeziehen, ist absolut notwendig. Das Sonnenhafte der Christusreligion ist in diesesr Kreativität bereits enthalten. Aber auch die Mondenkräfte des Propheten haben ihre Berechtigung, man sollte sie nicht verschleiern, sondern erklären, was das ist.
An den wenigen Indianern die ich getroffen habe, z.B. ein Politiker, der mit einer Weissen verheiratet war und der sich religiös engagieren wollte durch uns, fand ich auffällig, dass es dort keinerlei Festnagelungen gibt, du kannst nicht sagen: das oder das ist indigene Religion. Du kannst sagen, das haben SunBear und Wabun sich erarbeitet, aber du kannst nicht sagen: so machen das jetzt alle. Und trotzdem wollen sie alle das WIR-Element finden. Das ist schön, nicht wahr?
Maurulam |
Homepage |
09/14/09 - 12:46 am | #
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Hallo Mischa!
Wenn es keine tatsächliche geistige Welt gibt, oder eine Art Existenz nach dem Sterben des Gehirns ...
Moment, Moment - auch die Annahme einer wirklichen geistigen Welt löst doch nicht die Sinnfrage.
Ich halte die geistige Welt für sehr real und die physische für eine ihrer Modi. Sinn aber kann doch ernstlich nur durch die Frage nach ihm geboren werden. Und fragen können eben nur wir Menschenkinder.
"Ich" könnte also "in" eine Situation, einen Fokus von Kraftwirkungen "inkarnieren", ins Leben erwachen, ohne jemals vorher dieses "Karma" gewesen zu sein.
So meintest Du doch in etwa den Reinkarnationsgedanken im alten info 3 Interview?
Nein. Aber das ist ein beliebtes Missverständnis . Ich meine, dass die Inkarnation eines menschlichen Individuums bedeutet, das - um es irgendwie zu bezeichnen - GEIST sich jeweils in einen von vielen realen karmischen Kontexten begibt. Der innere Zusammenhang mit diesem Kontext besteht in dem Umstand, dass GEIST (um es irgendwie zu bezeichnen) sämtliche Kontexte in sich fasst; "er" hat sie, in jeweils individualisierter Gestalt, allesamt erlebt und erfahren. Kurzum: Der innere Zusammenhang mit der Lebensituation, in die ein menschliches Individuum inkarniert, ist der allgemeinst mögliche. Der äußere Zusammenhang hingegen - also die jeweilige Inkarnationssituation, die Startrampe einer Biographie - ist eine sehr konkrete, gewachsene, durch vielerlei Beziehungen bedingte, ein Geflecht von vergangenen Taten und ihren Wirkungen: Karma eben.
Felix Hau |
Homepage |
09/14/09 - 1:35 am | #
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Ui, hier hat sich in den zwei Tagen ja was getan. Ich habe gerade nochmals Felix Haus Kommentare gelesen und möchte doch kurz zusammenfassen:
Gronbach darf als weiterhin im Vorstand als Vetreter der AG/NRW arbeiten. Seine Website ist Privatmeinung, die die Anthros nichts angeht. Wie schön.
Sehen wir also nochmal die Fakten an, die Felix Hau auch in Gronbachs Namen in obigen Kommentaren vertreten hat:
"Anthroposophie ist in einer gewissen Hinsicht nichts anderes als die Synthese von Nietzsche und Buddhismus unter dem zusätzlichen Aspekt der Entwicklung." (info 3 link)
"Ich komme immer mehr zu der Ansicht, dass die Vorträge samtlich verbrannt werden sollten. (Grauer, Zustimmung Hau)" (w.o.) Die Vorträge werden als Diskussionsgrundlage nicht anerkannt, da grundsätzlich nicht authentisch wegen der nicht auszuschließenden möglichen Übertragungs-Fehler.
Nach Felix Hau hat Steiner mit den Inhalten seiner Vorträge lediglich Wünsche und Bedürfnisse der Mitglieder bedient, sozusagen als "Dienstleister auf Bestellung".
Auch aus Steiners Schriften werden nur Teile akzeptiert, so wie sie ins eigene Konzept passen: Beispiel Theosophie, "Pfad der Erkenntnis" über den "Allgeist", die ebenso wesentliche zweite Hälfte des Zitates wird verneint: "Nicht Überwindung, sondern höhere Ausgestaltung der Persönlichkeit findet statt".
Natürlich kann man auch so mit der Anthroposophie umgehen - jeder soll und kann schließlich denken und glauben, was er für richtig hält. Dies oben beschriebene Vorgehen geht aber weit über "Fehlerhaftes bei Steiner finden" hinaus, hier werden Grundlagen schlicht negiert, sodass diese eigene Weltanschauung ehrlicherweise nicht mehr als Anthroposophie bezeichnet werden kann, da allenfalls wenige Teilansichten Steiners akzeptiert werden. Eine Initiation ist selbstverständlich auch ohne Anthroposophie jederzeit möglich und natürlich kann man als Anthroposoph auch andere Wege anerkennen und schätzen, das ist selbstverständlich und muss eigentlich nicht diskutiert werden. Dazu gehört dann immer auch die wertfreie Unterscheidung, wo stehe ich und wo steht der andere.
Bei der info 3 Gruppe stellt sich mir die Fragen, wieso diese so angeblich weltoffene Gruppe so vehement gegen das Christentum kämpft. (Judentum oder Islam? zu akzeptieren scheint leichter zu sein.) Und wieso sie sich bei obiger Sachlage als Anthroposophen bezeichnen: Marketing?
Zum Schluss möchte ich noch an Goethes Märchen von der Schlange und der schönen Lilie erinnern: dort sinkt der aus verschiedenen Metallen zusammengestzte König in sich zusammen, nachdem die Irrlichter das Gold aus ihm herausgezogen haben.
Und nicht zu vergessen: Felix Hau sei gedankt für seine Klarstellungen.
Barbara 1 |
09/14/09 - 1:37 am | #
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Hallo Barbara!
... sodass diese eigene Weltanschauung ehrlicherweise nicht mehr als Anthroposophie bezeichnet werden kann, da allenfalls wenige Teilansichten Steiners akzeptiert werden.
Ich habe nie behauptet, dass Anthroposophie meine Weltanschauung wäre. Ich halte Teile von Steiners Anthroposophie für sehr kompatibel mit meiner Weltanschauung, andere nicht.
Das berührt aber die Frage der Interpretation von Steiners grundlegendem Ansatz und die sich daran anschließende, was eigentlich die wesentlichen Elemente der Anthroposophie sind, nur peripher.
Selbst, wenn sich einst herausstellen können sollte, dass meine Steiner- und Anthroposophie-Interpretation zutreffend ist, bedeutet das noch längst keine Übereinstimmung mit dem, was ich für richtig und wichtig halte.
Zur Frage der Akzeptanz des Christentums: Ich kann das Christentum als Religion auf genau die gleiche Weise akzeptieren wie Judentum, Islam, Buddhismus usw. Ich habe gegen sämtliche religiösen Systeme als solche bestimmte Vorbehalte und dann noch jeweils spezifische Kritiken.
Was ich hingegen nicht kampflos akzeptiere, ist, dass Anthroposophie als immanent christliche Veranstaltung aufgefasst und verkauft wird. Das ist für mein Begreifen eine derart absurde Vergewaltigung dessen, was ich als Steiners Anliegen begreife, dass es einem nur noch eiskalt den Rücken herunterlaufen kann. Und, wie gesagt: ich teile dasjenige, was ich als Steiners diesbezügliches Anliegen betrachte, trotzdem nicht.
Felix Hau |
Homepage |
09/14/09 - 2:09 am | #
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Lieber Felix,
ich hatte es so in Erinnerung, dann ist das jetzt richtig gestellt und wir werden uns doch noch einig: Dein 1. Absatz zeigt eine klare Linie auf, die ich so akzeptieren kann.
Und auch da stimme ich Dir zu: Steiner hat die Anthroposophie als Erkenntnisweg inauguriert und nicht als Religionsersatz. So hat er es ja auch formuliert z.B. "Anthroposophische Leitsätze" 1. Leitsatz.
Deine Ansicht zu den religiösen Systemen kann ich teilen und unter der Prämisse Deines 1. Absatzes kannst Du es bezüglich Steiners Ansichten halten wie Du willst.
Gute Nacht!
Barbara 1 |
09/14/09 - 2:40 am | #
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DIE MENSCHEN WAREN FÜR GRONBACH. ICH BIN AUCH FÜR. ))))))))))))
Barbara3 |
09/14/09 - 7:54 am | #
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ü
Nur die Tastatur will nicht, was ich will. Grrrrrr!
Barbara3 |
09/14/09 - 7:55 am | #
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...Das OpferLamm Sebastian wird zum Altar geführt; gleichzeitig bereitet der Hohepriester Michael liebevoll das Feuer vor. Felix schaut mit staunenden Kinderaugen den Geschehnissen zu, bis er durch Barbaras Hand - die die seine tastend sucht, aufgeschreckt wird....
immerklug |
09/14/09 - 9:34 am | #
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@jo
""Der Wind ist Dein Vater" - war das nun ein wirklicher Brief oder eine geistige Mitteilung?"
Es war ein wir-kl-ich-er Brief.
Die Situation war so, ein Dritter teilte mit, er habe meine letzte Inkarnation berechnet. Durch längeren Kontakt mit dieser Person, durch innere und äußere Vorgänge, war klar, der Hinweis ist kein Spaßfaktor.
Wollte den Hinweis bekommen, soz. auch als sozialen Faktor, wenn Jemand sich die Mühe macht, der Vorgang für sich ist ernst zu nehmen.
Wollte dann den Brief nie öffnen, lediglich mit geistigen Fähigkeiten den Inhalt prüfen.
Was innerhalb von 24 Stunden ansatzweise gelang. Weitere geistige Prüfung konnte aus sozialen Gründen nicht vorgenommen werden, es wor not-wendig den Brief auch zu öffnen. Ob der Inhalt am 11. Oktober verkündet wird (nicht durch mich), bleibt den Göttern vorbehalten, wenn ja, geht die Schl-acht so richtig los, da gebe ich mich keiner Illusion hin. Übrigens sind hierzu auch die örtlichen, überörtlichen Behörden, Parteien, der Vatikan, das hiesige Bistum bis hin zum BVefG informiert. Gäbe ein nachträgliches "Schmankerl" zu 1995.
Sehen Sie, wenn Sie den link zu dem Buchausschnitt öffneten, den Inhalt lasen, dann wissen Sie, nur weil ein tibetischer Lama mir in der Nacht vor der Gefangennahme die unmittelbare Zukunft, die weitere Zukunft vorraussagte, drehte ich nicht durch, als mir gefälschte Dokumente vorgelegt wurden.... .
Daran krankt ja unsere Gemeinschaft, von Dornach bis Berlin, daß der Wille zur Wahrheit mangelt. Irgendwo äußerte sich Steiner, Anthroposoph ist nur der, welcher den Willen zur Wahrheit hat.
Nicht Esoterik ist das Problem, ob Gronbach, Wilber, Hau oder Seler, sondern die Frage und Antwort, können wir eine Antwort finden zur gestellten Frage, inwieweit leitet uns hierbei Wahrheit, eben auf irdischer oder geistiger Ebene.
An diesem Wahrheitswillen mangelte es in der AAG und der Gegenwartskultur, sei es im Duett-Duell von Merkel und Steinmeier (die übrigens beide informiert wurden, von all den Dingen, die hier verstreut sind, also kompakt unterrichtet, wie auch der Bundesnachrichtendienst oder amerikanische Dienste, eine amerikanische Universität, auch die Humboldt-Universität) oder im Rechtsleben.
Neben Mangel an Wahrheitswillen herrscht vielfach Mut zur Feigheit.
Als ich einst einem Vorstandsmitglied aus Dornach in Nürnberg ca 1975 meine spirituellen Erlebenisse während der Mitgliedertagung von 1973 erzählte, im Vieraugengespräch, antwortete er: "wenn sie der kommende Menschheitsführer sind, dann meiden Sie Dornach".
Seit jener Zeit habe ich jegliches Angebot für Mitarbeit in spiritueller Hinsicht abgelehnt, habe hierzu vielleicht Keime zerstört, weil aus tiefster Empfindung ich "Führer" ablehne, auch in der Gestalt eines "Rudolf Steiner", wie er sich möglicherweise selbst als solcher versehentlich inthronisierte, oder zu einem solchen gemacht wurde, das ist die Frage, sein Schicksal, Karma und Mitgrund für teilweise Verständnislosigkiet, hinter der sich die Angst vor der Wahrheit versteckt, um aus Angst den Feind zu spielen, möglicherweise auch aus Angst vor der Liebe, die in sich dann das hervorbringt, was Herr Gronbach nach Außen spielt und ernst meint: "Ich Bin" (Gott). Dieses "Ich Bin" unabhängig einer religiös-kirchlichen Struktur, will geboren werden. Vielleicht liegt Herr Gronbach nur in den Wehen seines Iches und die Welt ist Geburtshelfer.
-- für etwaigen mail-Kontakt: bin einverstanden, Adresse wurde bereits hier im Gronbach-Strang hineingestellt, weiter oben ---
Ernst Seler |
09/14/09 - 10:39 am | #
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@ Felix Hau
Lieber Felix, nur "wegen Dir" lese ich gerade das "Christentum als mystische Tatsache" neu ,
naa guut, es wurde Zeit insofern, weil ich seit fast 15 bis 20 Jahren nur noch sporadisch im Steiner las, denn ich hatte einen dicken Happen "Gesamtausgabe" in meinem 23-27 Lebensjahr gelesen, wie Obelix Wildschwein aß. Damals arbeitete ich auch in anthr. Umfeldern.
Ja, es wird Zeit, das weseltlich aufzufrischen, auch die "Grundlinien der Erkenntnistheorie goethescher Weltanschauig" etc.
Also Steiners "Denkebücher". Überhaupt beginnt mich jetzt erst "im Alter" (46) Philosophie als eine not-wendige zu inträssieren; tja..
"Der innere Zusammenhang mit der Lebensituation, in die ein menschliches Individuum inkarniert, ist der allgemeinst mögliche. Der äußere Zusammenhang hingegen - also die jeweilige Inkarnationssituation, die Startrampe einer Biographie - ist eine sehr konkrete, gewachsene, durch vielerlei Beziehungen bedingte, ein Geflecht von vergangenen Taten und ihren Wirkungen: Karma eben."
Heißt das, daß "der Gottesfunke" um seine "Unschuld" und potentielle Freiheit weiß, bzw. erwachend in den Fesseln äußerer Schicksalsbande darum ahnt. Wenn denn überhaupt die äußere Situation und Bedingung so konfiguriert ist, daß der Gottesfunke trotz tiefer Einfleischung (brrr) erwachen kann? Je mehr der "Gottesfunke" erwacht, desto mehr weiß "er/sie", daß er das Karma nicht ist? Welches "ihm/ihr" jetzt aber Bedingung ist, an welches "er/sie" nun ausgeliefert ist, ...
Ich mag solche Worte wie "Erlösungs-Strategie" und "Spirituelle Technik" nicht, noch nie..
Weil ich bisher nur das zur "Allgemeinbildung" nötigste an der Diszi "Philosophie" gearbeitet habe, fehlt mir die Geschmeidigkeit des Ausdrucks, vorerst, wie kann ich das also jetzt dennoch zu sagen versuchen, mmmmh?
"wir" können uns dann zwar vorbereiten, um ein möglichst differenziertes Erkenntnis-Instrument zu haben.. wir können "Englisch" lernen, aber wen wir in England dann treffen, wird davon nicht beeinflußt..
Die Menschen sind dermaßen verschieden, und mir kommt der Satz "Ich setz meinem Leben einen Sinn" schon deshalb anmaßend vor, denn ich würde auch gerne sagen können "ich setze", vorerst, weil ich mir nicht aussuchen kann, ob ich, auch durch Leiblichkeit, Erbstrom, Milieu eine Rhinozerus-Seele habe, die mit 100km/h freudig über die Savanne rast, oder ob ich eine Nachtigall-Seele habe, die im Baume singt, wohin ein Rhinozerus nie hinaufkann, ohne daß der Baum kracht.
Sich "einen Sinn" setzen, jetzt hab ich's, kommt mir vor, wie Rebellion gegen gewisse Determinationen, innert derer wir genug zu tun haben.
Der Verweis auf solche Determinismen wird freilich gerne mißbraucht von der Macht und dem Neid, welche aber überall, innert jeglicher Kontexte "was finden"..
Ich lerne mit "dem Alter", welches heraufzühet nun aber erkennen, daß mir meine Bedeutung, die ich habe, "nicht gehorcht" hat!
Aber nicht zu meinem Schaden, wie ich einst fürchtete.
"Entscheident ist, was hinten rauskommt" soll Helmut Kohl immer gesagt haben, igitt! Und das ist auch was Anderes, das, was i c h meine!
Das (zumeist) Absichtslos Erwirkte eines Lebens offenbart eine "Signatur", in der mancher, der sich dafür sensibel gemacht hat, und freilich auch manches absichtlich erarbeitete, klar, sich besser und deutlicher erkennt, als im alleinigen "Hier und Jetzt". Welches aber auch lichter werden kann, offener.
Soweit erst mal.
Danke und lieben Gruß
Mischa |
09/14/09 - 10:53 am | #
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@ Felix Hau
Aber ich habe nun immer noch nicht verstanden: Bin "ich" es, dessen Karma ich durch meine Einfleischung antreffe, oder ist es eine neutrale Art von Vergangenheit, für die Ich durch mein jetzt Darinnen-Sein die "Verantwortung" übernehme. Um u.a. innert dieser Position neue Impulse zu setzen? ("Buße" im weniger leidfixierten Kontext eben. "Umkehr" der fatalen Wellen alten Karmas)
Mischa |
09/14/09 - 11:02 am | #
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"Von der Großen Göttin kommen wir, und kehren zu ihr zurück, wie ein Tropfen des Regens, dem weiten Meer zufließt!" sang Starhawk, eine berühmte, und von mir sehr geschätzte Hexe und Umweltaktivistin, und Menschenrechtlerin Miriam Simos, geb. 51, früher immer auf ihren Workshops mit uns.
Die umgrenzte Individualität macht Dir also Probleme? O'Kay.
Steiner schreibt sogar, da wo es um Blausäure inmitten der Bienenvorträge geht, daß es eine Katastrophe sei, wenn eine Individualität sich "auflöse", die Sonne nehme Schaden.
Auch indische "Gurus" würden ähnlich sagen, daß das "Auflösen" eine Katastrophe wäre..
Es ist halt blöd, wie in den Zusammenhängen spiritueller Diskussionen immer eine "verkehrte" Ansicht gleich Weltuntergänge provoziert, oder? 
"Wenn man sich an der Kerze die Zigarette anzündet, stirbt ein Seemann." (Kam daher, weil die an Land Zündhölzer verkauften.)
Das diese "diesseitige" Welt schon die geistige Welt ist, sehen wir eben bloß durch die "Maya" nicht, durch gedankliche und immer dichtere "Verstrickelung", aber sie ist schon geitige Welt, so erlebe ich das auch schon.
Im Tode, geht es um das Aufrecht-Erhalten des Bewußtseins, das tibetanische Totenbuch ist da für unsere Kultur noch gut verständlich. Aber das andere, so heißt es, träte ein, wenn man drüben "einschläft".
Aber dennoch auch dies: Kein Auflösen im All-Geist, so, wie die Brausetablette im Schwimmbecken.
Eher ein "Entkleiden" des Ich, im "Sommerland" legen wir im Seelenmeer auch den "Astralkörper" ab, der löst sich dann, wie eine Brausetabl..
Mischa |
09/14/09 - 11:50 am | #
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" 'Ich' ist die Handlung, kein Eimer!"
das, lieber Felix, dürfte wohl der Schlüsselsatz sein.
Ein Vorgang im "Geist an Sich"?
O'Kay.
So wäre "Ich" nur eine, zwar differenzierte, Ausdrucksform des Tao?
Eine Gebärde? Des Namenlosen..
Mischa |
09/14/09 - 12:07 pm | #
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- "Individualität" ist Geist in der Funktion, Erinnerung und Identifikation beständig (mikrosekündlich immer neu) zu erschaffen,
- wenn Geist sich davon abwendet, und sich den "Zwischenräumen" in den Mikrosekunden zuwendet, ist Erleuchtung.
- "Ich mache diese Erfahrung nicht. Wenn Erleuchtung da ist, gibt es niemanden mehr, der diese Erfahrung macht." so etwa sagt Nisargadatta, ein indischer Zigarettenverkäufer und Weiser Mitte 20. Jh.
"Das äußere Selbst (Vyakti, Individualität) ist nur eine Projektion des inneren Selbst (Vyakta, wörtl.: das Entfaltete), das wiederum ein Ausdruck des Absoluten (Avyakta, wörtl.: das Unentfaltete) ist, das alles und nichts ist... Wenn die Vyakti ihre Nicht-Existenz in Separation vom Vyakta realisiert und der Vyakta die Vyakti als seinen eigenen Ausdruck sieht, dann kommen die Ruhe und der Frieden des absoluten, unentfalteten Zustandes zum Tragen."
Mischa |
09/14/09 - 12:24 pm | #
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Herr Seler - Danke für Ihre Klarstellung und Mitteilungen, sehr interessant. Ja, die email-adresse hab ich.
Mischa, ich kann dir nicht mehr folgen...sorry...(vielleicht liegts auch daran, dass Mond-Tag ist). Schaffst du vielleicht das Kunststück, alles eben mitgeteilte auf ca. 3 Sätze zu komprimieren? - dann könnt ich womöglich noch von dir lernen!! als Langschreibhansel 
LG
Jo |
09/14/09 - 12:45 pm | #
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Hallo Mischa!
nur "wegen Dir" lese ich gerade das "Christentum als mystische Tatsache" neu
Das freut mich sehr!
Heißt das, daß "der Gottesfunke" um seine "Unschuld" und potentielle Freiheit weiß, bzw. erwachend in den Fesseln äußerer Schicksalsbande darum ahnt. Wenn denn überhaupt die äußere Situation und Bedingung so konfiguriert ist, daß der Gottesfunke trotz tiefer Einfleischung (brrr) erwachen kann? Je mehr der "Gottesfunke" erwacht, desto mehr weiß "er/sie", daß er das Karma nicht ist? Welches "ihm/ihr" jetzt aber Bedingung ist, an welches "er/sie" nun ausgeliefert ist, ...
Ja, so sehe ich das (er ist ja dieses Karma in toto).
Zu ergänzen ist für meine Sicht noch, dass gerade in dieser (potentiellen) Freiheit das Wesentliche der Karma-Idee liegt. Verantwortung ist nur wirklich, wenn sie freiwillig übernommen wird. Eine aufgezwungene Verantwortlichkeit - "aufgezwungen" auch im Sinne der Geltendmachung eines "natürlichen" Ursache-Wirkungszusammenhanges - ändert absolut nichts an gar nichts (weshalb übrigens die gesamte Handhabung des Strafrechts inclusive so genannter "Resozialisierungsmaßnahmen" in der beabsichtigen Zielrichtung völlig unangebracht ist).
Erst in dem Moment, wo ich weiß oder zumindest ahne, dass ich nicht auf Gedeih und Verderb meinen Inkarnatiosnbedingungen und den sich auf dem Wege meiner Biographie ergebenden Konsequenzen ausgeliefert bin, erst dann, wenn der im Alltag erlebte notwendige (d.i.: automatische) Kausalnexus sich als etwas erweist, das mich nicht in der Weise trifft, wie ich das bislang annahm, ist es mir überhaupt möglich, genau für diesen Nexus, in dem ich lebe, den Teil wirklicher - und das heißt: freiwilliger - Verantwortung zu übernehmen, der mir daraus "zuwächst".
Im Buddhismus, beispielsweise (man findet Entsprechendes so oder so verklausuliert m.E. in allen religiösen Systemen), wird dieser Umstand in die Legende des Siddharta Gautama gefasst, der seine Freiheit von allen Bindungen erkannte (Nirwana) und erst auf dieser Grundlage beschloss, nicht eher zu ruhen, als bis alle fühlenden Wesen vom Leid erlöst sind.
Bin "ich" es, dessen Karma ich durch meine Einfleischung antreffe, oder ist es eine neutrale Art von Vergangenheit, für die Ich durch mein jetzt Darinnen-Sein die "Verantwortung" übernehme. Um u.a. innert dieser Position neue Impulse zu setzen?
Beides.
"Ich" bin es, insofern der Quell, aus dem ich stamme, alle reale Erfahrung und Tat der Welt in sich schließt. Aber gerade durch die diasporische Vereinzelung, durch das "Geworfenwerden" an nur einen Platz im Leben und die damit einhergehende "Abschnürung" vom Gesamt "meiner" Erfahrungen, das sich als "Vergessen meines Ursprunges" manifestiert, erwächst mir die Möglichkeit, mich im Bewusstsein unbelastet von eigener Geschichte auf die neue Umgebung einzulassen und den aus ihr auf mich zukommenden Herausforderungen immer neu gerecht zu werden.
Felix Hau |
Homepage |
09/14/09 - 12:54 pm | #
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Übrigens (ich schrieb):
Im Buddhismus, beispielsweise (man findet Entsprechendes so oder so verklausuliert m.E. in allen religiösen Systemen), wird dieser Umstand in die Legende des Siddharta Gautama gefasst, der seine Freiheit von allen Bindungen erkannte (Nirwana) und erst auf dieser Grundlage beschloss, nicht eher zu ruhen, als bis alle fühlenden Wesen vom Leid erlöst sind.
Hier irrt Steiner m.E. in der entsprechenden Darstellung der Differenzen zwischen Buddha- und Christus-Legende im Christentum als mystische Tatsache. Das Buddha-Leben endet eben nicht mit der "Verklärung"!
Felix Hau |
Homepage |
09/14/09 - 1:05 pm | #
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@Herrn Seler - Ganz vergessen, wollt ich Ihnen schon letztens mitteilen. Robert Powell hat in seinem schönen Buch "Die Allerheiligste Trinosophia und die neue Offenbarung des Göttlich-Weiblichen", von 72 Personen berichtet, die jeweils in 24 er Gruppen drei Menschheitsführer repräsentieren (2 sind schon gestorben). Die drei Führer stehen jeweils für - Wahrheit, Güte und Schönheit. Im Augenblick befinden wir uns in der Zeit der Schönheit, der Sophia, dem weiblich-göttlichen Aspekt. Nach seinen Berechnungen, wurde die dritte Individualität/Person in den 1970 ern geboren, und zwar als eine Frau (die mehr im Verborgenen wirkt). 24 Eingeweihte arbeiten jetzt in ihrem Kreis, um die Schönheit, das Weiblich-göttliche auszubreiten.
Nun gut, da hat ein Astrosoph und Sternenkundiger gesprochen...er ist davon überzeugt (und vieles kann man tatsächlich auch feststellen bzw. berechnen anhand bestimmter sich auffallend wiederholender Zahlenrythmen und Zyklen). Mir sind allerdings Zahlen und solcher Art Feststellungen immer etwas zu unbeweglich, endgültiges eben...trotzdem sehr interessant und man kann das ja mal verfolgen.
Jo |
09/14/09 - 1:20 pm | #
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Doch, doch, so allmählich komme ich mit bei Euch, trotz Mond-Tag...
Jo |
09/14/09 - 1:25 pm | #
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Lieber Mischa,
bitte vergiss nicht, auch Steiners späte Schriften zu berücksichtigen:
"Briefe an die Mitglieder" oder "Anthroposophische Leitsätze" oder den Grundsteinspruch, den Steiner auch aufgeschrieben hat.
Viele Grüße
Barbara 1 |
09/14/09 - 1:34 pm | #
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@Jo
"@Herrn Seler - Ganz vergessen, wollt ich Ihnen schon letztens mitteilen. Robert Powell hat in seinem schönen Buch "Die Allerheiligste Trinosophia und die neue Offenbarung des Göttlich-Weiblichen", von 72 Personen berichtet..."
Sie spielen auf die 72 Christus-Träger an, die genannt wurden.
Danke für den Hinweis, sehr interessant. Offensichtlich gibt es auch eine innere Vernetzung 
Ernst Seler |
09/14/09 - 1:34 pm | #
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Liebe Maurulam,
"Und trotzdem wollen sie alle das WIR-Element finden. Das ist schön, nicht wahr?"
Auch die CSU hat dieses "Wir".
Diese Blutskräfte sind in der Gegenwart ein Problem, da sie Wärme, soziale Sicherheit und vielfach dann durch Jahrzehnte zur Parteiendemokratur führten, dies letztlich auch das Problem der AAG war und ist.
Außerhalb des Katholischen Wir kein echtes Heil.
Wer Zanders Anspruch kennt, von Steiner soll nur die "Weleda-Tube" übrigbleiben, als Lebensleistung, also alles Geistige von Steiner soll ausgelöscht, beziehungsweise als Schizophrenie gelten, wie ein Psychiater Steiners Werk so brandmarkte, der ahnt auch, warum Herr Hau so unversöhnlich, wie Herr Grauer auch, mit Steiner umgeht. Beide haben -soweit mir bekannt- als Waldorfschüler am Honig genascht und Steiner ist ihnen nicht bekommen. Grauer will Steiners Vorträge verbrennen lassen, am Liebsten, also Auflösung von "Wir".
Vielleicht liegt hier Herr Gronbach, auch seine Schwester viel Näher an Steiner, weil sie dieses "Ich-Bin" verwirklichen wollen, nur eben gleich Andere auf ihren persönlichen Weg mitnehmen, ohne daß sie selbst genau wissen, wohin die Reise geht. Herr Gronbach als Dienstleister, der sich als Logo den Steiner hinknallte, ohne zu wissen, ob er Steiner mit seinem öffentlichen Tun auch gerecht wird. Herr Hau verkennt Steiners Impuls, der eben durchaus unvollkommen -seine Aussage- ist und erst durch uns weitergebildet wird. Da hat Herr Hau wieder recht, die Zweigabende (besuchte vor einigen Jahren wieder mal in Nürnberg einen Vortrag) laufen doch immer nach dem Muster ab, wenn nicht mindestens 20 Mal direkt auf Rudolf Steiner Bezug genommen wird, ist es kein Zweigabend. So mag das von Herrn Hau wiedergegebene Wort "Sanatorium" - für die AAG - durch ein Vorstandsmitglied auch ein Hinweis sein zu "Wir".
Sogar das "E-h-E"-Wir ist problematisch, weil da Elemente von Mann und Frau wirken, welche durch Jahrhunderte sich ausbildeten und die mitschwingen, wenn wir einen Körper bewohnen, als Mann, als Frau.
Kommt mir da beim Schreiben, sei mir verziehen: insofern könnten vielleicht die sog. Homosexuellen ein ganz neues Ich-Bewußtsein und damit auch ein neues Wir-Bewußtsein entwickeln - 
Vielleicht handelt es sich um ein "Ich-Wir" und "Wir-Ich",
wobei aus eigener Bescheiden-Überheblichkeit dieses Erlebnis das Ich als Gesamt-Bewußtsein aller Reiche zu einem "Wir" führt. Wer dieses "Wir" am Morgen durch Hände und Füße in sich einziehen erlebt, ist Verwandelter und für die Menschen, wenn er solches öffentlich bekennt, ein Idiot.....
Ernst Seler |
09/14/09 - 2:05 pm | #
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@ Herrn Seler "Sie spielen auf die 72 Christus-Träger an, die genannt wurden"
Ja, das meinte ich. Und die innere Vernetzung - ja, so ist es 
An Maurulam - ja das mit dem Wir bei den Indianern ist sehr schön (SunBear und Wabun haben das mit dem Medizinrad gezeigt), und schön wäre es zudem, wenn wir Menschen es schafften, im Wirgefühl die Achtung der Individualität und der Menschenwürde gleichzeitig zu leben begreifen (R. Powell nennt das auch eine Lebenshaltung, ein Aspekt des Wassermannzeitalters).
Ein Aspekt dieser Haltung wäre mir dann sehr wichtig:
Nichts Menschliches ist mir fremd, und behutsam wandel ich den Weg der Gemeinschaft, der Weisheit und der Liebe.
So, und nun noch schnell einige Indianergedanken zum Mond-Tag, aus besagtem Buch:
"Im Leben eines Indianers gab es immer die Pflicht, deren Erfüllung er nie vergaß - die Pflicht, jeden Tag im Gebet das Ewige und Unsichtbare, das große Geheimnis zu ehren.
Wann immer er auf seiner täglichen Jagd auf ein Bild ehrfurchtgebietender Schönheit stößt - eine Regenbogenbrücke vor einer schwarzen Gewitterwolke über den Bergen; einen weißschäumenden Wasserfall im Herzen einer grünen Schlucht; eine weite Prärie, vom Sonnenuntergang blutrot ausgestrahlt - , verharrt der rote Jäger einen Augenblick in anbetender Haltung.
Alles was er tut, hat für ihn religiöse Bedeutung. Er spürt den großen Geist des Schöpfers in der ganzen Natur und glaubt, dass er daraus seine innere Kraft erhält.
Er achtet das Unsterbliche im Tier, seinem Bruder, und diese Ehrfurcht führt ihn oft so weit, dass er den Kopf eine erlegten Tieres mit symbolischer Farbe oder mit Federn schmückt. Dann hält er die gefüllte Pfeife hoch - als Zeichen, dass er auf ehrenhafte Weise den Geist seines Bruders befreit hat, dessen Körper töten er gezwungen war, um selber weiterzuleben."
Ohiyesa, Indianer der Santee-Dakota
LG
Jo |
09/14/09 - 2:32 pm | #
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@ Barbara Prima;
..eins nach dem anderen, im Moment "gibt" es "Mischa" nicht so sehr, denn ich will jetzt wissen, was Felix Hau zu sagen hat, und wie er, so weit mir das zu begreifen möglich ist, die Dinge sieht.
Parteinahme ist sowieso nicht mein Karma, sonst wäre ich längst Mitglied der AAG.
Ich bin im Begreifen so langsam, wie ein Einsiedler und Arzt, nicht so fix im "Hineinschlüpfen" in Andere Häute und Welten, wie Politiker etwa, oder Werbedesigner, Modeschöpfer, hahaa 
Bis ich meine eigenen Ansichten und wirkliche "jas und neins" gefunden habe, das dauert.
Steiner sagte mal, es könne nur Eine Wahrheit geben, die zu finden, darum ging es.
Jetzt will ich erstmal wissen, was dort Sache ist, dann kommt das Spätwerk von Onkel Rudi! Alles Liebe!
@ Ernst Seler
Also, ich ersehe aus der Art und Weise, wie sich Felix Hau versucht, dem Inkarnations-Gedanken und dem Ich anzunähern, wirklich nicht Schlimmes. Und sollte er irren, dann ist er doch "unterwegs", es ist doch besser, wie gar nicht zu denken.
Warum? Weil er ehrlich begreifen will, so kummt es mir zumindest doch vor, wen aber "kenn" ich schon hier..?
Viele leben ja, durchaus gut, liebend, fleißig, oder gar schaffend bezüglich dieser Fragen in den Tag hinaus, und denken: Es wird alles schon "klappen".
Wer ist man wirklich. Was ist das Ich, und hat es Bestand, oder ist es "nur" eine Gebärde des Geistes..
Schaumärrmah!
Mischa |
09/14/09 - 2:56 pm | #
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Vielen herzlichen Dank an alle für diese tolle Diskussion!
Ein extra Danke an Barbara für die Zusammenfassung, an Felix für die klaren Darlegungen und an Mischa für die Herzenswärme im Befragen. 
@Felix: Du schreibst:
Ich meine, dass die Inkarnation eines menschlichen Individuums bedeutet, das - um es irgendwie zu bezeichnen - GEIST sich jeweils in einen von vielen realen karmischen Kontexten begibt. Der innere Zusammenhang mit diesem Kontext besteht in dem Umstand, dass GEIST (um es irgendwie zu bezeichnen) sämtliche Kontexte in sich fasst; "er" hat sie, in jeweils individualisierter Gestalt, allesamt erlebt und erfahren.
Das ist ein für mich sehr nachvollziehbares (womit ich noch nicht sagen will: das einzig mögliche) EMPFINDEN (um es irgendwie zu bezeichnen ).
Ein kleines Puzzleteilchen hätte ich nun noch gern… nur für den Fall, daß es bereits existieren sollte, und daß Du bereit bist, es mit uns zu teilen:
Lieber Felix, Du sprichst (hier) von den Evangelien als „dichte[n] Bilder[n], die einerseits nachträglich den Anlass für einen drastischen Wandel im menschheitlichen Bewusstsein illustrieren und andererseits ein wirkliches Erleben versinnbildlichen.“
Darf ich Dich fragen: Wie würdest Du einerseits Anlaß, andererseits Bewußtsein beschreiben/charakterisieren/darstellen (... um es irgendwie zu nennen...) ?
Es wäre wohl logischer, bevor ich diese Bitte an Dich richte, selber zu sagen, was ich unter dem "Christus in mir" verstehe.
Ich muß jedoch zugeben: obwohl ich das ganz klar und deutlich EMP-FINDEN kann, ist es mir nicht möglich, es in allgemein verständliche Worte zu fassen. Ich kann nur sagen: dieses tiefinnerliche EMP-FINDEN ist unabhängig von allem, was man gemeinhin als "Religion" bezeichnet. Es geht darüber hinaus.
Ich würde es möglicherweise mit einem anderen Namen bezeichnen, wenn ich nicht in "christlicher Sozialisation" leben würde; aber da kann ich nicht sicher sein. Dazu kenne ich andere "Religionssysteme" viel zuwenig.
Jedenfalls wäre ich dankbar, wenn Du in Worte fassen könntest, was Du unter diesem "drastischen Wandel im menschheitlichen Bewusstsein" (und seinem "Anlass") verstehst.
Herzlichen Gruß in die Runde!
Ingrid |
09/14/09 - 3:37 pm | #
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Lieber Jo
Auf dem Sportplatz, bzw. im Fußballstadion gibt es noch urrudimentäres Erleben, was der Kollektiv-Bewußtseinszustand ist.
Beim hören einer Schnulze, auch wenn wir bißchen was getrunken haben, erfahren wir einen emotionalen Bewußtseinszustand, der ist sehr instabil, was wir uns innert des pur Emotionalen vornehmen, da fehlt uns eventuell morgen die Puste, die neue Motivation. Dann haben wir den rationalen und berechnenden Zustand.
All das muß jetzt nicht total korrekt sein. Es geht darum, daß der Zustand des Traumzeit-Bewußtseins in einem dämmerhaften Fluidum noch hierarchisch "tiefer" unter der Wachbewußtseins-Schärfe steht, als das Kollektive Sportplatz-Bewußtsein.
Wenn wir halt "huaa rrrah, aaajoo!" kreischen, und darin mal ganz, schunkelnd aufgehen. härm, hrm 
Es geht darum: Warum teilen Indianerstämme vom Amazonas oder Aborigines im Outback so schön?
Garry Richardson meinte dazu, sie hätten noch stark das Gruppen-Ich. Kein "Wir", verstehst Du? So, wie "wir das "Wir" meinen und kennen!
Ein dumpfer, wohl, aaaber hochdifferenzierter Traumzustand, so, wie wir im dunkeln in den Handschuh finden, oder blind den Schuhknoten machen, miteinander die Jagdreviere erkundend, essend, sich einander nährend, und tränkend, sich beim Schlummer bewachend..
Je weiter man diese Bewußtseins-Arten zurückverfolgt, so, daß "der Stamm" nicht "Gemeinschaft" oder gar "res publica" ist, sondern schlicht Organismus, um so weniger, sorry, sorry, "moralisch" und "selbstlos" ist das "Sich gegenseitig geben" und "teilen" zu verstehen.
Klar, wir abstrahieren beim teilen ethisch, erinnern uns daran, daß es auch uns im weitesten Sinne nützt.
Aber bei echten, richtigen Naturvölkern sei das nicht so so!
Hierzu der Australier Garry Richardson (gestorb. 2005) in seinem Buch "Liebe als bewußte Aktion", kann ich empfehlen. Ein etwas vereinfachendes Buch über Steiners "Phil. d. Freiheit", und über Evolution des Bewußtseins.
Mischa |
09/14/09 - 4:17 pm | #
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..aaaber, wenn man ein Individuum gewaltsam aus einem solchen organischen Stammesverband herauslöst, wie es ja auch oft die Engländer taten, besonders mit Mischlingen aus der Verbindung mit einen "Weissen", oder wenn gar so ein Individuum aus einem organischen Stammesverband mit dem "ich-artigen" "Wir-Bewußtsein" von sich aus denselben verläßt, dann ist dieser aborigine Mensch in der Lage, sämtliche zivilisatorischen Entwicklungen in einem Leben nachzuholen, bis es auf dem intellektual/sensitiven Zustand eines Europäers gleichwertig angelangt ist. Es gibt ja viele "Stammes-Menschen", die ihren "abendländischen" Doktor-Titel erwarben.
Bevor wir hier wieder "Rassismus" raspeln müssen! Hoihoi! 
Mischa |
09/14/09 - 5:14 pm | #
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@Mischa
"Wer ist man wirklich. Was ist das Ich, und hat es Bestand, oder ist es "nur" eine Gebärde des Geistes.."
Sie haben recht, "was ist das Ich", als Ich in den Ichen bleibt das immer ein Rätsel, oder wie Steiner das so schön formuliert: in der Nacht ist Jeder der Kaiser von China, problematisch wird das nur für den Tag.
Sie hatten in einem früheren Beitrag berichtet, wie Sie als Kind außerkörperliche Erfahrungen erfuhren -wenn ich mich recht erinnere.
Also ist das Gehirn nur Mittler, oder stellen Sie sich vor, Ihr Gehirn habe das außerkörperliche Ihnen vorgegaukelt. Es ist ein Graus für die materialistische Psychiatrie, wenn Menschen von außerkörperlichen Erfahrungen berichten. "das werden wir denen schon austreiben und wenn wir die Prophetie Steiners verwirklichen, notfalls mit der Schweinegrippe-Impfung die Seele des Menschen auszutreiben. Wir sind schon soweit "Gott" als Gehirnvorgang nachzuweisen... "
.... zu Fußball:
vor einigen Jahrzehnten das innere Bild, die "Seele" im Fußballstadien sind Wesen aus ferner Vergangenheit, welche sich durch die Menschen ausleben...... -- na vielleicht daher das so starke "Wir"-Gefühl...eines anderen Zeitraumes....
Ernst Seler |
09/14/09 - 5:26 pm | #
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Lieber Mischa, "bis es auf dem intellektual/sensitiven Zustand eines Europäers gleichwertig angelangt ist." Ja, das ist tatsächlich rassistisch. Zum Kotzen.
Michael |
Homepage |
09/14/09 - 6:42 pm | #
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Ich glaube was IHR mit WIR meintet, hat weder Maurulam noch hab ich's so im Sinn gehabt...kann man ja nachlesen, aber vielleicht hab ich mich ja falsch ausgedrückt, kann sein...
LG
Jo |
09/14/09 - 7:43 pm | #
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@ Michael
"Zum Kotzen."
Danke, das ist wahr.
Vor der Industrialisierung gab es auch noch in Europa bestimmt organische Gemeinschaften, allerdings wurden in Europa, und zwar nicht im Mittelalter, sondern in dem Herandämmern der technischen Neuzeit solche "Gruppenwirs" ausgerottet, bevor sie im Zuge der Welteroberung durch die europäische Geisteshaltung kann man das so sagen) weltweit ausgerottet wurden.
Richardson nimmt das Beispiel von Achilles und Odyssöius, will aufzeigen, daß Achill nur kämpfen konnte, wenn er auch durch Zorn impulsiert war, etwa als er die Todesnachricht seines Freundes Patroklos erhält. Odyssöius plant!
Er gehe rational vor, sein Gedächtnis wird von seinem Bewußtsein anders eingesetzt, und festgehalten durch die Abstraction.
Es ist wirklich "Schei.." , wenn ich nun die natur-lebens-verbundene Traumzeit der Aborigines anhand einer Skala von "traumhaft" mit "intuitiv" zum
für uns Europäer
"hellen" abstrakten Wachbewußtsein, welches zur Rationalität
seit etwa 150 Jahren mal überhaupt (wieder?) am Rande empfänglich für "Vibrations" wird
führe
Es ging darum, daß der moderne akademisch/wissenschaftlich immer mehr kategorisch denkende und technisch handelnde Mensch einsam ist
und klare abstrakte Begriffsysteme
für ihm nicht verständliches hat.
Aus dieser Einsamkeit mit einem klaren scharfe umrissnen Denken müsse er sich evolutionär "auf einer höheren Frequenz" diese "alten" und "prähistorischen" Bewußtseinszustände erringen.
Nun gut, mir wurde von Südafrikanern berichtet, sie hätten in der Fabrik einen Vorsänger gebraucht, und die Schwarzen Leute seien nicht gewillt gewesen, ohne Singen und Vorsänger zu arbeiten: Sie würden nicht krank werden wollen, basta! Also bekamen sie, am Band!, ihren Vorsänger.
Ich will gewiß keinen "bullshit" schreiben, aber etwas sagen ist in unserer Zeit mit viel Risiko behaftet, ..
Mir wird nämlich bewußt, wie sehr bis in die 1980er Jahre das Nicht-Rassist-Sein-Wollen sich auf das herablassende Wohlwollen einer durch und durch rassistisch gewordenen Kaufmannskultur und Militärzivilisation beschränkte. "Zu Negern gut sein, und sich mitfreuen, wenn sie ihren Doktor machen!"
Das ist ganz übel.
Denn noch wage ich zu denken, daß wirklich to-tale noch zivilisatorisch unberührte "Natur"-Völker in einer Art nicht intellektuellen Intuition leben, und aus einem Traum erwachen, wenn sie mit "unserer" verdorbenen intellektualen Maschine von Zivilisation in Kontakt kommen, "wir", der wir uns gerade anschicken, das pur Rationale zu überwinden, und sensitiv zu werden! Stumpf sind "wir", in allen unseren Körperfunktionen und Sinnen, dafür im Kopf isoliert glasklar, .. sowas halt.. mmmh
Es ist bei Richardson darum gegangen, die Romantik zu entlarven, die wir immer bezüglich den Indianern etwa hätten. Möglich, daß da bei Richardson, der ja Australier war, noch der Alte, der chauvinistisch verzogene Papi in den Hinterkopf hereinspielte! Oja! Danke Michael!
Trotzdem fand ich den Gedanken bedenkenswert: Ein ganz organisch verbundener Stamm, in Familienbanden, teilt wohl untereinander für "uns" einsame Egoisten und Kaufleute des Abendlandes "vorbildlich", aber unter den Stämmen bekriegen sie sich, zuweilen auch grausam!
Ja, möglicherweise hat ihm das "der Alte" erzählt, als der Sohn am Schwärmen war. uff..
Mischa |
09/14/09 - 8:04 pm | #
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Lieber Mischa,
wenn du nach Dornach umziehst (dich dort aussöhnst), zu rauchen aufhörst und ins Goetheanum Einzug hältst, dann, ja dann, beginne ich Sinn in all dem zu erkennen Veränderung ganz anders, als ursprünglich gedacht 
Das Wir-Gefühl gibt es ja auch als Steigerung, da, wo das Gruppengefühl überwunden wird. Man nehme z.B. die Dreiheit Bavaria-Germania-Europa, da merkt man das Wachstum, und wie die Selbstlosigkeit mit Vergrößerung der Gruppe zunimmt. Aber der Weltgeist oder gar Allgeist ist nocheinmal mehr als alle zusammen, da ist die Einheit wiederhergestellt. Vielleicht kommt ja auch noch hinzu, dass man auch immer und immer wieder zum WIR zurückkommt bis hin zum ganz individuellen Persönlichkeit, dann gibt es einen Kreislauf ganz anderer Art, von unten nach oben und wieder zurück, und nicht immer nur flach
Maurulam |
Homepage |
09/14/09 - 8:10 pm | #
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Lieber Mischa "dafür im Kopf isoliert glasklar".. Sicher?
Don Michele |
Homepage |
09/14/09 - 8:12 pm | #
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"Lieber Mischa "dafür im Kopf isoliert glasklar".. Sicher?"
Nunja, der Mensch lernt am Sprechen Denken.. 
und richtet sich allmählich auf, auch das Europäer..
Mischa |
09/14/09 - 8:16 pm | #
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Ich würde gerne wissen, ob es Eurer Meinung nach nur einen Geist geben kann oder unendlich viele.
Ich bin da im Moment hin- und hergerissen, tendiere aber zu zweitem.
Robert |
09/14/09 - 8:18 pm | #
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Ich setze mich gerne mal in die Nesseln. Gibt es jetzt eine Art Evolution des Bewußtseins, auch in der Menschheitsgeschichte. Onkel Steiner sagt ja immerhin von den Indern, und auch von den Chinesen, daß die das eintreffen des "weißen Mannes" als eine Katastrophenwelle erlebten, als eine Welle der Dummheit, sinngemäß. Aber, genug, ich muß mich nicht dauernd blamieren, sondern erst mal wieder frisch nachdenken!
@Maurulam: Was habe ich denn in Dornach ausgefressen? 
Erinnert man sich da noch an mich, naja ich war die meiste Zeit ultrabrav damals. Oder war da was? Sag??!
Mischa |
09/14/09 - 8:24 pm | #
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"Ich würde gerne wissen, ob es Eurer Meinung nach nur einen Geist geben kann oder unendlich viele."
Ich bin da im Moment auch hin- und hergerissen. Wenn ich dieses blog lese, dann fürchte ich, es gibt vielleicht gar keinen Geist ...
... vielleicht? |
09/14/09 - 8:52 pm | #
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"Onkel Steiner"
es lässt sich auch recht gut lästern gegen Steiner, wenn man/frau freigemut aus seinem Werke zitieren kann, hin und her und her und hin.
Nun hat ein früheres Mitglied der AAG uns diesen link geschickt:
http://alles-schallundrauch.blog...-unter-
den.html
Nehmen wir nun "Onkel Steiner" ernst, mit seiner Warnung, es werde in der Zukunft die Seele bereits den Kindern herausgeimpft?!
Die Gegner von Steiner leisten sich eine Debatte, wie Herr Zander oder Herr Grandt und Lichte, die eigentlich an den Nöten der Menschen vorbeigehen. Aber vielleicht erbarmt sich Herr Gronbach der Mädchen und startet für Deutschland eine neue Mission "rettet die Gebärmutter der Mädchen". Er käme bestimmt in die Schlagzeilen, aber hätte wahrscheinlich die Mafia am Hals.
Nehmen wir Steiner mit all seinen Fehlern ernst: es ging ihm um die Menschen, auch als angeblicher Thomas v. Aquin. Sehen wir seine Fehler nach, die manchmal auch zeitgebunden sind, wie die Ansicht über die Frauen.
Wer rettet nun die Mädchen: Felix Hau, Zander, oder der gottgleiche Gronbach?!
Die Lage ist leider ernster als ernst.
Ernst Seler |
09/14/09 - 9:12 pm | #
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"es ging Steiner um die Menschen"
klar, ohne "Menschen" kann man keine Sekte gründen ...
... oder? |
09/14/09 - 9:20 pm | #
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@oder?
na da will ich mal auch für Sekten schreiben. Warum soll es keine Sekten geben. Denn als Sekte werden doch die Menschengemeinschaften verteufelt, welche den Amtskirchen gefährlich werden.
Und das was wir als Auswüchse sog. Sekten kennen, die es geben mag, die finden wir "konform" bei den Großkirchen.
Fällt mir so ein, Rudolf Steiner sagt ja, "wir" werden als Sekte verfolgt, wie die Urchristen einst, die sich in den Katakomben versteckten (falls die Überlieferung so stimmt). Steiner wollte denen Mut machen, die seine Vertiefung des Christentums ernst nahmen.
Ist ja schön, wenn Herr Lichte diesen langen strang mitverfolgt, dachte schon die ganze Zeit, welche Qual für ihn, was er da liest... ...na, wie sich das nachtodlich auswirken wird 
Ernst Seler |
09/14/09 - 9:36 pm | #
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@Mischa: du hast nichts in Dornach ausgefressen, das ist es ja gerade. Fiss doch mal was aus. Alles andere ist ein Ärgernis.
Maurulam |
Homepage |
09/14/09 - 9:36 pm | #
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@Maurulam
"Vielleicht kommt ja auch noch hinzu, dass man auch immer und immer wieder zum WIR zurückkommt bis hin zum ganz individuellen Persönlichkeit, dann gibt es einen Kreislauf ganz anderer Art, von unten nach oben und wieder zurück, und nicht immer nur flach"
gefällt mir sehr gut die Formulierung und ist eine indirekte Antwort für Robert.
Dachte heute, weil es einfiel, wie zur Unsterblichkeit die Ungeborenheit gehört, also ein Teil von uns - nach Steiner - der nie inkarniert.
Vielleicht ist das der "Gott" in uns, wo Christus spricht "Wisst Ihr nicht, dass Ihr Götter seid."
Vielleicht hatte Herr Gronbach eine solche Erleuchtung, soweit ich mich erinnere, hatte auch Herr Hau ein ähnliches Erlebnis, wurde von einem Anthroposophen irgendwo besprochen.
Vielleicht sind die Beiden uns einfach voraus 
Was bedeutet "Maurulam", ist das ein echter Name, oder aus dem Märchen. Hat ja einen melodischen Raumklang in sich maluruaum....
Ernst Seler |
09/14/09 - 9:45 pm | #
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von Maurulam
"Das Wir-Gefühl gibt es ja auch als Steigerung"
passt gerade zur Stimme von Merkel
"Wir haben die Kraft"
Es kann alles missbraucht werden, nicht nur die Symbole, auch die Sprache.
Welche Kraft mein Merkel eigentlich.
Das ist der "Nebel" in der Sprache.. .
Ernst Seler |
09/14/09 - 10:01 pm | #
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Kennst du Hans Arp? http://www.lyrik.ch/lyrik/trends...s/dada/
dada.htm
Langsam wachse ich aus dem Namen wieder raus, für eine Weile war er gültig, aber jetzt wird er langsam zu zynisch. Muss mir was neues ausdenken.
Maurulam |
Homepage |
09/14/09 - 10:08 pm | #
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@Mischa - dir kann ich nun wirklich mal folgendes Flensburger Heft empfehlen, ist sehr interessant (s.u.). Zudem finde ich dass du zuletzt hier sehr pauschal und reflexhaft geschrieben hast, zudem manchmal auch etwas wirr, bist du nun endgültig der totalen Theorie verfallen?
Indianerromantik?...pah...Dir scheint ja selbst die Indianerpoesie ein rotes Tuch zu sein, nie gelesen?...vor allem - hat hier irgendjemand was mit Karl May verwechselt? also, ich nicht...
Wounded knee, ist das Indianerromantik? schau her http://de.wikipedia.org/wiki/Wou...ki/
Wounded_Knee
Mord und Totschlag, seit Jahrhunderten einzig von den WILDEN und soooo zivilisierten, hochgeistigen Europäern ausgeführt, weltweit, ist das nun Indianerromantik? Und dann, die Demokratie haben die Europäer abgekupfert von den Hopis und Sioux. Wir leben mal gerade 60 Jahre demokratisch, dank der Amerikaner, die uns von Adolf befreit haben, die es zuvor eben von den Indianer gelernt haben, man möchte eher sagen: gestohlen haben.
UND UND UND so weiter....so, nun geh mal Fussballschaun, gaaaanz locker, dir passiert schon nichts innerhalb der Fussball-Gruppenseele...
Anthroposophie und Rassismuss (das Thema ist noch nicht durch)- hier:
http://www.amazon.de/Anthroposop...r/dp/
3926841540
http://www.flensburgerhefte.de/n...fh/41-
DCSIN.pdf
Jo |
09/14/09 - 10:24 pm | #
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Jetzt ist es aber gut. Tut mir leid, ab jetzt wird thematisch gesiebt.
Michael |
Homepage |
09/14/09 - 10:49 pm | #
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)))
Maurulam |
Homepage |
09/14/09 - 10:53 pm | #
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gelöscht
Edited By Siteowner
Mischa |
09/14/09 - 10:57 pm | #
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Hallo Ingrid!
Jedenfalls wäre ich dankbar, wenn Du in Worte fassen könntest, was Du unter diesem "drastischen Wandel im menschheitlichen Bewusstsein" (und seinem "Anlass") verstehst.
Kurz und bündig: Das erlebte Wissen, dass Gott Mensch geworden ist. Der Anlass wird, denke ich, wie in allen anderen Fällen auch, die Erfahrung eines Einzelnen gewesen sein. Ob das nun ein Mann namens Jesus gewesen ist oder ein anderer namens Markus (der einen möglicherweise einige Jahrzehnte zuvor gelebt habenden Jesus als Protagonisten der Erzählung seiner spirituellen Reise verwendet hat), spielt überhaupt keine Rolle.
Soviel zur Kurz-Interpretation dessen, was in der christlichen Tradition und im Aufgriff Rudolf Steiners m.E. als dieser drastische Bewusstseinswandel betrachtet wird.
Was mich betrifft (und m.E. auch, was Rudolf Steiners Motiv betrifft): Ich habe zwei Einwände.
1. Ich sehe bereits lange vor dem Beginn der christlichen Zeitrechnung Einzelne, die genau diese Erfahrung gemacht und darüber berichtet haben.
2. Ich halte die "Gott wird Mensch"-Variante dieser Erfahrung für eine Fehlinterpretation. Anders herum wird ein Schuh draus: Mensch wird Gott. Ich will damit exakt den Vorbehalt ausdrücken, den Steiner 1899 geltend gemacht hat: dass es nämlich absurd ist anzunehmen, Gott könne sich jemals in nur einem einzelnen Menschen verkörpern.
Felix Hau |
Homepage |
09/15/09 - 3:32 am | #
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Hallo Robert!
Ich würde gerne wissen, ob es Eurer Meinung nach nur einen Geist geben kann oder unendlich viele.
Das lässt sich empirisch prüfen. Suche andere "Geister" und frage dich, wo sie, wenn du sie gefunden hast, sind.
Bei mir hat einst die harmlose Frage, ob es wohl Engel gebe, bevor sie "geschaut" werden, eine veritable Odyssee durch den ganzen Weltraum katalysiert .
Felix Hau |
Homepage |
09/15/09 - 3:41 am | #
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Hallo Felix,
dachte mir schon fast, dass Du der einzige bist, der auf meine Frage eingeht.
Sehr beruhigend ist es, dass ich empirisch vorgehen kann. Eigentlich logisch, wenn ich es mir recht bedenke.
Vielen Dank für Deine Antwort.
Robert
Robert |
09/15/09 - 8:22 pm | #
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Ein langer thread, es geht um Wesentliches … die Essenz der Anthroposophie …
Ist es eine Lehre, die uns selig macht, oder ein Leib und eine Tat?
Bei den Integralen ist es universeller Geist oder so.
Bei Steiner ist es ein Leib, und zwar einer mit einem Eigennamen.
"Christus ist das Wesen, die Welt des Wesens Erscheinung." (Karl Ballmer)
*
Ich muss den Namen Ballmer hier nennen, weil er mir oben (von Hau erwähnt) leider entgangen war, und ich muss dann unten noch ein wenig schimpfen. Bisher dachte ich, es sei ein Rest von Pietät und Bescheidenheit bei Gronbach und Hau, wenn sie diesen Namen doch lieber verschweigen.
Das verhält sich leider anders. Der leichteste Vorwurf, den Außenstehende Steiner machen können, ist der des Eklektizismus. Und zugleich der sinnloseste. Steiner gebraucht "geistiges Material" in einer Fülle wie kein anderer (wie "falsch" der Gebrauch im einzelnen auch sein mag), um in der Gestaltung des Materials das Wesen des Menschen zu offenbaren. Wer nicht ganz unbedarft ist, erkennt, dass jeder Satz dieser – Lehre seinen Sinn nur aus dem Mittelpunkt der Individualität Rudolf Steiners erhält. Felix Hau hat hier offen demonstriert, wie unbekümmert eklektizistisch er seinerseits verfährt: Jeder kann nachlesen, wie er nach Belieben Steinersche Elemente verwendet oder verdrängt. "Verboten" ist das nicht (siehe Steiner), aber es ist in Gottes Namen die Frage, was hinten rauskommt. Bei den Integralen wird der Eklektizismus allerdings zusätzlich Methode, denn es kommt ihnen ja, wie ich oben darzulegen versuchte, auf die (angebliche) Offenheit und den (oberflächlichen) Dialog an. Was darunter auf jeden Fall leidet, ist das Verstehen, nämlich das Verstehen des anderen "Abgegrenzten" als eines Systems.
Vorkämpfer der Erkenntnis des Schaffens Rudolf Steiners als eines Systems über alle biographischen Abschnitte hinweg war Karl Ballmer. Deswegen gründet auf ihm einige Hoffnung – weit abseits von Verknöcherungs- und Verwässerungsdebatten.
Dieses System ist kein Weltanschauungs-, sondern ein Weltordnungssystem, es ist Mensch, es ist das "Wesen Anthroposophie".
Diesen Dingen sind unsere beiden Helden Gronbach und Hau durchaus mal über den Weg gelaufen, und es hat bei ihnen Spuren hinterlassen.
Denn was haben die beiden Helden in Ballmer gefunden? Ihren Flaschenöffner: einzelne unverstandene Thesen und der coole Revoluzzer-Habitus werden übernommen und kopiert, um dem pubertären Druck, der sich während der offenbar irgendwie schiefgelaufenen Jahre im anthroposophischen Elternhaus angesammelt hat, Entlastung zu verschaffen. Von selbst wär man nicht drauf gekommen, insofern ist die Existenz des Flaschenöffners schuld daran, was jetzt passiert: der Flaschenöffner tut sein Werk, der Geist quillt und schäumt heraus und besudelt den Teppich. Ist nicht so schlimm: denn es ist nur zuckerfreies Cola-light, was da herauskommt (seichtes Gewässer, wie uns Hau oben berichtet), das klebt nicht. Des Flaschenöffners Geist ist es jedoch nicht, was da sprudelt.
Geist? Bei Info 3 "weht" er seit vielen Jahren, neuerdings dann im "Dialog". Bei Steiner-Ballmer ist er körperlicher Mensch, und es ist schade, wenn durch Schaumschlägerei in dieser unserer notleidenden Zeit Möglichkeiten verschleiert werden, "Körpererfahrung" zu machen. Da macht LGR lieber seine Muckibude auf …
Gruß!
Martin Cuno |
09/15/09 - 11:20 pm | #
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Hallo meine Lieben,
ich finde eure Einwände doch sehr interessant. Ich glaube aber, es stellt niemand in Frage, dass Götter sich inkarniert haben (schon lange vor der christlichen Zeitrechnung). Inkarnationsprozesse gab es tatsächlich schon, seit es Menschen gibt. Ich frage mich aber trotzdem: WIE gingen diese Prozesse vonstatten? Gibt es da Unterschiede zu heutzutage? Denn ich glaube schon, dass das der Fall ist.
Die Bewegung, die dir auffällt, Felix, ist auch bemerkenswert. Ich glaube, heute kann es noch wichtiger sein, dass der Mensch sich wieder auf die göttlichen Welten zubewegt. Es sind eben Zeiten, die tief in die Materialität herabgesunken sind, da soll der Mensch eine Gegenbewegung machen. In der Zukunft wird es sich wieder normalisieren wenn alles gut läuft.
Maurulam |
09/15/09 - 11:29 pm | #
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Übrigens geht der Brauser wieder !!!! 
Maurulam |
09/15/09 - 11:32 pm | #
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Lieber Martin Cuno,
das hundsgewöhnliche Problem der real existierenden Anthroposophie scheint in seltener Vollkommenheit überraschenderweise ausgerechnet in Ihnen hier Mensch geworden zu sein: Unendlich salbungsvolles Gequatsche; Phrasen über Phrasen; das quietschende Abrattern eingefleischter "Überzeugungen"; nicht das geringste Verstehenwollen des Anderen; tonnenweise Vorbehalte gegen dies, das und jene; kein einziger origineller und eigenständiger Gedanke - Sie können sich nicht einmal vorstellen, dass andere etwas können, was Sie nicht können.
Es ist kein Wunder, dass alles wegläuft, was noch kann.
Ich jetzt auch - zumindest von hier.
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Hallo Mischa,
es war mir eine Freude! Vielleicht gelegentlich wieder - hier oder andernorts.
Felix Hau |
Homepage |
09/16/09 - 12:55 am | #
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...irgendwie schiefgelaufenen Jahre im anthroposophischen Elternhaus angesammelt hat, Entlastung zu verschaffen...
Immerhin kommen hier ja sehr interessante Dialoge zustande, finde ich. Und Leidensdruck, bzw. Erziehungsdruck: Die Frage steht im Raum, ohne zu schimpfen, sondern menschgemäß zu verstehen: WAS ist denn evtl. schief gelaufen (wenns denn wirklich so ist)? WIE erzogen die anthroposophischen Eltern und stand vielleicht wirklich eine Ver-kork-sung, eine maßlose Ideologie und Strenge dahinter? Das sind Menschheitsfragen, die mir, ohne groß herum-zu-pädagogisieren, wichtig wären (und außerdem ist bekannt, dass zugefügtes Leid zu 'Höchstleistung' und Quantensprünge führen kann). So stellt sich in vielen Fällen (siehe Mathias Wais) die Frage: Sind wir 'nur' gute Anthroposophen oder sind wir auch (untereinander) MENSCH, ohne herablassendes Mitleidsgehabe, sondern Mit-Leid, weil jeder auch um SEIN eigenes Päckchen und seine Schwächen weiss und man evtl. gemeinsam Wege suchen bzw. Wege überhaupt verstehen - d.h. "zwei Meilen mitgehen will" - damit Steiners und anderer Weisen und Größen Haupt-Anliegen, die Liebe, Wirklichkeit werden kann?
Man kann übrigens sehr schön beobachten im Leben, dass gestrenge Ideologien immer auch das Gegenteil sehr stark anziehen bzw. herausfordern. Wer selbst nicht für eine Ideologie kämpfen muss, der hats auch nicht nötig auf sogen. Nestbeschmutzer zu schimpfen. Mein Vorschlag: Vermeintliche Gegner mit Gelassenheit 'assimilieren' durch: Selbsterkenntnis - das wäre dann eine gegenseitig-befruchtende Metamorphose, wenns denn überhaupt so funktioniert, in einer naturgemäß festgezurrteren (statischen) Vereinsstruktur.
Oder jeder macht halt sein Ding bestenfalls ein auf Wahlverwandtschaften...
Und vielleicht haben ja nicht nur 'Kirchenvereine', sondern bald auch sonstige Vereine keine Berechtigung mehr, Ketten werden zunehmend gesprengt, 'ist überall zu beobachten, wobei dann Urvertrauen und Freisinn Hand in Hand gehen müssten... - da hat der freigeistige Steiner ja selbst Vorlagen gegeben, damit Freiheit herrsche (diese Diskussion findet übrigens statt, mehr im Stillen: Warum ein Verein?).
LG
Jo |
09/16/09 - 8:24 am | #
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Lieber Felix,
oh, wie schade, jetzt bist Du wohl weg… na, ich sende meine Antwort trotzdem ab:
“Kurz und bündig: Das erlebte Wissen, dass Gott Mensch geworden ist.“
Das ist nur ein Teil dessen, was ich als das erlebe, was ich den „Christus in mir“ nenne. Es ist sozusagen der „Weihnachts-Teil“.
Und hier teile ich Deinen Einwand:
“1. Ich sehe bereits lange vor dem Beginn der christlichen Zeitrechnung Einzelne, die genau diese Erfahrung gemacht und darüber berichtet haben.“
Ja. Das sehe ich ganz genauso, diesen Einwand würde ich sofort erheben, dann nämlich, wenn es nur um den „Weihnachts-Teil“ ginge.
Allerdings ist das eben noch nicht die vollständige Beschreibung dessen, was ich als „Christus-Erfahrung“ begreife (die Gänsefüßchen brauche ich, um nicht jedesmal die Klammer „um es irgendwie zu bezeichnen“ einfügen zu müssen ).
Es gibt auch noch den „Oster-Teil“. Und den „Pfingst-Teil“. Und auch noch andere „Teile“, für die ich jetzt nicht mal eine so unvollkommene „Teil“-Bezeichnung finde.
Es ist sehr schwierig für mich, meine Emp-findungen in Worte zu fassen (deshalb hab ich auch etwas länger gebraucht für diese Antwort).
Am deutlichsten werden sie mir in der Musik. Ich bin Sängerin und singe sehr häufig die Sopransoli in den klassischen Meß-Kompositionen. Ich bin nicht katholisch. Aber ich begebe mich natürlich, als „Reproduzierende“, auf die Spur dessen, was der Komponist, was Haydn, Mozart, Schubert… „gesehen/gehört/erkannt/erfahren/erlebt“ hat, als er es gerade so und nicht anders komponierte. Und da wird er für mich – nicht immer, aber doch oft - erlebbar, dieser Unterschied zwischen den Anreden „Kyrie“ und „Christe“.
„Christe!“ - das hat mit dem zu tun, das im Wort „Eu-angelion“ anklingt: es ist eine gute Nachricht, eine frohe Botschaft, die es da zu verkünden gilt.
Und es hat auch mit dem zu tun, was Ernst Seler hier erwähnt: “Es handelt sich hier um die innere Aufrichtekraft, die sich im Körper(bau) dann bemerkbar macht.“ [Hervorhebung von mir]
Aber auch das ist noch nicht alles.
Lieber Felix, Du sagst auch noch:
“Der Anlass wird, denke ich, wie in allen anderen Fällen auch, die Erfahrung eines Einzelnen gewesen sein.“
und enttäuschst mich damit ein wenig – ich hatte gehofft, Du würdest einen not-wendigen „Anlaß“ nennen.
Denn das, was ich als den „Oster-Teil“ bezeichnen würde, das ist nicht etwas, das plötzlich und aus heiterem Himmel über einen kommt, sondern ich erlebe es als ein „inneres Geschehen“, das Not wendet.
Hölderlin fällt mir ein: „Wo aber Gefahr ist, wächst / das Rettende auch.“ („Patmos“)
Ebensowenig wie Dir kommt es mir darauf an, zu „beweisen“, ob das „äußere Geschehen“ damals in Palästina ganz genauso abgelaufen ist, wie es in den Evangelien zu lesen ist. Ich glaube auch nicht, daß es wichtig ist, das zu „glauben“.
Sondern mir geht es um das „innere Geschehen“, das heute jeder Mensch grundsätzlich in sich erleben kann – aber nicht: muß.
Und nun noch zu Deinem zweiten Einwand:
“2. Ich halte die "Gott wird Mensch"-Variante dieser Erfahrung für eine Fehlinterpretation. Anders herum wird ein Schuh draus: Mensch wird Gott.“
Ja – das ist so eine Sache mit den einander „logischerweise“ ausschließenden Sätzen.
Ich glaube nicht, daß, wo es um solche Themen geht, die Logik des gewöhnlichen Lebens eins zu eins anzuwenden ist.
„Gott wird Mensch.“ Es gibt eine „Ebene“ in mir, auf der finde ich nicht den geringsten Widerspruch zwischen diesem Satz und „Mensch wird Gott.“
Es ist ja auch kein Widerspruch, wenn ich einerseits sage: „Der Mensch atmet ein.“, andererseits: „Der Mensch atmet aus.“…
“Ich will damit exakt den Vorbehalt ausdrücken, den Steiner 1899 geltend gemacht hat: dass es nämlich absurd ist anzunehmen, Gott könne sich jemals in nur einem einzelnen Menschen verkörpern.“
Das interessiert mich. Ich wüßte sehr gern den genauen Wortlaut und vor allem den Zusammenhang dieses Vorbehaltes.
Ich möchte noch etwas anschließen:
Mischa sagt weiter oben:
“Die Methoden der Erkenntnis sind nicht das Erkannte selber.
Nicht die angewandten Methoden und Wissenschaften sind daher bedeutend, sondern das mit ihnen Erkannte.“
Du, Felix, stimmst nur dem ersten Satz zu und weist darauf hin, daß Rudolf Steiners Erkenntnisbegriff ein „schöpferischer“ ist, und daß es gerade Steiner sehr wohl auf die Methode ankommt.
“Und vor allem setzt er das übliche, wenn auch empirisch nicht verifizierbare Verständnis von Erkennen als dem reinen Abbilden von einem zu Erkennenden außer Kraft, das auch unabhängig von seinem Erkanntwerden wirklich und vorhanden ist.“, schreibst Du dann.
Auch Deine „harmlose“ Frage, „ob es wohl Engel gebe, bevor sie "geschaut" werden“ geht in eine ähnliche Richtung.
Nun – ich glaube zu begreifen, was Du meinst. Und dennoch kann ich auch auch Mischas zweitem Satz einiges abgewinnen.
Bei allem „Schöpferischen“ in der Erkenntnis: Es gibt doch auch das, was sich „erkennen läßt“.
Wenn ich erlebe, wie eine Musikerin ihre Geige stimmt, und der Konzertmeister hört ihr aufmerksam zu … dann gibt es einen Moment, in dem beide, fast unwillkürlich, mit dem Kopf nicken; und das ist ganz derselbe Moment, da auch ich nicht mehr nur mit dem Ohr zuhöre und mir vielleicht überlege, ob diese Quinte nun zu groß oder zu klein ist, sondern da diese „reine Quinte“ sozusagen meinen ganzen Körper erfaßt… das ist etwas fundamental anderes, als es eine bloße Einigung wäre, diesen jetzt erreichten Tonabstand also nun als „reine Quinte“ bezeichnen zu wollen. Und es ist auch ganz sicher abzugrenzen von einer Halluzination, einer „Ein-bildung“ (die wäre ja in gewissem Sinne auch „schöpferisch“, oder?) – das Kopfnicken der beiden Geiger ist nur mehr die Bestätigung einer schon vorher gewonnenen Gewißheit.
Was würdest Du, was würdet Ihr alle sagen: gibt es die „reine Quinte“ auch dann, wenn ich sie nicht erkenne?
Allerdings: es ist meiner Ansicht nach auch nicht gleichgültig, ob jemand diese „reine Quinte“ erkennt oder nicht. Denn wenn niemand mehr die innere Aktivität aufbrächte, in dieser Weise hinzuhören, dann würde auch niemand mehr danach seine Geige stimmen; die „reine Quinte“ würde dann in der Musik keine Rolle mehr spielen können… und womöglich würde sich die ganze Menschheit so weiterentwickeln, daß sie schließlich gar nicht mehr die Möglichkeit hätte, eine „reine Quinte“ zu erkennen…
Herzlichen Gruß
Ingrid |
09/16/09 - 12:25 pm | #
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Von Mieke Mosmuller ist nun ihre Auseinandersetzung mit den Integralen in deutscher Übersetzung erschienen.
Cohen läßt sie, zurecht, gleich weg und nimmt sich Ken Wilber vor.
http://www.occident.nl/cgi-bin/
o...n=9783000286292
Da amazon Mosmullers Bücher nicht nach Österreich liefert hab ich erst eines ("Die Weisheit ist eine Frau")
von ihr gelesen, das ich zufällig bei einem Restseller in der Grabbelkiste fand, in einem Esoladen an der Peripherie war es wohl wegen des feministisch anmutenden Titels bestellt worden, aber liegengeblieben und zum Restseller gekommen. Obwohl dieses Buch nur eine Illustration der Lehre ist, hab ich es gern gelesen und nun auch "Arabeske - Das Integral Ken Wilbers" beim Occident Verlag (den die Mosmullers für den Vetrieb der Bücher von Mieke Mosmuller gegründet haben) bestellt.
Über die blogroll von Alexander Dill hab ich die site von Hans Jecklin gefunden und dort in dessen blog
http://www.hansjecklin.ch/notizen.htm
seine Anmerkungen zu seiner Aurobindo Lektüre gefunden. Interessanterweise bezeichnet Jecklin das - ich nenns mal so - Geistempfinden auch "kühlen Wind" ( ohne Kühlewind zu kennen? ) und bringt auch ein schönes Zitat eines indischen Psychoanalytikers über die kühle, klare Unterströmung des Geistes in den mehr oder weniger heißen, astralischen Wirbeln unseres Seelenlebens...
Foersterliesel |
Homepage |
09/16/09 - 12:25 pm | #
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Und lieber Robert,
- tut mir leid, wenn Du Dich von uns anderen „alleingelassen“ fühlst…
Aber das „empirische Vorgehen“ ist ja sicherlich das allerbeste, was Du tun kannst, was wir alle tun können.
Allerdings: so einfach scheint mir die Sache nicht zu sein, wie es in Felix’ Satz aussieht: "Suche andere "Geister" und frage dich, wo sie, wenn du sie gefunden hast, sind".
Denn daß einerseits dort, wo ein Körper ist, kein anderer Körper sein kann, und daß andererseits ein bestimmter Körper gleichzeitig nur an einem einzigen Ort sein kann, das gilt halt nur in der körperlichen Welt. In der geistigen Welt, jenseits von Raum und Zeit, kann es ganz anders sein.
Wir werden also wohl noch andere Kriterien finden müssen, um zu beurteilen, ob es nur einen „Geist“ geben kann oder mehrere oder unendlich viele…
Herzlichen Gruß!
Ingrid |
09/16/09 - 12:29 pm | #
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@Foertserliesl
danke für den link
http://www.hansjecklin.ch/notizen.htm
habe mich etwas umgesehen.
Es scheint dort und anderswo das "Geistige" als Spielfeld für elitäres Bewußtsein zu gelten. Große Musik, ernste Gespräche und natürlich Ken Wilber. Da können wir auf der website hier nicht so recht mithalten, oder?! 
Finde die Gedanken von Ingrid auch recht hilfreich, ihre Art des Versuches der Vermittlung und Erklärung. Vielleicht herrscht mehr Verwirrung beim "niederen Volk" und die Oberen, die Führer der Religionen treffen sich "fürstlich" (schwingt schon sehr viel Geld mit). Wer Aurobindos Hinweis kennt, "die Steine würden weinen, wüßten sie um sein geistiges Ringen" (nicht ganz wortwörtlich aus der Erinnerung, das mit den Steinen und Weinen stimmt, sowie dem Ringen), der wird immer den Standpunkt eines Anderen achten. Wo es etwas juckt, die Tat gefragt ist, wenn von Dritten ein Weg propagiert wird, da darf hinterfragt werden.
Es tut gut, wie nun weibliches Denken in die Debatte/Diskussion/mentale Schlacht (harte Worte von Herrn Hau) einschwingen (falls doch Mann, so wurde Ingrid als Maske gewählt?!)
Wenn der site-owner Geduld hat, mit uns, mit sich, der Welt, wird das gemeinsame Werk wohl gelingen.....
(habe Herrn Jecklin kontaktiert, ihm obige Einschätzung - ihn ausgenommen - mitgeteilt)
Ernst Seler |
09/16/09 - 3:56 pm | #
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Liebe Försterliesel,
wenn ich Dir behilflich sein kann über amazon Bücher zu bestellen, mache ich das sehr gerne für Dich. Schreib’ mir wie ich mit Dir in Kontakt kommen kann, wenn Du möchtest ...
nur so – als Angebot
herzlich, Elisabeth
Elisabeth |
09/16/09 - 5:47 pm | #
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lieber Herr Seler,
wie ich ja schon schrieb bin ich ein Neuankömmling in anthroposophischen Gefilden und Steiners Kosmogonien, die geistigen Hierarchien (bei denen ich leider immer gleich ans Militär denken muß)und die Christologie ist alles ganz schön viel auf einmal. Ich habs eher mit den Tieren, Pflanzen und dem Heilen, schlicht gesagt.
Deswegen versteh ich auch nicht alle Dimensionen der Diskussion; ich bin gegen Neo-Ashrams in denen psychische Abhängigkeiten provoziert und instrumentalisiert werden und ich finde Gronbachs Seite ist nix für mich persönlich (außer seiner Begeisterung fürs vegane Leben und ab zu Nettem, ich schau nicht oft vorbei)aber die Spannungen berühren mich nicht, ich verstehe auch die Hoffnungen die die AAG in dynamische Jungspunde setzt und die Beleidigtheiten der anderen Herrschaften.
Felixs Anmerkungen waren schon interessanter, man kapiert worum es den "Parteien" geht, aber ich identifiziere mich mit keiner. Den traditionellen Anthroposophen bin ich dankbar dafür, daß sie soviel Gutes (ja auch die Salben und Globuli) überliefert haben, aber ich versteh auch Christian Grauer und die Areligiösen.
Bei Ihren Beiträgen war ich natürlich ob der Tragik und der üblichen Gemeinheit der Institutionen und ihrer Vertreter sehr betroffen. Sie bewohnen und begehen mehr Ebenen und Welten als ich, lieber Herr Seler, es ist auch so, daß ich das intensive Interesse an vergangenen Inkarnationen nicht teile. Vage Ahnungen und Vertrautheiten die aus Langvergangenem herrühren mögen, reichen mir, ich finde dieses jetzige Leben schon schwierig und interessant genug. Ich wünsche Ihnen daß Sie Sicherheit und Ruhe erreichen mögen und ein paar Ihrer (irdischen, menschlichen) Widersacher ordentlich eins draufkriegen.
Bei Jecklins Notizen hat mich eben gefreut daß jemand zu ähnlichen Wahrnehmungen kommt ohne offenbar Kühlewind zu kennen. Das Geistige ist doch eine transreligiöse, ubiquitäre
allgemeine und allen Menschen zugängliche Erfahrung, oder?
Zum Schulungsweg muß ich sagen, daß ich für all die Wahrnehmungsübungen zu ungeduldig bin und eigentlich nur die Nebenübungen so recht verstehe. Präkognitive Träume und Gesichte vorm Einschlafen und beim Aufwachen haben doch alle Menschen, auch ohne hellsichtig zu sein (durch eine psychotherapeut.Ausbildung wurde das Erinnern bei mir trainiert, viele Therapeuten wissen um diese Dinge, auch wenn sie in einigen therapeutischen Schulen nicht thematisiert werden dürfen)
herzlichen Gruß!
Foersterliesel |
Homepage |
09/16/09 - 6:11 pm | #
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Hallo liebe Liesel,
macht richtig Spaß dir zuzusehen wie du dich so entwickelst!
Maurulam |
09/16/09 - 6:26 pm | #
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liebe Elisabeth,
vielen lieben Dank für Dein Angebot!
Ich denke, daß es nun über den Occident-Vertrieb funktionieren wird.
Ich glaube Du hast mir einmal so zuversichtlich zu meinem Bericht von den türkischen Jugendlichen gepostet, ja?
nochmals Dank und herzlichen Gruß!
Foersterliesel |
Homepage |
09/16/09 - 6:26 pm | #
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Liebe Ingrid, "Allerdings: es ist meiner Ansicht nach auch nicht gleichgültig, ob jemand diese „reine Quinte“ erkennt oder nicht. Denn wenn niemand mehr die innere Aktivität aufbrächte, in dieser Weise hinzuhören, dann würde auch niemand mehr danach seine Geige stimmen; die „reine Quinte“ würde dann in der Musik keine Rolle mehr spielen können… und womöglich würde sich die ganze Menschheit so weiterentwickeln, daß sie schließlich gar nicht mehr die Möglichkeit hätte, eine „reine Quinte“ zu erkennen…" Das ist wieder ein Genuss, Deine Zeilen zu lesen. Dafür lohnt es sich doch, ein Blog zu unterhalten..
Michael |
Homepage |
09/16/09 - 6:45 pm | #
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Hallo Ingrid,
"Und lieber Robert,
- tut mir leid, wenn Du Dich von uns anderen „alleingelassen“ fühlst…"
Ich führe mich nicht allein gelassen. So ein Felix ersetzt schon einen ganzen Trupp 
Und jetzt noch ein Tipp:
es sollte Dir auffallen, dass geistige Begegnungen überhauüt nichts mit räumlichen Bestimmungen zu tun haben. Ich kann zwar sagen, im Café Irgendwo habe ich mich mit N.N. getroffen, welcher folgendes sagte.
Aber das, was er sagte, war nicht an diesen (räumlichen) Ort gebunden.
Wenn man nun fragt, wo denn der Geist sei, kann man also nicht erwarten, dass rauskommt: 52 Grad nördliche Breite, 10 Grad östliche Länge.
Ok?
Viele Grüße
Robert
Robert |
09/16/09 - 6:57 pm | #
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Liebe Foersterliesel,
danke für Ihre Zeilen.
"...das intensive Interesse an vergangenen Inkarnationen nicht teile."
Ist mir wohl in die Schicksalswiege gelegt worden, daß gleich mehrmals ungefragt Dritte sich über das Vorleben äußerten.
Partei ergreifen ist ja immer einseitig, aber zu wissen wo man/frau selbst steht ist notwendig. Auch wenn Steiners "Geisteskampf" als Begriff gegenwärtig so nicht mehr passt, die von Steiner prophezeite geistige Auseinandersetzung will ernst genommen sein.
Ihr Hinweis auf Ihr Wissen als Therapeutin lässt hoffen, es gibt noch Menschen, welche die Seele nicht mit Gehrintätigkeit verwechseln. Ihr Hinweis "..auch wenn sie in einigen therapeutischen Schulen nicht thematisiert werden dürfen" zeigt, wie die Kirche diese Bereiche noch verwalten möchte. Aber sogar unter Priestern ändert sich das Denken...
"Steter Tropfen höhlt den Stein"
Auch herzlichst
Ernst Seler
Ernst Seler |
09/16/09 - 8:03 pm | #
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Lieber Herr Seler,
"(falls doch Mann, so wurde Ingrid als Maske gewählt?!)"
Oh nein, keine Maske. Ich sehe auch nicht recht, was eine solche "Verkleidung" hätte bringen sollen.
(Übrigens finde ich es grad ein wenig seltsam, meine Gedanken als "weiblich" bezeichnet zu finden... sind es denn Gedanken, die ein Mann nicht hätte haben können???)
Herzlichen Gruß
Ingrid |
09/16/09 - 10:49 pm | #
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lieber Herr Seler,
Sie schreiben
"Ist mir wohl in die Schicksalswiege gelegt worden, daß gleich mehrmals ungefragt Dritte sich über das Vorleben äußerten"
und ich habe den Eindruck, daß diese Mitteilung die Sie für den 11. Oktober erwarten für Sie durchaus belastend ist, oder auch schon das Warten darauf belastend ist. Aber es steht uns doch auch frei, solche Informationen abzulehnen und anderen Grenzen zu setzen!
Ich glaube nicht alles, was von anderen kommt ist Schicksal, vieles sind auch einfach nur Übergriffe, Zumutungen, ja Unangemessenheiten und dagegen darf man sich doch verwehren!
Es tut mir sehr leid, daß Sie diese böse Seite der Kirche erfahren haben. In meiner Kindheit hat man die Kinder nicht mit Kruzifixen konfrontiert, sondern mit Engelbildern, man wollte das Grausame vermeiden und ich denke viele Katholiken denken doch ebenso.
Aus allem was ich von Ihren Beiträgen erinnere, verspürte ich eine Art übergroßer Offenheit. Bitte geben Sie auf sich acht und grenzen Sie sich gegen okkulte Spekulationen ab.
Um in der Debatte zu Gronbach fundiert Stellung beziehen und ihn des Revisionismus zeihen zu können sind meine eigenen Kenntnisse und Erfahrungen mit der Anthroposophie viel zu gering und ich kann eigentlich nur stilistische Differenzen benennen. Natürlich stehen wir immer in Gruppen in historischen Geisteskämpfen, die wir zu verantworten haben; aber beim Thema Gronbach sehe ich keinen Geisteskampf, sondern kleiner Dimensioniertes: Anhaftung an Meinungen, Narzißmus der kleinen Differenz, kleinen Gruppenkampf, etc
- das kommt eben in allen Bewegungen vor, und ist auch in der AAG (ich lese gerade Lachmanns Steiner-Biographie) leider nicht neu.
Bitte nehmen Sie mir meine Besorgtheit nicht übel, mir ist klar in Ihnen einer außerordentlichen Person mit außerordentlichen Zugängen begegnet zu sein.
Herzlichen Gruß!
Foersterliesel |
Homepage |
09/16/09 - 11:59 pm | #
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Hallo Foersterliesel,
Du interessierst Dich für Ken Wilber? - Anbei ein kritischer link (aus der Zeit, als ich mich mal informiert habe, wer W. ist), ob der link was taugt, mag ich nicht beurteilen.
http://www.johannesheinrichs.de/...phie/
Wilber.pdf
Barbara 1 |
09/17/09 - 1:21 am | #
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@Foersterliesel
"Bitte nehmen Sie mir meine Besorgtheit nicht übel, mir ist klar in Ihnen einer außerordentlichen Person mit außerordentlichen Zugängen begegnet zu sein."
Die Besorgtheit ist natürlich berechtigt, objektiv und subjektiv.
Sie können davon ausgehen, meine Beiträge sind durchaus gefiltert und das was in einer großen Anzahl von mails in die Welt ging, trug noch viel mehr "Schweres", durchaus im Mit-Karma Rudolf Steiners.
Das mit dem 11. Oktober ist nun so: die Person, welche ungefragt die letzte Inkarnation berechnete ist mir länger bekannt, Ihre Art. Wir sind auf besondere Weise innerlich verbunden. Dabei gehe ich durchaus kritisch mit der Frage der letzten Inkarnation um. Es gab jedoch mit der Person ein tieferes Erkennen der Ursache der Stigmatas von Frau Halle, spirituelle Erfahrungen, die so neu sind, die dann schon vor Jahren öffentlich gemacht wurden, da eben das Auftreten der Stigmatas auch Folge des Kruzifix-Beschlusses waren.
Nur gehe ich da nicht prüfend näher darauf ein. "Prüfung" vorzunehmen, an einer Person, das darf nur in Ausnahmesituationen geschehen, da tief in die Persönlichkeit eines Anderen eingedrungen wird. Als junger Mann habe ich unbedarft geprüft, ungestüm mit dramatischen Folgen für Dritte.
All diese Dinge sind in Einzelheiten den "Oberen" bekannt und "Die" warten nur auf einen Fehler (Hinweis durch Dritte) meiner Person. Wenn wir Steiners Mitteilungen ernst nehmen, wo er die Hintergründe aufdeckt, wie unsere Welt gelenkt wird, vor allem wie nun - in der Gegenwart - um das "ICH" gerungen wird, der wird mit meiner Person mitfühlen, da "ich" eben gegen die Macht der Kirche und die im Hintergrund agierenden politischen Kräfte vorgehe.
Ob mein ich sich hier übernimmt, bleibt offen. Ich rechne durchaus auch mit einem Scheitern im Äußeren.
Als im Jahre 2000 ein Kurantrag gestellt wurde, wegen hohem Blutdruck, da wurde dieser Antrag im Geheimen in eine Unterbringung verwandelt, versteckt als Paragraph im Kostenbescheid. Es wäre hier zu umfangreich, die fiesen Machenschaften des Bayerischen Staates weiter aufzuzeigen. Am Ende gab das Verwaltungsgericht mir recht und stellte fest, Herr Seler hatte keine Unterbringung beantragt.
Damals wußte meine Seele, durch innere Bilder, die Fachärzte hätten nicht nur meinen Bluthochdruck behandeln können, sondern auch die seelischen Verletzungen von 1989, die da unbehandelt, als Kraftquelle wirken, was im Großen gesehen, wiederum von Nutzen ist. Wer in einem Bezirksklinikum wiederholt gefälschte Dokumente vorgelegt bekommt (falls Sie den link hierzu nicht öffneten, den Text lasen), er sei in einer geschlossenen Nervenheilanstalt gewesen, obwohl dies nicht stimmt, dann später ein Pfleger extra in den Akten nachschaut und sagt "ja wenn es in den Akten steht", der braucht eigentlich Hilfe, durch den erlebten Schock. Aber können je Fachärzte usw. Hilfe bieten, die gerade ja wieder Weißkittel tragen.
"Ich" bin da in einem Dilemma, erkenne auch, das Schicksal hält wohl Niemanden bereit, so sehr "du" auch suchst, kein Schamane, kein Therapeut, keine Rückführung.
So bleibt der Grund für die Besorgnis bestehen, für meine Person. Gilt aber nicht auch Besorgnis für die "Gesellschaft". Ist das nicht eine Situation wie in München?! Alle schauen zu, alle wissen, wie Herr Seler sich auf einer gewissen Weise bloßstellt, nach Beuys: "zeige Deine Wunden".
"Ihr" als Gesellschaft seid ja mitverantwortlich für die Wunden, wie sie zugeschaut hat, als der Mann am Boden getreten und geschlagen wurde und "Sie" drücken das ja in Ihrer Weise auch aus.
Um das abzurunden:
im Zusammenhange der aktiven Prüfung von Frau Halle (es liegen karmische Gründe mit Personen vor, daß die Stigmatas entstehen konnten, neben anderen Gründen) gibt es ein Bild,
das mit Berlin zusammenhängt
und wenn es sich erfüllt, werde ich endlich bei meiner geistigen Familie angekommen sein.
Die Sicherheit, wie seherische Bilder sich verwirklichen, sie ist gegeben. Nur deswegen kann -ich- so hohen Einsatz wagen, da manches, wenn es hier geschrieben würde, die Menschen zu sehr erschüttern würde. Wenn Sie das Gesicht der Justizministerin Bayerns in den letzten Tagen sahen, dann ahnen Sie den Schock, der hier in Bayern in den Institutionen herrscht. Denn die habe ich genauestens informiert, was hier im anthroposophischen Rahmen nur angedeutet werden kann.
Sie werden auch verstehen, warum der Esoterik-Rummel mit Ken Wilber usw. mir zuwider sein muß. Denn da wird etwas aufgezogen, was nur für die Elite dienen soll. Wenn gebrüstet wird, Obama kennt Kenn Wilber und hier Anthrosophen ins Horn blasen für Herrn Gronbach und seinen Aktivitäten, dann wollen bestimmte Kreise innerhalb der AAG den Impuls von Rudolf Steiner verfälschen. Da das Geistige aber gar nicht mehr innerhalb der AAG als Organisation wirkt, leben die Anthroposophen als Organisation eine offene Lüge.
Dieser Schmerz hängt mit meiner letzten Inkarnation zusammen, das weiß ich aus eigenem Erkennen.
Danke für Ihre mitfühlenden Gedanken und Wünsche.
Spüre - ungewohnt - hier nun beim Schreiben eine ganz, ganz besondere Schwingung, die dazu beitragen wird, meinen Weg zu gehen....
Wir werden sehen, was der 11. Oktober bringen wird, es geht nicht nur um meine Person.....
Vielleicht wird der 11. Oktober auch abgeblasen, von wem auch immer... .
Es liegt auch am Handeln der Geistigen Welt im Sinne Rudolf Steiners.
E.S. |
09/17/09 - 9:37 am | #
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@Ingrid
"(Übrigens finde ich es grad ein wenig seltsam, meine Gedanken als "weiblich" bezeichnet zu finden... sind es denn Gedanken, die ein Mann nicht hätte haben können???)"
Nicht der Inhalt, die Form.
Schauen Sie doch, wie die Männer sprachlich miteinander umgehen. Das kann natürlich und soll auch so sein, die sprachliche Verschiedenheit, deswegen tat es gut, wie die weibliche Kraft auftaucht, das ergänzt, mildert, fördert sich zum miteinander.....
Auch herzliche Grüße
E.S. |
09/17/09 - 9:46 am | #
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liebe Barbara1,
danke für diesen sehr, sehr interessanten link! - So eigentlich würd ich mich nicht genauer für Wilber interessieren aber angesichts der anhaltenden Debatten komme ich nicht umhin 
nochmals Dank!
Foersterliesel |
Homepage |
09/17/09 - 12:34 pm | #
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lieber Herr Seler,
nur soviel: in Institutionen können sich böse Antriebe Einzelner gut verstecken, ja die ganze Institution kann zu einer der strukturellen Gewalt entarten. Ich bin sehr froh, daß Sie diese Gemeinheiten erkennen, benennen und sich dagegen wehren konnten - das ist eine sehr große Leistung! - und wünsche mir für Sie, daß Sie Ihre Kräfte nun uneingeschränkt zum eigenen Wohlsein und Gedeihen nutzen können!
alles Liebe und Gute!
herzlichen Gruß!
Foersterliesel |
Homepage |
09/17/09 - 12:45 pm | #
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„"Ich" bin da in einem Dilemma, erkenne auch, das Schicksal hält wohl Niemanden bereit, so sehr "du" auch suchst, kein Schamane, kein Therapeut, keine Rückführung.“
Lieber Ernst,
ich hoffe, Du hast inzwischen gelernt / verstanden , dass es nicht darum geht „jemanden“ zu suchen. Wenn es den „Jemand“ gibt, wird derjenige Dich finden. Es kommt nicht auf Deine Vorstellung an, wenn ich das mal so harsch sagen darf. Eventuell suchst Du falsch. Ich sage das jetzt aus meiner Sicht wie schwer es ist, die Vorstellung etc. auszusortieren.
Inzwischen habe ich Übungen, mein Höheres Selbst zur Hilfe zu bitten – und die Erfahrung zeigt mir, dass da Jemand ist ! Vielleicht ein Anfang? Vielleicht mein Weg, meine Art?
„"Ihr" als Gesellschaft seid ja mitverantwortlich für die Wunden, wie sie zugeschaut hat, als der Mann am Boden getreten und geschlagen wurde und "Sie" drücken das ja in Ihrer Weise auch aus.“
Ich hoffe, dass Du diese Äußerung nicht als Vorwurf meinst. Ich mache niemandem einen Vorwurf, dass ca. 15 Menschen darum herum gestanden sind und nichts getan haben. Ich war nicht dort und ich stecke auch nicht in der Haut dieser Menschen.
Das wollt’ ich doch gleich einmal aufschreien ...
Deine posts, Deine Ausführungen und Erläuterungen schaffen lediglich durch das Mitlesen ein Mittragen. So empfinde ich. Hast Du das schon einmal gedacht?
Trotzdem alles Gute – besonders für Dein/e Vorhaben.
Herzlichst, Elisabeth
Elisabeth |
09/17/09 - 5:12 pm | #
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Liebe Elisabeth,
danke für all Deine Ausführungen.
meine Schilderungen mit dem Suchen sollte nur von meiner Person ablenken, deswegen auch in der Form geschrieben, wie geschrieben.
Das "mitverantwortlich" ist keineswegs ein Vorwurf des nicht Handelns, sondern einfach eben als Beteiligte die Mitverantwortung. Vielleicht hast Du in den letzten Tagen die verschiedenen Experimente auf RTL gesehen, wo solche Fälle inszeniert wurden und die große Menge einfach still sitzt. Mir kam da die Antwort, wie wahrscheinlich die Menschen durch das Fernsehen "gelähmt" sind. Sie schauen das Geschehen als Film an und beim Fernseher kann man/frau ja auch nicht in das Geschehen eingreifen.
Vielleicht dies als ganz nüchterne Erkenntnis und doch bleibt Mitverantwortung für diese Welt. Denn der Spruch gilt ja auch für meine Person.
Als vor vielen Jahren ich mit meiner damaligen Freundin in den Straßen von Nürnberg spazieren ging und vor einem Lokal ein Mann auf eine Frau einstiefelte, ging ich hin, stoppte ihn, während die schwangere Frau sich am Boden krümmte. Als ich in das Lokal hineinging, um Hilfe zu holen, wehrten alle angesprochenen ab. Niemand wollte hier weiter einschreiten. Der Mann außen war körperlich überlegen, doch ich konnte ihn durch Worte stoppen... .
Was "ich" mich dann frage, warum hat das Schicksal solches gewollt, zu erleben, warum gibt es solche Dinge unter den Menschen.
Wenn Du verschiedene Beiträge gelesen hast, dann weißt Du doch, es gibt geistige Führung, sei es Meister in Inneren, oder Begegnungen im Äußeren und Inneren (für meine Person).
Vor Jahren wurde auf der realen Ebene ein hoher tibetischer Lama mein Lehrer. Er lehrte mich dann Nachts, hatte das mit ihm am Tag ausgemacht.
Habe nochmal den Satz angeschaut: der zweite Teil lautet innerlich "und würde ich einen Suchen, es wäre keiner da, ein geistiger Lehrer".
Deswegen im Original von mir:"...erkenne auch, das Schicksal hält wohl Niemanden bereit".
Also mir ist bewußt, es gab einzelne reale Lehrer, auch innere Lehrer, aber ich bräuchte nicht suchen.
An Deiner Frage kommt der tiefere Impuls, daß es so viele geistige Lehrer gibt ist das merkwürdige, wie Ken Wilber, Gronbach usw..
Aber das führt nun zu weit weg.
Ja, mir ist bewußt, wie das Gelesene in die Nacht hineingeht, da etwas geschieht.
Schön, wenn Du Dein Höheres Selbst kontaktieren kannst, beziehungsweise das Selbst Dich.
Also, alles Gute.
Habe an ganz anderer Stelle Jemanden im Internet kontaktiert, per mail dann ausgetauscht, Kontakt im Nachtbereich angekündigt.
Es klappte und wurde bestätigt.
Wir sind also bewußt und unbewußt verbunden, wenn wir es wollen. Vielleicht erweitert sich ja "unser" Kreis zum Positiven und auch der Nachrichtendienst schaltet sich positiv ein 
Herzlichen Dank, auch für die Wünsche
Ernst
E.S. |
09/17/09 - 6:56 pm | #
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Lieber Ernst,
Du weißt, was ich auch „mit dem Suchen“ meine – was Du ansonsten damit beabsichtigst düngt mir sonderlich. Ich kann es jedoch nicht verstehen. Ich weiß, dass Du es mir nicht erklären willst. Ich akzeptiere das.
Das „mitverantwortlich“ kannst Du für Dich so begreifen; ich begreife es ebenso. Würde ich mich sonst so „aufregen“ bzw. aufschreien? Und: ich bin mir bewusst, dass das Fernsehen (ich habe die Sendungen auf RTL nicht gesehen; ich sehe Sendungen dieser Art nicht an) ... mir ist klar, dass „es“ lähmend wirkt – gewollt?
Rede nicht so leichtfertig daher: Du weißt ebenso wie ich, dass eine körperliche Überlegenheit, selbst in einer dieser genannten Situationen auch bzw. gerade mit „den richtigen Worten“ gestoppt, auf jeden Fall durch die „Führung der Worte“ gelenkt werden kann.
Frage Dich nicht: „warum hat das Schicksal solches gewollt, zu erleben, warum gibt es solche Dinge unter den Menschen.“ Nimm’ es wahr, sei aufmerksam, sei achtsam in der Situation, gerade auch für die, die es betrifft und wenn Du nichts tun kannst ... ich habe mir angewöhnt, die Menschen zu segnen. Das ist meine Art darauf zu reagieren, wenn sonst nichts möglich ist.
Warum erwähnst Du den tibetischen Lehrer? Ich freue mich für Dich. Ich frage mich: fehlt Dir noch etwas?
Ich habe just bevor ich Deine Antwort gelesen mich des Gedichtes von Rumi erinnert:
Das menschliche Dasein ist ein Gasthaus.
Jeden Morgen ein neuer Gast.
Freude, Depression und Niedertracht –
auch ein kurzer Moment von Achtsamkeit
kommt als unverhoffter Besucher.
Begrüße und bewirte sie alle!
Selbst wenn es eine Schar von Sorgen ist,
die gewaltsam Dein Haus
seiner Möbel entledigt,
selbst dann behandle jeden Gast ehrenvoll.
Vielleicht reinigt er Dich ja
für neue Wonnen.
Dem dunklen Gedanken, der Scham, der Bosheit –
begegne ihnen lachend an der Tür
und lade sie zu Dir ein.
Sei dankbar für jeden, der kommt,
denn alle sind zu Deiner Führung geschickt
worden aus einer anderen Welt.
RUMI
Das bedeutet für mich die direkte und reine Zusammenarbeit mit dem Höheren Selbst. Das heißt für mich: mutig sein. Ich muss zugeben, dass ich davon noch eine ganz lange Lernstrecke entfernt bin; aber ich arbeite daran. Das ist pure Konsequenz: das ist mein „innerer Lehrer“: das ist, aus meiner Betrachtung, der einzige Weg; es ist eben mein Weg ...
Ich habe keinen anderen Impuls.
Herzlichst, Elisabeth
Elisabeth |
09/17/09 - 8:03 pm | #
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@Elisabeth
Nachtrag:
natürlich bewege ich Deine Gedanken.
Und es kam ein erhellendes Bild.
Steiner spricht von dem Eingeweihten, der eigentlich reif gewesen wäre, den Christus in der Erden-Aura zu erleben.
Da das vor der Zeitenwende war, "opferte" - so Steiner - sich der Eingeweihte in den Vulkan auf Sizilien usw.. Steiner gibt auch die nächste Inkarnation des Mannes an.
Meine Situation kann also sein: der von Steiner angekündigte Ätherische Christus, von dem in dem Buche "Brücke über den Strom" steht, er werde in Deutschland sein Gefäß bilden, hat noch nicht das Gefäß ganz zubereitet, für die Menschheit. Individuell mag er ja von Einzelnen erlebt werden, nicht jedoch so, wie es Steiner vorraussagte und Sigwart und Dagmar aus obigen Buche ankündigen.
Vielleicht ist deshalb meine Sehnsucht nicht gestillt, wie ein Schulrat ganz am Anfang sagte: "vielleicht ist Herr Seler seiner Zeit voraus".
Wenn dies wahr ist, dann hilft eben nur Geduld, die ob meines Alters eben schwer noch aufzubringen ist.
Der Schüler von Steiner meinte immer lächelnd "Bei ihnen braucht man einen Dr." - er spielte auf den Dr. des Steiners an.
Er wiederholte dies jedesmal, wenn ich ihn besuchte (3-mal), lächelte jedes Mal und ich junger Spunt, war natürlich beeindruckt, noch dazu, als er mir den Rat gab "und mit dem (hier nicht der Namen) machen Sie Kleinholz".
Vielleicht ist dieser zerstörerische Aspekt eine Aufgabe, die natürlich keinen Beifall finden kann, so wie Steiner beschreibt, gerade in der zerstörerischen Kraft der Natur wirkt das Geistige, wirkt Gott am stärksten.
Haben wir gegenseitig Geduld, bereite mich nun erstmals für den 11.Oktober gezielt vor. Wir werden sehen, wie er sich gestalten wird.
Danke hiermit allen Anwesenden für das Lesen, dem site-owner für den Platz und Rudolf Steiner für das Karma, daß wir uns hier begegne-t-en.
So long - in die Runde 
E.S. |
09/17/09 - 8:04 pm | #
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Lieber Ernst,
fast beneide ich dich ein wenig um deine Gewandtheit mit den geistigen Dingen. Und dass du nach allem Erlebten trotzdem so frohen Mutes bist. Aber du hast ja natürlich auch deine Lieben mit dir.
Als ich damals zuerst von Judith von Halle hörte, musste ich erst einmal sehen, was das eigentlich sind, Stigmata, und wie Lichtnahrung funktioniert. Ich hoffe, auch ihr geht es gut. Sie muss eine sehr mutige Frau sein, denn sie zeigt ja ständig ihre Wunden (wie Beuys sagt), der Punkt ist ja, dass sie es nicht freiwillig tut, sondern dass es ihr eben geschieht. Sie hat das eben. Es wurde einmal der Einwand geäussert, dass die Anthroposophie sich mit dem Über-Sinnlichen beschäftigt, und daher für die Stigmata nicht zuständig sei, mag sein, mag nicht sein, enträtseln mag man ein solches Schicksal allemal.
Nun lese ich noch den Link zu Ken Wilber!
Maurulam |
09/17/09 - 8:54 pm | #
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Das kann dauern.
Maurulam |
09/17/09 - 10:53 pm | #
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